Eine Szene vor Beginn des Konzerts verdeutlichte die momentane Beliebtheit der Donots: ein Fan, der extra 300 km bis nach Osnabrück gefahren war, bettelte jeden vor der Halle an, ob er/sie nicht noch eine Karte für ihn übrig hat. 70 Euro war sein Gebot und wenig später sah man ihn dann auch mit einer Eintrittskarte in der Hand jubelnd durch die Gegend springen. So sieht das aus! Die Donots, die eine Woche vorher noch auf dem Jahresabschlusskonzert der Beasteaks in Berlin spielen durften, waren nun selbst an der Reihe. Den Anfang machte die Düsseldorfer Band „That Very Time I Saw“, die auf der Donots-Homepage zum Introduce Contest Winner gekürt wurden und deswegen auch an diesem Abend auf die Bühne durften. Verdient hatten sie es auf jeden Fall. Mit ihrem Allerwelts-Emocore wussten sie zu Gefallen, hatten leider aber einige technische Pannen, wofür sie natürlich nichts konnten. Am besten gefiel mir der Song „Tables Turning“ (vom Debutalbum „The Grand Theft”). In die CD muss ich unbedingt mal reinhören. Besonders das Zusammenspiel der Gitarristen war erste Sahne. Danach kam eine meiner momentanen Lieblingsbands: Pale. Im Gegensatz zu ihrem Auftritt in Immenhausen, spielten sie dieses mal als ob es um Tod oder Leben ginge. Sänger Holger zeigte nicht nur, dass er einer der besten und gefühlvollsten Sänger im Lande ist, sondern auch in Sachen Performance und Ausdrucksstärke ein wahrer Profi ist. Die Kiddies in den vorderen Reihen nervten zwar mit ihrem Gepoge, denn Pale muss man genießen und aufsaugen, doch es hat trotzdem Spaß gemacht. Miles, die als letzte Vorband vorgesehen waren, hätte man sich auch sparen könne, was ich dann auch tat, um mir was zu essen zu holen. Der Gesang klang einfach nur eierig, erinnerte ein wenig an Ty Tabor, falls den jemand kennt, wobei besonders der Effekt (Chorus / Hall) in der Stimme nervte. Außerdem waren sie viel zu laut. Wenigstens sah der Drummer aus wie Dave Grohl, was dann auch der einzige Pluspunkt war, ha ha ;-)
Die Donots konnten dann vor solch einer Kulisse nicht viel falsch machen und legten in gewohnter Manier gleich wie die Feuerwehr los. Neben den Standards wie „Saccharine Smile“ und „Room With A View“ gab es auch einige Überraschungen. So z.B. „Got The Time” und “Bad To The Bone” von der aktuellen EP, wobei bei letztgenanntem Song Rock ´n´ Rolf von Running Wild mit auf die Bühne kam und dem Publikum ordentlich einheizte. Mein persönliches Highlight des Abends, denn insgeheim hatte ich mir ja schon gewünscht, dass Rolf dabei sein wird. Nun gut, Sänger Ingo ließ es sich nicht nehmen vor jedem Song jedem und allem zu danken und zu erwähnen, welch fantastisches Jahr 2002 denn für die Band war. Bedanken konnte er sich aber vor allem beim Publikum, dass gut mitging und sich nach dem letzten Song „We´re not gonna take it“ zufrieden auf den Heimweg machen konnte.
DONOTS Jahresabschlusskonzert u.a. mit Pale
29. Dez 2002 | von EmrahDownthesun - s/t
24. Dez 2002 | von EmrahÄhnlich wie ihre Labelkollegen von Slipknot machen Downthesun wütenden, tighten Nu-Metal. Es groovt und hämmert zwar wie Sau, aber ein wirklich ersichtliches (hörbares) Konzept ist nur schwer zu entnehmen. Live geht das bestimmt gut ab – auf CD bringt das jedoch wenig. Das feine Händchen fehlt noch und ein wenig mehr Struktur und vor allem Eigenständigkeit hätte auch ganz gut getan. Potential ist reichlich vorhanden. Wie man aggressiv klingt wissen sie schon, wie man gut klingt jedoch noch nicht. Das ist kein Widerspruch wie andere Bands (z.B. Dry Kill Logic) beweisen. Den meisten Tracks fehlt das gewisse Etwas, irgendetwas das heraus sticht oder im Gehör hängen bleibt. Ich erwarte keine Melodien zum Mitsingen, aber es sollte schon ein wenig eingängig sein. Einfach noch ein bissel üben und vielleicht sieht es beim zweiten Album schon viel besser aus. Nur wahrscheinlich interessiert sich dann keiner mehr für eure Mucke.
System Of A Down - Steal This Album!
24. Dez 2002 | von Deniz?Die Songs auf ?Steal This Album? sind keine zweitklassigen B-Seiten oder Outtakes ? im Gegenteil?, sagt System Of A Down Frontkasper Serj Tankian. ?Die bisher unveröffentlichten Stücke aus den Toxicity-Sessions sind mindesten genau gut, wie die, die es auf das Album geschafft haben. Wenn nicht sogar noch besser.? Angeblich haben sie nicht ins Gesamtkonzept gepasst. So, da haben wir den Grund für die Veröffentlichung dieser 16 übrig gebliebenen Songs im Originalton, vom Serj höchstpersönlich. Wollen wir es ihm doch mal glauben und unnötige Spekulationen über mögliche kommerzielle Interessen gleich außen vor lassen (zumal ein Albumtitel wie ?Steal This Album? diese schon im Keime ersticken vermag?). Fakt ist doch, dass SOAD-Fans definitiv glücklich sein werden, dass ihnen eine ganze Hand voll mehr oder weniger frische Songs von ihrer Lieblingsband nicht vorenthalten werden. Mit gewohnt geballter Wucht hauen uns die vier gebürtigen Armenier erstklassige Songs um die Ohren, die sich nichts von zweiter Wahl anmerken lassen. Wobei, wie ich finde, das Album nicht ganz so verrückt wie das Debut und nicht ganz so extrem wie die zweite Scheibe ist. Quasi-Album Nummer Drei ist sozusagen ein Zwischending, das den Reiz der anderen beiden Alben ein wenig vermissen lässt, aber trotzdem hochwertige Qualität liefert. Wie gesagt: jeder Song hätte gut und gerne auch auf dem Erfolgsalbum ?Toxicity? stehen können. SOAD spielen auch mit ihrer zweiten Wahl alle pseudo-innovativen (New) Metalbands an die Wand. Wer sonst schafft es so frech, unverblümt, direkt und zu dem mit so kritischen Texten, wie sie Sänger Serj Tankian von sich gibt, die Mauern des Establishments einzureißen? Geht in Deckung, wenn ihr auf den Play-Knopf drückt?
weitermachen!
24. Dez 2002 | von CarstenDover spielten auf dem diesjährigen Bizarre Festival eine äusserst gut besuchte Show und wir nutzten die Gelegenheit, uns kurz mit Christina und Jesus über den Stand der Dinge zu unterhalten.
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Ihr habt nun eine Menge Shows gespielt und seit fast sechs Monaten auf Tour, seid ihr schon müde?</b>
Christina: Nein, noch sind wir nicht müde, aber am Ende des Sommer werden wir es dann wahrscheinlich sein, wir genießen es momentan noch zu spielen.
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Bevorzugt ihr es auf Festivals oder in Clubs zu spielen?</b>
Jesus: Ich mag beides, spiele aber doch ein wenig lieber in Clubs, weil man einfach näher am Publikum ist, außerdem kennen sie einen auch besser. Festivals sind eine gute Möglichkeit sich denen zu präsentieren, die einen noch nicht so gut oder gar nicht kennen.
Christina: Auf Festival hat man auch nur wenig Zeit, weil sonst der ganze Tagesplan durcheinander kommen würde, daher kann man nur so ungefähr zehn Songs spielen und die müssen dann natürlich rocken.
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Wenn man Euren Auftritt heute mit den von vor zwei Jahren hier auf dem BIZARRE vergleicht, war der Hangar heute fast ganz voll, obwohl ihr heute doch sehr früh gespielt habt. Habt ihr dieses erwartet?</b>
Christina: Nein, wir haben für heute keine Erwartungen gehabt. Wir wollten nur spielen und Spaß dabei haben und dies hatten wir heute. Allerdings haben wir in den letzten zwei Jahren hier auch unzählige Shows gespielt und sind dadurch auch ein wenig bekannter geworden.
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Ihr habt letztes Jahr auf der Warped Tour in den Amerika mitgespielt, macht es dann mehr Spaß auf so einem „Wanderfestival“ mit den immer gleichen Bands zu spielen oder wie hier in Europa, wo dann immer ein neues Line Up ist?</b>
Jesus: Mir hat die Warped Tour in dieser Hinsicht mehr Spaß gemacht, weil man mit immer den gleichen Leuten unterwegs ist. Dadurch das man dann soviel Zeit miteinander verbringt, freundet man sich mit den anderen Musikern an. Hier ist es meist, man kommt an, spielt seinen Gig und verschwindet gleich wieder.
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Ihr habt eine neue EP, sie heißt „It’s good to be me“, kannst Du uns ein wenig drüber verraten?</b>
Christina: Sie kommt im September heraus und hat einen neuen und fünf live Songs, sowie drei Akustiksongs und vier Videos.
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Was hört ihr denn privat für Musik?</b>
Christina: Ich höre ganz unterschiedliche Sachen wie z. B. Social Distortion, Nirvana, Beatles ganz gerne.
Jesus: Ich mag Nirvana und Tool.
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Mit welchem Musiker würdet ihr gerne Mal zusammenarbeiten?</b>
Christina: Ich würde gerne mal mit Social Distortion zusammenarbeiten.
Jesus: Mit denen würde ich auch gerne mal was machen, aber ich würde auch gerne mit Nirvana was machen, wenn Kurt Cobain noch am Leben wäre.
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Euer erstes Video was ihr gedreht habt hieß „Come with Me“ ich habe gehört, das es so gut wie nie gezeigt wurde, warum?</b>
Christina (lacht): Oh ja, „Come with Me“ es war sehr einfach gemacht und es war auch sehr billig, ich glaube es wurde sogar nie im Fernsehen gezeigt. Es ist wirklich schlecht. Wir haben jetzt auch ein neues Video, es heißt „Mystic Love“ und ist von der neuen EP.
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Ihr habt einen Song zum Soundtrack, des mittlerweile auch in Deutschland gewordenen Kultfilms „Amores Perros“, beigesteuert, wie kam es dazu?</b>
Christina: Es lief über unseren Manager in Mexiko, der den Regisseur des Films kennt. Wir fanden die Idee auch gut, und da wir zu der Zeit gerade zu Aufnahmen sowieso in den USA waren, haben wir uns dazu entschlossen einen Track beizusteuern.
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Wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus?</b>
Jesus: Ja, weitermachen.
Christina: Wir hoffen, noch ein Label in den USA zu finden, welches dann dort unsere Platte vermarktet und dann, wenn es klappt noch mal dort auf Tour gehen.
My Best Days
23. Dez 2002 | von CarstenWer NEW END ORIGINAL als eine All-Star bezeichnet, untertreibt wirklich, obwohl mittlerweile Bassist Scott Winegard (Ex- Texas Is The Reason) und Drummer Charlie Walker (Ex- Chamberlain) aus der Band ausgestiegen sind und weniger bekannter Ersatz geholt wurde.
<b>So kannst Du vielleicht ein wenig über New End Original erzählen, wer ihr seid, was ihr macht?</b>
Jonah Matranga: Oh Mist, wo reitest Du mich jetzt rein. Okay, Norman und ich, ach so hallo ich bin Jonah, also Norman und ich haben seit Jahren darüber geredet wie es wäre zusammen in einer Band zu sein. Die Sache war nur, das er in Chicago lebte und ich in San Francisco, schließlich zog er nach Oakland und brachte zwei Freunde mit. Dann haben wir uns getroffen und ein paar mal geprobt und unser Album „Thriller“ aufgenommen und dann verließen die anderen beiden die Band, nachdem das Album veröffentlicht wurde. Norman und ich waren dann geknickt, haben dann aber Jeremy und Daniel kennen gelernt und jetzt sind wir wieder da.
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Ich weiß, Du wirst diese Frage nicht mögen, aber stelle sie trotzdem: Würdest Du New End Original als eine Art All-Star Band bezeichnen, immerhin waren Norman und Du in sehr bedeutenden und Wegweisenden Bands.</b>
Jonah: Nein, aber es schon verrückt, weil viele das meinen. Ich mache mir daraus auch nichts, im übrigen haben Norman und ich auch nie viele Platten verkauft. Was glaubst Du wie viele Platten ich mit Far verkauft habe?
(ich weiß es wirklich nicht und zucke nur mit Schultern)
Wir haben zwei Platten bei Sony gemacht und insgesamt 30.000 Alben verkauft.
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Das kann ich nun wirklich nicht glauben, denn viele Hardcore Bands sagen, dass sie von Far stark beeinflusst wurden. </b>
Jonah: Ja, das ist ja das interessante für mich an der Sache. Wir haben nicht wirklich viele Platten verkauft, aber für die Leute die sie kennen ist es was wirklich besonderes und dies ist dann immer das schönste Kompliment. Dasselbe ist im übrigen mit Texas Is The Reason, auch sie sind keine Weltberühmte Band, aber die Leute die sie kennen, mögen ihre Platte wirklich. Das ist echt unglaublich. Das einzige was wir versuchen wollen, ist Spaß an der Musik zu haben und dies auch weiterzugeben. Ich glaube auch, dass die meisten Menschen in weiten Teilen sehr offen zu uns sind. Gerade in Deutschland, als wir hier das erstemal waren und es den ganzen Ärger gab als Scott und Charlie die Band verließen und die anderen beiden gerade frisch in der Band waren.
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Als ihr letztes Jahr hier gewesen seid, hattet ihr noch gar nicht euer Album veröffentlicht, es waren dennoch sehr viele Leute bei euren Shows.</b>
Jonah: Ja das ist richtig und coole war ja auch, dass die Leute die ganze Show über geblieben sind, obwohl sie kaum was von uns kannten. Sie hörten richtig zu und viele gingen nachher mit einem lächeln nach Hause. <b>
Viele waren ja von deiner Ausstrahlung begeistert, von der positiven Energie und das Du sehr ehrlich und offen mit dem Publikum umgehst.</b>
Jonah: Als erstes muss ich auch ehrlich zu mir sein, ich kann mich natürlich auf der Bühne verstellen und rufen: (er krächzt) Hey Motherfuckers how you doin’. Viele Bands machen das ja und es hilft ihnen auch um Erfolg zu haben.
Ich bin mir nicht sicher, ob meine Ehrlichkeit im geschäftlichen Bereich hilfreich ist. Aber ich finde es immer noch besser natürlich zu sein, als wenn ich ihnen ein Charakter vorspiele, der ich gar nicht bin. Wenn Du dich auf der Bühne so gibst wie Du bist oder dich fühlst und die Leute darauf eingehen, entsteht eine Verbindung, die echt das größte ist.
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Was bedeutet Euer Bandname eigentlich?</b>
(Norman kommt hinzu)
Jonah: Der Bandname hat eigentlich keine Bedeutung, wir haben einfach die Buchstaben von Onlinedrawing (Jonah’s Soloprojekt) gemischt und einen neuen Namen daraus gemacht.
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Die Platte wurde hier letztes Jahr im Oktober veröffentlicht und ist prompt bei zahlreichen Magazinen zur Platte des Monats gewählt worden, hat euch das sehr überrascht?</b>
(Irgendwie ist ein Groupie ins Pressezelt gekommen und macht sich an Daniel ran, und obwohl er bis jetzt nicht gesagt hat und auch nichts sagen wird, ist er ziemlich genervt. Es folgt nun ein nicht druckreifes Wortgefecht zwischen dem Mädchen und Daniel und einer von der Plattenfirma muss kommen und sie wegtragen, weil sie auch keine Anstalten machte zu verschwinden.)
Jonah: Wir waren sehr positiv von Deutschland überrascht und haben eine solche Begeisterung wirklich nicht erwartet. Die Plattenkritiken waren echt alle sehr gut und die Leute die wir getroffen haben, haben uns ebenfalls mit Lob überschüttet.
Norman: Es war echt erstaunlich, da wir ja schon in Deutschland gespielt hatten bevor die Platte veröffentlicht wurde. Es war schon nicht leicht mit einer neuen Band und unbekanntem Material eine Clubtour zu machen. Aber die Begeisterung die dort schon herrschte war echt erstaunlich.
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Die Textzeile „I never want to say my best days are behind me“ , ist das eine Art Motto nach der ihr lebt?</b>
Jonah: Hmm, nein, aber es ist wirklich ein großartiger Satz. Er stammt aus einem Gespräch, das ich mit einem guten Freund führte und er sagte ihn. Der Sinn ist vielmehr der, das es um tausend Dinge im Leben geht, die nicht so gut sind. Niemand möchte gerne sagen, dass er die Besten Tages seines Lebens hinter sich hat. Niemand möchte gerne der Vergangenheit hinterher trauern.
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Es ist wahr, das ihr drei Monate nach Gründung der Band die Platte aufgenommen habt?</b>
Jonah: Ja, das stimmt, es waren auch nur zehn Proben und nach zwei Monaten hatten wir unseren ersten Gig.
„I never want to say my best are behind me“ ist hierfür z. B. ein gutes Beispiel: Wir haben soviel Zeit in die Band investiert und wir hatten die beiden in der Band mit all den Versprechen und dann ist alles auseinandergebrochen. Es ist für mich immer noch sehr hart, dies zu sehen, wie es ist und trotzdem dabei Spaß zu haben, weil ich ziemlich verletzt wurde. Dennoch versuche ich auf der Bühne den Moment zu feiern und dies ist die Aussage des Satzes und der Punkt nach dem ich versuche zu leben.
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Arbeitest Du eigentlich immer noch im Plattenladen?</b>
Norman: Nee, momentan nicht mehr, ich mache auch noch andere Musik, wie Dance- und House - Music, ich versuche dies alles unter einen Hut zu bekommen, so dass für den Plattenladen keine Zeit mehr bleibt.
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Hast Du einen Künstlernamen als DJ?</b>
Norman. Nein, ich benutze meinen echten Namen. Ich mach ja nur House - Music als DJ und habe mal bei Onlinedrawing ein, zwei Shows mitgemacht.
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Als eure alten Bands sich getrennt haben, wollte von euch eigentlich auch keine Musik mehr machen.</b>
Jonah: Also Musik schon, aber ich wollte keine Band mehr haben.
Norman: Jonah hat erst mal aufgehört Musik zu machen und ich habe dann ja ganz andere Musik gemacht, ich wollte mal ganze andere Stile ausprobieren.
Wir wollten dann doch bald wieder in einer Band spielen und wir entschlossen uns dann zusammen eine Band zu machen.
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So nun muss ich euch natürlich auch noch die Standard - Festivalfrage stellen, bevorzugt ihr es auf Festivals oder Clubs zu spielen?</b>
Jonah: Eindeutig Clubs, man ist einfach näher am Publikum. Es macht schon Spaß auf Festivals mit all den anderen Bands zu spielen, aber man hat dann auch wiederum die Barrieren und die große Distanz zum Publikum.
Stone The Crow - Reduce To The Max
20. Dez 2002 | von EmrahIrgendwie hat sie so keiner richtig lieb. Den Grungern klingen sie zu modern, die Nu Rocker finden es wiederum nicht New genug. Irgendwo dazwischen befinden sich eben Stone The Crow, die es mit „Reduce To The Max“ endgültig wissen wollen. Ich weiss nur, dass ihr (leider unbeachtetes) Debut „Daylight“ eine der besten deutschen Rockscheiben der letzten Jahre ist. Wem Bush zu sehr nach alten Seattle-Tagen klingt, der sollte Daylight“ auf jeden Fall ein Ohr (oder besser beide) schenken. Leider konnten die Schwaben das Niveau auf dem Nachfolger „Year Of The Crow“ nicht ganz halten (zu lange Songs, überproduziert). Ihre neuee Scheibe verbindet die beiden erwähnten Alben zu einer neuen Einheit, der Sound ist allererste Sahne, aber leider fehlen die Hits (ich denke nur an „Passenger“ oder „In My Mind“ von den Vorgängeralben), so dass der Gesamteindruck bei mir nicht ganz so euphorisch ausfällt. Mir fehlen einfach diese Gänsehaut-Momente. Am besten gefallen mir noch „Air“ und „My Gift“. Ausserdem hat man es sich nicht nehmen lassen als Single-Auskopplung „People Are People“ von Depeche Mode zu verwursten, was ihnen aber glücklicherweise ganz gut gelungen ist. Wer auf kraftvollen, mit einer modernen Produktion versehenen, Rock steht und die Schnauze voll von den doch meistens austauschbaren Ami-Bands hat, wird an „Reduce To The Max“ bestimmt Gefallen finden, obwohl ich das Debut vorziehen würde. Die Jungs gehören neben den Farmer Boys und Emil Bulls auf jeden Fall zu den besseren Bands in diesem Bereich.
Boy Sets Fire und Death By Stereo in der Faust zu Hannover vor vollen Rängen
19. Dez 2002 | von RobertAuch eins der besten Konzerte seid langem ist nun schon ein Weilchen her. Denn am 23.11 spielten Boy Sets Fire zusammen mit Death By Stereo in Hannover in der Faust und beide Bands sorgten bei allen Anwesenden für wohlwollende Gefühle.
Als wir so gegen 20.30 Uhr an der Faust ankamen, trafen wir auf dem gesamten Weg schon auf Leute, die unverdrossen und mit langen Gesichtern den Heimweg antraten, denn das Konzert war restlos ausverkauft. Knapp 650 Leute sollten sich später in der 60er Jahre Halle des Faustgeländes einfinden. Pünktlich um 20.45 Uhr begannen La Par Force mit ihrer Darbietung, die irgendwo immer an Die Happy erinnerte. Alternativ Rock mit Frontfrau, die aber sehr reserviert und scheu daherkam, und so nicht unbedingt viele neue Freunde für sich verbuchen konnte. Der Graben zwischen Zuschauern und Bühne war dann auch sehr beträchtlich.. Knapp 30 Minuten dann war es vorbei und mein Highlight des abends sollte Folgen. Death By Stereo aus Kalifornien. Und die Jungs legten los wie die Feuerwehr. Ein wahnsinniges Konzert was da hingelegt wurde. Dargeboten wurden sowohl Songs älteren Kalibers, Songs der letzten Langrille " Day of death" und zwei neue Songs der im März erscheinenden Scheibe "Into the valley of death". Nach ein paar anfänglichen Problemen, taute das Publikum immer mehr auf und auch Sänger Efrem wurde zunehmend agiler und rastete aus. Ein paar Ausflüge ins Publikum und ordentliches mitgepoge war die Folge. Allerdings verletzte er sich dabei am Kinn, so dass er ins Krankenhaus musste, da die Platzwunde mit vier Stichen genäht werden musste. Das Konzert endete so leider schon nach 30 Minuten, denn ansonsten hätten Death By Stereo garantiert noch die ein oder andere Nummer nachgeschoben. Schade, aber eine sehr gute Liveband, die ich da erstmalig bewundern konnte. Dabei war für mich nicht nur der teilweise krachige Hardcore, gepaart mit sehr melodischen Gesangseinlagen, sondern auch die großartige Bühnenpräsenz ausschlaggebend.
Dann nach eine kurze Umbaupause kam mit Boy Sets Fire die Band auf die 95% der Anwesenden gewartet hatten, enterten die Bühne und taten dies mit einem Paukenschlag nach dem anderen. Es begann alles mit dem Intro und dem Opener der letzten Scheibe "After the Eulogy", also dem gleichnamigen Song. Anschliessend wechselten sich die melodischen Hardcoreperlen älteren Ursprungs mit ganz neuen Songs der neuen EP "Live for today"und einem ganz neuen Song der neuen Platte, wird im Frühjahr erscheinen, ab. Die neuen Songs werden übrigens wohl ziemlich da weitermachen, wo Boy Sets Fire mit "After the Eulogy" aufgehört haben. Das Publikum flippte übrigens völlig aus, die gesamte 60er Jahre Halle in der Faust verwandelte sich in eine einzige Tanzfläche. Ich habe so was schon ewig nicht mehr erlebt und war von der Stimmung doch sehr angetan. Fast im Minutentakt segelten zusätzlich Scharenweise Stagediver ins Publikum. Eine irre Stimmung und ein großartiges Konzert, was sich da einem bot. Einigen Leuten gefielen die manchmal etwas längeren Ansagen in den Pausen nicht, obwohl sie gerade einen wichtigen Teil für die Band darstellten, konnten sie sich doch so von der Politik Amerikas distanzieren und ihrem Unmut Ausdruck verleihen. Aus diesem Grund hab ich auch nur eine dickes Fuck Off für diese Leute übrig, denn wegen des Stimmens verschiedener Instrumente waren die Pausen sowieso nötig.
Die politische Meinung wurde also kundgetan, zum Beispiel in Form des T-Shirts des Gitarristen, das den Aufdruck "not my president" über dem Gesicht unseres allseits beliebten amerikanischen Freundes George W. Bush präsentierte. Auch eine Entschuldigung der Band für die schlechte Politik ihres Landes und dem mögliches folgenden Krieg im Irak fehlte nicht und wurde auch von einem Großteil des Publikums positiv aufgenommen.
Nach knapp einer Stunde und zwei Zugaben, war es dann leider schon vorbei, jedoch hatten die Anwesenden ein herausragendes Konzert von mindestens zwei großartigen Bands, nach meiner Meinung, gesehen und gingen so fröhlich gestimmt ihrer Wege.
Osh - Red Universe
18. Dez 2002 | von Chris?Äääh jaaaa…? ? Mit diesem kurzen ?Satz? ist ziemlich genau wiedergegeben, was mir nach dem ersten Durchlauf von ?Red Universe? durch den Kopf ging. Death-Metal wechselt sich mit Thrash und Grind ab, bluesige Bassläufe treffen auf Geknüppel und Cangas, Bongos und Glocken; Sprechgesang ist ebenso dabei wie mehrstimmige Gesänge, black-metal-artiges Gekreische oder Death-Gerülpse … - die Ingredienzien der dreizehn Songs ließen sich noch erweitern, für eine anfängliche Totalverwirrung sollte dieser Ausschnitt dennoch ausreichen. Wie soll man einen solchen ?Bastard? von Album also treffend bezeichnen? - Abgedrehter ?Deathgrindcore? würde streckenweise passen, der Musik aber keineswegs vollständig gerecht werden. ?Totalschrott? wird einigen auf der Zunge liegen, die sich in das Werk von Osh hineingehört haben, aber auch ?geniale Metalscheibe? könnte ich mir als Meinungsäußerung vorstellen. Und damit kommt man zu der Tatsache, dass ?Red Universe? polarisiert. Das Album ist unangepasst und in meinen Augen stellenweise so schlecht, dass es schon wieder gut ist ? nimmt man beispielsweise die Cover-Nummer ?No Limit? oder das Ende der CD, an dem das Live-Publikum ?Manamana? aus der Muppetshow singt. Das lässt auf eine gesunde Portion Selbstironie und jede Menge Spaß der vier Jungs bei Auftritten schließen. ? Leider keine Kriterien für dieses Album, das überladen und zerrissen wirkt, und bei dem man sich immer wieder fragt, wo ?die Reise? nun eigentlich hingehen soll. Technisch und musikalisch gibt es ebenfalls einige Ecken und Kanten zu bemängeln, insbesondere der mehrstimmige Gesang klingt oftmals einfach nur grausig. Dass man mit ?Red Universe? eine Menge Spaß haben kann, ist unbestritten. ? Hier wäre jedoch weniger mehr gewesen. Daher das Fazit: ?Äääh… na ja.?
Garish - Wo die Nacht erzählt vom Tag
18. Dez 2002 | von Chris?Garish? beschreibt im Englischen Farben oder Gerüche und bedeutet ?grell?, ?schreiend? oder ?aufdringlich?. ? Im Zusammenhang mit dem Album der gleichnamigen österreichischen Band lassen sich diese Adjektive jedoch nur schwerlich gebrauchen. Poppig, manchmal jazzig und meistens relaxt klingt die Musik des Quintetts, an dessen deutschen (und dialektfreien) Texten sich eher die Geister scheiden werden als an der Musik selbst. Violine, Cello, Posaune, Trompete, Tuba, Horn, Klarinette, Klavier, Orgel oder Glockenspiel sind zwar ungewöhnliche Instrumente für ein Alternative-Pop-Album, sie werden aber passend zum Song eingesetzt und arrangiert. Zudem verleihen sie den Stücken, in denen sie zum Tragen kommen, diese schwummerig-wohlige Atmosphäre wie man sie beispielsweise aus rauchigen Nachtclubs kennt. Stellenweise erinnert die Musik an U2 und insbesondere Radiohead; gesangliche Parallelen zu letztgenannten sind unüberhörbar, stören jedoch nicht.
Das Album erschließt sich dem Hörer nicht gleich beim ersten Durchlauf, was größtenteils an den bereits erwähnten Texten liegt. Deutschlehrer und Literaturprofessoren hätten vermutlich ihre helle Freude an der recht gewöhnungsbedürftigen Mischung aus Lyrik, Poesie und Pathos: ?Unbedeutsame weiße Arme für den Schein angelegt, genügend Salz auf jene Körner die der Durst hinunterträgt …? ? um nur ein Beispiel zu nennen. Nicht nur diese Textzeilen lassen den Song ?Taenzer? unaufhaltsam in den Kitsch abdriften, die spärliche Instrumentierung tut dabei ihr Übriges. Dies bleibt glücklicherweise die Ausnahme auf dem bereits zweiten Album der fünf Musiker, wobei viele der vierzehn Songs anfangs eine Herausforderung an die Hörgewohnheiten darstellen. ?Wo die Nacht erzählt vom Tag? eignet sich trefflich zum Sinnieren und Interpretieren, doch auch der Chill-Faktor der Musik ist nicht unerheblich. - Der passende Soundtrack für nachdenkliche Stunden in der Winterzeit.
Own - Nagual
18. Dez 2002 | von Chris?Nagual? heißt das Album, Own ist der Name der Band. So einfach ist das, ebenso wie die Musik: Geboten werden sechs Tracks, auf denen die fünf Nürnberger zwar ganz ordentlich rocken, die in der CD-Info ausgewiesenen Vergleichsbands jedoch zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd streifen. Ich weiß, man soll nichts auf diese ?Beipackzettel? geben, aber wenn Vergleiche mit Bands wie Tool und Kyuss herangezogen werden, muss man sich doch stark wundern, was dann tatsächlich aus den Boxen drömmelt: durchschnittlicher Breakcore mit pumperndem Schlagzeug, ganz rockigen Gitarren und einem oftmals eher schwachbrüstig zu nennenden Gesang. Gute Ideen sind dabei, vor allem die Songanfänge wissen zu gefallen, jedoch wird die Struktur schnell durch störende Parts zerfranst und somit der Druck aus den Stücken genommen. ? Aus ?Force Field? beispielsweise hätte man gut zwei basteln können, in der vorliegenden Version wundert man sich lediglich über die völlig verschiedenen Ausrichtungen innerhalb eines Liedes, von der Melodie über das Schlagzeug bis hin zum Gesang. ?Nagual? ist ein nettes Album, das auch sicherlich seine Qualitäten hat, aber leider wirkt das Ganze unausgegoren und zu zerfasert. Wäre man im Songwriting mehr auf den Punkt gekommen und hätte man den ?Spirit? eines Stückes aufrecht erhalten, hätte das Album neben weiteren Titeln (aus einem mach zwei) wesentlich straighter ausfallen können. Somit ist leider nur der Durchschnitt erreicht, von oben genannten Hammerbands ganz zu schweigen.
Beatsteaks - Wohnzimmer EP
17. Dez 2002 | von benniDie BEATSTEAKS können wohl zweifelsohne auf das erfolgreichste Jahr ihrer Bandgeschichte zurückblicken. Dafür bedanken sie sich brav bei ihren Fans im Rahmen des sog. Wohnzimmerkonzerts am 21.12. in der Berliner Columbiahalle. Mit dabei: die Donots, 3 Colors Red und Turbostaat. Als kleinen Bonus erhält jeder Besucher eine Version der nicht zu kaufenden da streng limitierten Wohnzimmer EP für lau.
Hab ich's euch nicht gesagt: "dieser Song wird noch bei so mancher Feier für heisere Stimmen oder blutspuckender Weise vor Halsschmerzen auf dem Boden kriechende Menschen mit anschließenden Minderwertigkeitsgefühlen sorgen" schrieb ich seiner Zeit über den Song "Let Me In" in der Plattenkritik zum im Januar erschienenen Drittalbum der BEATSTEAKS "Living Targets". Genauso kam es und "Let Me In" wurde nach "Summer" zur zweiten Singleauskopplung eines Albums erhoben, welches der Band ein grandioses Jahr mit etlichen Highlights bescherte. Krönender Abschluss dieses soll nun der Mini - "Living Targets" - Nachfolger, die von Moses Schneider produzierte Wohnzimmer EP sein.
Auf dieser covern die Berliner alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Im Intro sagt erstmal kurz Demba der ebenfalls aus Berlin stammenden SEEED "Hallo", eher durchschnittlich, dafür aber umso krachiger wirkt danach "Hello There" von CHEAP TRICK. Anschliessend läd Sonny Curtis' "I Fought The Law" zum Mitkopfnicken ein, bevor mal wieder etwas deutsches, oder vielmehr berlinerisches von den BEATSTEAKS folgt: Eine Coverversion von "Hey Du" aus dem Musical "Linie 1". Schön, ein bisschen wie WEEZER vielleicht und mit Farin Urlaub als Backgroundsänger. Ruhig geht's weiter mit "Just Like Heaven" von THE CURE, bevor dann das sperrige "Wish", im Original von den NINE INCH NAILS, ordentlich nach vorne geht. Den Abschluß macht ein poprockiges "True Fine Love" von STEVE MILLER.
Sieben Lieder sind's also, die irgendwie den Eindruck hinterlassen, eher auf die "Launched" als auf die "Living Targets" zu passen. Vielleicht findet hier ja gerade eine Band ihren Sound?! Eventuell etwas vorschnell geurteilt, aber ist da vielleicht mal wieder eine deutsche Band im Begriff, Rockgeschichte zu schreiben?
Fortyfour Freaks - s/t
17. Dez 2002 | von EmrahEine nette 5-Track EP haben die Allgäuer Fourtyfour Freaks auf den Markt geworfen. Und ich muss sagen: alle fünf Songs können voll überzeugen. Besonders die Stimme von Sänger Axel Friedrich hat Klasse und auch der Sound ist schön transparent (aufgenommen im Horus-Sound Studio Hannover). Einflüsse von Bands wie Three Doors Down, Lifehouse oder Fuel sind nicht zu überhören, aber das sollte nicht stören. Vor allem weil jeder Song genug Potential besitzt, auf einer Stufe mit den US-Vorbildern zu stehen. Emotionalität hat oberste Priorität. Trotz aller Melancholie schimmert in den Songs immer ein Funken Hoffnung durch.
Im Oktober spielten sie im Rahmen der Hurricane Club Shows (u.a. mit Ken und Pinkostar) auch in meiner Heimatstadt und ich Dussel war nicht da. Na ja, das nächste mal weiß ich bescheid. Da das ja erst der Anfang war, bin ich gespannt, was da noch geht. Nicht zufällig gewannen sie im Soundcheck oder Musiker-Magazin Bandwettbewerbe. Macht auf jeden Fall Appetit auf mehr. Wann kommt das Album?
Various Artist - The Mighty Desert Rock Avengers
17. Dez 2002 | von EmrahUnter dem Titel „The Mighty Desert Rock Avengers“ ist dieser Tage ein Sampler erschienen, der die Herzen aller Stoner Rock-Fans höher schlagen lassen müsste. Denn auf den zwei CD´s befinden sich viele Bands, die verdammt viel Staub aufwirbeln und nur darauf warten, von Euch gehört zu werden. Highlights der ersten CD sind die aus Finnland stammenden „Sunride“, „Sparzanza“ aus Schweden und die auf dieser Seite bereits an anderer Stelle vorgestellten „Abdullah“ aus Ohio /USA. Der Schwerpunkt liegt auf jeden Fall auf Bands aus Skandinavien. Natürlich ist nicht jede Band die Offenbarung, doch bei der Masse an Bands kann man das auch nicht erwarten. Auf jeden Fall wird dreckigst gerockt und gerollt. Die zweite CD beginnt zunächst schwach. Die Songs von „Lowrider“ und „Solarized“ sind musikalisch nicht gerade Bereicherung für die Szene. Und auch „Desert Sun“ aus dem bayrischen Bayreuth können mich nicht vom Hocker reißen. Dann wird´s schön doomig: „Plutonium Orange“ rocken im Zeitlupentempo und können mit ihrem Track „Fruit Of The Doom“ voll überzeugen. Richtig geil! Ist mit dem Titel eigentlich die Orange aus dem Bandnamen gemeint? Na ja, egal. Weiter geht´s mit den Japanern „Eternal Elysium“, die meinetwegen getrost im Land der aufgehenden Sonne bleiben können, denn der Sound ist einfach nur mies. „The Mushroom River Band“ sorgt dann wieder für gespitzte Ohren und im Takt wippende Füße. Am Mikrofon ist hier übrigens Ex-Spiritual Beggars Frontmann Spice. In diesem Stile geht es weiter, talentierte Bands und Stümper wechseln sich sozusagen ab. Erwähnen möchte ich noch die Band „Low Vibes“, die wie eine Mischung aus Gluecifer und den alten Iron Maiden klingen. Daumen hoch!
Im Booklet gibt es zu jeder Band (insgesamt 31!) eine kurze Biographie, ein kleines Pic und die dazugehörige Kontaktadresse. Mehr Informationen erhaltet Ihr auf stonerrock.com.
LAWRENCE ARMS und 20 Fans
17. Dez 2002 | von benniVor so ca. einem dreiviertel Jahr veröffentlichten THE LAWRENCE ARMS nach einigen Releases auf Asian Man Records ihr aktuelles Album "Apathy And Exhaustion" bei FAT WRECK und stossten damit weitest gehend auf recht gute Kritiken. Eigentlich sollten die Kids doch jetzt wissen, was da für eine talentierte Poppunkgruppe den Sprung über den großen Teich wagte. Und in der Tat, beim Interview mit Lauri vom "Roter Faden" an diesem Abend erzählte Sänger Lehigh Acres
von geradezu überwältigenden Shows in Deutschland vor 200 Leuten. In Göttingen sollten es diese Abend allerdings nur 20 werden.
Verantwortlich dafür zum einen Teil sicher der Dienstag und sein folgender Arbeitstag (mit früh aufstehen und so), zum anderen aber wahrscheinlich auch die mangelhafte bis nicht vorhandene Plakatierung des Konzerts. Irgendwio muss man doch verdammt schlechte Laune kriegen, wenn man extra aus San Francisco rübergejettet kommt und dann vor ein paar Hand voll Leuten zu spielen hat. Leute, es geht doch in letzter Zeit offensichtlich was in Göttingen. Seid doch bitte so lieb und besucht auch die Konzerte und zollt den Bands den gebührenden Respekt!
Bis 23 Uhr wartete man mit dem Anpfiff, aber es nützte alles nichts, mehr Leute kamen offenbar nicht. Dabei lag der Eintrittspreis mit 6 Euro - allerdings ohne Vorband - noch im Bereich des akzeptabelen. Und als wäre das alles nicht schon deprimierend genug, hatte die Band auch mit einem denkbar miserabelen Sound zu kämpfen, den man offenbar durch höhere Lautstärke ausbügeln wollte. Eben diese miserable Soundqualität hat an diesem Abend noch einmal sehr viel kaputt gemacht. THE LAWRENCE ARMS spielten trotzdem ihre Show und konnten vom nicht ablassenden Publikum sogar zu einer Zugabe bewegt werden. Manchmal erkannte man durch den dreckigen Soundbrei sogar das eine oder ander Lied wieder und freute sich, als ich dann jedoch auf dem Heimweg die "Apathy And Exhaustion" in den CD-Player schiebte, fiel erst so richtig auf, wie enttäuscht man eigentlich von diesem Konzert sein konnte, auch wenn die Band da ausnahmsweise mal gar nichts zu konnte.
Steve-O - Don’t try this at home (DVD)
16. Dez 2002 | von CoraHöher, schneller, weiter, krasser, härter und vor allem ekelhafter gestaltet sich das Steve-O Video „Don’t try this at home“.
Denjenigen, die sich die Wartezeit auf den im Februar erscheinenden Jackass Film verkürzen wollen, sei empfohlen sich neben den "camp kill yourself" - Filmen von Bam Margera, dieses 58 minutenlange Schmerzbombardement zu Gemüte zu führen.
Die zwei auf der DVD enthaltenen Stuntansammlungen sind mit deutschen Untertiteln versehen, die jedoch unvollständig und teilweise falsch sind. Der erste Teil „the Steve-O video“ enthält vornehmlich klassische Elemente, wie z.B. Steve-O Stelzenspaß und Steve-O bei der Auslebung seiner Analfixierung in Form von Gebrauch seines Hinterns als Dartscheibe. Das altbewährte Kotzen kommt ebenfalls nicht zu kurz, hier als Folge vom Verzehr diverser Nagetiere und nach dem Schniefen von Curry. Außerdem: Anmutige Skateboardaction und anspruchsvolle Pyrotechnik. All das mit den bekannten Gesichtern von Chris Pontius, Wee Man, Johnny Knoxville, Ryan Dunn und Preston Lacey.
Der zweite Teil mit dem Namen Career Ender schneidet haarscharf die Grenze des Akzeptablen. Tacker- und Heißwachsspielchen jenseits der Gürtellinie, nackte Mädchen, nackter Steve-O, einmal sogar in sexueller Aktion, Masturbation und andere Schweinereien mit Haustieren (nein, nicht Sodomie), gepaart mit Steve-O’s Erläuterungen zu seinem Tun und Schaffen und seinem Geschwafel über Monogamie und Chicks lassen den Jungen mit dem Leopardenslip zeitweilig nahezu abstoßend erscheinen.
Bei diesem Film drängen sich noch viel stärker die Fragen nach Sinn, Hintergrund und Motivation auf, als es bei den normalen MTV Jackass Folgen der Fall ist. Ist es Selbstdestruktivität? Exhibitionismus? Masochismus? Oder einfach nur der Unterhaltungswert des Schmerzes? Laut Steve-O, ist er selbst nicht zu Arbeit und Schule geeignet und muss deshalb diesen Job machen.
Wie Johnny Knoxville schon sagte: Wer dumm ist, muss einstecken können und
als Freundin von Jackass und allem Drum und Dran hätte ich mir mehr Originalität und mehr Skateboard, dafür weniger von Steve-O’s Genitalbereich gewünscht.
Don’t watch this at home! Your parents won’t understand…
<a href="http://www.edel.de/realvideo/jackassspot.ram">Passenden Videostream anschauen</a>
Revive - What is your answer?
16. Dez 2002 | von RobertUnd noch mehr Hardcore. Oldschool Hardcore aus Frankreich um genauer zu sagen. Revive haben ihre erste EP mit "What is your answer" via Still Believe Records veröffentlicht. Und von vorne rein, auch Revive wissen zu überzeugen. 6 Hardcoreperlen befinden sich auf der EP, die Lust auf mehr machen. Einziger Schwachpunkt ist, finde ich, die Produktion, welche ziemlich unsauber und rau daher kommt und so für Abzüge in der B Note sorgt.
Ansonsten schaffen es die fünf Franzosen alles wichtige im Oldschool Hardcore zu ihren Gunsten auszulegen. Gesunde Härte, wummernde Bässe und Gitarren und ein charismatischer Sänger. Parallelen zu Ensign sind dann auch nicht von der Hand zu weisen, aber trotzdem gefällt "What is the answer". Wie gesagt auch hier, wann kommt mehr?
The Deal - Pretty Words, Better Days
16. Dez 2002 | von RobertZur Zeit tauchen ja vermehrt wieder Hardcore Bands der alten Schule, kurz Oldschool, auf. Was mir doch ziemlich in den Kram passt, bin ich doch der festen Überzeugung, es kann nicht genug gute Oldschool Hardcorebands geben. The Deal gehören sicherlich auch mit dazu, wie sie auf ihrer Debüt EP "pretty words, better days", erschienen auf Sobermind Records, beweisen. Die fünf Belgier zeigen mit Hilfe dieser 6 guten Tracks, dass im europäischen Hardcorebereich durchaus Bewegung ist und das mit ihnen zu rechnen ist.
Wie immer werden jetzt wieder die ewigen Nörgler auftreten und sagen "…wo ist denn da die Abwechslung…". Okay, einziger Schwachpunkt, aber fragt irgendjemand bei so einer geseierten Emokapelle nach Abwechslung? Nein.
Ich kann nur sagen, dass die 6 Songs von The Deal zu überzeugen wissen. Andere Hardcorebands können sich da noch eine Scheibe von abschneiden. Denn The Deal bieten Hardcore vom Feinsten. Da bleibt nur noch zu fragen: Wo bleibt der Longplayer?





