Boxcar Racer – Boxcar Racer
28. Jul 2002 | von benniTom Delounge und Travis Baker spielen beide in einer den meissten bekannten Band – Blink 182. Diese Band ist grottenschlecht, weil sie verkauft ja viel zu viele Platten und ausserdem finden sich ihre CDs im Regal meines kleinen Bruders neben den aktuellen "Kampftrinker Hits". Da kann ja auch nichts gutes bei rauskommen, wenn oben genannte Personen ein Nebenprojekt namens BOXCAR RACER ins Leben rufen. Pfui! Kommerz! So liesst man in Plattenbesprechungen über das selbstbetitelte Album in den verschiedensten Magazinen immer wieder, wer denn bitte noch eine zweite Ausgabe dieser albernen Hampelmänner bräuchte. Die Antwort scheint auch allen sofort klar, nämlich niemand. Wär' ja auch noch schöner, wenn die so genannte Indie-Presse sich ernsthaft mit so eftwas teuflisch kommerziellem auseinander setzen würde.
Leider scheint es viel zu wenige zun interessieren, was BOXCAR RACER wirklich ist, nämlich ein Versuch der beiden Musiker, aus den musikalischen Grenzen, die Blink 182 zweifelsohne vorgibt, auszubrechen. Was bei diesen Experiment herausgekommen ist, hört sich irgendwo an wie Blink in erwachsen, ohne die gewohnte Verspieltheit, sondern oftmals ernst, auf jeden Fall ruhiger als der große Bruder.
Fun? Punk? BOXCAR RACER ist gar nichts davon. Weder Fun noch Punk, dafür aber Pop. Teufel, schon wieder so ein böses Wort. Travis und Tom haben zusammen mit David Kennedy und Anthony Celestino ein Pop-Album abgeliefert, auf dem sie zeigen, dass sie durchaus etwas von Musik verstehen. Bleibt zu hoffen , dass dieser Versuch auch ernst genommen wird.
Various Artist – The Emo Diaries, Chapter 8 – My Very Last Breath
28. Jul 2002 | von benniDas Dreibuchstabenwort "Emo" ist in aller Munde, manche hassen es, andere lieben es, einige Akzeptieren seine Existenz, andere nicht. Fakt ist allerdings, dass da etwas passiert, was sich unter diesem Begriff zusammenfassen lässt. in Zeiten, wo in den USA langsam die Mainstream-Presse davon Wind bekommt und Bands wie DASHBOARD CONFESSIONAL in Deutschland plötzlich über ein Major-Label vertrieben werden, arbeitet das kleine Indielabel Deep Elm weiter am Siegeszug der guten Musik und bringt mit "my very last breath" Kapitel 8 der "emo diaries" – Reihe heraus, erst im Frühjahr war mit "Me Against The World" das siebte Kapitel erschienen.
Allerspätestens beim Versuch, den Begriff "Emo" zu definieren, scheiden sich die Geister und es ist wohl auch noch niemandem gelungen, eine zweifelsfreie Definition aufzustellen. Auch Deep Elm maßt sich das nicht an und veröffentlicht mit dieser Compilation vielmehr eine Dokumentation in Form von 12 zuvor unveröffentlichten Songs, geschrieben von Bands aus der ganzen Welt. Dabei verfolgt man das Prinzip, jedem eine Chance bieten zu wollen. So nutzen 500 Bands die Gelgenheit, sich um einen Platz auf dem Sampler zu bewerben. Diese 12 blieben übrig, nachdem das Material von Deep Elm durchgehört wurde – dass das Label diesbezüglich einen guten Riecher hat, konnten sie schon oft beweisen. So findet sich auf der Tracklist von Kapitel 1 unter anderem der Name JIMMY EAT WORLD.
Der gute Riecher wird auch hier wieder bestätigt, wirklich eine schöne Zusammenstellung. Bewerbungen für Kapitel 9 sind ab sofort an Deep Elm zu richten.
Die Bands:
Logh, Kelly8, Day Action Band, Hateen, The Home Team, Slow Coming Day, Long Since Forgotten, A Season Drive, The Solo Project, The Colour Blue, Fading Fast, Down-To-Earth Approach
Donots & Friends: Record Release Festival in Ibbenbüren
28. Jul 2002 | von benniEs gibt wohl kaum eine Band, bei der so ein Terz um den Herrkunftsort gemacht wird, wie es bei den DONOTS der Fall ist. Dass die Band, die mittlerweile ohne Zweifel zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands zählt, aus Ibbenbüren kommt, ist inzwischen allgemein bekannt. Und genau in diesen Ort in der Nähe von Osnabrück luden Ingo, Guido, Jan-Dirk und Alex befreundete Bands aus der deutschen Szene ein, um mit ihnen die Veröffentlichung des neuen DONOTS – Albums "Amplify The Good Times" zu feiern. Unter dem Motto "Donots & Friends – Rock Release Festival 2002" spielten am 6. Juli neben den Donots noch die Beatsteaks, Waterdown, Muff Potter, The Boy's No Good, Vaders, Wicked Sideburns, December Peals, Caged und Murdocks auf dem Parkplatz des weltgrössten Musikgeschäftes "Musik Produktiv". Ein Lineup ohne viel Zeit zum Luftholen, bei dem eigentlich nur noch PALE aus Aachen fehlten. Diese spielten an diesem Tag aber leider auf dem Verunsicherungsfestival bei Berlin.
Mit 2000 Besuchern war das Festival ausverkauft, wobei die DONOTS, welche als Organisatoren vor Allem für die Bandwahl verantwortlich waren, erst eine Woche vor der Veranstaltung von der Beschränkung auf 2000 Leute erfahren haben. Auch sonst lief offenbar nicht alles ganz so optimal, wie sich zumindest Jan-Dirk das vorgestellt hatte. Ihn störte beispielsweise das Verhältnis der Bühne zu den daran aufgehangenen Werbebannern. Trotzdem waren alle froh, so ein Musikspektakel in der Heimatstadt auf die Beine gestellt bekommen zu haben.
Unter den 2000 Besuchern befanden auch wir uns, jedoch erreichten wir das Gelände aufgrund rigoroser Unterschätzung der Fahrstrecke sowie einigen Ausflügen in falsche Autobahnrichtungen erst gegen 16.30 Uhr, womit wir schon mal 5 der 10 Bands verpasst hätten. Besonders gerne gesehen hätten wir die DECEMBER PEALS, welche schon vor einem Jahr in der Ibbenbürener Scheune sowie im Herbst auf ihrer CD überzeugen konnten.
So fing unser persönliches Programm dann um 16.50 Uhr mit THE BOY'S NO GOOD an, welche sich schnell als sehenswert herausstellten. Zwar wirkte die Show besonders durch gut gemeinte aber eher schlecht umgesetzte Konversationsversuche mit dem Publikum weniger professionell, jedoch konnte die Band musikalisch durchaus Pluspunkte sammeln.
Als nächstes kamen dann MUFF POTTER an die Reihe, die mit deutschen Texten die Sympathien des Publikums gewinnen wollten, was ihnen auch teilweise ganz gut gelang. Erstmals wurde es etwas voller vor der Bühne und auch wenn sie mich nicht wirklich vom Hocker riessen, schienen viele diesbezüglich anders zu denken.
Um 19.00 Uhr wurde es dann zeit für WATERDOWN, welche mal wieder ihr bestes gaben, harmonische Melodien mit Hardcore-Geschrei zu kombinieren. Sich schon den ganzen Tag andeutende Regenfälle blieben auch hier aus und die Show der Osnabrücker erfreute sich großer Resonanz seitens des Publikums.
Die BEATSTEAKS, welche als nächstes an der Reihe waren, konnten mich an diesem Abend nicht so recht überzeugen, was aber daran liegen mag, dass dies bereits die fünfte Show der Berliner war, die ich in diesem Jahr zu sehen bekam, wovon vor allem der Auftritt beim Hurricane bleibende Eindrücke hinterliess. Sehr vielen anderen Anwesenden schien die Show dafür umso mehr zu gefallen und so wurden die Berliner gefeiert, wie noch keine andere Band an diesem Tag. Natürlich packte auch Arnim das Surfbrett wieder aus, um zu "Kings Of Metal" auf den Händen der Fans entlang zu surfen.
Die Funktion des Headliners übernahmen natürlich die DONOTS an diesem Abend. Um 21.30 Uhr betraten die Jungs die Bühne und schnell zeigte sich, wer an diesem Abend alle anderen Bands in die Tasche stecken würde. Souverän hatte die Band um Ingo Knollmann das Publikum die ganze Zeit fest im Griff und wurde wirklich heftigst gefeiert. Leider drohte auch sehr bald die Sicherheitsabsperrung vor der Bühne zusammenzubrechen, sodass die Securities die ganze Zeit damit beschäftigt waren, mit vollem Einsatz ein Einstürzen zu verhindern. Sänger Ingo legte seine Mutterinstinkte an den Tag und erkundigte sich alle Nase lang, ob in den ersten Reihen auch alles in Ordnung sei. Zum Glück kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen und die DONOTS konnten fast 1 1/2 Stunden ein wahres Fest feiern, wobei anzumerken bleibt, dass für eine Recordreleaseparty merkwürdig wenige Songs vom neuen Album gespielt wurden. Es blieb bei zwei oder drei Darbietungen von "Amplify The Good Times", altbekannte Hits wie "We're Not Gonna Take It" bestimmten die Playlist.
Nach einigen Zugaben wurde die Show dann kurz vor 23 uhr beendet, da man sich mit den Nachbarn ja keinen Ärger einhandeln möchte. Schließlich möchte man in Ibbenbüren ja im nächsten Jahr wieder so ein Fest feiern, wie Ingo zum Abschluß noch einmal feststellt. Das wollen wir ja mal hoffen, wir sind auf jeden Fall wieder dabei!
Various Artist – Punk-O-Rama VII
27. Jul 2002 | von Praktikant"Alle Jahre wieder.." trällert es aus dem Hause Epitath – oder wie sollte man es sonst beschreiben, dass uns dieses Jahr wieder eine neue Ausgabe der Punk-O-Rama Compilation aus den Regalen heraus anlächelt…
Die Mittlerweile siebte Ausgabe der Compilation umfasst 19 krachige Songs aus dem aktuellen Punk- und Rockgeschehen. Denn nicht nur Größen wie Millencollin, NoFX oder The (Int.) Noise Conspiracy sind diesmal mit von der Partie, auch hierzulande weniger bekannte Interpreten wie 1208, Pulley oder Agnostic Front geben sich die Ehre ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ein Leckerbissen für alle deutschen Fans sollte vor allem sein, dass die Beatsteaks auf der diesjährigen Ausgabe kräftig mitmischen und vor allem mitrocken.
Man kann sich "Punk-O-Rama 7" ohne schlechtes Gewissen mehr als ein mal hintereinander durchhören, ohne auf den Langeweile- Effekt warten zu müssen. Die CD macht einfach Spass zu hören und wird sich keinesfalls als Fehlkauf einstufen lassen.
So ist den Mannen um Bad Religion Gitarrist und Epitath- Chef Brett Gurewitz eine Compilation gelungen, die die Wartezeit auf "Punk-O-Rama IIX" wenn nicht verkürzen, aber gewiss musikalisch gestaltet wird, ich bin gespannt auf nächstes Jahr…
Goldfinger – Open Your Eyes
27. Jul 2002 | von PraktikantNachdem Goldfinger mit "Stomping Ground" (2000) und dem im letzten Jahr erschienenen Album "Foot In The Mouth" auch in deutschen Landen den Durchbruch geschafft haben und sich einen Platz in der Sonne und vor allem den Herzen der Fans erspielt haben ist nun ihr nächster Streich mit dem Namen "Open Your Eyes" erhältlich.
Mit ihrer ersten Singleauskopplung, die den selben Namen wie das Album trägt, schliessen Goldfinger musikalisch gesehen nahtlos an frühere Goldfinger Songs wie "Superman", "Counting The Days" oder "I'm Down" an. Und diesen gewohnten Sound haben sich auch geschafft auf "Open Your Eyes" zu übertragen. Sowohl ruhigere Songs wie "January" oder "It's Your Life", wobei letzterer und der Song "Happy" auch einfach nur gute Laune machen und einen einfach nach mehr verlangen lassen. Songs wie "Woodchuck" hingegen, trotz der Länge von gerade mal 50 Sekunden, vermitteln da eher eine aggressive Haltung.
Neben den 15 Songs enthält "Open Your Eyes" noch den Clip zu "Spokesman", Videomaterial, das die vier Herren in den letzten Jahren auf ihrer Tour eingefangen haben und einige andere kleine Überraschungen. Ich muss sagen, dass mir das Album mehr als nur gut gefällt! "Dad" darf ich meinen Lieblingssong der EP nennen. Er vermittelt sowohl gute Laune, lässt einen aber auch, wohl doch eher unbewusst, an seinen eigenen Dad denken. Der Gute-Laune-Punk von Goldfinger lässt einen einfach mal alles um sich herum vergessen und lädt einfach dazu ein, nach Ende von Track 15 nochmals Play an seiner Anlage zu drücken.
Mit "Open Your Eyes" ist Goldfinger eine wunderbare Punk-Rock CD gelungen die simpel gesagt einfach nur Spass und Lust auf mehr aus der Richtung macht!
Daylight – vague pictures of amazing moments
23. Jul 2002 | von RobertDaylight legen hier ein Debüt Album vor, dass mich echt vor Ehrfurcht erstarren lässt. "Vague pictures of amazing moments", auf Incendiary Records erschienen, ist eine beeindruckende Platte geworden
Es fällt mir jedoch nicht einfach ihren Stil zu umschreiben. Zwar ist klar, dass es der Hörer mit einer Hardcore Kapelle zu tun haben, doch da beginnen auch schon die Schwierigkeiten. Daylight schaffen es New School Gebretter mit ausgezeichnetem Schreigesang, zu verbinden mit unglaublicher Emotionalität, ungeheurer Traurigkeit und viel Nachdenklichkeit.
Mal sind die Songs einfach und pompös, mal aber auch eher zerbrechlich. Knüppel Parts werden auf ziemlich dramatische Art und Weise mit sehr ruhigen Parts abgewechselt. Langweilig wird diese Scheibe nie, alles passt irgendwie fast perfekt zueinander.
Würde es bei uns eine Kategorie "CD des Monats" geben, wären Daylight garantiert der heisseste Kandidat für diese Auszeichnung. Wahnsinnsplatte, und das von einer Band aus Deutschland, aber der gehört die Zukunft!
New Noise Project – the difficulty of definition
23. Jul 2002 | von RobertNew Noise Project kommen aus dem Saarland, genauer aus der Industriemetropole des Saarlands Völklingen. Ihr viertes Album "the difficulty of definition" verbindet dabei durchaus perfekt Harcore mit melodischem Punk, woraus eine Mischung entsteht, die ziemlich stark an Samiam und vor allem Boy Sets Fire ,der Gesang im Besonderen, erinnert.
Allerdings ist es nicht so einfach, wie es aussieht. New Noise Project sind nämlich kein billiges Plagiat, sondern schaffen durch eine geschickte Kombination von Härte, Emotionalität und herzzerreissenden Texten ein gutes Emo Album. Besonders auch ihre schönen Melodien untertstreichen diese grossartige Veröffentlichung
Hardcore Parts jedoch treten mehr in Hintergrund, nur bei "Generation" werden sie noch deutlich gemacht. Ansonsten überwiegt die Melodie, die speziell durch die Songs "You and me" und "F.W" untermauert wird. Ich denke, dass NNP bald grössere Aufgaben angehen können, den Grundstein zu einer Tour mit vollen Clubs, haben sie mit Sicherheit gelegt.
Pointing Finger/ In Pieces – the distance beetween…
23. Jul 2002 | von RobertSplit CDs sind immer so eine Sache für sich. Doch hier liegt eine Split CD vor, die durchaus interessant erscheint. 16 Songs haben die beiden Hardcore Bands zusammen auf Still Believe Records veröffentlicht.
Pointing Finger stellten 7 Songs auf dieser CD zur Verfügung, geboten wird dabei Hardcore, der schon ziemlich an Better Than A Thousand erinnert. Old School Hardcore, den die Portugiesen aber durchaus beherrschen. Klar, viel neues kann man bei Old School nicht unbedingt erwarten, und dennoch werden mir die ersten 7 Songs nicht langweilig.
Als zweites haben In Pieces aus Norwegen insgesamt 9 Songs auf dieser Split CD verewigt. Die vier Noreweger, die alle erst so um die 17 Jahre alt sind, verhelfen sicherlich mit diesen Songs der steigenden Hardcore Szene Norwegens zu mehr Aufmerksamkeit. Musikalisch orientiert man sich an alten Straight Edge Helden wie Floorpunch oder Ten Yard Fight.
In Pieces gehen dabei doch wesentlich agressiver zu Werke als ihre portugiesichen Mitstreiter. Auch hier wird natürlich auf alt bewertes zurückgegriffen, aber dennoch,die gesamte CD kann mich als Liebhaber der Hardcore Musik schon ziemlich beeindrucken.
Standstill – Memories Collector
23. Jul 2002 | von RobertUnd wieder mal habe ich eine CD des deutschen Emo-Labels Defiance Records vor mir liegen, die absolut überzeugen kann. Standstill kommen aus Barcelona in Spanien, und haben sich vom belächelten Exoten zu einem der europäischen Emo Bands hervorgearbeitet. Ihr neues Album "Memories Collector" ist da nur ein weiterter Meilenstein zum Emo Olymp.
Musikalisch sind die Spanier am ehsten vergleichbar mit The Refused oder auch At The Drive In. Standstill schaffen es in Perfektion Wütausbrüche, Verzweiflung und viel Melancholie auf "Memories Collector" zu verbinden, so dass ein hervorragendes Album entstanden ist.
Normalerweise hatte ich doch in letzter Zeit so meine Schwierigkeiten mit vielen von diesen Emo Kapellen, da einfach zu viele Bands in der grossen Masse verschwinden und nur wenig Herrausragendes zu Tage gefördert wird. Auf jeden Fall gehören aber Standstill dazu. Besonders Sänger Enric verleiht dem zweiten Album der Spanier mit seiner Stimme eine ganz spezielle Note, so dass Standstill überzeugen können.
Insbesondere der Opener "Ride on the slope", erinnert eher an ein Wutausbruchsong von At The Drive In, und das göttliche "two poems " fallen aus einem schon guten Album noch extra auf.
Red Hot Chili Peppers – By the way
18. Jul 2002 | von AronMan nehme: Ein wenig „Californication“ und ein paar Synthesizereffekte, die alles ein wenig poppiger machen und das kommt raus: „By the way“ – das neue und mittlerweile bestimmt 35. Album der „Red Hot Chili Peppers“.
Insgesamt werden mir die Jungs nach den letzten zwei Alben etwas poppig, aber wenn man schon so lange dabei ist und so viele endgeile Songs abgeliefert hat, wie diese „Combo von Welt“, dann ist etwas „Experimentierfreudigkeit“ nicht nur in Ordnung, sondern auch gerechtfertigt. Auf der „By the way“ probieren die Pfefferjungen viele neue Sachen aus. So klingt hier und da ein Synthesizer durch, „Cabron“ und „Mercury“ haben auch einen etwas „südländischen“ Einfluss, der nicht aus Bayern sondern aus noch südlicheren Ländern, wie Spanien kommen könnte und man eventuell sogar dem „Ska“ zuordnen könnte Mir gefallen diese Songs gar nicht und passen auch nicht in mein Bild der Chilli Peppers – aber jedem das seine! Für Liebhaber von früheren Alben wie „One hot minute“ oder „Bloodsugarsexmagic“ ist die neue Scheibe etwas entfremdend. Würde man nicht den markanten Gesang sofort erkennen, könnte man diese Band für eine gute Newcomerband halten. Und das gut wäre in der Tat berechtigt. Bei aller Experimentierfreudigkeit haben die Peppers ihr musikalisches Niveau und den Einfallsreichtum nicht verloren. Ansonsten wird auf jeden Fall nicht enttäuscht werden, wer die „Californication“ gut fand. Meine Favoriten auf der Platte sind „Can’t Stop“, „Venice Queen“, „This is the place“, „Minor Thing“ und auch der nach dem Album, oder halt umgekehrt, betitelte „By the way“ ist echt geil – Rocker die teils in den Arsch treten oder einfach nur nebenbei gehört werden können, was meiner Meinung nach für Qualität spricht, weil man trotzdem beim genauen hinhören immer wieder neue Spielereien entdeckt.
Anhören lohnt auf jeden Fall, ist halt was neues von einer renomierten Band ;-)
Camber – wak up and be happy
17. Jul 2002 | von RobertMit Camber flatterte schon wieder eine Emo Rock/Pop Band auf meinen Schreibtisch. Camber kommen aus New York und haben ihre Platte auf Deep Elm Records herausgebracht, dem klassischsten Emo Label.
Was kann man dazu noch schreiben? Irgendwie ist alles schon mal dagewesen, je mehr Emo Bands auf dieser Welt erscheinen, umso mehr hab ich das Gefühl, das nur noch selten was Neues und Überraschendes passiert.
So auch bei den vier New Yorker Jungs. Die CD ist zwar nett, der Openenr "devil you know" klingt sogar relativ abgespaced, aber auch hier fehlt mir so ein bisschen die Eigenständigkeit, das Besondere, warum man unbedingt jetzt Camber mögen muss.
Im Endeffekt ist alles zu langweilig, zu monoton und ohne eine wirkliche unerwartet Wendung. Wie gesagt, okay, aber kann aus der breiten Masse nicht wirklich herausstechen.
Chicks with Dicks – The Portable Rock E.P.
17. Jul 2002 | von RobertDas erste was hier bei den vier Jungs aus Saarbrücken auffällt ist natürlich der wahrhaft bescheuerte Name. Möchte ich mich aber gar weiter drüber auslassen, sondern schnell auf das wirklich Wichtige kommen, die Musik.
"The Portable Rock E.P.", auf One Take Records erschienen, enthält vier Songs , die unüberhörbar dem Emogenre zuzurechnen sind, plus einem Hidden Track (ich dachte das wäre mittlerweile wieder out). Beginnt die EP mit dem durchaus schönen Emo-Pop Song "four state drive", so lässt sie eben so stark nach, wie sie angefangen hat.
Alles was dann noch kommt, ist die typische Emo-Pop Schiene, ohne wirklich eingängig zu werden, oder irgendwie aus der Masse herauszustechen. Komisch, der erste Song war doch geanu richtig, warum wurde das nicht beibehalten? Muss man denn immer gleich in der 08/15 Schublade verschwinden?
Der erste Song macht echt Lust auf mehr, aber die restlichen Lieder können diese Hoffnung nicht annährend halten. Schade!
Hot Rod Circuit – Sorry about tomorrow
17. Jul 2002 | von RobertMit "Sorry About Tomorrow" ist nun die dritte CD von Hot Rod Circuit auf Vagrant erschienen. Die vier Jungs aus Amerika bieten darauf wieder einmal sehr emotionalen Rock. Doch irgendwie wirkt diese Platte erstmalig wirklich ausgereift.
Die CD besitzt eine Menge Gefühl, es wimmelt nur so von erstklassigen Ohwürmern, die unter die Haut gehen. Ich bin wahrlich nicht der grösste Freund der mehr und mehr wachsenden Emo-Gemeinde, aber diese CD hat es in sich. Es wird gerockt, aber auch Herzschmerztexte und viel Tiefgang darf nicht fehlen und dennoch gibt es keineerzeit Langeweile.
Demnächst werden uns Hot Rod Circuit auch live beehren, als Vorband von den Get Up Kids und werden dann mit Sicherheit auch ihre guten Livequalitäten zum Besten geben. Für Leute, die es bis dahin nicht aushalten, legt euch die CD zu und freut euch über so großartige Songs wie den göttlichen Opener "The Pharmacist", das ebenso schöne "Safely", oder "Cool for one Night".
Various Artist – From Punk To Ska 2
15. Jul 2002 | von RobertEine interessante Compilation, die ich da vor mir liegen habe. Eine Doppel CD ist enstanden, in Zusammenarbeit von Wolverine Records und SPV, auf der sich 52 (!!!) Bands aus Deutschland (einige wenige auch aus Österreich und der Schweiz) befinden, die Punk und Ska, teilweise auf deutsch, teilweise auf englisch zum Besten geben.
Für den Kaufinteressenten fällt mit Sicherheit verstärkt ins Gewicht, dass diese Doppel CD für den Preis von einer normalen CD erhältlich ist.
Mir gefällt die Konstellation auf jeden Fall, klar nicht alle Lieder sind nach meinem Geschmack, aber dass findet man ja sowieso auf fast keiner Compilation. Musikalisch liegt die Compilation, wie der Name ja schon sagt, und wie bereits erwähnt bei einer Mischung aus Ska- und Punksongs, wobei auch der eine oder andere Hardcore-Melodic Song nicht fehlt.
Von den auf der CD befindlichen Bands am Bekanntesten dürften Terrorgruppe, Frau Doktor, The Busters, Benuts, Loaded, Hammerhai, Skin of Tears, Schwarz auf Weiss, No Respect, Stage Bottles, Wisecräcker und Scrapy sein. Aber auch die restlichen Bands haben es teilweise durchaus in sich, da auch vielen Necomern eine Chance geboten wird, Liedgut mal zu präsentieren. Im Grunde eine gute Sache, die Unterstützung verdient hat!
Out of Season – The Fine Art To Say F..k you
15. Jul 2002 | von RobertMal wieder lag mir eine CD von einer Band vor deren Namen ich nicht kannte. Out of Season kommen aus Stuttgart und veröffentlicheten mit "The Fine Art…" ihr zweites Album, diesmal auf dem Label Alternativeskillz.
Mir fällt es ein bisschen schwer ihre Musik richtig einzuordnen. Zwar fallen auf den ersten Blick gleich mal die vorhandenen Nu-Metal Einflüsse auf, aber irgendwie sträub ich mich dagegen die fünf Jungs in diese, von mir nicht sehr hochgeschätzte Ecke zu stecken, obwhl als erste mir als erste band sofort Farmer Boys zum Vergleich einfallen. Zuviele Andere Einflüsse sind heraus zu hören, zu emotional ist der Gesang.
Mit Sicherheit ist eine Menge Emotionalität mit einer menge Melodik verbunden . Kraftvoll kommen die Songs herüber. Doch als Emo-Core würde ich daseher nicht Emo-Core nennen, wie es in der Bandinfo so schön heisst.
Aber dennoch irgendwie fehlt mir am Ende ein wenig die Spritzigkeit, ein wenig Abwechslung, zu ähnlich sind die Songs gestrickt, obwohl ich denke, dass die Stuttgarter auf einem guten Weg sind.
Always Outnumbered – Split mit RANSOM
14. Jul 2002 | von benniGerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass die Kanadier ALWAYS OUTNUMBERED ihre EP "When Potential Outweights Ability" über Two Friends Recordings releast haben und damit sicher nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Ihre geographische Nachbarschaft zu GRADE (R.I.P. !) schlug sich damals schon deutlich in der Musik nieder, fühlte man sich doch desöfteren vorallem an die alten Sachen von GRADE erinnert. Auf der nun erschienenden Split mit der Berliner Band RANSOM wirkt das ganze nun etwas rauher und punkiger, nicht ganz so catchy wie auf der Vorgänger-CD. Trotzdem bleiben die drei Songs auch schon mal im Ohr hängen, auch wenn sie für mich nicht ganz an die "When Potential Outweights Ability" – Sachen herankommen.
Auch auf RANSOM war ich gespannt, da ich den Namen doch desöfteren schon Mal gehört habe und ich muss sagen, dass auch RASOM wirklich überzeugen können. Der größte Unterschied zu ALWAYS OUTNUMBERED liegt wohl in der wesentlich fröhlicheren Attitüde, ausserdem sind die Songs schneller und Hardcore-Einflüsse, wie sie sich bei den Kanadiern wiederfinden, sind hier auch nicht vorhanden. Schöner, melodisdcher gute-Laune-Punkrock, welcher mit einer Coverversion von "Walking on Sunshine" ein passendes Ende findet. Sicher auch eine Band, deren Namen man sich merken sollte.
Insgesammt also eine schöne CD mit 6 Songs von zwei guten Bands, was will man mehr.
Papa Roach – Lovehatetragedy
14. Jul 2002 | von PraktikantNach ihrem 2000er Debut- Album „Infest“ steht nun seit dem 1. Juli das neue Werk von Papa Roach mit dem Namen ‚Lovehatetragedy’ in den Plattenläden – wobei der Name genausogut eine Soap schmücken könnte.
Das Album, bei dessen Produktion Papa Roach nach Aussage von Sänger Jacoby Shaddix viel Wert auf die musikalische Weiterentwicklung legten, beinhaltet neben 11 Songs noch zwei Bonus- Tracks. Zudem befinden sich als Specials noch die Clips zu ‚Last Resort’ und ‚Between Angels And Insects’ auf der CD.
Papa Roach hat es in den vergangen Monaten im Studio geschafft, eine Platte zu produzieren, auf der sie von ihrem Rap- Metal- Konzept wie auf ‚Infest’ nun zu einem stabilen Rocksound gesprungen sind.
Jedoch bleibt einem beim Durchhören von ‚Lovehatetragedy’ kein Song sonderlich im Ohr hängen, da sich alle Songs, bis auf ‚She Loves Me Not’, nicht grossartig voneinander unterscheiden. Dies führt leider dazu, dass sich der Hörer nach gewisser Zeit langweilt, wie es bei ‚Infest’ nicht der Fall war.
Im grossen und ganzen kann man sagen, dass Papa Roach mit ‚Lovehatetragedy’ ein konstantes Rock- Album gelungen ist, das jedoch nicht ganz an seinen Vorgänger herankommt.
So bleibt abzuwarten, wie die Hörerschaft auf die zweite Auskopplung reagieren wird, da ‚She Loves Me Not’ vom Sound her noch stark an das Vorgängeralbum erinnert…





