Mainstage


Placebo – Sleeping with Ghosts

31. Mrz 2003 | von Nea

Wer Placebo mag, wird dieses Album lieben! So, könnte ein billiger Werbespruch für das vierte Album der Band lauten. Aber wie heisst es doch: In jedem billigen Werbespruch steckt doch ein Fünkchen Wahrheit! Na ja, oder so ähnlich zumindest.
Der unverkennbare Placebo-Sound, der sich wohl hauptsächlich aus griffigen Gitarrenriffs, der weinerlich melancholischen Stimme von Brian Molko und diesem gewissen Hauch schwarzen Suizidrauchs zusammensetzt, bildet die Grundlage von "Sleeping with Ghosts".
Doch dieses Mal überschreiten sie Grenzen von denen sie nicht einmal wissen, dass es sie gibt.
Sie spielen mit Rock, Pop und Elektronik ohne sich in den Zug ohne Wiederkehr nur eines Genres zu setzen. Obwohl sie das Ticket dazu schon beihnahe gebucht hätten.
"Wir hörten uns fast schon an wie Kraftwerk!", sagt Drummer Steve Hewitt mit einem verschmitzten Lächeln und der Gewissheit einen guten Job abgeliefert zu haben.
Den Auftakt der Platte bildet die eindrucksvolle Symbiose aus Agression und Melodie: das Instrumentalstück "Bulletproof Cupid", gefolgt von leicht elektronisch angehauchter Spielerei mit Namen "Englisch Summer Rain". Und schon erkennt man die Vielfalt des Albums. Zu dem musikalschen Spielplatz Placebos gesellt sich dann auch "This Picture".
Doch was wäre Placebo ohne die zynisch bitteren Texte, die spätestens seit "Black Market Music" die Individün begeistern und Musikjournalisten den Stoff geben, aus dem Interviewfragen gemacht sind?!
Natürlich macht auch ihr neüstes Werk vor Zynismus und Kritik keinen Halt. Deutlich zu hören in den klassischen Rocksongs des Albums: "The Bitter End" und "Second Sight".
Doch seinen wahren Höhepunkt verbirgt "Sleeping with ghosts" im gleichnamigen Track, wenn Brian seine Meinung über Politik und Religion zum besten gibt:
"What good's religion, when it's each other we despise? Damn the government, damn their killing, damn their lies!"

Kontra

31. Mrz 2003 | von Nea

Als schwierige Interviewpartner wurden Placebo nicht nur von frustrierten Musikjournalisten, sondern sogar von ihrer Plattenfirma bezeichnet. Dass diese Zeit der Vergangegnheit angehört, davon konnten wir uns auf der Promotour zu ihrem neüsten Werk "Sleeping with ghosts" übrezeugen.
Mit Witz und Charme stellt sich Steve Hewitt allen Fragen und verrät seine ganz persönliche Meinung über Religion und Politik, die nicht gerade CNN-fähig wäre.

<b>Ich weiss nicht, ob ich recht habe, denn ich könnte mich irren -wie immer-, aber das neü Album scheint irgendwie viel freier ?!</b>

Ja! Ich würde zwar nicht sagen, dass wir Grenzen überschritten hätten, denn ich glaube, wir hatten nie welche. Das war etwas, was wir immer versucht haben zu vermeiden.
Jede Band in London möchte "1967" sein. Wenn man wie die Beatles oder die Stones sein möchte, dann sind deine Grenzen sofort gesetzt und du wirst eindimensional.
Und wir haben das immer versucht frei zu halten. Ich glaube das liegt an unseren musikalischen Einflüssen. Da ist alles dabei: über Jazz, Rock, Country, Disco bis hin zu irgendwas.
Ich denke bloss, diesmal haben wir es ein Stück vorangebracht. Und ich habe mir 8 Monate frei genommen, was wirklich geholfen hat.
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Oh! Wo warst du?
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Zu hause! Wirklich! (lacht)
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Cool! Schlafen!
</b>
Ja! Wir haben die letzte Welttournee September/Oktober 2001 beendet, und das waren dann 7 Jahre schon mit der Band für mich, touren und aufnehmen.
Die Plattenfirma gab uns 4 Monate, aber wir haben uns einfach 8 Monate genommen und uns erholt. Wir hatten Zeit nachzudenken. Man ist halt ständig unterwegs und fragt sich dann "Was habe ich eigentlich in den letzten 7 Jahren getrieben?" Dann sieht man es und erkennt: "Ok! Nicht schlecht!" (lacht)
Ausserdem mussten wir wieder Lebenserfahrungen sammeln, weil man sonst nur noch über die Farbe des Tourbusses schreiben kann. Und das wäre nicht gut! (lacht)

<b>
Viele Songzeilen auf "Sleeping with Ghosts" handeln vom "Altwerden". Und, wie ist es? Depremierend?</b>

(lacht) Nein, nein… mit dem Alter kommt die Weisheit.
<b>
Hoffentlich!
</b>
Und hoffentlich auch Sicherheit: mentale und emotionale. Man kann das Altern nicht aufhalten. Wir sind alle um die 30. Manche drunter, manche drüber. Ich sage nicht wer, aber du kannst es dir vermutlich denken!
<b>

</b>
(lacht) Man kann es nicht aufhalten. Es kann gut sein, es kann schlecht sein. Kommt darauf an wie man es sieht. Leute werden oft depressiv, wenn sie 30 werden.
Als ich 30 wurde, war ich glücklich am Leben zu sein. Ich war erleichtert noch auf der Welt zu sein. Konnte es kaum glauben. Es ist grossartig! (lacht)
<b>
Robert Smith (The Cure) sagte: "Berühmt sein ist scheisse."…
</b>
(Lacht) Ja, das klingt nach Robert!
Ich mag ihn sehr. Er ist ein wundervoller Mensch. Ich schätze mal, berühmt zu sein ist scheisse für Robert, mehr als für mich. Es hat seine guten und schlechten Seiten. Die Egos werden sehr zurückgeschraubt in der Band. Brian ist sehr viel ruhiger geworden, sowieso.
Mir macht es nichts aus. Es ist recht normal. ich war nie in der Band, um berühmt zu sein, sondern um Musik zu machen und es ist immer noch so. Und wenn den Leuten gefällt, was du machst, ist das fantastisch. Und wenn du mich kennenlernen und mit mir reden willst? Kein Problem! Ich werde auch mit dir reden. Und wenn du dich wie ein Arschloch verhälst, dann bin ich ein noch grösseres!
Ich sehe, das bringt dich zum lächeln!
<b>
Gute Antwort, deshalb.
Ihr seid die internationalste Band, die ich kenne. Habt ihr denn überhaupt Einflüsse durch eüre Herkunft? Ist das möglich?
</b>
Ja, das muss es! Brian ist in New York, Grossbritannien und Luxemburg aufgewachsen, Stefan ist Schwede … Wenn man noch klein ist und deine Eltern dir vorgeben, was für Musik du hörst, das ist fundamental. Man ist gezeichnet fürs Leben.
Stefan muss sehr viel ABBA gehört haben. Es ist in ihm.
bei mir waren es die Wings, Elton John und die BeeGees.
Und ich kenne immer noch jedes einzelne Wort von jedem Lied.
Also, jedes Mitglied der Band trägt die Einflüsse seines Landes in sich. Aber wir sind alle intelligent und offen genug, um die Musik aus aller Welt in uns aufzunehmen. Aber dennoch sind da die Dinge, die Stefan definitiv zum Schweden machen, mich zum "Manchasteraner" und Brian zu was auch immer, Schotten (lacht). ich weiss gar nicht, was er ist.
Aber das ist auch der Grund, warum Placebo so international klingen.
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In dem Lied "Sleeping with Ghosts",… es ist recht politisch …
</b>
Ist es?
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Ja, Damn the government, damn….
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Their killing, damn their lies.
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Aber, glaubst du nicht, dass wir inzwischen an einem Punkt angelangt sind, wo es sowieso keine Wahrheit in der Politik gibt und eigentlich alles nur Propaganda ist?
</b>
Wenn das dein Versuch ist mich dazu zu bekommen über Politik zu sprechen … dann war er verdammt gut! (lacht)
Eigentlich möchte ich nicht drüber sprechen, aber jetzt muss ich einfach, weil du mich so fragst!
Es ist offensichtlich alles Propaganda. In diesem Krieg geht es ganz offensichtlich um Öl.
Ich bin sehr enttäuscht, dass die ganze europäische Gemeinschaft aufsteht und sagt "Macht das nicht!", und niemand hört drauf!
Für mich ist Präsident Bush der Terrorist. Und ich denke mir " Wer zum Teufel glaubst du zu sein?!" Seit er an der Macht ist, er war erst 9 Monate als Präsident der USA im Amt, und er hats mit Russland, China, dem Irak, Iran, Pakistan verschissen und hat ganz Europa mit hineingezogen.
"Wenn ihr nicht für uns seid, seid ihr für die!" Was für ne verdammte Wahl ist das denn?
das hier ist kein Krieg, das ist ne verdammte Dikatur!
Da sind wir nun und es ist so furchtbar kompliziert. Aber ich möchte orsichtig sein mit dem, was ich sage, denn es könnte sein, dass ich nur Blödsinn von mir gebe. (lacht)
<b>
Eine andere Textzeile: What good's religion, when it's each other we despise"
</b>
Exakt! Lass mich eines sagen: Brians Texte sind auf diesem Album auf einer ganz anderen Ebene! Aber es ist lustig; du hast genau die Zeilen rausgesucht, bei denen ich auch dachte: "Huh! Nett!" (grinst)
Speziell diese Zeile ist mir aufgefallen als ich es das erste mal hörte. Und es ist so wahr! Ein wichtiger Grund für Krieg ist Religion. (…)
Menschen sollten sich nicht von religion diktieren lassen wer sie sind! Es sollte auf das Individuum ankommen, das Humane, auf das Herz. Und ich denke diese Zeile trifft's genau.
<b>
Ich denke unsere Zeit ist leider schon um.
</b>
Mach weiter, mach weiter, mach weiter.
<b>
Ok.</b>
(An dieser Stelle meldet sich eine Person zu Wort, die dem Interview beigewohnt und zugehört hat.)
"Denkst du nicht, das ist bloss die Interpretation von Religion durch Menschen?! Es beinhaltet so viele gute Dinge – die Nächstenliebe!"

Ja, absolut. Was du nicht willst dass man dir tu', das füg auch keinem anderen zu!
<b>
Aber da braucht man ja keine Religion für ?!?
</b>
Nein, definitiv nicht. Religion setzt Grenzen. Viele würden miteinander klar kommen, wenn Religion nicht involviert wäre. Das ist so dumm.
Aber vermutlich ist das die Natur des Menschen.
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Glaubst du denn, dass es sötwas wie ein höheres Ziel im Leben gibt und nur einen Weg dieses zu erreichen?
</b>
Ich denke der Grund dafür, dass so viele Religionen laut und stark werden, ist die wachsende Paranoia vom Ende der Welt.
Jeder versucht die ultimative Religion zu finden. "Wir werden alle sterben, aber wir werden gerettet, weil wir dieser Religion angehören."
Und das ist Mist! Totaler Schwachsinn! Sie haben keinen respekt für das Leben hier, weil sie viel zu beschäftigt sind an die Auferstehung zu denken, weil sie einer gehirnwäsche unterzogen worden sind.

Linkin Park – Meteora

30. Mrz 2003 | von Chris

Stagnation und Vorhersehbarkeit sind zwei Attribute, die mittlerweile dem New-Metal-Lager zuzuschreiben sind. Meteora (Warner) von Linkin Park ist da leider keine Ausnahme.
Alle Titel hätten so auch 2000 auf dem Erstlingswerk Hybrid Theory vertreten sein können, denn Meteora gleicht diesem in Hinblick auf Klangbild und Songaufbau sehr. Was den einen freut, ist für den anderen Grund genug, sich das Album nicht hinzustellen. – Die Begeisterung der Fans, denen der bewährte Cocktail aus Samples, Beats, Raps und melodischen Refrains noch immer schmeckt, trifft auf die kritische Frage nach Originalität und Tiefe. Mancher könnte sich fragen, warum die Band nicht das Risiko der Veränderung eingegangen ist. – Auch, um dem Vorwurf von Stagnation und Vorhersehbarkeit zu entgehen, den sich Linkin Park nun gefallen lassen müssen.
Insgesamt gibt es wenig zu entdecken, Abwechslung in Gesang und Intensität findet sich kaum, die Titel gefallen aber berühren nicht. Obwohl oder gerade weil das Album durch glatte Produktion und Mitsing-Refrains durchgehend Radiohitpotential besitzt, fehlt das gewisse Etwas.
Linking Park hätten der New-Metal-Szene neue Impulse verleihen können. Meteora besitzt dieses Potential trotz aller Qualität aber nicht.

Daycare Swindlers – Heathen Radio

29. Mrz 2003 | von Robert

Mittlerweile gibt es auch im Punkrockbereich ja so viele Schubladen, dass man kaum noch mitkommt. Da ist auch die Frage berechtigt, wozu braucht man diese denn überhaupt? Zur Unterscheidung, werden jetzt einige rufen. Gerade bei den Daycare Swindlers ist es aber wieder so einer Sache, wo steck ich die Jungs aus Washington D.C. hin. Ihre dritte Platte ?Heathen Radio?, erschienen bei Go Kart, ist nämlich ein unglaublich treibendes und rockendes Teil. Einfluss kann man dann auch viele erkennen, was es ja so schwierig macht, die Daycare Swindlers irgendwo einzuordnen. Irgendwo zwischen Minor Threat, Black Flag, aber auch The Clash, mit einer Spur The Exploited, ich denke, dann hat man den richtigen Cocktail für die Daycare Swindlers gefunden. Und dieser Cocktail weiß zu gefallen, hat wenig Macken und Lücken und ist so ein guter Punkcocktail. ?Heathen Radio? ist also ein gutes und derbes Punkalbum, welche besonders Punkfans früherer Tage beeindrucken kann und wird und so Pluspunkte verbucht.

Various Artist – Pushing Scandinavian Rock to the man Vol. III

29. Mrz 2003 | von Robert

Aus dem Hause Bad Afro Records, ein skandinavisches, genauer gesagt ein dänisches Label, kommen in Sachen Rock und Rock `N Roll bekanntlich eine ganze Reihe an guten und coolen Bands, die sich anschicken, den Rockhimmel zu erobern. Kein Wunder also, dass Bad Afro, wie andere Labels auch, ab und zu einen Sampler auf den Markt wirft, um allen Bands, die auf dem Label beheimatet sind, eine gemeinsame Plattform zu bieten. In der Regel sind diese Sampler dann auch recht preisgünstig zu erstehen.
Anders ist das, wie gesagt bei Bad Afro auch nicht und so kam bereits Sampler Nummer drei heraus, mit dem schönen Namen ?Pushing Scandinavian Rock to the Man! Vol. III?.
Fast ausschließlich sind also auch skandinavische Bands vertreten, die teilweise Rock `N Roll der Extraklasse an den Mann bringen. Im Stile der 60er und 70er Jahre wird hier gepost, gerockt und gerotzt, leichte Punkanteile sind natürlich auch nicht zu verkennen. Vertreten sind Sweatmaster, Baby Woodrose (bald zusammen auf Deutschland Tour), The Royal Beat Conspiracy, Vegas V.I.P., The Chronics, On Trial, Species, The Launderettes, The Maggots, The Borderlines, The Mutants, The Burnouts, The Defectors, The Flaming Sideburns und Thee Ultra Bimboos.
Mit diesem Sampler wird mehr als deutlich, was für ein großes Potential an guten Bands auf Bad Afro schlummert. Ausfälle sucht man im Grunde vergeblich. Besondere Leckerbisse sind aber dagegen mit Sicherheit Vegas V.I.P mit ?Nightrider?, The Flaming Sideburns mit ?Blow the roof? und The Chronics mit ?Slippin´and slidin´?. Ein sehr netter Sampler ist hier entstanden, der die Lust auf Bands dieses Labels förmlich weckt. Ich will mehr davon!

Spiritu Sancti – Human Unknown

29. Mrz 2003 | von Robert

Die Grenzen zwischen Newschool Hardcore und Deathmetal sind oft sehr fließend. Besonders gut sehen lässt sich das bei Bands wie Hatebreed und Caliban sehen. Aber auch die Schweden von Spiritus Sancti blasen ins selbe Horn. Allerdings kann man Spiritus Sancti mit ihrem Debütalbum ?Human Unknown? schon noch eher in die Metalecke bringen. Aber auch Grindeinflüsse sind unverkennbar. Brachial schlägt es einem daher auch schnell aus den Boxen entgegen. Hinzukommen eine Menge atmosphärischer Stielelemente. Ein verdammt gutes Deathmetalalbum, wie ich finde. Aber nur dumm, dass das Ganze doch nicht so meine Musikecke ist. Allerdings ist ?Human Unknown? für ein Debütalbum verdammt gut geworden. Gute Produktion, die den Schweden und ihrem finnischen Label von Full House da gelungen ist und selbst so ein Anti-Metaller wie ich, kann durchaus Gefallen an diesem Werk finden. Doch für Metalfreaks ist es dann doch ein Muss.

Smoky Joe – Ein bürgerliches Trauerspiel

29. Mrz 2003 | von Robert

Und jetzt kommt doch endlich mal ein Review über eine Göttinger Band, nein ich meine nicht die völlig indiskutablen Guano Apes, sondern die Punkrockcombo Smoky Joe. Dabei bieten die Göttinger auf ihrer Debütscheibe ?Ein bürgerliches Trauerspiel?, mit dreizehn Songs, deutschsprachigen Punkrock, mit Funattitüde und politischem Ausdruck.
Doch mal wieder kann mich das ganze nicht so wirklich überzeugen. Denn spätestens beim dritten oder vierten Durchlauf fängt die Scheibe an zu nerven. Denn zu eintönig ist die CD geworden, zu durchsichtig, was als nächstes passiert, zu wenig Abwechslung ist vorhanden und zu oft hat man den ganzen Quak schon mal gehört. Einzig der englischsprachige Song ?Violence on TV? bringt durch eine andere Sprache Abwechslung in diese Punkzumutung. Denn das ist ?Ein bürgerliches Trauerspiel?, nicht mehr und nicht weniger. Im Grunde enttäuscht dieses Album auch durch die Texte und überhaupt das ganze Auftreten. Schade, aber das war nichts aus Göttingen. Langweilig!

SUCH A SURGE und UNION YOUTH, Köln

28. Mrz 2003 | von Emrah

Aus logistischen Gründen wurde der Gig der Braunschweiger Crossover-Helden Such A Surge in den Kölner Prime Club verlegt, der nun wirklich eine Nummer zu klein war (angekündigt war die größere ?Kantine?.). Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, denn so war es wenigstens proppevoll und auch der Band schien die persönlichere Club-Atmosphäre gut zu gefallen.

Den Anfang des Abends machten Union Youth, die schon seit einem halben Jahr ununterbrochen auf Tour sind, was man ihnen auch anmerkte, denn sie spielten ziemlich tight und zeigten spielerisch keine Schwächen. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie bei einigen Songs wie ?Planet Of Pity? das Tempo erhöht haben, was die auf der CD teilweise fehlende Dynamik vergessen machte. Ansonsten spielten sie ihren Stiefel runter, kommunizierten so gut wie gar nicht mit dem Publikum. Sänger Maze musste nach dem letzten Song natürlich wieder mal seine Gitarre zerlegen, was an sich ganz nett ist, aber reichlich albern wird, wenn der Zuschauer merkt, dass es nicht spontan passiert, sondern passieren ?muss?, also geplant ist. Man muss ja nicht gleich alle Klischees bedienen. Der Mix aus Grunge und Stoner-Rock war trotzdem ganz okay. Ein Lob geht auch an den Mischer, der für einen klaren, fetten Sound sorgte.

Nach einer angenehm kurzen Pause legten dann Such A Surge los, die das (junge) Publikum voll im Griff hatten. Highlights waren ?Chaos?, Silver Surger?, ?Jetzt ist gut? und natürlich die Zugabe ?Gegen den Strom?. Die Band ging gut ab, außer Bassist Alex, der nicht die größte Motivation an den Tag legte und sich nach einiger Zeit ein paar Takte von Sänger/Räpper Olli anhören musste. Wahrscheinlich hat ihm Olli ins Ohr geflüstert, dass er seinen Arsch bewegen soll, denn plötzlich hüpfte auch Alex wie von einer Tarantel gestochen über die Bühne. Ein großes Plus noch an Olli, der sich ständig erkundigte, ob auch jeder seinen Spaß hat. Man merkte ihm an, dass die Fans ihm sehr wichtig sind. Die hatten auf jeden Fall ihren Spaß, sprangen und hüpften, wobei ich manchmal befürchtete, dass sich einer den Kopf an der Decke stoßen könnte, denn der Prime Club ist nicht nur klein, sondern auch extrem niedrig.

Das neue Album, dass sich ja nicht sonderlich gut verkaufte, kam bei den Fans erstaunlicherweise gut an, auch wenn zumindest der Track ?Aktion? live nicht richtig zündet. ?Fremdkörper? oder ?Hypochender? wurden vom Publikum sehr gut aufgenommen. Erwähnenswert wäre noch der neue Mann (zumindest für diese Tour) Thorsten, der die Surger mit Percussion-Einlagen unterstützte, was für zusätzlichen Groove sorgte. Und es war schön zu sehen/hören, dass es auch noch Bands gibt, die länger als eine Stunde auf der Bühne stehen. Such A Surge hatten 100 Minuten reine Spielzeit, was leider selten geworden ist. Respekt dafür. Die Tour, die unter dem Motto ?Jägermeister Band Support? läuft, scheint sehr erfolgreich zu laufen (siehe auch Bericht aus Hamburg). Such A Surge haben wahrlich nichts verlernt.

Venerea – Out in the Red

27. Mrz 2003 | von Robert

Eine Menge Punkbands kommen bekanntlich ja aus dem schönen Schweden. Was soll man auch anderes tun in der Einöde, als Sport treiben, Musik machen oder saufen. Dieses dachten sich auch vier Jungs aus dem kleinen Falkenberg und gründeten Venerea. Mittlerweile ist Album Nummer 7 auf dem Markt ?Out in the Red? bei People Like You. War der Vorgänger ?Loosing Weight, Gaining Ground? noch ein typisches Skatepunk Album mit sehr schnellen Riffs und wenig Abwechslung, kommt gerade diese nun etwas mehr zum tragen. Auf ?Out in the Red? wird ein wenig der Speed herausgenommen und durch ein wenig mehr Melodie und Singalong Parts ersetzt.
Dennoch ist dieses Album weiterhin hervorragender Skatepunk, der derbe treibt und nun durch etwas mehr Abwechslung noch hörbarer und besser geworden ist. Als Vergleiche dürfen daher auch gerne alte Alben von Millencolin und No Fun At All herhalten. Eine Band, die nur zu empfehlen ist, mit einem Album, welches besser kaum sein könnte.

Sommerset in Alfeld/ JUZ

27. Mrz 2003 | von Robert

Dienstag, den 25.3.03 spielten Sommerset in Alfeld, im JUZ Treff. Nach dem ich das Konzert der Band am Tag zuvor in Hannover schon nicht sehen konnte, war klar, dass ich mich unbedingt nach Alfeld begeben würde.
Gegen 20.30 Uhr trafen wir am JUZ ein, ein altes Fachwerkhaus im Mitten der Fußgängerzone von Alfeld. Für Thinthank aus Australien, die eigentlich Support sein sollten, spielten Clint aus Göttingen, da die Australier wegen Krankheit absagen mussten.
Sie begannen mit ihrem gut 30 Minuten Set kurz nach 21 Uhr, als das JUZ noch nicht so gefüllt war. Und Clint, die ich auch schon ein paar Mal gesehen hatte, gefielen mir echt ganz gut. Melodischer Punkrock, irgendwo zwischen Blink 182 und Godd Riddance, ist das musikalische Betätigungsfeld von Clint. Wie gesagt die drei Jungs waren gut drauf und das obwohl alle doch mit leichten Erkältungen ins Rennen gegangen waren. Aber man merkte den Göttingern an, dass die vielen Konzerte in letzter Zeit ihnen wirklich gut getan haben. Es gab übrigens hauptsächlich ältere Songs zu hören und zum Abschluß das neueste Werk ?Symptoms?, welches auch auf dem Pro Punkrocker Sampler zu finden ist und mit Abstand das Beste ist, was Clint bis jetzt aufgenommen haben. Ein richtig geiler Song, der super toll groovt und fetzt und einen nicht mehr los lässt.
Es folgten nach einer kurzen Umbaupause Sommerset aus Neuseeland, die im letzten Jahr mit der großartigen Scheibe ?Fast cars, slow guitars? für mehr als nur Aufsehen gesorgt hatten. Ein phantastisches Album, einer sehr guten Band, wie auch in Alfeld wieder bewiesen wurde. Denn 50 Minuten lang gab es melodischen Punkrock, versetzt mit leichten Hardcoreanteilen der Extraklasse, für die es nach meinem Geschmack keine Vergleichsband gibt. Begonnen wurde denn auch mit drei Songs des grandiosen ?Fast cars, slow guitars? Albums, dem ein paar neue und ganz alte Songs folgten. Hier merkte man aber, dass der Funke nicht so recht überspringen wollte.
Abgeschlossen wurde wieder mit Songs von ?Fast cars, slow guitars?, wie das göttlich ?Not Enough?. Es war dennoch ein großartiges Konzert, es folgten zwei Zugaben, doch irgendwie war das Publikum sehr distanziert, so dass die Band sich danach nicht zu einer weiteren Zugabe überreden lassen wollte. Schade, denn hier hatte man eine tolle Band, die mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte, als sie bekam, gesehehen.

Age of Disgrace – …those who persist

26. Mrz 2003 | von Robert

Aus dem Hause FWH Records kommt hier mal wieder eine deutsche Hardcoreband, die anders als viele andere ist und den Schulterschluß zum Deathmetal vollzieht. Age of Disgrace veröffentlichten mit ?those who persist? ihre zweite Scheibe, diesmal eine Fünftrack EP. Geboten wird, wie ich bereits erwähnte, knüppelnder Midtempo Hardcore, der sehr Metallastig ist und besonders bei den schnelleren Parts und bei Sänger Johann an Deathmetal erinnert.
Wieder einmal muss ich gestehen, Hardcore ist super, besonders Oldschool, aber dieser Deathlastige Newschool ist einfach nicht so mein Fall. Und dennoch ist den fünf Jungs von Age of Disgrace hier kein schlechtes Scheibchen gelungen, im Gegenteil, das Ding zündet und wird besonders bei Leuten die Hatebreed, Born from Pain oder NJ Bloodline und anderes hartes Zeug mögen, auf offene Ohren stoßen.

Common Rider – This is unity music

26. Mrz 2003 | von Robert

Was erwartet man nicht alles von einer Band in der eine ehemaliges Mitglied von einer der besten Punkbands Operation Ivy, mit Jesse Michaels, jetzt mitwirkt? Total viel!
Die neue Band heißt Common Rider und bietet mit ?This is Unity Music? aber nicht unbedingt das was man erwartet. Denn schon der Opener lässt mich sehr enttäuscht drein blicken. Ich hatte schon groovigen, leicht Skalastigen Punk a la Operation Ivy erwartet, doch Song Nummer 1 klingt wie eine schlechte Kopie eines Rad Hot Chili Pepper Songs. Da war ich erst mal ziemlich erschrocken.
Im großen und Ganzen, werden meine Erwartungen auf der gesamten Scheibe nicht im Geringsten erfüllt. Im Gegenteil dazu bieten Common Rider einen Stilmix aus Alternativen Sachen, wie die bereits erwähnten RHCP, Chumbawamba, den Dead Kennedys und vielem mehr. Schlecht ist das ganze im Endeffekt dann doch nicht. Klar wird sich hier fast schamlos bei vielen Musikern bedient, aber das ist ja auch mittlerweile Gang und Gebe. Doch die Produktion ist gut, der Gesang gefällt mir aber mit seinem häufigen Sprechgesangattacken überhaupt nicht, aber ansonsten ist hier eine Band entstanden, die mit Sicherheit ihren Weg machen wird, ist doch die Musik schon sehr kompatibel. Besonders gut gefällt mir dann schließlich nach vielen Durchläufen Song Nummer drei ?Small Pebble?.

10 Jahre Terrorgruppe in der Columbiahalle/ Berlin

26. Mrz 2003 | von Robert

Am 8.3. war ich wegen der ITB in Berlin und konnte es deshalb wunderbar verbinden, mit der Party der Terrorgruppe zu ihrem 10 jährigen Geburtstag. Das war ein Fest…
Aber beginnen wir am Anfang.
Austragungsort war die Columbiahalle (Fassungsvermögen knapp 3800 Zuschauer), die mir recht groß erschien. Beginn war leider Gottes auch schon um 18 Uhr, eine Zeit zu der wir noch im IL Casolare weilten, die wohl beste Pizzeria der Stadt. Chef Mauro lief dort bereits im Guttermouth T-Shirt herum, die waren Vorband, und war guter Dinge und Vorfreude auf dieses Konzert.
Noch ein Wort zum Casolare, toller Laden; super Essen und super viele Bands, wie zum Beispiel Shandon oder Sick of it all und die Beatsteaks haben sich dort an der Wand verewigt. Ein Punkitaliener also, der seines gleichen sucht. Ohne Vorbestellung ist da auch nichts zu machen, na ja, fast nichts, aber kommen wir zurück zum Konzert.
Erst kurz nach 20 Uhr schlugen wir dann bei der Columbiahalle auf und hatten leider 1208, The Movement und Bambix schon verpasst, was für eine Sauerei. Ich war doch wegen dieses Umstandes sehr enttäuscht., hätte ich diese Bands doch alle sehr gern gesehen. Aber dafür kamen wir gerade recht zur ersten Vorstellung von Crazy White Sean, der vor und nach Guttermouth, in der Umbaupause, eine Show zum Besten gab, die Jackass in den Schatten stellt und zum Kinderzirkus verkommen lässt. Ich will nur kurz ein paar Dinge erwähnen, denn ich fand das ganze so geschmacklos, und scheiße, dass ich es eigentlich vergessen möchte. Da kam also der Typ auf die Bühne und steckte sich allerlei Nadeln durch seinen Körper. Ein Böller wurde im Arsch gezündet, ein Harken durch die Schulter gezogen und daraufhin Sean drei Meter in die Luft gezogen. Auch eine Nadel durch den Schniedelwutz fehlte nicht, an die Crazy Sean, der verrückte Typ, eine Bowlingkugel befestigte, um sie dann unter lautem Gejohle (?yeah, fuck…?) hin und her schwang. Höhepunkt aber war, als Crazy Sean sich in die Hand kackte und das ganze dann ableckte. Widerlich, und dafür eine so lange Umbaupause, weswegen ich die Vorbands verpasste? Wie übel.
Gott sei Dank kamen dann Guttermouth. Ihre Show war witzig und frei von Ekeligkeiten. Eine gute dreiviertel Stunde boten Guttermouth ein gutes und witziges Skate- und Funpunkkonzert, das wirklich zündete und viele der Zuschauer bereits mitriss. Der Schwerpunkt lag auf der aktuellen Scheibe ?Gusto?, aber auch alte Hits kamen nicht zu kurz. Zwischendurch kamen natürlich auch viele witzige Ansagen, aber im großen und ganzen fand ich das nicht weiter störend. Ein netter Gig von Guttermouth, dem wieder eine eklige Crazy White Sean Show folgte, aber hierzu kein Wort mehr, da ist alles gesagt.
Und schließlich folgte die Band, wegen der die meisten, der sage und schreibe gut 2500 Zuschauer, gekommen waren. Terrorgruppe! Angekündigt wurden die Berliner Urpunker von Commander Starfuck, einem sprechenden Roboter, der das Publikum auch gleich zur Stimmung animierte. Endlich folgten dann die Berliner, die ihren 10 jährigen Geburtstag auch stimmungsvoll feierten und zwei Stunden lang einen Hit nach dem anderen zum Besten gaben. Kaum ein Song fehlte, kaum ein Wunsch blieb offen. Zwischen durch wurde Terrogruppe von Pyroeffekten, Commander Starfuck, dem Tourmanager und der Roadcrew gesanglich und musikalisch unterstützt.. Es war ein wirklich tolles Konzert, bei dem so tolle Songs wie ?Mein Skateboard?, ?Dr. Motte?, ?Der Rhein ist tot? und ?Amerika? und natürlich all die anderen Songs, die Terrorgruppe bekannt gemacht haben, nicht fehlten. Das Publikum tobte, ich auch und mit ?Wir müssen raus? folgte dann nach zwei Stunden tollem Konzert der obligatorische Schlußpunkt.
Ein toller Abend, sieht man mal von den verpassten Vorbands und Crazy White Sean ab, ging damit zuende. Über 2000 Leute bei Terrorgruppe, das alleine war schon der Wahnsinn und Guttermouth und Terrorgruppe entschädigten dann auch für die negativen Ereignisse des Abends . Ich traf dann übrigens noch Mauro auf dem Klo wieder, der mir dann spontan einen Backstagepass für die Aftershowparty besorgte, an der ich so noch teilnehmen konnte, wodurch der Abend kein so frühes Ende nahm.

Roque Steady Orchestra – Wer nicht für uns ist, ist gegen uns

25. Mrz 2003 | von Robert

Ska, Ska, Ska…so und nur so, kann man diese Review beginnen. Roque Steady Orchestra kommen aus Göttingen und haben hier ihr erstes Werk mit ?wer nicht für und ist, ist gegen uns? veröffentlicht. Was für ein passender Titel, wenn man die Außenpolitik des Schurkenstaates USA betrachtet.
Geboten wird ruhiger, Reggealastiger Ska mit deutschen Texten, die sich mit Politik und den Problemen im Alltag im allgemeinen auseinandersetzen und daher an die Nachbarband von No Respect erinnert. Ansonsten waren wohl eher Roque Steady Skabands, vielleicht wie die Skatalites, Vorbild. Unter den zehn Songs sind auch zwei Englische Songs. Doch man kann eins sagen, diese CD macht einfach Spaß, da wird Ska der Extraklasse geboten. Kaum ist die Platte im CD Player, will man auch schon das Tanzbein schwingen. Für ein Debüt, eine wirklich starke Leistung. Lediglich die Produktion hat Abstriche zu verzeichnen, die aber nicht weiter stören. Absolutes Highlight ist aber das überragende Lied ?Dumm und Dämlich?, dass mit seinem Dixielandstil und instrumental einfach nur super ist. Tolles Lied, Klasse Scheibe.
Ach ja und am 28. März ist dann im Göttinger Theaterkeller die CD Releaseparty, erschienen ist ein absolutes Muss. Das Ganze wird übrigens präsentiert von mainstage.de, also von uns!
(das cover ist im original übrigens in gelb)

Royal Beat Conspiracy – Dig It!

25. Mrz 2003 | von Robert

?Dig It? von Royal Beat Conspiracy ist wahrlich ein sehr interessantes Album. Vielschichtig, wie ich schon lange kein Rock `N Roll Album mehr gehört habe. Die Briten verknüpfen auf ?Dig It? siebziger Jahre Rock, der dank der Hammond Orgel selbst an Größen wie The Doors erinnert, mit eine Spur Härte, Rock und Rock `N Roll . Als Vergleiche können aber auch The Datsuns und die The Hellacopters locker mithalten. Das Album rockt wirklich munter los, hat wenig Schwächen, ist aber aufgrund seiner Hammondorgelparts, mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Auch ich für meinen Teil, großer Fan von Rockbands wie Turbonegro und Hellacopters, habe ab und zu doch ein wenig Schwierigkeiten mit der Musik der Briten, da sie nicht für jeden Augenblick hörbar erscheint. Dennoch, Royal Beat Conspiracy ist hier sicherlich ein gutes Album gelungen, was auch rockt und trotz seiner extremen 70er Jahre Elemente viele Freunde finden wird.

The Gamits – Rose Harbor Anthems

25. Mrz 2003 | von Robert

Mit The Gamits ist wieder einmal eine Band am Punkhimmel erscheinen, die für lupenreinen Poppunk steht. Die Band um Frontmann und Bassist Matt van Leuven perfektioniert aber für meinen Geschmack den Begriff Popunk. Eigentlich ist das ja nicht so meine Welt, aber The Gamits hauen mich doch echt um. Sie erinnern an Green Day und Weezer und haben soviel verdammte Melodie in ihren Songs, dass es kracht.
Auf der Veröffentlichung ?Rose Harbour Anthems? sind allerdings nur alte Songs früherer Eps und des in den USA erschienenden Albums ?Endorsed by You? vertreten. Auf neue Songs muss man leider noch warten. Aber dennoch, auch die alten Songs rocken einem ziemlich den Arsch.
Besonderer Anspieltipp ist ?Guy in Club?, Song Nummer fünf, auf einem wirklich guten Album. Also Popunkfans da draußen, dann greift mal zu!

The Ghoulies – Communication

25. Mrz 2003 | von Robert

Punk `N Roll Bands gibt es ja wie Sand am Meer, besonders, wenn sie aus Schweden kommen. The Ghoulies fallen genau in diese Sparte, kommen sie doch aus dem schönen Uppsala. Nach ein paar Singleveröffentlichungen, kam nun über Rockstar Records ihre Debüt Full Length ?Communication? auf den Markt.
Und erst mal, als ich die Jungs im Cover sah, dachte ich: ?Oh, Playmobilfrisuren, Popmusik, oder Emo, oder sonst so ein Müll?, doch im Gegenteil, ?Communication? fetzt sich 27 Minuten lang durch den CD_Player, ohne mal eine Pause einzulegen. Und genau da harkt es dann auch. Musikalisch mit Sicherheit gut, aber die Abwechslung fehlt ein wenig, wie sie bei Vergleichsband wie Gluecifer oder den Bombshell Rocks durchaus zu finden ist. Denn dort wird auch mal auf einen groovigen Part und ein wenig mehr Ruhe gesetzt. Aber The Ghoulies verzichten völlig darauf. Anstatt dessen wird in bester Manier von Bands wie Motörhead und Psychopunch gerockt und das auch wirklich nicht schlecht.
Aber wie gesagt; Abzüge in der B Note, da ein wenig mehr Unterschiede in den Songs der Scheibe mit Sicherheit gut getan hätte.