Mainstage


Alien Ant Farm - TruANT

30. Aug 2003 | von Emrah

Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Als Alien Ant Farm (1996 gegründet) vor einiger Zeit mit dem Jacko-Cover ?Smooth Criminal? bei MTViva einen Hit landeten, sah die Welt für die New Rocker/Alternative-Metaller aus Kalifornien noch rosig aus. Auch die Nachfolge-Single ?Movies? und das dazugehörige witzige Video waren ein echter Ohrwurm, doch danach wurde es still um die Band. Immerhin hatte sich das Album ?ANThology? weltweit angeblich über drei Millionen Mal verkauft. Im Mai 2002 dann der bisherige Tiefpunkt in der Karriere der vier Ameisen-Farmer: Bei einer Fahrt zwischen Spanien und Portugal kollidierte der Nightliner mit einem LKW, der Busfahrer starb, alle anderen wurden schwer verletzt. Am schlimmsten traf es Sänger Dryden Mitchell, der einem Genickbruch nur um Haaresbreite davon kam.
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Die Narben, die ihm blieben, hört man dem Nachfolgealbum ?TruANT? (Dreamworks/Universal) aber nicht an. Als ob dieser schlimme Unfall nie passiert wäre, präsentieren sich Alien Ant Farm in bester Verfassung. Neben den üblichen leidenschaftlichen Ant-Rockern befinden sich auf der Scheibe lockere Stücke wie der Swinger ?Glow? oder die Latino-Nummer ?Tia Cupé?. Abwechslung wird wie auch auf ?ANThology? groß geschreiben. Da die anderen Tracks auch mit guten Melodien und packenden Grooves, die einem nicht nach dem dritten Hören schon auf den Geist gehen, bestückt sind, sollte es mit ?TruANT! gelingen, dass für die Papa Roach-Kumpels wieder die Sonne scheint.

Die Erstauflage der CD enthält eine Bonus DVD!

Various Artists - TOMB RAIDER - The Cradle Of Life (Soundtrack)

30. Aug 2003 | von Emrah

Drei Fragen beschäftigten mich, als ich die neue CD zum Kino-Film ?Tomb Raider ? The Cradle Of Life? (Hollywood Records/Warner) in die Hände bekam:
1. Wer braucht eigentlich Soundtracks?
2. Enthält diese Compilation auch wieder so eine merkwürdige Mischung aus unbekannten, viel zu bekannten und unveröffentlichten Tracks und Remixe, die kein Mensch braucht, aber in diesem Falle doch irgendwie alles ganz anders ist?
3. Und warum ist die neue Single von Korn nicht mit drauf?
Zu Frage Eins fällt mir nichts ein, die zweite Frage beantworte ich schon mal mit Ja und Frage Drei hat mir bisher noch niemand beantworten können, so dass ich dazu nichts dagen kann. Da der Film mir ziemlich egal ist, kommen wir gleich zur Musik und die ist überwiegend gut und nicht nur für diejenigen interessant, die sich den Film im Kino angeschaut haben, anstatt zuwarten, bis er auf Viedeo raus ist. Die besten Beiträge stammen von P.O.D. (?Satellite - Oakenfield Remix?) und 3rd Strike (?Into Hell Again?), doch auch der restliche, nicht ganz so geile, aber nicht minder interessante Rest (Saliva, Sloth, Filter, Moby, The Dandy Warhols u.v.m.) kann sich hören lassen.

Blackmail - Foe

28. Aug 2003 | von Oliver

Nach dem Kracher-Album ?Friend Or Foe? (Wea) legen Blackmail nun ihre EP ?Foe? nach, auf der auch die aktuelle, gleichnamige Single zu finden ist, die auf dem Album ja bekanntermaßen nicht enthalten war. Wie Gitarrist Kurt Ebelhäuser im Mainstage-Interview vor ein paar Wochen schon angekündigt hatte, sind auf der EP darüber hinaus auch sämtliche Texte zum ?Friend?-Album zu finden. Der Grund, sowohl die Single als auch die Texte nicht auf das reguläre Album zu packen, war laut Kurt der Versuch, die Fans mal wieder zum Sammeln anzuregen, wie es in guten alten Zeiten vor Napster und Co der Fall war. Und da hat man sich im Hause Blackmail eben mal was einfallen lassen. Ein bisschen ungewöhnlich zwar, aber keine schlechte Idee! Das Album kam in der Limited-Edition schon als Pappschuber, der noch Platz für die EP gelassen hat, und hier ist es nun endlich, das gute Stück, das die Sammlung komplettiert: fünf Songs, die ähnlich rocken wie auch das Album. Auch wenn es eigentlich nur vier echte Songs sind, da das dritte Stück ?I dreamt, I dreamt? wieder mal ein chilliges Instrumentalkurzstück von 45 Sekunden ist, wie es die Koblenzer auf ihren Alben immer mal wieder einstreuen.
Dass Album und EP eindeutig als Ganzes zu sehen sind, zeigen vor allem die Single, die mit dem selben Riff wie der Neunminüter ?Friend? vom Album daherkommt und ?Slow summer?, die roughere Variante des Albumtracks ?Fast summer?. ?Arcese? ist einer der eher sphärischen Blackmail-Rocker und mit ?Shleep? gibt es noch ein Instrumental (diesmal allerdings über sechs Minuten), das erst gegen Ende rockig wird und vorher zum Abdriften einlädt. <b> Fazit: </b> Wer das Album nicht besitzt, braucht auch die EP nicht, das Teil kommt wirklich nur in Verbindung mit ?Friend? gut. Wer das Album allerdings besitzt, sollte auch hier zugreifen. Ach ja, und falls noch jemand mit Kommerz kommt: beruhigt euch, das Teil kostet gerade mal sechs Euro!

Various Artists - Alternative Moments IV

26. Aug 2003 | von Chris

Es ist Sommer, der Tag neigt sich und Du sitzt im Auto, fährst auf der leeren Landstraße in den glutroten Sonnenuntergang hinein. Kein Ziel, kein ?wohin?. Das ?woher? möchtest Du verbannen, doch Deine Gedanken kreisen immer noch um gestern, um zerbrochene Liebe. Wie welkes Laub, nichts hält für ewig. Im Player läuft leise ?Alternative Moments 4?…
Ich mag tragische Momente irgendwie, und dafür ist die vierte Version aus der Reihe ?The Most Beautiful Ballads Of A New Generation? (Sony) gut geeignet. Natürlich lässt sich zu den 34 Tracks auch einfach süßer Milchkaffee trinken, wenn die Sonne Sonntagmorgens ihre ersten Strahlen gen Erde streckt und Du schlaftrunken wie ein junger Hundewelpe am Küchentisch sitzt. Aber ich verliere mich wiederholt in Sentimentalitäten…
Neben einigen abgenudelten Radio-Songs sind eine ganze Menge Perlen auf dem Doppelalbum vorhanden, auf die der ein oder andere zum ersten Mal stoßen wird. ?Bother? von Stone Sour zum Beispiel, oder ?Nutshell? von Alice In Chains. Eine schöne Compilation, fürwahr.
CD1: Again (Lenny Kravitz) ? The Scientist (Coldplay) ? Outside (Staind) ? Wherever You Will Go (The Calling) ? Pretty In Scarlet (Guano Apes) ? Star (Reamonn) - The Funeral Of Hearts (Him) ? Famous Last Words (Zeromancer) ? Hold On (Dave Gahan) ? The Trouble With Me (Skin) ? Drive You Home (Garbage) ? Run Wild (New Order) ? Love Breaks Down (Vega 4) ? My Mind Is Dangerous (Life Of Agony) ? I`m Alright (Stereophonics) ? Broken (Seether) ? Bother (Stone Sour) ? Glycerine (Bush)
CD2: Check The Meaning (Richard Ashcroft) ? Out Of Time (Blur) ? Satellites (Doves) ? Sister Soul (The Cooper Temple Clause) ? Nutshell (Alice In Chains) ? Ms. Jackson (The Vines) ? Slip (Slut) ? Majesty (Madrugada) ? All (K`s Choice) ? Statues (Moloko) ? It`s A Fire (Portishead) ? Why? (Gus Gus) ? Hairy Trees (Goldfrapp) ? Gabriel (Lamb) ? River Of Life (Heather Nova) ? Defender (Kristofer Aström & Hidden Truck)

Various Artists - Dark Roses - 36 Mystic And Electropop Romantics

26. Aug 2003 | von Chris

?Dark Roses - 36 Mystic And Electropop Romatics? (Sony) ist eine Zusammenstellung von recht guten Songs aus den im Titel genannten Musikbereichen. Neben bekannten Aushängeschildern der Electropop-Szene wie Camouflage oder Schiller & Heppner haben sich auch einige Tracks aus dem Metal-Bereich eingschmuggelt, so von Type O Negative oder Die Krupps. Die Auswahl ist nicht aktuell, Songs wie ?Where The Wild Roses Grow? (Nick Cave & Kylie Minogue) oder ? To The Hilt? (Die Krupps) kennt man bereits seit Jahren. Und was machen Thomas D oder Apocalyptica feat. Sandra Nasic auf den Alben? - Jeder NewRomantic, der was auf sich hält, wird ?Dark Roses? schon deshalb meiden. Dem Rest kann das aber eigentlich egal sein, und da die Compilation drei bis vier Euro günstiger im Laden steht als andere CDs, könnte man trotzdem einen Kauf erwägen. Wenn nur das bös-kitschige Cover und der gnadenlos ?mystische? Titel nicht wären.
CD1: Kein Zurück (Wolfsheim) - Me And You (Camouflage) ? Extreme Ways (Moby) ? Covenant (Call The Ships To Port) ? Heart-Shaped Tumor (De/Vision) ? Friends Like These (Mesh) ? Genesis (VNV Nation) ? Where You Are (Deine Lakaien) ? Container Love (Philipp Boa & The Voodooclub) ? Never Let Me Down (The Mission) ? To The Hilt (Die Krupps) ? Deutschmaschine (And One) ? Love Never Dies (18 Summers) ? Fieber (Oomph! Feat. Nina Hagen) ? Vergiss (Quarks) ? Gebet An Den Planet (Thomas D) ? Where Is My Mind (Pixies)
CD2: Where The Wild Roses Grow (Nick Cave & Kylie Minogue) ? Dream Of You (Schiller & Heppner) ? Utopia (Goldfrapp) ? Macht Liebe (Rosenstolz) ? Living In The Rose (New Model Army) ? My Girlfriend`s Girlfriend (Type O Negative) ? Vote For Love (Tiamat) ? Dance D`Amour (The 69 Eyes) ? Placebo People (Endless) ? Path Vol.2 (Apocalyptica feat. Sandra Nasic) ? The Ghost Women… (Lacuna Coil) ? Saltarello (Dead Can Dance) ? Veitstanz (Subway To Sally) ? Isaak (Janus) ? Come With Me (The Inchtabokatables) ? Michelle (Pink Turns Blue) ? Dark Entries (Bauhaus) ? Beeing Boiled (The Human League) ? Say Hello, Wave Goodbye (Soft Cell)

Promise Broken - EP

25. Aug 2003 | von Jakob

PROMISE BROKEN kommen aus München und spielen nach eigener Aussage Musik, welche irgendwo zwischen ?Punk, Emo, Hardcore und gutem alten Rock ?n? Roll? liegt. Die EP, die ich vorliegen habe sagt mir genau das selbe. Irgendwoher kenne ich diesen Mix aber, auch da hilft mir das Info der Band weiter, ?inspiriert von Bands wie FOO FIGHTERS, HOT WATER MUSIC, BOY SETS FIRE und FAVEZ?. Aha, da haben wir es also. Die Vergleichsbands kann ich alle, bis auf BSF, nachvollziehen. Wobei mich die Songs der Fünf Münchener am stärksten an HOT WATER MUSIC erinnern, nur ohne den rauen Gesang. <BR>
Die EP ist schön aufgemacht und kommt im Pappschuber, die Produktion ist druckvoll, das ist alles soweit ganz gut, nur irgendwie brauche ich keine Band wie PROMISE BROKEN. Da höre ich mir lieber die Originale an. Innovationen erkenne ich beim besten Willen auf dieser Aufnahme nicht. Und um ehrlich zu sein, gefallen mir HWM so wie sie sind am besten. <BR>
Live könnte ich mir das ganze noch recht gut vorstellen. Da geht es bestimmt gut ab. Auf CD hingegen langweilt es mich doch sehr stark. Teilweise wird da so dreist von HWM geklaut, dass ich schon fast glaube PROMISE BROKEN seien eine Cover Band. Das ist wirklich zuviel des Guten. <BR>
Ich hoffe, dass die Jungs ein bisschen mehr eigene Ideen in das Songwriting einfließen lassen und nicht nur Riffs von den oben genannten Bands etwas abändern und dann übernehmen. Gute Ansätze sind auf jeden Fall vorhanden, nur etwas selbstsicherer müsste das ganze sein. Gute Einfälle haben sie bestimmt. <BR>
Vielleicht ist die nächste CD ja das ganz große Ding und wird zu meiner Lieblings CD. <BR> Bis dahin wird ich mal schauen, ob ich die Band live sehen kann, um mich von ihnen überzeugen zu lassen.

Brand New Jersey - Fireworks

25. Aug 2003 | von Jakob

Beim ersten Durchlauf der aktuellen CD von ?BRAND NEW JERSEY? fand ich sie langweilig, beziehungsweise durchschnittlich und nur so ganz okay zum Auto fahren. Dann hab ich mir das ganze noch zwei mal komplett hintereinander angehört und war verwundert, dass es mir doch gut gefällt. Nach weiteren Durchläufen fand ich das Debüt der Band aus Heidelberg geradezu grandios. <BR><BR>
Fireworks, so heißt dieses Album, sprüht nur so vor Charme. Insgesamt klingt das alles stark nach Amerikanischem West Coast College Rock. Ich könnte mir ein paar Songs sogar richtig gut als Soundtrack für Filme wie American Pie, oder ähnliches vorstellen. <BR><BR>

Die Produktion ist sauber und passt hervorragend zu den Songs Quartetts. Ich denke, dass die neueren PALE Scheiben einen großen Einfluss auf den Sound der Heidelberger hatten. Ein wenig erinnert mich das Ganze auch an die DONOTS, nur mit viel weniger Punkrock und mehr Power-Pop. Der Stil von BRAND NEW JERSEY ist aber doch recht eigen und kann durchaus positive Akzente setzen, die man sonst in der deutschen Musiklandschaft oft vergeblich sucht. <BR><BR>

Die Songs sind schön eingängig, ohne dabei anbiedernd oder auf Teufel komm raus massentauglich zu wirken. Richtig schön zu den Pop Einflüssen passen auch die nur leicht angezerrten Gitarren. <BR>
Größtenteils sind die Songs im Mid-Tempo Bereich gehalten. Wenn es mal schneller wird gefällt es mir persönlich nicht ganz so gut, aber das ist ja Geschmackssache.
Wie es zur Zeit en Vogue ist, hört man auch dezente Keyboard Klänge oder Sounds, das hält sich aber in Grenzen und stört mich nicht weiter (es ist wirklich nur ganz wenig). <BR><BR>
Ich kann das Album allen empfehlen, denen Jimmy Eat World zu traurig, die DONOTS zu punkig und Pale zu 60ies beeinflusst sind. Eine wirklich gute Band, die ihre Einflüsse sehr gut zu einem eigenen Stück Musik zusammenfasst. <BR>
Von BRAND NEW JERSEY, da bin ich mir sicher, werden wir noch einiges hören. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Saxon - The Saxon Chronicles (DVD)

25. Aug 2003 | von Emrah

Langsam aber sicher denkt jede Band, sie müsse eine DVD auf den überfüllten Markt schmeißen, doch nur in den wenigsten Fällen scheint dies gerechtfertigt. Saxon gehören jedoch zu der Kategorie, bei denen eine Veröffentlichung sinnvoll erscheint, schließlich sind sie seit sage und schreibe 25 Jahren im Rock-Geschäft. Eigentlich auch klar, dass es dann gleich eine Doppel-DVD sein musste. Auf der ersten Scheibe befindet sich das über 90 Minuten lange Live-Konzert vom Wacken Open Air-Festival 2001. Hier zeigen die Briten, die schon lange nicht mehr in Originalbesetzung spielen, dass sie sie live -trotz ihres Alters - immer noch über reichlich Energie verfügen. Die Band spielt Klassiker wie ?Crusader?, Power & The Glory? und ?The Eagle Has Landed? nicht nur routiniert, sondern immer noch mit einer Menge Leidenschaft. Die erste DVD enthält außerdem ein Interview mit Sänger Biff Byford und übliche Menüs wie Discography etc. Etwas interessanter ist die zweite DVD auf der sich ein über halbstündiges Tour-Homevideo befindet, wobei man einen guten Eindruck davon bekommt, was es heisst, auf Tour zu sein. Dazu kommen noch ein paar mega-peinliche Video-Clips aus den Achtzigern, eine Fotogalerie, Interviews etc. Das umfangreiche Booklet besteht aus 52 Seiten! Insgesamt bekommt man zwar eine Menge geboten, doch kann ich mir nicht forstellen, dass ausser ein paar Saxon-Freaks sich irgendjemand diese Doppel-DVD zulegen wird.

Arch Enemy - Anthems Of Rebellion

25. Aug 2003 | von Emrah

In den Metal-Magazinen wurden Arch Enemy schon immer hochgelobt und nach dem neuesten Langeisen ?Anthems Of Rebellion? (Century Media Records) dürften sich die Lobeshymnen weiter häufen. Der Grund dafür ist das abwechslungsreiche, ausgefeilte Songwriting, trotz aller Brutalität. Ob Power Metal-Stampfer (?Exist To Exit?), Speed-Granaten (?Despicable Heroes?) oder moderne Riffmonster (?Leader Of The Rats?) ? Arch Enemy treffen den Nerv der metallischen Fan-Schar des 21. Jahrhunderts. Obwohl der Vorgänger ?Wages Of Sin? gerade erst ein Jahr zurückliegt, hört sich ?Anthems Of Rebellion? so an, als ob hier sehr viel Zeit investiert wurde. Der aggressive Gesang der deutschen Sängerin Angela Gossow passt wie der Arsch auf den Eimer. Also weiblich ist daran gar nichts! Absolut beeindruckend! Gitarrist Michael Armott bringt es auf den Punkt: ?It´s very beautiful and it´s ugly. And it´s very fucking metal!?. Die Produktion von Soundmaster Andy Sneap (u.a. Machine Head, Nevermore, Testament) hätte besser nicht sein können. Gut möglich, dass Arch Enemy ähnlich wie In Flames der endgültige Durchbruch gelingt. Angela Gossow ziert diesen Monat das Cover des Rock Hard-Magazins ? das ist doch schon Mal keine schlechte Referenz. Nicht viele Frauen schaffen es dort hin…

Köln kann auch anders: There Will Be No Lovesong - Gabba, Gabba Hey!!

21. Aug 2003 | von benni

Jedes Jahr aufs Neue findet in Köln die große Musikmesse Popkomm statt - auch in diesem Jahr versammelte sich die Musikindustrie zum kollektiven Wehklagen über die miserable wirtschaftliche Lage in der Rheinmetropole. Zur Belustigung der Besucher standen auf zahlreichen Bühnen in den Messehallen wie auch auf dem gleichzeitig in der Innenstadt stattfindenden Ringfest viele erst kürzlich im Fernsehen produzierte Stars und Sternchen. Bro'Sis, No Angels, Yvonne Catterfield… alle waren sie da.
Diesem Trendgehopse stellte sich dieses Jahr das junge Kölner Label "Eat The Beat Music" entgegen, welches in der Gladbacher Straße am Samstag unter dem Motto "There Will Be No Lovesong - Gabba, Gabba Hey!!" die Stromgitarre aufs Ringfest holte. Auf der selben Bühne, wo im vergangenen Jahr noch Manowar die Ringfestbesucher begeisterten, fand sich in diesem Jahr die Nachwuchselite der deutschen Emopunkrockszene ein. Passend eröffnet wurde das Ganze um 15.20 Uhr von der Band "That Very Time I Saw", welche sich in den letzten zwei Jahren ordentlich den Arsch abgespielt hat und somit auch auf eine beachtliche Fanbase in der Gladbacher Straße traf. Die Fans sollten nicht enttäuscht werden und bekamen eine ordentliche EmoPunkCore Show der routinierten Musiker zu sehen.
Gleichzeitig vergnügten sich im EinsLive Mediapark die deutschsprachigen Angelika Express, welche ihren kleinen Hit "Geh doch nach Berlin" nirgends passender hätten präsentieren können: Die Popkomm wechselt nach vielen Jahren nun 2004 auf drängen der Plattenfirmen in die Hauptstadt. Angelika Express folgte dann das Frank Pop Ensemble, welches in poppiger Manier ihre 60ies beeinflussten Lieder wie das bekannte "Hip Teens" präsentierte.
Um 18 Uhr dann ein Highlight für die Zuschauer in der Gladbacher Straße: die Münchener Flyswatter, welche erst im Februar mit ihrem neuen Album "Repeat in Pattern" für Furore sorgten, boten eine grandiose EmoRock Show mit kleinen Einblicken in neues, kraftvolleres Songmaterial und lassen somit auf ein baldiges Album Nummer 3 hoffen.
Der - für die Zuschauer übrigens kostenlose - Tag bei Eat The Beat Music wurde um 20 Uhr mit den Osnabrückern Waterdown beendet, welche den ohnehin knapp bemessenen Platz vor der Bühne zum Bersten brachten. Eine gewohnt gute und sehr druckvolle Show mit Betonung auf dem neuen und wesentlich reiferen Album "The Files you have on Me", welche als wahrlich passender Tagesabschluß fungierte und im Publikum für erfreute Gesichter sorgte.

An den Abenden zur Popkommzeit finden in diversen Clubs dann Showcases statt, auf welchen diverse Plattenfirmen ihre Bands dem fachkundigen Messepublikum und angereisten Fans vorstellen. Im Bürgerhaus Stollwerck fand am Samstag die Defiance Records- und Grand Hotel van Cleef - Labelnacht statt. Das Kölner Label Defiance steuerte seine Bands One Man And His Droid, Onelinedrawing und Miracle of 86 bei, ergänzt durch die Beigaben Kettcar und Olli Schultz aus dem Hamburger Hause Grand Hotel van Cleef.
Die Friesen One Man and his Droid stellten hier nun erstmals Songmaterial ihres neuen Albums, welches gerade frisch im Kasten ist, dem Kölner Publikum vor, welches nicht schlecht staunte, vor allem, wenn es nur das Debutalbum "Où est le magnétophone?" kannte: Die Livedarbietung fällt doch wesentlich härter als der extrem poppige Silberling aus und auch vom kommenden Album kann man wohl ähnliches erwarten. Der Band gelang es ohne weiteres, einen positiven Eindruck bei den Zuschauern zu hinterlassen und räumte schließlich die Bühne für Olli Schultz, seines Zeichens Liedermacher. Und was für einer! Mit seinen sarkastischen Texten und Zwischenansagen brachte er nicht selten das ganze Stollwerck zum Lachen und machte letztendlich seinem Motto "Brichst Du mir das Herz, dann brech ich Dir die Beine" alle Ehre. Locker flockig streute er noch amüsante Geschichten über Peter Maffay ein, welcher seiner Ansicht nach "einer der übelsten Stinkstiefel im Deutschen Musikbereich" ist. Herzhaft komisch und absolut empfehlenswert!
Auf diesen folgte nun wieder ein Defiance - Act, Miracle of 86 mit Namen. Die Band um den bereits recht bekannten Songwriter Kevin Devine lobte ihr deutsches Label in höchsten Tönen, liess auf der Bühne nichts anbrennen und präsentierte astreinen Schrammel - Indie - Rock mit deutlichem Emoeinschlag, der absolut zu überzeugen wusste! Eine ganz klare Überraschung an diesem Abend und auf jeden Fall ein Grund, mal in das aktuelle Album "Every Famous Last Word" reinzuhören.
Den Headliner spielten schließlich die Hamburger Kettcar. Einer Band, der es im letzten Jahr gelang, sich durch unzählige Liveauftritte als eigenständig zu etablieren und nicht mehr "nur" als Nachfolger von …But Alive zu gelten. Schnell zeigte sich, dass viele Besucher hauptsächlich ihretwegen ins Stollwerck gekommen waren - die Band wurde gefeiert wie keine andere zuvor an diesem Abend. Und auch, wenn sich die Meinungen über Kettcar teilen - großartiges Songwriting kann man ihnen nicht absprechen. Eine weitere Klasse Performance mit viel Witz, Sympathie und deutscher Popmusik abseits der so betitelten "Superstars".

Und so wurde an diesem Samstag in Köln der Beweis erbracht, dass vor Allem auch aus deutschen Landen viele talentierte Musiker auf der Popkomm (bzw. dem Ringfest) zu Gast waren, von welchen sich so mancher TV - Star mal ein zwei Scheiben abschneiden sollte.

Gameface - Four to Go

20. Aug 2003 | von benni

Und was haben sie gejubelt, als Gameface vor ein paar Jahren ihr Meisterwerk "Every Last Time" veröffentlichten. Musikjournalisten wie Fans waren gleichermassen begeistert von diesem Meilenstein des Emorocks mit Poppunkeinschlag. Der Nachfolger "Always On" ging auch noch durchaus in Ordnung - und jetzt das.
Dabei fängt "Four to Go" sehr verheissungsvoll mit "This Old House" an, welches fast schon Schwedenrockparallelitäten aufweist und neugierig macht auf das, was noch folgt. Doch leider war das dann auch schon fast alles, was Jeff Caudill mit seiner Band hier weltbewegendes aufgenommen hat. Ein, zwei Songs, wie zum Beispiel das schöne "The Word", zeugen noch von guten alten Gameface - Zeit, zu welcher noch einzigartige Melodien einer abwechslugnsreichen Songstruktur gegenüber standen. Die runden 50 Minuten "Four to Go" hingegen werden weitestgehend dominiert von Monotonie und nur noch halb so runden Melodien. Da hilft auch eine astreine Produktion nicht viel - und bei Gameface tut das im Herzen weh.

Exhumed - Anatomy Is Destiny

19. Aug 2003 | von Chris

Und wieder einmal kommt wahrlich gestörte und verstörende Musik aus dem Hause Relapse: Exhumed legen mit ?Anatomy Is Destiny? ein Album vor, das laut Platteninfo klassische Metal-Elemente mit modernem extreme Death-Metal verbindet. Ja, stimmt. Und eine ganze Menge Gore spielt auf den 11 Tracks auch eine nicht untergeordnete Rolle.
Die Darbietung der vier Jungs aus Amiland ist einwandfrei; teilweise wird sogar zweistimmig ?gesungen? ? zarte Duette aus tiefkehligem Growling und Kreischen aus vorderen Halsregionen. Was soll ich lange erzählen: Exhumed klingen ultraböse, technisch versiert (?Nativity Obscene? ? noch Fragen?!) und so, als ob sie Kinderköpfe zum Frühstück verzehren. Ich meine, mit ?Anatomy Is Destiny? ein wirklich gutes Album dieses Genres empfehlen zu können, gerade wegen der hörbar klassischen Metalverweise, die sich in zweistimmigen Slayer-artigen Gitarrenläufen niederschlagen und das Ganze aus dem Veröffentlichungssumpf ähnlich gestrickter Bands hervorheben. Thumbs up for this sick piece of music!

Various Artists - Best Of Dancehall, Reggae, Dub, Ska

19. Aug 2003 | von Chris

Compilations für den Sommer die 3129igste. Die Dinger turnen einen meist schon ab, bevor man den ?Aus der TV-Werbung?-Hinweis gesehen hat, der überwiegende Teil ist einfach Schrott für debile Charthörer, die sich ihren Musikgeschmack von MTV und Viva diktieren lassen. Genug geschmäht, schließlich handelt es sich bei ?Selekta ? Best Of Dancehall, Reggae, Dub, Ska? (WSM/Warner Music) nicht um einen Schnellschuss aus der Hitparade sondern um eine wohl recht liebevoll zusammengestellte Compilation aus vorzeigewürdigen Songs der jeweiligen Richtung (so jedenfalls die Macher… ich glaub`s mal). Ich bin wahrlich kein Freund solcher Musik, bei Reggae neige ich eher zum kotzen als zum klatschen, und trotzdem vermag ich mich nicht ganz dem Charme dieses Doppelalbums zu entziehen. Vor allem die ruhigen, chilligen Tracks haben es mir angetan, die überwiegend auf der zweiten CD zu finden sind. Numero uno klingt mir zu zusammengewürfelt, aber eine fundierte Kritik der einzelnen Songs oder ein gefestigtes abschließendes Urteil über die Güteklasse von ?Selekta? kann ich mir mangels Kenntnis der meisten Interpreten und Songs nicht erlauben. Entscheidet also selbst, ob ihr das braucht, strandtauglich ist der Doppelsilberling allemal:
CD eins: Sean Paul (Get Busy), Seeed (Music Monks), Bounty Killer (Explosion), Capleton (Log On Girls), Cecile (Rude Bwoy Thug Life), T.O.K. (I Spy), Lady Saw (Lately), L.M.S. (Nah Look Back), Luciano (Love & Devotion), Silly Walks Movement feat. Tanya Stephens (Forever), Nosliw (Oh My Gal), Sizzla (Pure Love), Morgan Heritage (Works To Do Pt. I), Turbulence (Life Is The Greatest Gift), Degree (Miss Gorgeous), Nattyflo (Wir Gehen`s An), Nikkitaman & Mono (Weltreport), Martin Jondo (Der Rebell), Jan Delay (Vergiftet), Mellow Mark feat. Gentleman (Revolution).
CD zwei: Wayne Wonder (No Letting Go), Gentleman (Runaway), Patrice (Music), Beenie Man (Street Life), Chico feat. Brooke Russell (Shining Star Pt.I), Sam Raga Band feat. Jan Delay (Deine Welt Steht Still), Third World (96 Degrees In The Shade), Ziggy Marley And The Melody Makers (Higher Vibration), Macka B (Bob), Barrington Levy (Here I Come), Lee Perry & The Full Experience (Disco Devil), Althea & Donna (Uptown Top Ranking), Toots & The Maytals (54-46 Was My Number), Buju Banton (Feeling Groovy), Sublime (Wrong Way), Dubtari (Dubtari Rocks), The Toasters (Legal Shot), Lee ?Scratch? Perry feat. Dub Syndicate (Jungle), Sly & Robbie feat. Mad Professor (Peaceful Warrior), Lychee Lassi (Shades Of Mosley).
?Ein Blumenstrauß an tollen Melodien?, ?ein Feuerwerk der besten Songs der Gegenwart? ? mehr Plattitüden fallen mir gerade nicht ein. Aber Gentleman und Beenie Man, die mag ich.

Fate - Rock

18. Aug 2003 | von Chris

Mit Nu Metal aus deutschen Landen habe ich bisher eher negative Erfahrungen gemacht. Kopieren, Klauen, uninspiriertes Nachriffen ? viel mehr war selten drin, der Titel für die peinlichsten Newcomer hingegen nicht weit. Welch freudige Überraschung, als ich die Klänge von Fates zweitem Album ?Rock? hörte. - Diese Band versucht, dem Stallgeruch ein wenig eigenes Aroma beizumengen. Das Experiment war erfolgreich, das Ergebnis gestaltet sich in der Kombination weitgehend eigen, schön melancholisch und sehr melodiös.
Das Intro ist mit Streichern und Hip-Hop-Skills nett gestaltet und geht nahtlos in den Titelsong über, der einem ordentlich die Hosen flattern lässt. - Ein ansprechender Refrain, clean gesungen, die Strophe wird gerappt bzw. geschrien. Sänger Hans Coolen (gebürtiger Kanadier) überzeugt sowohl als auch, was sich auch während der restlichen Songs nicht ändert. Das im Midtempo gehaltene ?Look At Me? klingt relativ langweilig, der Refrain ist insgesamt zu ausdruckslos und lasch. ?Moron? geht gesanglich und schlagzeugtechnisch in Richtung Hardcore und lebt von einer netten Melodie in der Strophe. ?Overflow? ist ein Highlight in Linkin Park-Manier mit elektronischen Bereicherungen, Raps neben dem Gesang und einer schönen Gitarrenlinie. ?Burn It Down? bringt Abwechslung in Form einer an alte 80er Elektropopmugge erinnernden Strophe, die recht krass von einem gegrölten Refrain kontrastiert wird. Auf ?Strike Back? liefern sich Raggaskills und Metalgrowling eine ?innersongliche Auseinandersetzung?, die Bridge klingt dann wieder nach 80er Synthiepop ? bizarr aber ein weiteres Highlight. ?Take My Breath? und ?Mix It Down? bilden den Schluss dieses abwechslungsreichen Albums, wobei erstgenannter Track eine eher durchschnittliche Nu-Metal-Nummer ist, zweiter ein gelungener Elektro-Mix von ?Burn It Down?.
Die Produktion, für die u.a. Kristian Kohlmannslehner (Century / Crematory) verantwortlich ist, klingt ausgesprochen amtlich, zumal es sich bei ?Rock? um eine Promo-CD handelt. Von mir ein ?Glückwunsch!? an die Darmstädter Formation, die einfach ein gutes Album am Start hat.

Nasum - Helvete

18. Aug 2003 | von Chris

Nasum wurde 1992 ins Leben gerufen, um dem Grindcore in alter Napalm Death-Tradition zu huldigen. Einen weiteren Beleg des geglückten Ansinnens lieferten die Schweden bereits Mitte Mai diesen Jahres mit ihrem dritten regulären Album, ?Helvete? (Relapse Records), das sich aufgrund der Irrwege in der Redaktion aber erst kürzlich auf meinem Schreibtisch eingefunden hat. Da die wahren Nasum-Fans unter Euch das Teil deshalb schon längst besitzen dürften, fasse ich mich kurz für all die anderen.
Sollte schnörkelloser Grind Eure Leib- und Ohrenspeise sein, empfehle ich einen Lauschangriff auf ?Helvete?. Napalm Death, die erklärten Helden der Band, mochte ich nie, dem stumpfen Gerotze kann ich einfach nichts abgewinnen. Anders bei Nasums Output, der zwar einerseits herrlich debil die Latten aus den Wänden holzt, andererseits aber durch variantenreiches Geknüppel und Gedröne meinen Trieb nach Selbstbestrafung befriedigt. Ihr differenzierter Sound unterscheidet Nasum von den durchschnittlichen Bands ihres Genres, Gesang ist als solcher zu erkennen (grindcore-technisch natürlich) und Melodien sucht man nicht mit der Lupe. Die 22 Songs schenken ordentlich ein, Headbangen zu zweistimmigem Riffing in alter Manier ist hier und da auch möglich, und Tracks wie ?Illogic? klingen modern und bilden einfach ne Wand, die selbst Reinhold M. vor Probleme stellen dürfte. Extrem!

Lagwagon im Spot Kassel

18. Aug 2003 | von Jakob

Um 20.00 Uhr sollte es endlich losgehen. Seit langem gab es keine wirklich großen Konzerte mehr in Kassel. Selten waren mal mehr als 250 Leute bei den Shows. An diesem Tag sollte das anders werden, und wie. <BR><BR>

Gegen mein Erwarten wurde die PA und alles weitere im kleinen Spot Raum aufgebaut. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass das Konzert im großen Spot Saal, dem Shiva, stattfinden würde. Na ja, ich hatte im kleinen Spot schon so manche Show zusammengepfercht mit Hunderten anderen gesehen, bei den Beatsteaks oder den Backyard Babies mag es auch okay gewesen sein, aber Lagwagon im kleinen Raum… <BR><BR>

Als Opener spielten Format C aus Kassel. Ich hatte die Band vorher noch nicht gesehen. Leider hab ich den ganzen Gig nicht mitbekommen, aber was ich sah, war ganz ordentlich. Eine etwas ungewohnte Mischung aus (Deutsch)Punk, Hardcore, etwas Emo und viel eigenem Witz. Das war schon ziemlich gut zum einheizen. Ein paar Kids haben die Fläche vor der Bühne auch schon ordentlich zum Tanzen genutzt. Insgesamt sahen so ca. 300 Leute den Support. <BR><BR>
Aber alle waren nur wegen einer Band gekommen: Lagwagon. Nach einer kurzen Umbaupause enterten die SoCal Melodic Punk Pioniere die Bühne. Mittlerweile waren etwas mehr als 550 Menschen im Spot. Die Luft war heiß und roch nach Schweiß und Bier. Es war total eng und die versammelte Masse ging von den ersten Akkorden an sehr gut mit. Joey Cape hatte die Menge voll im Griff. Jeder Song wurde gefeiert. Und natürlich enttäuschten Lagwagon keinen der angereisten Fans. Alle &#8222;Hits&#8220; wurden gespielt. Zeitweise waren vier Stagediver gleichzeitig in der Luft. Die Stimmung war bestens. Nach 1 ½ Stunden war dann Schluss und die Band wie das Publikum war glücklich und total erschöpft. Viel mehr Menschen hätten nicht mehr ins Spot gepasst. <BR>
Aber letzten Endes war es wohl die richtige Entscheidung, das Konzert im kleinen Raum stattfinden zu lassen, so war die Stimmung wenigstens grandios und jeder anwesende spürte die Energie dieser Band. <BR>
Alles in allem war es ein echt schöner Abend. Und wir hoffen, dass Kassel sich als Konzertstandort wieder etabliert und weiterhin so große Bands dort auftreten. Als nächstes sind Boy Sets Fire dran. Dann vielleicht im großen Saal !?

Me First & The Gimme Gimmes - Take A Break

17. Aug 2003 | von Carsten

Fat Wreck?s All Star Band, die Me First And The Gimme Gimmes, präsentieren mit ?Take A Break? ihren vierten Streich und diesmal haben sie es auf R&B- und Soulklassiker der achtziger und frühen neunziger abgesehen.
Eigentlich starteten die Gimme Gimmes als Spaßprojekt, man nahm ein paar EPs auf und spielte einige Shows. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten und die Fans schrieen nach mehr. Tja, an Ideen scheint es den fünf nun wirklich nicht zu mangeln, nachdem sie sich schon Songs aus den 60er, 70er und Musicalklassikern widmeten, geht es nun R&B und Soul Hits wie z.B. R. Kelly?s ?I Believe I Can Fly? oder dem Jackson Five Klassiker ?I?ll be There?, der ja auch erfolgreich von Mariah Carey gecovert wurde, an den Kragen. Aber auch Seal?s ?Crazy?, oder ?Save The Best For Last? von Vanessa Williams, sogar die Boyz II Men Hitsingle ?End Of The Road?, blieben nicht verschont und wurden gnadenlos verpunkt.

Insgesamt sind 13 verschiedene Titel auf ?Take A Break? vertreten. Obwohl wieder einige unbekanntere Songs auf dem Album vertreten sind, bleiben die Gimme Gimmes die Nummer eins, wenn es ums covern und umwandeln von alten Songs zu partytauglichen Hits geht. Denn keine andere Band geht dort hemmungsloser heran, als die eben besagte.