Mainstage


Feeder – Comfort In Sound

31. Okt 2002 | von benni

Die Zeiten, in denen Feeder feuchtfröhlich ihre "Seven Days in The Sun in den Brandungswellen Mallorcas verbrachten, sind fürs erste vorbei. Feeder 2002 sind um einiges ernster, aber vor allem musikalisch ausgereifeter.
Letztes Jahr noch gelang der Band um Grant Nicholas mit ihrem vierten Album "Echo Park" der kleine Durchbruch und alle waren zufrieden, die Welt war in Ordnung. Plötzlich jedoch, Anfang 2002, der Selbstmord von Schlagzeuger Jon, der die Band fürs erste aus der Bahn warf. Lange Zeit war nicht einmal klar, ob es die Band Feeder noch länger geben sollte. Schliesslich entschied man sich jedoch für eine Fortsetzung und begab sich mit Ex- Skunk Anansie- Mitglied Mark Richardson als Provisorium am Schlagzeug sowie erneut Gil Norton, bekannt auch als Verantwortlicher für den Sound so unwichtiger Bands wie die Foo Foghters eine sind, als Produzent ins Studio, um Album Nummer fünf mit dem mehr als passenden Namen "Comfort In Sound" aufzunehmen.
So gravierende Ereignisse wie der Freitod eines Bandmitglieds gehen natürlich nicht spurlos am Sound vorbei, "Summer's Gone" spricht für sich und so kommt es, dass Feeder überraschend anders klingen. Ruhiger, aber keinesfalls kraftloser als gewohnt präsentieren sich die 11 Songs hinter dem sehr blass ausgefallenem Abdeckblatt der CD. Donnern Songs wie "Helium" in gewohnter Manier um die Ohren, tritt das anschliessende "Come Back Around" mächtig auf die Bremse, doch auch wenn Feeder plötzlich zum Nachdenken anregen, werden sie niemals wirklich melancholisch. Zudem wird man auch immer wieder aus seinen Träumen gerissen, beispielsweise vom brachialen "Godzilla".
"Comfort In Sound" ist ein Meisterwerk allererster Güte, das umzuhauen versteht und schlichtweg einfach überzeug. Wer braucht im Herbst schon sommerliche Melodien?

Pale: Say Yeah Yeah! Part 2

31. Okt 2002 | von Praktikant

Es war der 29. Oktober und auf dem Plan stand das Pale Konzert in Hannover. Also wurde der Lupo gesattelt und es ging gut gelaunt Richtung Landeshauptstadt. Als wir ankamen, waren Beezewax bereits dabei, ihr Programm zu präsentieren. Die vier Skandinavier, die Pale ganze vierzehn Konzerte der „Say Yeah Yeah Tour 02“ über begleiten, konnten diesen Abend jedoch nicht recht überzeugen. Es fehlte leider die gewisse Stimmung, woran die lauen Besucherzahlen gewiss nicht ganz unschuldig waren. Nach einer mehr oder weniger selbstinszinierten Zugabe gaben die Herren noch ein von Keyboard begleitetes Stück zum Besten, das sie Pale widmeten.
Langsam wurde es in der Faust ein wenig voller und um die hundert Leute hatten sich versammelt um die Band ihres Vertrauens zu bejubeln. Nach kurzem Soundcheck betraten Pale die Bühne und begannen ihre Show. Jedoch schon nach wenigen Sekunden stockte das Ganze, da es scheinbar Probleme mit dem Schlagzeug gab. Dies wurde jedoch fix behoben und es konnte endlich richtig losgehen. Begleitet wurden sie von Stean, eigentlich als Begleiter mit der Band auf Tour, ersetzte er Peter, der sich auf Grund seines Studiums erst einmal eine Auszeit nimmt. Dies verschlechterte jedoch keinesfalls die Show, da Stean, wie natürlich auch der Rest der Band, mit vollem Einsatz dabei waren.
Pale lieferten eine super Vorstellung ab, die alle Anwesenden mitriss und einlud ihre Körper zur Musik zu bewegen. Einziger Störfaktor war der Pfosten, der mitten vor der Bühne geparkt war. Es wurden sowohl Songs vom neuen Album „How To Survive Chance“ wie „Goodbye Trouble“ oder „Sometimes Somewhere“ als auch Tracks wie „Teenage Heaven“ vom Vorgänger „Razzmatazz“ gespielt. Aber auch Lieder von der Platte „Another Smart Move“ standen diesen Abend auf dem Programm.
Die Stimmung wurde neben der musikalischen Darbietung noch von Kommentaren seitens Pale gehalten. Holger, der nicht nur dank ‚leicht’ angetrunkenen Gemütes top gelaunt war, schien an diesem Abend Basser Hilly besonders gern gemocht zu haben. Anzumerken ist, dass besagter Hilly einen eigenen Fanclub mit nach Hannover gebracht hatte.
Beendet wurde das reguläre Programm mit dem mittlerweile zum bandeigenen „We’re Not Gonna Take It“ avancierten Razzamtazz- Hit „Town Called Malice“, dem selbstverständlich noch einige Zugaben folgten.
Abgeschlossen wurde das Konzert mit „How To Survive Chance“, von der gleichnamigen LP, und Holgers Spontanattacke sich in seinem weissen Beatsteaks Shirt über die Bühne zu kugeln. Minutenlanger Applaus der Zuschauer und Rückapplaus von Pale rundeten ein schönes Konzert noch ab.Yeah Yeah, Pale!

Paradise Lost – Symbol Of Life

30. Okt 2002 | von Praktikant

„Symbol Of Life“ ist nun das neunte Album der seit 12 Jahren bestehenden Gothic- Metalkombo. Mit Elf Tracks im Gepäck wollen sich die Schotten wieder einen Platz an der Spitze der Gothic- Metal Szene ergattern. Samt den Worten von Paradise Lost im Hinterkopf, dies sei ihre bisher beste Platte, war ich gespannt was mich als nicht wirklichen Liebhaber dieser Schublade erwarten wird. Jedoch als ich die CD- Hülle öffnete sah ich sah zum erst mal schwarz; im wahrsten Sinne des Wortes. Unter der komplett schwarzen Scheibe sahen mich dann jedoch fünf nicht gerade freundlich dreinschauende Herren an. Beim Blättern im Booklet vielen mir neben den grimmigen Gesichtern der Herren sofort die halb durchsichtigen Seiten auf, auf denen die Lyriks abgedruckt waren. Es ist zwar nichts sonderlich berauschendes, aber es war mal abwechslungsreich im Gegensatz zu anderen Booklets. Leider war die Musik um so weniger abwechslungsreich, wie ich leider sehr schnell bemerken konnte.
Der Opener „Isolate“ gefiel mir an sich sehr gut und machte Lust auf mehr. Dies konnte sich auch bis zum zweiten Track halten. Danach jedoch wurde es zu monoton. Es fehlen gewisse Elemente, die den Hörer wieder aufhorchen lassen. Es fällt jedoch schwer der Platte weiter zu folgen, wenn alles gleich klingt. Aber wer jedem Song seine ganze Aufmerksamkeit widmet wird merken, dass „Symbol Of Life“ nicht irgend eine Gothic- Metal Platte ist sondern ein Werk mit viel Potential, das bestimmt viele Liebhaber finden wird.

MCLUSKY, UNION YOUTH, Hamburg

29. Okt 2002 | von Antje

Leichte Verstörung macht sich breit… Eine Band mit dem in der letzten
Zeit des öfteren aufgeschnappten Namen UNION YOUTH steht auf der Bühne.
Krach, potentielle Ohrwurmmelodien lösen sich in breiigem Geschrammel auf – das
Geschrei des Frontmannes trägt seinen Teil dazu bei. Das sollen also die angeblich
kurz vorm richtigen Durchstarten stehenden Newcomer in der Sparte des deutschen
Alternative Rock sein?!? Mit ihrem Auftritt am heutigen Abend können UNION
YOUTH nicht wirklich überzeugen. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass
das ein oder andere Bandmitglied irgendwie neben der Spur zu stehen
scheint…
Der Hauptact des Abends sind MCLUSKY. Die drei Mitglieder dieser walisischen
Band stehen eindeutig alle neben der Spur, ABER: sie rocken!!! Die 1996
gegründete Band, die bereits im Mai im Rahmen der Hurricane & Southside-Clubshows
hierzulande in verschiedenen Städten unterwegs war, ist musikalisch in den
Gefilden des Noise-Rock beheimatet. MCLUSKYs Sound ist kraftvoll, noisy
und gepaart mit dem hysterischen ‚Gesang’ vor allem eins – ziemlich abgedreht!

Neben Andy Falkous, der für Gesang und Gitarre zuständig ist, darf sich auch der
Bassist Jon Chapple am Mikro auslassen. Dies führt dazu, dass das Publikum in
den Genuss einer Stimme in interessant hohen Stimmlagen kommt und immer wieder
der Eindruck entsteht, dass Chapple wirklich ein wenig durchgeknallt ist.

Der gesamte Auftritt MCLUSKYs ist ordentlich laut und rockend – Noise-Rock eben!
Einzig der Song „Fuck This Band“ als Zugabe fällt da etwas ruhiger aus, bildet
aber einen guten Abschluss eines überdrehten und zugleich überzeugenden Konzertes. Unbedingt sehenswert!

Von Anfang an viel engagierter

29. Okt 2002 | von Praktikant

Aus der Band Pinetree, denen der Erfolg einfach nicht gelingen wollte, ging letztes Jahr Andthewinneris hervor. Mit neuer Besetzung, neuem Sound und viel Tatendrank im Koffer versuchen nun die fünf Hannoveraner erneut den Griff nach ganz oben… und diesmal sind sie auf dem besten Wege dahin! Über die Veränderungen, ihr kommendes Album und ihre Auftritte konnte ich mit Sänger Olli sprechen. Aber lest selbst; denn mit dieser Band wird einiges auf euch zukommen!

<b>Stellt euch doch vielleicht selber mal bitte vor. Also wo ihr herkommt, wie ihr zu dem namen ATWI gekommen seid… </b>

Die Band ATWI ist enstanden im letzten Jahr, im Frühjahr. Aus der Hannoveraner Band PINETREE heraus, denen kurz vor einem wichtigen Konzert der Sänger verloren gegangen ist. Ich bin dann halt eingesprungen, haben zwei Proben gerissen und das hat überraschenderweise so gut geklappt, dass wir uns überlegt haben: Bleib doch dabei! Dann kam noch ein neuer Schlagzeuger dazu, weil der andere fand die Idee nicht ganz so geil, sich ein bisschen musikalisch zu verändern. So kam es dazu dass die Fünf, die wir jetzt sind, zueinander gefunden haben.
Auf den Namen sind aus der Not gekommen. Wir haben für einen Freund Aufnahmen gemacht bei der SAP, dieses Musikstudium, das es auch in Hamburg gibt. Der hat eine prüfende Band gesucht und da haben wir uns gesagt, nutzen wir das Ding doch, nehmen wir mal gleich zwei Songs auf. Während des Studioaufenthalts haben wir uns dann überlegt, wie wir uns nennen können. Es kam viel Stumpfsinn heraus, der größte war eben ATWI. So heissen wir jetzt. Es ist nicht so, dass wir damit einen besonderen Grund verbinden.
Eine Band, wo ich herkam, Woodpacker, damit haben wir bei so einem Award gespielt und wurden tierisch abgezogen und ich hatte einen tierischen Hass auf diese ganzen Nachwuchswettbewerbe, die alle mit dem selben Satz enden. Und deshalb kam halt dieses ATWI dabei heraus.

<b>Wie kannst du es dir erklären, dass es nun plötzlich mit ATWI so gut läuft und zuvor der Erfolg mit Pinetree ausblieb?</b>

ATWI ist vielleicht einfach gängiger.. kann man gängiger sagen ? Gängiger ist irgendwie ein hässlicher Begriff. Ich weiss nicht, vielleicht weil es schon sehr hookline-lastig ist, sehr grade, Pinetree war schon ein bisschen verspielt und sind damit nicht auf so viele Freunde gestossen. Ich denke ATWI ist einfach ein bisschen zugänglicher als Pinetree.
Aber das mit ATWI hat auch sehr viel damit zu tun, dass wir von Anfang an viel engagierter an die Sache rangegangen sind. Und auch sehr früh mit Mirko Gläser von 11pm einen fähigen Menschen gefunden haben, der uns halt sehr weit nach vorne gebracht hat.

<b>Die Meinungen zu euerer EP &#8222;Earlier That Day A Car Passed By&#8220; waren ja überraschend gut, in Neuseeland seid ihr sogar in die Charts eingestiegen …</b>

.. ja, überraschenderweise.

<b>Hättet ihr das so in dem Ausmass erwartet ?</b>

Nee, überhaupt nicht! Diese EP, wann haben wir die aufgenommen? Letztes Jahr im August; und die wurde ja erst jetzt im Frühjahr veröffentlicht. Wir hatten die aber zuerst als Demo angedacht. Also wir sassen nicht im Studio und haben uns gesagt: So, wir machen jetzt unsere erste EP. Uns kam irgendwann die Idee. Wir brauchten eine Demo, um an vernünftigere Gigs zu kommen. Wir haben die dann mit dem Willy Dammeier. Also die war nach unserer Ansicht dann auch recht gut ausgefallen und wir haben sie aus Spass mal rumgeschickt. Dabei kam auch der Kontakt zu My Favorite Toy aus Düsseldorf zu stande, denen das Ding gefallen hat und sich dann bereit erklärt haben das auch zu veröffentlichen.

<b>Und wieso ausgerechnet in Neuseeland der Charteinstieg?</b>

Also in Neuseeland hatten wir den Kontakt… wir waren ja mit Summerset auf Tour. Auf deren Tour im Frühjahr haben wir drei Termine mitgespielt. Die Jungs waren super nett, wir haben uns super gut mit denen verstanden. Und denen ihr Plattenlabel, von denen kam halt ne Mail hinterher, an Mirko, ob eventuell Lust bestehe, die EP irgendwo zu veröffentlichen. Dann haben wir uns halt ein paar CDs hinterhergeschickt und der vom Label hat auf einem Radiosender eine Punkrock- Show; und da Neuseeland ja nicht so gross ist und nicht so viele Radiosender aufweist, wurden wir da einige Male gespielt und das hat dann wohl gereicht, um in die neuseeländischen Charts zu kommen.

<b>Und wie weit seid ihr mit der Produktion des ersten Albums?</b>

Mit dem Album sieht es so aus, dass wir die Songs schon geschrieben haben und dass wir dann auch 28 Songs aufnehmen, in zehn Tagen. Aufgenommen wird jetzt im November in den Jangland- Studios in Hannover. Es sind alles Songs, die erst in dem letzten Jahr entstanden sind. Wir wissen auch noch nicht welche Songs auf das Album kommen, wir nehmen erst mal auf; es ist also kein Konzept drin von wegen: Wir wollen jetzt &#8218;ne Scheibe abliefern. Wir nehmen erstmal auf und gucken dann welche Songs wir dann nehmen wollen.

<b>Es wird auch einen Gästeauftritt von Pale auf dem Album geben…</b>

… ja, mit dem Holger.

<b>Wie wird diese Zusammenarbeit ausfallen?</b>

Wir sind da noch am abstimmen. Es wird so sein, dass Holger bei einigen Songs einfach Klavier spielen wird und zum anderen wird er mit mir ein wunderschönes Lied singen.

<b>Und wann wird die Platte fertig sein?</b>

Fertig sein wird sie mit mastern denke ich mal Mitte Dezember. Und veröffentlicht, ich sag mal so Februar, März wird sie dann rauskommen. Und wo es rauskommt kann ich dir leider auch noch nicht sagen, da sind wir halt auch noch am durchbringen.

<b>Und wieso jetzt ausgerechnet Pale? Wie kamt ihr dazu?</b>

Mit Pale war das unsere erste Tourerfahrung für ATWI und für alle mal ein Stück unterwegs zu sein. Das war im Oktober 2001, da haben wir drei Shows mit den Jungs hintereinander gespielt. Wir mochten sie, sie mochten uns auch; komischerweise. Ich weiss auch nicht wieso.
Darüber ist dann der Kontakt zu Holger entstanden. Wir haben danach noch ab und zu zusammen gespielt und waren auf Konzerten, wenn sie wo anders gespielt haben. Also wir kennen uns halt. Dann haben wir ihn angefragt, ob er nicht Bock hätte zwischen den ganzen Touraktivitäten einen Studiotag in Hannover einzuschieben. Ja, das passt ganz gut und deswegen machen wir das!

<b>Ihr seid ja jetzt gerade von eurer Tour zurückgekommen. Wie verlief diese denn so?</b>

Die lief gut! Wir hatten ja diesen grandiosen Auftakt in Hannover, in der Faust, vor 350 Leuten. Auf jeden Fall war der Laden irgendwie richtig voll. Dann gings weiter mit Ransom. Mit denen waren wir die letzten zehn Tage unterwegs und… es war super. Klar, wenn du als relativer Newcomer unterwegs bist gibt es gute Shows und gibt halt auch Shows wo du sagst &#8222;mmh&#8220;. Aber alles war drumherum irgendwie `ne geile Erfahrung, es hat richtig Spass gemacht. Mit den Jungs haben wir uns super verstanden. Die Schlagzeuger haben sich gesucht und gefunden! Wie eineiige Zwillinge, wie Arsch auf Eimer so ungefähr! Es hat halt echt Spass gemacht, wir sind zufrieden. Es gab einen grossartigen Gig in Eilsleben. Der Laden heisst &#8222;Der Club&#8220;. Da waren 140 Leute und die sind total abgegangen, hat richtig Spass gemacht. Es war echt super.

<b>Und dann ist jetzt mit Auftritten erst mal Pause?</b>

Naja, bei uns ist ja seit diesem Jahr keine wirkliche Pause mit Auftritten. Es geht am Freitag jetzt weiter, da spielen wir halt bei Hamburg oben, bei Tante Trude in Buxtehude. Dann sind wir am nächsten Wochenende einmal in Hameln im Regenbogen, auf einem Benefizfestival. Und zum anderen in Rensburg in der Teestube.

<b>… und Göttingen …</b>

Und Göttingen.. ach genau, das ist am Freitag danach.

<b>Und dann nehmt ihr die Platte auf und danach geht&#8217;s wieder auf Tour…</b>

Ja, dann geht&#8217;s au Tour. Wir sind noch am Überlegen. Die nächste Tour ist in Planung für April rum.

<b>Wie wichtig ist es für euch live zu spielen?</b>

Total wichtig! Wir spielen lieber live und kriegen die Kohle wie manche für zwei mal, aber wir können halt spielen. Deswegen machen wir die ganze Geschichte auch. Und es ist auch gerade das was uns aus macht. Wenn da jetzt fünf Leute oder 300 oder1000 stehen, das ist echt egal. Einfach rocken, Spass haben. Wir haben unsere Spass und wenn es den Leuten dann auch Spass macht ist es umso besser.

<b>Was erwartet ihr euch von der Zukunft, auch vom Album erstmal?</b>

Mal sehen. Wichtig ist erstmal, eine vernünftige Platte zu machen, mit der wir zufrieden sind und die man vielleicht auf einem vernünftigen Independent- Label rausdrücken kann. Und dann mal schauen. Ich meine uns gibt&#8217;s erst seit knapp anderthalb Jahren. Einfach erstmal eine eigene Platte machen.

<b>Auf eurer Homepage habt ihr zwei Videos stehen…</b>

… ja, da kommen demnächst noch zwei! Denn wir sind ja ganz flessig. Wir haben uns überlegt, dass bevor wir ne Platte rausbringen erstmal fünf Videos haben.

<b>Wo habt ihr die gedreht?</b>

Das eine ist halt ein Livemitschnitt gesammelt über das erste halbe Jahr, vom ersten Auftritt. Das sind alles Livefragmente die zusammengefügt wurden. Und das andere ist einfach ein bisschen Jackass- Style. Was eigentlich normal ist, was passiert wenn unser Schlagzeuger losgelassen wird.

<b>Wie sieht es mit einem Video für Musiksender aus, oder für die erste Single dann vom Album?</b>

So weit sind wir noch gar nicht. Wir haben jetzt in Hannover ein bisschen was gedreht. Und unser Bassist hat jetzt auch ein Video selber fertig gemacht. Der will jetzt anfangen Film zu studieren, hat sich da gerade hingesetzt. Es gibt ein paar Ideen und es wird auf alle Fälle was rauskommen!

PALE: Say Yeah Yeah!

24. Okt 2002 | von benni

Say Yeah Yeah – unter diesem Schlachtruf steht die Herbsttour von PALE, die letzten Freitag im Regenbogen Hameln begann. Mit ihrem neuen Album "How To Survive Chance" im Gepäck kreuzen die Aachener erneut quer durch die Republik, um alte Fans zu besuchen und neue zu akquirieren.
Der Tourauftakt fand im Rahmen des "Emorock" – Abends statt und neben PALE und dem ständigen Toursupport BEEZWAX standen noch KJU sowie eine weiter Band, deren Name mir entfallen ist, auf der Bühne.
KJU wussten erneut mit ihrer Mischung aus gängigem Emopop und einer Ecke Deftones erneut zu überzeugen und spielten ihre Rolle als Vorband keinesfalls verkehrt, auch wenn in der mit knapp 100 Leuten eher mager gefüllten Sumpfblume noch nicht wirklich die Post abging. Noch viel mehr überzeugen konnten anschließend die skandinavischen BEEZWAX, die zwar eine recht ruhige, jedoch energiegeladene und musikalisch sehr ausgereifte Show ablieferten. Hier standen nun nicht mehr nur die Jungs von PALE vor der Bühne, um rhythmisch mit dem Kopf zu nicken. Mit BEEZWAX als Support traf man auf jeden Fall eine wahrlich gute Wahl!
Anschließend holten dann erstmal PALE einen recht ausführlichen Soundcheck nach, der aufgrund einer Verspätung seitens der Band noch nicht stattgefunden hatte. Und trotz der Bekundung von Gittarrist Christian, er müsse noch einmal aufs Klo, fing die Show dann nach einem Machtwort Holgers an. Die bandinternen Hierachieverhältnisse waren geklärt und die Pinkelpause fiel fürs erste aus, musste dann allerdings nach einigen Songs doch noch eingeschoben werden. Hat man auch nicht alle Tage, sowas…
PALE also nun vor 100 Leuten auf der Bühne, am Keyboard nach dem Ausstieg von ONE MAN AND HIS DROID – Mitgleid Peter nun Ex – Engrave und imemrnoch Pale-Tourmanager Stean. THE PALE FIVE – wie gewohnt gut, wie gewohnt schön, wie gewohnt lieb sowie auch geliebt. Das Publikum feierte die Songs, welche hauptsächlich vom neuen Album und Zweithauptsächlich vom Vorgänger Razzmatazz stammten, sang sie streckenweise mit und ließ sich von der ergreifenden Bühnenperformance mitreissen. Als Zugabe gab's Holger solo am Keyboard und Holger auf dem Boden rollend. Wunderbar, wie immer. Everytime You Say Hey – Say Yeah Yeah. Hingehen und eine wirklich gute Band beobachten!

Allein gegen den Rest der Popmusik

22. Okt 2002 | von Praktikant

Es war das Jahr 1999, als Tobias den 'Speakers Corner' auf dem Bizarre betrat und spielte; nur er und seine Akustikgitarre, mehr bedurfte es nicht. Auf die Frage, wer er denn sei, antwortete er lediglich: Der Junge mit der Gitarre. Für ihn ist es jedoch kein Name, sondern eher ein Zustand.

"Als Junge mit der Gitarre darf ich halt alles machen. Wenn du Gitarrensongs einfach so auf der Akustikgitarre schreibst kannst du funky oder melodisch sein, oder schneller, einfach alles geht. Aber es bleibt halt immer die Akustikgitarre". DJMDG wurde erst bei seinem ersten Auftritt geboren, "die Sache ist also mit dem ersten Auftritt geboren. Es war halt vieles spontan, und so ist es auch immer noch", wie er selbst sagt. Diese Spontanität setzt er auch weiter um, indem er sich keine konkrete Setlist für die Bühne zusammenstellt, sondern spielt, wie es die Situation jeweils verlangt. Für diese Spontanhandlungen ist es natürlich ein großer Vorteil, dass DJMDG auch lediglich DJMDG ist und keine weitere Band mit ihm auf der Bühne steht. Das soll aber nicht heissen, dass er keine Pläne hat in seinem Leben auch mit Bands zusammenzuarbeiten. Seine erste Platte, die ab dem 4. November erhältlich sein wird, hat er bis auf das Schlagzeug komplett selber eingespielt. Es war ihm sehr wichtig, die Platte natürlich zu halten, "dass die Platte recht nackt ist. Dass es halt nicht so aufgeplustert ist. Hier noch ein Streicher, da noch ein paar Bläser, sondern dass es einfach ist was es ist".

An jenem Tag auf dem Bizarre 1999 nahm alles seinen Anfang. Jedoch verändert hat sich seit dem nicht viel, bis auf einen Majorlabel Vertrag in der Tasche und die nun kleine eigene Bühne auf dem Bizarre. Denn er ist immer der gleiche geblieben, der Junge mit der Gitarre. Auch die folgenden Jahre nach seinem ersten Auftritt ist er Bestandteil des Bizarre- Festivals. Während auf den großen Bühnen die Umbauphasen stattfinden spielt der Junge mit der Gitarre am P&S stand. Somit ist es sicherlich kein Wunder, dass DJMDG mehr Zeit auf der Bühne verbrachte als jeder andere Artist auf dem Bizarre. Bis dato das Highlight war der Auftritt vor 1500 Zuschauern nach den Foo Fighters im Jahre 2001.

Der inziwschen 27 jährige Musiker spielt seit seinem 16. Lebensjahr Gitarre. Vor einem Jahr zog er von Frankfurt/Main nach Hamburg, wo er auch schliesslich die Kontakte zu seinem jetzigem Label O.R.D.N./ Octopussy knüpfte. So kam es, dass DJMDG Anfang des Jahres die erste EP zu seinem Song 'Meer Sehn', auf der sich gleich sechs Remixe des Stückes befinden, herausgebracht hat. Auf die Frage, wie es zu sechs Remixen kam, antworte er, dass es sich bei dem Song einfach anbot und Interesse bestand. "Immer Mehr sehn, mehr vom Meer sehn, was brauch man noch mehr als mehr von Meer sehn. [...] Da ist 'ne Botschaft für jeden dabei, da machen wir halt ein paar Remixe mehr" fügte er weiter hinzu. Auf die 'Meer Sehn' EP folgte im Oktober die Single "Hallo Worum gehts Ich Bin Dagegen". Ein Song, der aussagt, auch mal stark zu sein und einfach 'Nein' zu sagen und sich gegen etwas aufzubäumen, auch wenn es der einachere Weg wäre lediglich zuzustimmen. Aber der Song regt auch an, über seine eigene Person und Toleranz anderen gegenüber anderen nachzudenken. Es ist ein "Song, der vielen Leuten aus dem Herzen spricht", vor allem DJMDG selbst.

Auf dem im November erscheinende Album werden sich "sehr schöne Lieder, aber auch sehr provozierende Lieder zum Nachdenken" befinden und "es wird einige Sachen geben, die bestimmt ein bisschen shocking sind für manche Leute. Andere Sachen die dafür umso versöhnlicher sind. Also ich denke es ist wie ein gutes Buch. Letztendlich geht man
eine kleine Reise durch und da ist alles dabei", so DJMDG über sein erstes Studioalbum.
Man darf gespannt sein, was aus DJMDG wird. Denn uns haben ja bereits Künstler wie Scott McKenzie, Paul Weller, Freddy Quinn oder Everlast haben gezeigt, dass man mehr als ein stumpfsinniges Kumbaya aus einer Akustikgitarre locken kann.

Union Youth – The Royal Gene

21. Okt 2002 | von Emrah

Frisch, aber gar nicht fromm und schon gar nicht fröhlich klingt das Debut-Album der Bad Bentheimer Jungs Union Youth. Rotzfrech, unbekümmert und mit einem Stinkefinger in Richtung moderner Musik (und amerikanischen Produzenten) lärmen sie in bester Nirvana-Manier und zeigen uns gleich mit den beiden Einsteigern &#8222;Fruits For The Nation&#8220; und &#8222;Planet Of Pity&#8220;, dass Lässigkeit groß geschrieben wird. Eingängige, knackige Riffs, keine technischen Spielereien. Stecker rein und los geht´s. Einfach rocken – was wollen wir mehr? So was kennt man eigentlich sonst nur von Motörhead, auch wenn Union Youth nicht ganz so dreckig zur Sache gehen. Bei &#8222;Dead-Beat Type&#8220; bieten uns die vier Jungs dann die Gelegenheit, sich wieder hinzulegen. Der Song klingt wie eine Mischung aus Bush und den Deftones, falls man sich darunter was vorstellen kann. Zwischenzeitlich springt der Vierer noch in die Siebziger (&#8222;Reverse Reverse&#8220;), schmiert sich ein wenig Psychedelic auf die Brust (&#8222;Everything Too Short), schaltet zwischendurch einen Gang zurück um dann wieder auf den Highway Richtung Seattle zu düsen (&#8222;Inbreeding&#8220;). Union Youth beweisen Mut, denn in die heutige Musiklandschaft will &#8222;The Royal Gene&#8220; nicht so recht passen. Wer wieder einmal ungeschliffene, ehrliche Rockmusik abseits aller gängigen Trends hören will, liegt hier aber genau richtig.

Verlen – Life Is A Beach

21. Okt 2002 | von Emrah

Achtung! Hier schlummert ein Riese. Der Riese ist zwar noch klein und keiner kennt ihn, aber vielleicht werden Verlen ja eines Tages mal groß. Der Bandname steht übrigens für Very Elegant Rocking Loud Emotional Noise. Eigentlich eine gute Beschreibung für ihre Musik, die ich hiermit gleich mal übernehme. Eleganter Rock, der immer auf dem Teppich bleibt und trotz aggressiver Momente niemals weh tut. Auch wenn Joey und Crib, die beide für die Gitarren und den Gesang zuständig sind, nicht immer zu hundert Prozent den richtigen Ton treffen – diese Aufteilung sorgt zumindest für Abwechslung. Mal gefühlvoller Indie-Pop (&#8222;Now&#8220;), mal Abgeh-Rock (&#8222;Lucky Pornhouse&#8220;), wobei sowohl die Melodien als auch die Tempiwechsel zu gefallen wissen. Irgendwie nett. Vielleicht fehlen an der einen oder anderen Stelle die Kanten und Ecken, doch auch so überzeugt das Album. Die vier Jungs aus Frankfurt setzen sich keine Limits, breiten sich in alle Richtungen aus. Bei ihrem Rundflug über die alternative Musiklandschaft nehmen sie sich mit, was ihnen gefällt, um hinterher zu dem Ergebnis zu kommen, dass das Leben eigentlich ein Strand ist. &#8222;Life Is A Beach&#8221; ist ein beachtliches Album, welches den Weg aus dem Untergrund finden sollte. Vielleicht könnt Ihr ihnen ja bei der Suche helfen.

The Reunion Show – Kill Your Television

21. Okt 2002 | von benni

Beim auf Victory erschienenen Debutalbum von THE REUNION SHOW hat man die Wahl zwischen genau zwei Alternativen: Lieb haben oder verteufeln.
Gleich beim zu Anfang des zu tötenden "Television" einsetztenden Keyboard muss man sich entscheiden: Innovation oder überflüssige Spielerei? Immerhin, oft hört man sowas nicht, womit sich die Amerikaner ja eigentlich schon Mal aus dem Einheitsbrei der immer mehr aufkommenden Poppunkbands hervorheben würden, andererseits wird man das ggf. nervende Gesumme des Tasteninstruments das ganze Album über nicht mehr los, wenn man es nicht mag, hat man also schon verloren.
Was den elf Songs das eine oder andere Mal fehlt, ist die nötige Power, eine anständige Breitseite, richtige Kracher. So Powerpoppt der zweistimmige Gesang passend zum leiernden Keyboard so vor sich hin, ohne wirklich aus sich heraus zu kommen. "Kill Your Television" bietet sehr viel nettes, jedoch sicher nicht die besungene "New Rock Revolution".
Nichtsdestotrotz haben die Songs auf jeden Fall eines: Catchy Melodien, eingängige Gitarrenriffs, Ohrwurmcharakter. Aber haben das nicht irgendwo alle New Found Glory's, Weezer's und Blink's dieser Welt? Ob auch "Kill Your Television" noch Platz im heimischen CD-Regal findet, wird letztendlich Geschmackssache bleiben, von einer guten Produktion begünstigt haben THE REUNION SHOW jedenfalls ein nicht zu verachtendes Erstlingswerk eingespielt. Nett.

Pale, Softdrink, Immenhausen

21. Okt 2002 | von benni

Pale in Immenhausen. Bereits das dritte Mal auf der "Say Yeah Yeah" – Tour im Herbst 2002 besuchen wir ein Konzert der Aachener, welche nach wie vor mit ihrem aktuellem Album "How To Survive Chance" on the road sind. Da stellt sich natürlich die Frage, warum man eigentlich drei Mal hinter einander ein Konzert der selben Band besucht. Sicher ist einer der wichtigsten Gründe dafür eine mittlerweile nicht mehr zu verbergende Leidenschaft für die Band und insbesondere ihre mitreissenden Liveauftritte, andererseits bekommt man auch die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Shows zu differenzieren. Ohne das Immenhausener Konzert gesehen zu haben, könnte man schlecht behaupten, dass dieses Konzert um einiges besser als das in Hannover war, wo sich das Publikum im großen Faust doch etwas verlief. Jetzt kann man: Es war! Letztendlich kann man natürlich auch der Versuchung nicht wiederstehen, wenn Veranstalter Bodo ins gute, alte Akku läd.
Für Pale eröffneten dieses Mal nicht erneut Beezwax, die schon seit einigen Tagen wieder in der Heimat schliefen, sondern die Lokalmathadoren Softdrink. Eine von den Bands, die es schon fast so lange gibt, wie mein Empfinden für antändige Gitarrenmusik. Nach einigen Lineupwechseln konnte die Band nun doch ziemlich überzeugen! Auch wenn die Show von Frontmann Fafa nicht ganz so überzeugend wirkte, zeigte sich eine positive Entwicklung vom früher gespielten Schrammelpunk zu einer, sagen wir, Pop-Punkmischung der etwas reiferen Art. Leider wurde das Dargebotene auf Dauer etwas eintönig und damit langweilig.
Danach dann Pale. Zum dritten Mal. Ihr wisst schon, differenzieren und so. Ganz am Anfang beschlichen mich da Gedanken à la "Schon besseres von denen gesehen", mehr und mehr jedoch verbreitete sich die typische Athmosphäre eines guten Pale – Konzerts, welche in Hannover leider grösstenteils ausblieb. Das Publikum, welches bei Softdrink schon ordentlich das Pogobein geschwungen hatte, ließ sich auch nicht lange bitten und schwung selbiges nun auch bei Pale. Gedankt wurde es von Christian mit einer Las-Ketchup-Parodie (welche übrigens beim am Wochenende folgenden Auftritt der Foo Fighters auf den MTV Europe Music Awards von Dave Grohl persönlich nachgemacht wurde), von Hilly mit den üblichen Schweinerockposen, von Holger mit mitreissenden Gefühlsausbrüchen sowie von Stephan und Stean mit euphorisch geschwungenen Schlagzeugstöcken oder Schellenringen.
"Man soll sich vor einer Show immer über die Stadt informieren, damit man weiß, was man auf der Bühne sagen soll" hat Holger beim Hamelner Auftritt gessagt und so zogen die blassen 4 + 1 wie jedes Mal auch in Immenhausen ihre "euer-Fußballverein-ist-scheiße-und-nur-Allemania-Aachen-ist-toll" -Nummer ab. Ein Glück, dass das niemand auf dem benachbarten Sportplatz, auf welchem erst kurz vor Konzertbeginn die Lichter ausgingen, mitbekommen hat.
Differenzieren. Town Called Malice gab's erneut als letztes Stück vor der Zugabe, dieses Mal jedoch ohne den schon oft gesehenen rücklings rumrollenden Holger. Trotzdem dann als Zugabe wieder Holger solo am Keyboard. Und schon wieder so ein tolles Konzert.

Nerf Herder und einige Supportbands in Hannover /Indiego Glocksee

18. Okt 2002 | von Robert

Am 2.10 war es soweit. Grosses Punkkonzert in der Glocksee in Hannover mit Nerf Herder. Und mal wieder ein Konzert im einstigen Kultclub dem Indiego. Früher fanden hier unzählige Konzerte statt, aber Faust und vor allem das Chez Heinz haben die Kultstätte mittlerweile weites gehend abgelöst. Zuerst wie immer ein Interview und die erste Band stand schon auf der Bühne. Aber verdammt, ich kann mich absolut nicht mehr an den Namen erinnern. Ich weiss nur, dass das Ganze irgendwie ein Sideproject von einem von Nerf Herder war. Ich kann mich auch nicht mehr so ganz an die Musik erinnern, führte ja das Interview im Backstagebereich.
Als ich dann fertig war, spielten bereits May 52 aus Braunschweig, ihren melodischen Punkrock und verteilten wie immer erst mal aufblasbare Hämmer zum gegenseitigen bekriegen. Witzig! Musikalisch ganz okay, konnten sie aber nicht restlos überzeugen. War okay, aber nicht mehr!
Dann folgten Generation Fuck. Und ich muss leider sagen, ich habe sie schon besser gesehen. Klar, gerade Sascha war agil wie immer, aber viele der neuen Songs fand ich noch ein wenig nichtssagend. Und ich hatte ein wenig Probleme damit. Im großen und ganzen war ich also ein wenig enttäuscht, aber das ist ja nur meine Meinung, die meisten Anwesenden, besonders natürlich die Frauen, waren ziemlich begeistert. Sascha ist schon ein Süßer, ja, ihr habt ja alle so recht!!!
Es folgte Captain Everything, natürlich von Honest Dons / Fat Wreck, was man auch sofort hörte. Geboten wurde der typische Fat Wreck Skatepunk ohne Überraschungen oder ähnlichem. Langweilig. Ich verzog mich fürs erste nach draußen.
Abschließend kamen Nerf Herder, die eigentliche Attraktion des Abends. Es war auch schon recht spät geworden. Aber was wollte man machen. Zum ersten Mal war aber vor der Bühne Aktivität zu sehen. Nerf Herder wussten auf voller Linie zu gefallen. Witzig wie immer und eine gute Mischung aus neuen und alten Songs waren die Grundlage, dafür dass der Abend noch gelungen ausklang. Highlight war natürlich der Buffy Titelsong, den Nerf Herder ja geschrieben haben. War ein toller Gig, Hut ab, ich war echt positiv überrascht. Und so wurde der Abend doch zu einer runden Sache.

Sounds Of Subterrania Festival in Hannover/Chez Heinz

18. Okt 2002 | von Robert

Sounds of Subterrania ist ein kleines und noch eher junges Label, welches im Besonderen Bands aus der Punk ´N Roll Richtung unter Vertrag hat. Man veranstaltete also mal mit vier Bands davon ein kleines Festival. Termin war der 28.9, Austragungsort das Chez Heinz in Hannover.
Es begannen The Bezerkers aus den Niederlanden, als es noch ziemlich leer war im Chez Heinz. Ganz netter Punk N Roll wurde zum Besten gegeben. Aber von ihnen und der nachfolgenden Band, Devil in Miss Jones bekam ich nicht viel mit, da es manchmal wichtigere Dinge gibt, als Musik.
Erst zu den Belgiern El Guapo Stuntteam war ich wieder aufnahmefähig und bekam eine richtig gute Show mit. Musikalisch aber unterschieden sich alle Bands nicht großartig. Aber El Guapo wussten zu gefallen und die Anwesenden, es war in Zwischenzeit ziemlich voll geworden, feierten die Belgier ganz gut ab.
Zum Schluss enterten die Columbian Neckties die Bühne des Chez Heinz. Die Dänen schlugen in die gleiche Kerbe wie El Guapo und erinnerten an Bands wie zum Beispiel New Bomb Turks. Auch die Dänen überzeugten und so endete ein recht amüsantes Festival, was sich gerne recht bald wiederholen darf. Soweit ich das beurteilen kann, ein echt schöner Abend.

The Spook – Some like it dead

15. Okt 2002 | von Robert

Dracula ist wieder da und er lebt. Anders kann man die Essener Gruselcombo The Spook kaum beschreiben. Die einzig wahren Erben von Karloff, Nosferatu und den alten Misfits haben ihre Debüt CD bei People Like You Records veröffentlicht und bitten darauf zum Totentanz. Ihnen ist ein Wahnsinnsalbum mit "some like it dead" gelungen, was sicherlich einige Gräber öffnen wird. Die Toten werden sich erheben und den wahren Meistern des Gruftrocks huldigen.
10 Songs umfasst dieses Rock ´N Roll Album. Besonders hervorzuheben sind "Midnight Run", "You, me and the labaratory", sowie die Totenhymne"The untold story of the Gravelands, Karloffornia". Musikalisch erinnert das Ganze zwar sehr an die legenderen Misfits, als Glenn Danzig noch bei ihnen sang, aber dennoch gelingt es den Gruftrockern keine Gräber zu plündern, sondern neue zu öffnen und ein großartiges Werk vorzulegen. In absehbarerer Zeit werden sich The Spook dann auch live durch Deutschland bewegen und den einen oder anderen Club zu einer Gruft werden lassen. Nichts wie hin, es lohnt sich!

Strike Anywhere in der Korn /Hannover

15. Okt 2002 | von Robert

Freitag, 20.9., Strike Anywhere in der Korn in Hannover, doch da vorher das Auftaktspiel für die Eishockey Oberliga Südost stattfand und die Hannover Indians den ERC Selb mit 5:2 nach Hause schickten, verpasste ich erst mal die britischen Punkrocker Blocko, die als Ersatz für die ausgefallenen Anne Beretta eingesprungen waren. Im nach hinein war ich ganz froh, dass Anne Beretta nicht spielten, da mich dieses doch in ziemliche Bedrängnis und Entscheidungszwänge wegen des Eishockeyspiels gebracht hätte.
Aber sie spielten ja nicht und so schlug ich schon leicht angeheitert erst zur Hauptband Strike Anywhere in der Korn auf. Blocko sollen aber ganz nett gewesen sein. Aber zurück zu Strike Anywhere. Sie legten los wie die Feuerwehr, legten ihren Schwerpunkt auf die aktuelle Scheibe "change is a sound", spielten aber auch ältere Songs. Das Korn war sehr gut gefüllt, die Temperaturen aber diesmal nicht ganz so tropisch wie noch bei Hot Water Music und die Leute waren doch sehr angetan von dem, was Strike Anywhere ihnen boten. Doch was war das, nach nicht mal 35 Minuten verabschiedeten sich die Amis das erste Mal von der Bühne, um zwar noch einmal wieder zu kommen und zwei ultra kurze Zugaben zu spielen. Und dann war es schon vorbei. Ich war glaube nicht der einzige, der etwas irritiert noch eine Weile im Konzertsaal stand, als dieser sich schon leerte. Bei bestem Willen, aber das war dann doch schon ein wenig unverschämt.
Das Konzert selber war echt gut und Strike Anywhere sind eine gute Liveband, aber eine Spielzeit von knapp 40 Minuten spottet jeder Beschreibung und ließ mich doch enttäuscht die Heimfahrt antreten.

Zeit ist Reif Tour in Hannover/ Faust u.a. mit Schwarz auf Weiss

15. Okt 2002 | von Robert

19.9., die Zeit Ist Reif Tour kam nach Hannover in die Faust. Lange Zeit wusste ich nicht, ob ich hingehen sollte oder nicht. Erst ein Telefongespräch mit Tourmanager Fabsi und somit ein Interviewangebot mit den Originalworten: "…die haben mich heute auf der Raststätte vergessen, Du musst ein Interview machen…", konnte mich überzeugen. Dann ging es auch nichts wie hin und nachdem wir ein wenig mit Gui vorgetankt hatten, war ein eine gesunde Portion Alkohol mit am Start.
Als erstes spielten Massendefekt. Ich bekam nicht soviel davon mit, da ich mit Janina zusammen das Interview mit Schwarz auf Weiss führte. Aber es schien ganz nett zu sein. Ziemlich rockiger Punk mit einigen Skatepunkeinlagen.
Als nächstes sollten eigentlich Planlos kommen, doch da ein total durchgeknallter Vollasi dem Sänger der Band in Rostock ohne Grund die Nase brach, fiel ihr Gig leider aus.
So folgten dann FSH, die mit schnörkellosem Skapunk überzeugten. Es war eine gute Vorstellung der Jungs und ich legte mir daher auch die CD zu. Toller Gig!
Abschließend folgten dann Schwarz auf Weiss und die deutsprachige Skacombo aus Bremen war nicht umsonst der Headliner dieser sehr interessanten Tour. Hauptaugenmerk lag bei den Bremern auf ihrer neuen Platte "Jugendstil". Und diese Songs wussten genauso zu gefallen, wie die des alten Albums "Supersprint". Bei einem neuen Songs, ich glaube es war "zu lange her", hab ich dann, wie ich mir sagen lassen musste, wohl die Bühne geentert um mitzusingen. Extrem peinlich, aber es hat Spass gemacht, soweit ich mich erinnern kann. In allem war es auf jeden Fall ein toller Abend und eine großartige Tour. Sollte es häufiger geben. Ich fuhr darauf dann auch zufrieden und Sternhagelvoll noch in den Linden Boulevard, einen guten Club in Hannover, um noch ein wenig zu feiern. Prost!

Snapcase – End Transmission

9. Okt 2002 | von Robert

Mit "End Transmission" haben Snapcase ihr neues Werk vorgelegt, erschienen bei Victory Records. Und ich habe allen Ernstes doch arge Probleme mit ihrem sechsten Studioalbum. Der Opener "Coalgulate" erinnert noch stark an frühere Songs von dieser doch früher so großartigen Band und könnte genauso gern auf dem Vorgängeralbum "designs for automotion" oder auf früheren Alben, wie das göttliche "lookinglasself" zu finden sein. Doch die nächsten Songs haben teilweise einen sehr experimentellen Touch, auf den ich mich auch nach dem zehnten Hören nicht so ganz einstellen kann.
Ich möchte jetzt allerdings nicht sagen, dass "End Transmisson" eine schlechte Platte geworden ist. Denn das entspricht nicht den Tatsachen. Aber Snapcase haben ihren Stil doch so verändert, dass einige Fans älteren Materials einige Probleme mit dieser Scheibe bekommen werden. Und das obwohl die Produktion des Albums und musikalische Qualität der Amerikaner außer Frage stehen.