Mainstage


God Forbid – Gone Forever

29. Feb 2004 | von Emrah

Melodischer Thrash/Power Metal kombiniert mit Hardcore-Elementen ist in den Staaten so angesagt wie kaum eine andere härtere Stilart. Und auch in Deutschland haben Bands wie Killswitch Engage oder Shadows Fall schon mit dieser Mischung auf sich aufmerksam gemacht. "The New Wave Of American Metal" nennt sich diese Bewegung und zu der gehören auch God Forbid, die mit "Gone Forever" (Century Media) einen exzellenten Leckerbissen veröffentlicht haben. Die fünf Jungs aus New Jersey verstehen es, auf geschickte Weise wuchtige Metal-Riffs, derbes Geshoute (immer wieder aufgelockert durch cleane Vocal-Parts) und Slayer-artige Hass-Attacken zu vermischen. Die große Trumpfkarte sind die beiden Gitarristen Doc und Dallas Coyle, die immer wieder mit superben (teils zweistimmigen) Leads glänzen. Hier gibt es also kein stumpfes Gebrettere wie bei vielen anderen Bands dieser Härteklasse. Als Anspieltipp empfehle ich den Song "Antihero", den ihr übrigens unter www.godforbid.com/mp3 auch antesten könnt. Dass God Forbid ein größeres Publikum als herkömmliche Metal-Bands ansprechen, beweist auch die Tatsache, dass sie sowohl mit Emocore-Bands wie Thursday und Atreyu, als auch mit härteren Combos wie Cradle Of Filth oder Lamb Of God unterwegs waren. Wer auf soliden, abwechslungsreichen Metalcore steht, ist mit "Gone Forever" bestens bedient. Jetzt liegt es an God Forbid, auch mal in Deutschland live zu spielen, um auch Leute außerhalb Amerikas von ihrem Können zu überzeugen. Es wird Zeit…

Orphaned Land – Mabool

28. Feb 2004 | von Deniz

Dass der Metal statt Drachen, Tod und Frust auch orientalische Geschichten erzählen kann, beweist die aus Israel stammende Band Orphaned Land mit ihrem sagenhaftem neuem Opus ?Mabool? (Century Media) auf höchst überzeugende Art und Weise.
Nach sieben Jahren Abstinenz melden sich die fünf jungen Herren, die in den arabischen Ländern seit ihrem Gründungsjahr 1991 einen Kultstatus genießen, mit einem fulminanten Meisterwerk zurück, das an künstlerischem Reichtum kaum zu überbieten ist: Auf dem Konzeptalbum, das symbolisch die Geschichte der drei Weltreligionen erzählt, verschmelzen komplexester progressiver Metal mit der Extremität des Black/Death-Genres zu einem eigenen unnachahmlichen epischen Stil zusammen, in dessen Sound neben den fünf Bandmitgliedern über 30 (!) Gastmusiker zu hören sind, da man abgesehen von Violine, Cello, Klavier und der klassischen Akustikgitarre auch orientalische Instrumente wie Oud, Saz und Buzuki integriert und auch gänsehautfördernden orientalischen Chören sowie klassisch ausgebildeten Sängern ihren Platz gibt! Selbst die genialen und ähnlich vielseitigen Opeth können sich hier ne fette Scheibe abschneiden. Als wär das noch nicht genug, wurden auf dem Werk fünf verschiedene Sprachen aufgenommen, d.h. Englisch, Hebräisch, Jemenitisch, Latein, sowie eine eigens für dieses Album entwickelte Kunstsprache, was der Scheibe einen weiteren universalen und kulturübergreifenden Charakter gibt.
Was jetzt vielleicht überladen und unnachvollziehbar klingt, kommt auf CD absolut homogen und natürlich daher, was auch an der sehr differenzierten Produktion liegt, die kein Detail ausgelassen hat.
Wer seinen Horizont und seine Musiksammlung um ein weltliches Metal-Meisterwerk bereichern möchte, sollte die Reise in eine traumhafte Welt der Musik von Orphaned Land wagen. Es gibt wahrhaft viel zu entdecken?

HIM – Solitary Man

28. Feb 2004 | von Deniz

Egal wie man zu HIM steht, ob man sie liebt oder hasst, oder einfach nur schmalzig findet, den ein oder anderen guten Song muss man ihnen auf jeden Fall zugestehen. Ob das nach vier Alben schon für ein Best Of Album reicht, kann man spätestens Mitte März entscheiden, wenn das Ding nämlich in den Regalen seinen Platz finden soll.
Ein neuer vermeintlicher Hit wird uns schon mal mit der Vorab-Single ?Solitary Man? (G.U.N./Supersonic) angeboten, der einigen schon von den Liveshows der fünf Finnen bekannt sein könnte. Der 66er Neil Diamond-Klassiker wurde von HIM zu einer gewohnt soliden Rock-Hymne interpretiert und pendelt zwischen düster-rockigen Goth-Rock-Arrangements und Kelly-Family-mäßiger Glückseligkeit hin und her. Zwar mal wieder nicht in den Bahn ziehend, aber auch nicht wirklich schlecht. HIM-Fans dürften auf jeden Fall Gefallen finden.
Aber warum muss den schon wieder Mr. Ville Vallo dumm-dämlich auf dem Cover mit freiem Oberkörper posieren?? Gibt es denn keine schöneren Motive? Blödes Business…

On Broken Wings – Some Of Us May Never See The World

28. Feb 2004 | von Deniz

Nichts für kleine Kinder! On Broken Wings huldigen auf ihrem Debüt-Album dem Metal aus der Klapsmühle. Auf ?Some Of Us May Never See The World? (Alveran Records/Eulogy)trifft also Death Metal auf Noise-Core. Wer aber hier etwas Originelles erwartet, hat sich seinen Popo schlecht abgewischt. Am ehesten zu vergleichen mit Converge und Poison The Well (nur wenn der ?Sänger? ausnahmsweise mal singt), dümpeln die zehn Songs etwas stümperhaft vor sich hin und können leider nur selten begeistern. Dann nämlich, wenn z.B. atmosphärische Parts dem Patienten einen Spaziergang in der Frischluft genehmigen, oder wenn plötzliche wirre Elektronikspielereien die Schizophrenie wieder ins Haus einladen, oder einfach nur wenn die Mutter im Form klaren Gesangs einen seltenen Besuch im Heim abstattet. Ansonsten klingt zwar alles schön extrem aber manchmal halt auch extrem langweilig. Die Scheibe donnert schon brutal und wohl wahrhaft heavy. Auch ist das spielerische Vermögen der sechs Kerle aus Boston eher im Metal- als im HC-Bereich anzusiedeln, aber leider wird daraus nicht viel gemacht, was dann wiederum den Zuhörwille des diagnostizierenden Arztes nicht lange am Leben hält. Tja, so ein Aufenthalt in der Irrenanstalt kann eben nicht immer spannend sein, auch wenn man das bei so vielen vermeintlich kreativen Menschen behaupten könnte.

1208 – Turn Of The Screw

24. Feb 2004 | von Robert

?Turn of the Screw? ist das zweite Studioalbum von 1208. Die kalifornischen Melodikpunker haben also den Nachfolger zu ?Feedback is Payback? vorgelegt. Und das nicht zu knapp. Denn ?Turn of the Screw? ist nicht nur ein würdiger Nachfolger, sondern sogar mehr, denn 1208 schaffen es auf ihrem neuen Album, den Vorgänger noch zu toppen.
Am Sound wurde wenig verändert. Im Gegenteil, er wurde eher verbessert, um so ein perfektes Album einzuspielen. Musikalisch haben 1208 wieder eine gute Mischung aus melodischen und emotionalen Punkrock mit einer Spur Skatepunk hingelegt. Eigentlich gibt es wenig Grund zu meckern, denn auch die Songauswahl ist sehr gut gelingen, wie die Songs ?Time to Remember?, ?Next Big Thing? und ?Everyday? beweisen.
Das einzige, was man negativ anmerken kann, ist, das ein wenig die Abwechslung auf der Strecke geblieben ist, was aber durch die Produktion und die guten Songs ausgeglichen wird. Daher ist ?Turn of the Screw? ein verdammt gutes Album geworden, ohne wenn und mit nur wenig aber!

The Vote – Vote Me Out

24. Feb 2004 | von Robert

Manchmal gibt es CDs, bei denen es gar nicht einfach ist, dass passende drüber zu schreiben. So erging es mir bei The Vote, mir gefällt ja ?Vote me out? auch sehr gut, aber wie schreib ich das jetzt. Das hat mich lange bschäftigt.
Also mal sehen: The Vote kommen aus Philadelphia und haben jetzt über Asscard Records ihre erste Platte mit neuem Namen aufgenommen, denn vorher hieß man When In Roam. Soweit so gut. Insgesamt sind auf ?Vote me out? 11 Songs enthalten, die alle in leichtem Hardcore Stil verfasst sind, der aber eher an Hot Water Music oder die Lonely Kings erinnert, als an Oldschool HC Bands. Zusätzlich ist das ganze noch mit einer gehörigen Portion melodischen, aber sehr rauem Punkrock versetzt, der wohl aus der Richtung von Social Distortion kommt. Im großen und ganzen müsste es das gewesen sein. Da bleibt nur zu sagen, dass es diese Mischung in sich hat, denn einen richtigen Vergleich zu treffen fällt bei The Vote sehr schwer, wodurch die vier Jungs aus Philadelphia eine CD mit einer gehörigen Prise Eigendynamik veröffentlicht haben. Und das weiß ausnahmslos zu gefallen. Lediglich die atmosphärischen und elektronischen Parts die es immer wieder zwischendurch gibt, wollen nicht so recht passen und stören. Ansonsten aber liegt hier ein wahrer Geheimtipp vor, den man sich mal ganz dringend zu Gemüte führen sollte!

CHIMAIRA "reloaded" im Bochumer Matrix

24. Feb 2004 | von Emrah

Wer Chimaira bereits im Oktober auf der Roadrage-Tour zusammen mit Spineshank und Ill Nino gesehen hatte, wusste, dass die Jungs aus Cleveland live der absolute Oberhammer sind. Aufgrund der euphorischen Reaktionen (fast alle Zuschauer waren sich einig, dass Chimaira die beste Band des Abends waren) war klar, dass die Band unbedingt noch mal eine Headliner-Tour spielen musste. Und so kam es dann auch, dass sie im Februar noch ein paar Deutschland-Gigs spielten. Der Bochumer Club "Matrix" war mit 500 (größtenteils sehr jungen) Fans gut gefüllt und im Gegensatz zu den Roadrage-Auftritten sollten die Erwartungen dieses Mal natürlich höher sein.
Zuerst enterten allerdings Straight aus Düsseldorf die Bühne, um ihre moderne Mixtur aus New und Death Metal zu zelebrieren. Die ersten drei Songs gingen richtig gut ins Ohr, danach flachte das Material aber merklich ab. Straight haben auf jeden Fall Potenzial, doch müssten sie noch ein wenig an ihrem Sound feilen. Auf jeden Fall zeigt die Formkurve nach oben, denn der Auftritt war schon um einiges besser als zuletzt im Kölner Underground. Mal schauen,was da noch kommt.

Danach war man gespannt, wie die Amis von Everytime I Die live funktionieren würden, schließlich ist deren Scheibe "Hot Damn" hierzulande noch nicht erschienen. Das Publikum reagierte recht verhalten auf den derben Metal-Core und so hatte es die Band schwer, richtig in Fahrt zu bekommen. Wem Everytime I Die nichts sagen, dem sei das Video zu "Ebolarama" empfohlen, dass ihr euch unter www.roadrunnerrecords.de anschauen könnt. Insgesamt war der Auftritt sicherlich kein monströser Erfolg, aber allemal ein Ausrufezeichen.

99 Prozent der Leute waren eh wegen Chimaira gekommen und die zeigten von Anfang an, was Sache ist! Egal ob ältere Songs wie "Severed", "Dead Inside" oder neuere Karcher wie "Pure Hatred" oder "Cleansation", es knallte ordentlich in der Hütte! Die Mixtur aus klassischem Thrash, Hardcore und New Metal machte ordentlich Feuer und so war es ein Kinderspiel für die Amis, das Publikum zu begeistern. Und obwohl die Band seit längerer Zeit ununterbrochen auf Tour ist und kaum einen freien Tag hatte, ist von Müdigkeit keine Spur zu sehen. Ganz im Gegenteil! Die Jungs verausgabten sich, was das Zeug hielt und so war nicht nur die Musik sondern auch die Headbanging Show first class. Für gute Stimmung sorgte auch das knapp fünfmiütige Drum Solo des neuen Schlagwerkers Richard Evensand, der mächtig Dampf machte. Einzig die Tatsache, dass Chimaira darauf verzichteten, ihren meiner Meinung nach besten Song "Down Again" zu spielen, sorgte bei mir für Missstimmung. Ansonsten bin ich mir sicher, dass alle Anwesenden auch beim nächsten Mal da sein werden, wenn Chimaira wieder mal in der Nähe spielen. Und für alle, die nicht dabei waren. Ihr habt was verpasst, denn live gibt es momentan kaum eine bessere Metal-Band!
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=422"target="_blank">Rezension zu "The Impossibility of Reason"</a>
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href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=103"target="_blank">Rezension zu "Pass Out Of Existence"</a>
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href=" http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=fotos&band=96
"target="_blank">Live-Fotos von Chimaira"</a>
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href=" http://www.chimaira.com"target="_blank">Website von Chimaira"</a>

Red Tape – Radioactivist

21. Feb 2004 | von Deniz

Jau, das dürfte den meisten Mainstage.de-Lesern hier richtig gut schmecken!Red Tape verstärken mit ihrem Roadrunner-Debüt ?Radio Activist? die Vorfreude auf einen herrlich rockenden Sommer. Der Trash-Thrash-Melody-Hardcore-Punk, den die Jungs aus dem Staate Kalifornien fabrizieren, lässt die Hormone gehörig aufbrausen und den Launefaktor steil nach oben steigen. In einem fetten, aber trotzdem dreckigen Soundgewand (Produziert von Amir Derakh, u.a. Coal Chamber, System Of A Down, Orgy) sollten bratende Gitarren, geile Hooks und Growls, mitreißende Melodien und eine Ideenvielfalt plus Abwechslungsreichtum den Punk- und Hardcore-Fan, der noch Bands wie Minor Threat, Black Flag oder 7 Seconds im Hinterkopf hat, aber auch auf Melody-Maker wie AFI oder Good Riddance steht, aufhorchen lassen. Hier wird geschwitzt, gerotzt, gehüpft, gemosht und in allen Variationen gesungen, dass es eine Wahre Freude ist. Hört euch nur mal Hits wie ?Damage Controle?, ?Stalingrad?, ?Strike Tonight? oder ?Droppin? Bombs On Your Moms? an, die wirklich nur als Beispiele dienen, denn Durchhänger sucht man echt vergebens.
Geiles Ding! Auschecken, Leute!

Boozed – seizin' the day

21. Feb 2004 | von Jakob

BOOZED sind eine Rock?n?Roll Band, die sich auf ihrem Debüt Album ?seizin? the day? der Musik von Gruppen wie AC/DC oder Rose Tattoo verschrieben haben. Also nix besonderes will man meinen, solche Bands gibt es doch wie den sprichwörtlichen Sand am Meer…! Wenn man allerdings genauer auf den Promo-Zettel schielt, muss man feststellen, dass der älteste in der Band gerade mal 20 Jahre alt ist und somit die goldenen Jahre des echten Rock?n?Roll wohl nur aus Erzählungen kennt. <BR>
Umso interessanter ist, dass BOOZED hier eine amtliche Rock Platte abliefern und ihren Vorbildern dabei erstaunlich nahe kommen. <BR><BR>

Da Rock?n?Roll Musik nicht so wirklich mein Ding ist, war ich beim ersten hören des Albums kurz davor es direkt wieder aus dem CD-Player zu werfen… Da fängt diese Platte doch tatsächlich mit irgendeinem Rock-Publikum Konzert-Applaus Stadion-Dreck Intro an!! Bei so was könnt ich echt kotzen. Poserscheiß! Hab die CD dann aber doch erst mal dringelassen. <BR><BR>

Bei den zehn Songs findet sich dann so ziemlich alles von AC/DC über Guns?n Roses bis hin zu Gluecifer, was das Lederhosen-Rocker Herz begehrt. Das ist aber auch der große Kritikpunkt an der Platte, denn alles klingt total nach den großen Vorbildern, aber ein eigener Sound fehlt total. Diese Musik hat für mich Null Wiedererkennungswert und ist mit jeder x-beliebigen Band austauschbar. <BR>
Auch die Texte bewegen sich zu 100% in den typischen Poser-Rock Gefilden. Ein Klischee jagt das nächste. Titel wie ?you gotta go? oder ?real bad mood? sagen da schon alles. <BR><BR>

Im großen und ganzen ist die Platte wohl nur Rock and Rollern zu empfehlen, die schon alle AC/DC Scheiben im Vitrinenschrank stehen haben, aber immer noch nicht genug davon haben. Ich hör mir da wenn schon lieber ?Back in Black? an, das ist auch wesentlich authentischer. <BR>
Aufgrund des jungen Alters der Band kann man aber hoffen, dass sie noch ihren Sound finden und weitermachen.

Sunday Garage Sales – Why We Didn't Attend A Rock Show Once

21. Feb 2004 | von Deniz

Falls ihr mal zufällig die neue Vier-Track-EP der drei Bochumer Jungs von Sunday Garage Sales mit dem schlichtem Namen ?Why We Didn?t Attend A Rock Show Once? (emoisdead.music) in die Finger bekommt, und ihr habt vorher von der Band noch nichts gehört, bitte nicht gleich nach einer Minute die CD in den Plastikmüll schmeißen. Wartet wenigstens den ersten Song noch ab, nach 2:20 min. in ?I lost my guide to Paris? passiert endlich was, zumindest setzt der Gesang ein. Bis dahin (und die ganze EP noch weiter) schrammelt die Gitarre im pseudo-vertracktem Rausch fast gänzlich ohne einen Funken Verzerrung vor sich hin. Der Gesang klingt für mich sehr stark nach Betroffenheits-Apostel und ist auch sonst mit den verqueren und gemeinen Melodielinien etwas gewöhnungsbedürftig, was gepaart mit den beschäftigt wirkenden Gitarren oftmals, natürlich gewollt, disharmonisch daherkommt. Meine Aufnahmebereitschaft schwankt da zwischen Faszination und ich-möchte-den-Sänger-verhauen-Phantasien.
Vergleiche mit anderen Bands fallen mir nicht ein, deshalb greif ich einfach mal blind nach den genannten Bands aus der Info: The Promise Ring, Haymarket Riot, Christie Front Drive, Death Cab For Cutie.
Wer scheinbar auf solche Bands abfährt, kann sich wohl im orientierungslosem Zustand auch diese ruhig-melodisch aufwühlende EP von Sunday Garage Sales antun.
Wer?s mag?

mehr Infos unter: www.emoisdead.com/sgs

Der Hund bellt wieder!

21. Feb 2004 | von Deniz

Ja, lang ist?s her, als Dog Eat Dog mit Hits wie ?No Fronts? oder ?Isms? die Kings im Crossover-Zirkus waren. Doch in den vergangenen Jahren wurde es unheimlich Still um die vier US-Boys mit der gewissen Gute-Laune-Garantie. Aber sie sind (fast) wieder zurück!
Dass Dog Eat Dog eigentlich kein Crossover ist und was uns das demnächst erscheinende neue Album bringen wird, wusste mir Bassist Dave Neabore im lockeren Gespräch im Marburger KFZ zu sagen. Nur ob es in den letzten Jahren eher schlecht oder gut lief, wird nicht so ganz eindeutig. Macht euch selbst ein Bild.

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<b>Ihr seid seit eurem letztem Album ?Amped? (1999) nun schon das zweite Mal in Folge ohne neues Material in Europa auf Tour. Abgesehen davon hat man auch nichts von euch gehört. Was war los mit Dog Eat Dog in den letzten fünf Jahren?</b>

Tja, eine Menge verrückter Dinge sind in der Zwischenzeit passiert. Ich weiß, dass viele Leute, die sich nicht so gut mit der Band auskennen, glauben, dass wir aufgehört haben zu spielen oder so was. Aber eigentlich lief es nach der Veröffentlichung von ?Amped? ganz gut für uns, obwohl es keine wirkliche Tour zu diesem Album gab, sondern immer nur kleine vereinzelte Auftritte oder irgendwelche Festivals. Das lag unter anderem daran, dass unser altes Label Roadrunner für das Album so gut wie nix getan hat und nicht mehr voll hinter uns stand. Momentan versuchen wir die Leute wieder mit einer kleinen Tour auf dem Laufenden zu halten, um zu zeigen, dass wir noch da sind und live immer noch verdammt gut rocken können. Außerdem haben wir endlich wieder neues Material am Start, das wir auch schon hier in Deutschland für Demos eingespielt haben. Bald soll die neue CD im Kasten sein. Und dafür bot es sich an, nach Deutschland zu kommen. Es war eigentlich auch nicht geplant solange hier unterwegs zu sein, aber das Feedback war so groß, dass wir einfach eine einmonatige Tour draus gemacht haben.

<b>Ihr nehmt also euer neues Album in Deutschland auf?</b>

Ja, wahrscheinlich. Bis jetzt sieht es zumindest danach aus. Man muss wissen, dass wir nach der Veröffentlichung von ?Amped? einen Vertrag mit einem neuen Management unterzeichnet haben, was aber ganz schön in die Hose ging. Daraufhin mussten wir fast eineinhalb Jahre warten bis der Vertrag auslief und wir von neuem beginnen konnten. In dieser Zeit war es natürlich nicht möglich, irgendetwas auf die Beine zu stellen. Aber jetzt ist alles wieder gut. Wir haben ein neues Management, eine neue Booking-Agentur, das Umfeld stimmt und dass wir neue Songs im Gepäck haben, sagte ich ja bereits. Es ist also alles so, wie es sein sollte.

<b>Wo sind denn im Allgemeinen die Unterschiede zwischen Dog Eat Dog aus dem Jahre 1994 und den jetzigen Dog Eat Dog?</b>

Es gibt neue Bandmember, obwohl die ursprünglichen Gründungsmitglieder, Sean (Gitarre), John (Vocals) und ich immer noch dabei sind. Brandon, der erst später dazukam, ist ein großartiger Drummer. Das ist der größte Unterschied.
Ich finde, wir verbreiten genauso wie früher noch diesen Fun-Vibe. Spaß und eine gute Zeit zu haben, gehört noch genauso dazu, wie das Gemeinschaftsgefühl zwischen der Band und den Fans, was uns enorm wichtig ist. Also kann man sagen, dass sich in der Hinsicht an uns nichts verändert hat. Wir spielen nun schon seit 14 Jahren zusammen und sind eigentlich immer noch die gleiche Art von Band. Allerdings sind wir insgesamt besser als 1994, da wir auf viel mehr Erfahrungen zurückgreifen können. Vielleicht nehmen wir es jetzt sogar etwas ernster, gute Musik zu machen.

<b>Aber ihr habt auch keinen Saxophonisten mehr. Warum?</b>

Diese Saxophon-Sache kam damals eher aus einem Witz oder aus einer Laune heraus in Dog Eat Dog rein. Wir haben eigentlich niemals nur ansatzweise gedacht, daraus einen festen Bestandteil der Band zu machen. Es war eher ?icing on the cake?. Aber die Leute drängten darauf, aus uns ?die Band mit Saxophon? zu machen, weil das halt keiner in der Form hatte außer uns. Von uns war das aber in dem Maße nicht beabsichtigt. Als wir uns dann an das ?Play Games?-Album ranmachten, verlangte jeder Trompete, Saxophon usw., was im Endeffekt total überzogen war. Danach musste ich einfach auf die Bremse drücken, weil ich keine Lust mehr hatte, in der Band zu spielen, von der erwartet wird, dass sie ständig und immer einen Saxophonspieler dabei hat. Ich meine, wir sind eine Rockband und sind das auch schon immer gewesen. Dieses Saxophon Ding geriet ungewollt außer Kontrolle.
Anstatt es aber ganz aus unserem Sound rauszukicken, haben wir es immerhin bei vier Songs auf dem ?Amped?-Album mit eingebaut. Und es wird auch weiterhin ein Teil von Dog Eat Dog bleiben. Wir werden wohl niemals eine Scheibe gänzlich ohne Saxophon aufnehmen. Aber momentan haben wir nicht das Bedürfnis, live mit Saxophon zu spielen. Wenn du dir Songs wie ?No Fronts? oder ?Who?s The King? ohne dieses Instrument anhörst, wirst du keinen Unterschied merken, glaub mir.

<b>Äh, okay?
Ist es vielleicht für euch rückblickend traurig zu sehen, dass ihr einmal als ?Breakthrough Artist? auf MTV gewählt wurdet, die Bühnen mit Metallica oder Ozzy geteilt habt, und jetzt aber in so kleinen Clubs spielen müsst?</b>

Nein, überhaupt nicht. Als wir damals in meinem Keller die Band gestartet haben, dachten wir nicht im Entferntesten daran, irgendeine Art von Erfolg mit unserer Musik haben zu können.
Wir haben uns auch niemals eingeredet, dass wir diesen Erfolg verdient hätten, sondern haben ihn genossen, solange er da war, denn wir wussten schon zu jener Zeit, dass der Erfolg nicht ewig währen wird. Nichts bleibt für immer. Selbst eine Supergroup wie Metallica wird es irgendwann in der Zukunft nicht mehr geben. Ich will jetzt Dog Eat Dog nicht mit Metallica vergleichen, jede Band ist anders. Was ich damit nur sagen will ist, dass der Erfolg damals den wir hatten, von außen kam. Wir haben zu dieser Zeit prinzipiell auch nichts anderes gemacht als heute.
Die Welle ist halt vorbei, wir hoffen gerade deshalb neue Fanschichten zu erreichen. Leute die vielleicht zehn Jahre jünger sind als die Leute, die uns Mitte der Neunziger gehört haben. Wir sehen schon auf unseren Konzerten, dass wir ein sehr junges Publikum haben, die den gleichen Spaß am Abgehen haben, T-Shirts kaufen usw. wie die Leute damals.
Letztendlich soll ja alles Spaß machen. Man hat mit 33 oder 35 einfach andere Sachen vor. Dog Eat ist für mich immer noch enorm wichtig, aber ich höre und mache auch unterschiedlichste Musik. Deshalb spiel ich auch in anderen Bands. Wir werden also in nächster Zeit garantiert nicht aufhören, sondern besser denn eh und je weitermachen. Das neue Album wird der beste Beweis dafür sein.

<b>Würdet ihr dennoch zugeben, Fehler in eurer Karriere gemacht zu haben?</b>

Klar doch, wir haben riesige Fehler gemacht, tonnenweise, keine Frage. Aber viele Leute verstehen einfach nicht, dass wenn man in einer Band ist, die zudem noch Erfolg hat, gleichzeitig noch grün hinter den Ohren ist, oft von außen eingezwängt und in unterschiedliche Richtungen gedrängt wird. Dadurch haben wir viele Fehler begangen. Plattenfirmen und andere Leute außerhalb der Band haben uns reingeredet, was wir zu tun und zu lassen haben und wie man wo Erfolg hat.
Gerade in Deutschland gab?s eine Zeit, in der wir cool und hip waren, aber gleichzeitig auch verpönt wurden, weil wir in der ?Bravo? auftauchten. Das Problem war schlicht, dass man uns dieses Magazin als eine wunderbare Möglichkeit, uns vielen Leuten vorzustellen, präsentiert hat. Rückblickend ist das für uns und unsere Old-School-Fans natürlich nicht so schön. Wir ahnten aber nicht, welche Ausmaße das Ganze annehmen würde. Wir haben ein beschissenes Foto für dieses beschissene Magazin gemacht und das war?s.
In anderen Ländern sieht das schon wieder ganz anders aus.
Insgesamt läuft es aber momentan in ganz Europa ganz gut für uns. Wir haben zwar einen kleineren Status, aber wir haben und werden immer gute Shows spielen, egal wo und egal ob auf irgendwelchen Festivals vor 20.000 Leuten oder in kleinen Schuppen wie hier in Marburg.
Alles läuft prima.

<b>Ihr hattet eure große Zeit, als Crossover das große Ding war. In den letzten Jahren hat eine härtere Gangart des Crossover die Welt geentert. Ich denke da an Bands wie Limp Bizkit oder Papa Roach. Wie siehst du die musikalische Entwicklung?</b>

Ich würde Dog Eat Dog schon mal nicht als Crossover bezeichnen. Niemals! Der Begriff Crossover kam auf, nachdem wir auf der Bildfläche schon präsent waren. Wir hatten nie die Idee, ?Crossover? zu machen und wollten auch nie in diese Schublade reingesteckt werden. Nach uns kamen dann etliche Bands, die ähnlich klangen und man tat uns alle als Crossover ab.
Wir waren einfach ein paar Jungs, die das taten, worauf sie Bock hatten. Ich hab viele Ideen aus meiner alten Band Mucky Pup mit in Dog Eat Dog reingebracht, was wir dann mit härteren Elementen und Raps zusammengefügt haben. Das war eine ganz natürliche und spontane Sache, ohne jetzt krampfhaft einen auf Crossover zu machen.
Wenn Leute es nötig haben, eine Band in die Crossover-Schublade zu stecken, weil auf ihrer CD mehr als nur ein Stil zu hören ist, dann sollen sie es tun. Ich jedoch bevorzuge, Dog Eat Dog als eine Rock ?N Roll Band zu sehen.

<b>Auf ?Play Games? habt ihr mit Szenegrößen wie Ronnie James Dio oder RZA vom Wu-Tang Clan zusammengearbeitet. Wer wäre heute deine/eure erste Wahl?</b>

Wir haben gerade einen Song aufgenommen, den die Sängerin von Die Happy einsingen soll. Wir haben mit ihnen mal getourt und der Song schreit förmlich nach ihrer Stimme. So oder so, es muss eine weibliche Stimme sein. Der Song ist noch so ne Art Demo, den wir dann ihrer Plattenfirma präsentieren werden, in der Hoffnung, dass sie die Einladung annimmt. Sie hat aber schon angedeutet, dass sie es machen will. Wir hoffen den Song in den nächsten Wochen dann aufzunehmen. Das wär? cool!
Wenn ich mir wen aussuchen könnte, würde meine erste Wahl auf Andrew W. K fallen. Da bin ich ziemlich heiß drauf.

<b>Welche Gruppen haben dich musikalisch beeinflusst?</b>

Definitiv Murphy?s Law, Beastie Boys, Red Hot Chili Peppers, Fishbone, Leeway, Bad Brains. Alles Bands, die uns in den Jahren ?89 oder ?90 besonders stark zugesagt haben, bevor wir mit Dog Eat Dog anfingen und somit natürlich maßgeblich Einfluss auf unseren eigenen Sound hatten. Aber schon als Brandon bei uns einstieg, kamen neue Einflüsse hinzu. Das gleiche passierte, als Mark D. (Ur-Schlagzeuger noch vor der ersten Veröffentlichung; Anm. d. Verf.) oder andere neue Member hinzustießen. Gerade das macht für mich den Reiz an Dog Eat Dog aus. Es ist alles möglich.

<b>Erzähl mir doch bitte was zu deiner Zweitband All Boro Kings.</b>

All Boro Kings entstand in jener Zeit nach ?Amped? als wir rumsaßen und auf das Auslaufen unseres Vertrages warteten. Ich tat mich mit Dan Nastasi zusammen, der damals schon auf der ?All Boro Kings?-Platte von Dog Eat Dog die Seiten bediente. Wir haben die Band nach dieser Scheibe benannt, weil etliche Fans immer und immer wieder von uns verlangten, noch mal ein Album wie ?All Boro Kings? zu machen. Ich hab denen bis dahin stets geantwortet, dass Dog Eat Dog sich weiterentwickelt haben und nicht noch mal solch ein Album aufnehmen werden. Später kam dann halt die Idee auf, eine Zweitband zu gründen, die wie die Fortsetzung von ?All Boro Kings? klingt. Wir haben dafür einen Vertrag mit Century Media unterschrieben, die allerdings einen sehr schlechten Job gemacht haben und, obwohl sich das Album ganz okay verkaufte, das Ding nicht zu promoten wussten. Trotz all dem ist es meine Lieblingsscheibe geworden, weil es einen Riesenspaß gemacht hat, mal wieder ohne Grenzen und Druck zu arbeiten, den wir bei Dog Eat Dog nicht ganz leugnen können. Außerdem haben wir eine coole und große Tour mit Agnostic Front, Biohazard und Hatebreed absolviert. Mittlerweile ist das Projekt schon wieder ein wenig verstaubt, aber wer weiß, vielleicht werden wir noch mal was zusammen machen. Es war in erster Linie so einmaliges Ding, um unseren Dog Eat Dog Fans einen Gefallen zu tun und ihnen ein Album im alten Stile zu schenken.

<b>Wie sieht?s denn bisher mit dem neuen Album deiner Stammband aus? Wie wird es sich anhören?</b>

Wir haben bis jetzt neun Songs fertig. Wie die letzten drei Songs sich anhören werden, weiß ich also nicht. Aber ich kann schon mal sagen, dass es wieder ein bunter Mix verschiedener Stile sein wird. Ich finde, die neuen Sachen sind näher am ?Amped?-Album dran als an ?All Boro Kings?, wobei es ein bisschen knackiger sein wird als das Letzte und auch neue Elemente ihren Platz finden werden. Es ist eine Entwicklung. In einem Treffen haben wir beschlossen, einen Schritt nach vorne zu machen, uns Einflüssen zu öffnen und zu gucken, was heutzutage am besten in Dog Eat Dog funktioniert, anstatt so zu tun, als wären wir noch 22. Ich denke, das haben wir mit der Band All Boro Kings genug ausgelebt.
Wir werden heute Abend drei neue Songs spielen, die die neue Platte ganz gut repräsentieren werden: typisch Dog Eat Dog aber mit neuen Ideen.

<b>Was glaubst du, wird die Zukunft für Dog Eat Dog bringen und was können die Fans noch von euch erwarten?</b>

Hoffentlich eine neue CD von uns noch in diesem Jahr und noch mehr Shows in Deutschland. Am liebsten würden wir eine große Band supporten, so wie wir es am Anfang unserer Karriere z.B. mit Biohazard gemacht haben. Wir wollen der breiten Masse noch mal beweisen, dass wir jeden Club und jede Stadt sprengen können. Das wär? ne feine Sache.

<b>Da zwei Mitglieder von euch in Washington D.C. leben, würde mich interessieren, wie ihr die aktuellen politischen Geschehnisse in den USA aufnehmt.</b>

Unsere politischen Meinungen sind nicht etwas, was wir gerne in Interviews präsentieren wollen. Jeder in der Band hat eine eigene persönliche Meinung zu Politik, die aber nicht für die gesamte Band stehen muss. Wir haben schon immer gesagt, Dog Eat Dog ist keine politische Gruppe und schreibt auch keine politischen Songs.
Ich mag nur sagen, dass ich mir Frieden für alle auf der Welt wünsche und dass alle ein erfolgreiches und gesegnetes Leben führen wie in Star Treck, haha.

<b>Vielen Dank für das Interview</b>
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Kurze Zeit später war dann Stagetime für Dog Eat Dog im Marburger KFZ und die Jungs zeigten, dass sie nichts verlernt haben. Die Fans hatten ihren Spaß und feierten ausgiebig zu einem Best-Of-Programm, das nicht enttäuschte. Auch die neuen Songs hinterließen einen guten Eindruck. Bleibt abzuwarten, wie stark das neue Album wird. Expect the unexpected?

www.dogeatdog.com

A Traitor like Judas – too desperate to breathe in

20. Feb 2004 | von Andreas

Ohne Fleiß kein Preis und Fleiß kommt von Üben oder so ähnlich; ein Motto jedenfalls, das auf &#8222;a Traitor like Judas&#8220; passen könnte. Nach dem man sich so monatelang durch fast jeden Club gespielt hatte wurde es wohl Zeit der nervösen Masse etwas auf den Nachhauseweg mitzugeben….
Und das ist wie zu erwarten ein Silberling volles Metall-Brett; nennt sich selbst &#8222;too desperate to breathe in&#8220; und kommt auf Winter-Recordings raus. Quasi guter Highspeed&#8211;Aggro-Trash ohne ins monoton langweilige abzugleiten, geschweige denn eine Pause zu machen. Wer den Vergleich braucht : &#8222;Darkest Hour&#8220;-Hörer kommen hier voll auf ihre Kosten.
Das ganze könnte man unterm Strich tatsächlich als gelungen bezeichnen…, ja wenn nicht… Hmmm… is&#8217; ja so in diesem Genre ne&#8217;: man sucht den dicken Sound und man produziert eine Blechtrommel… Nicht das das Album deswegen großartig schlechter wird, aber es schmälert doch ein wenig…

Sons Of Cyrus live in Hannover/ Stumpf

19. Feb 2004 | von Robert

Samstag 14.2. Sons Of Cyrus spielten in Hannover im Stumpf, der Keller des Asta der Uni Hannover, also direkt auf dem Unigelände gelegen. Ich persönlich war noch nie da, aber dieses Konzert gab mir eine gute Gelegenheit. Als wir dort eintrudelten, dauerte es noch eine knappe ¾ Stunde bis Niceboy Music aus Hamburg den Anfang dieses Konzertabends vor gut 80 Besuchern machte, kurz, der Laden war sehr gut gefüllt.
Aber zurück zu Niceboy Music. Die Hamburger rockten ganz gut vor sich, ihre Musik erinnerte an Oasis oder Tigerbeat, mir fehlte aber das letzte Quentchen, das gewisse Etwas. Der Auftritt war ganz nett, aber nicht mehr.
Ganz anders war dann da schon der Auftritt von den Sons of Cyrus. Die Schweden konnten von Anfang an überzeugen und das Publikum auf seine Seite ziehen. Es wurde getanzt und gepogt oder einfach nur mittgewippt. Sons of Cyrus überzeugten richtig mit ihrem 60er, 70er Garage Rock N Roll, Punk, ala Stooges, MC5 und den Stones oder den Hellacopters und konnten so voll punkten. Eine gute Stunde dauerte das verdammt gute Konzert der Sons. Besonders positiv auffallend war neben dem passenden Aussehen der Band, dass man weitesgehend auf die sonst typischen Gitarren Soli und Frickeleien verzichtete.
Einfach gut, der Besuch hatte sich gelohnt, was nicht zuletzt durch die 4 Euro Eintritt und den Getränkepreis von 1 Euro pro Bier untermauert wurde.

Feiner Emo Punkabend mit Maxeen und Vanilla Sky

19. Feb 2004 | von Robert

Maxeen sind zur Zeit vielleicht die angesagteste Band aus dem Alternativbereich und so nahmen wir die Chance beim Schopfe und fuhren am 20.1. zu dem Konzert in Alfeld im JuZ Treff.
Als Vorband waren die Italiener von Vanilla Sky dabei. Und die Italiener konnten in ihrem gut 45 minütigen Set vor knapp 80 Leuten von der ersten Sekunde an vollauf überzeugen und legten einen wahren Hammergig vor. Hauptsächlich mit Songs vom aktuellen Album ?? bewaffnet, konnten Vanilla Sky nur gewinnen. Denn ihre melodische Punkrockvariante schlug ein wie eine Bombe, auch wenn Vanilla Sky mit Sicherheit diese Musik nicht erfunden haben. Allerdings schaffen sie es eine gehörige Portion Frische und Spritzigkeit in ihre Musik einfließen zu lassen, wodurch das Konzert richtig gut wurde.
Dann folgte die Sensationsband aus Amerika, die aber schon mit einem stark angeschlagenen Sänger ins Feld ging. Und dennoch gefielen mir Maxeen mit ihrer Musik irgendwo zwischen Police und Taking Back Sunday sehr gut, besser als auf Platte, auch wenn den Bewegungspunkt sicherlich die Italiener verdient hatten. Und dennoch, von Maxeen wird man sicherlich noch viel hören, dass hat dieser Auftritt auf jeden Fall bewiesen. Ein sehr gutes Konzert mit zwei guten Bands war dann leider viel zu schnell vorbei und wir machten uns auf den Heimweg.

Trashmonkeys live im Chez Heinz

19. Feb 2004 | von Robert

Am 29.12 wollten wir eigentlich zu dem Vollplayback Livespiel der Drei ??? in der Faust in Hannover gehen. Doch ein kleiner Zettel an der Tür, wies uns daraufhin, dass dieses Ereignis leider abgesagt worden ist. Keine Ahnung wieso, doch nach dem wir uns ein wenig geärgert hatten, beschlossen wir schnell ins Chez Heinz zu den Trashmonkeys zu gehen, die dort mit einem italienischen DJ Team auftraten. Als wir da ankamen, waren die Italiener auch schon am Gange und legten fuzzigen 60er und 70er Sound auf.
Dann folgten die fünf Bremer, die gut 70 Minuten einen sehr guten Auftritt hinlegten. Ihre Mischung aus Garage, Rock N Roll, Punk, &0er Einschlag und ein wenig Fuzz und Soul, kam sehr gut an. Die gut 150 Besucher feierten die trashigen Affen auch richtig ab. Kein Wunder, denn jeder Song rockte und so war es auch nicht verwunderlich, dass aus der abwartetenden Zurückhaltung des Publikums sehr schnell, eine große Menge tanzender Leute wurde. Auch die Ansagen der Jungs kamen gut und witzig an, so dass dieser Notnagel schnell zum Hauptgewinn für uns wurde.
Ein tolles Konzert ging dann leider bald zuende, aber ich hoffe, die Trashmonkeys bald wieder zu sehen.

Smoke Blow live im Chez Heinz

19. Feb 2004 | von Robert

Am 27.12, auch das ist jetzt schon ein paar tage her, spielten Smoke Blow im Chez Heinz auf und alle waren da. So kann man das umschreiben, denn das Chez Heinz war mit knapp 400 Besuchern sehr gut besucht und fast ausverkauft.
Den Auftakt machten Payola, halb aus Hannover, halb aus Berlin. Doch ihre Rock N Roll Stoner Krach Mischung konnte mich schon vor ein paar Jahren nicht überzeugen und langweilte mich auch diesmal, so dass ich es vorzog ein paar Bierchen an der Bar einzunehmen, während ich auf Smoke Blow wartete.
Lange dauerte es dann nicht, bis die verrückten Kieler die Bühne enterteten und gleich ordentlich loslegten. Schwerpunkt war natürlich das aktuelle Übelalbum ?German Angst?, aber auch viele alte Songs kamen nicht zu kurz. Das Publikum rastete aus, vor der Bühne bildete sich eine riesiger Moshpit. Schon immer waren Smoke Blow in Hannover sehr beliebt, was dieser Abend wieder bewies. Die Leute sprangen vor und auf der Bühne teilweise so derbe auf und ab, dass man manchmal Angst um die Band bekam. Doch die kam damit souverän zurecht und rockte mit ihrem Blood Rock N Roll mit leichtem 80er Hardcore Einschlag, einfach weiter. Nach gut 1 ½ Stunden war dann mit dem zweiten mal ?My Girl ist dancing with the death? der Gig vorbei, und wieder einmal hatten Smoke Blow unter Beweis gestellt, dass sie zu den absoluten Rockgiganten dieses Landes gehört, besonders live. Wahnsinns Konzert, einfach toll. Hoffentlich bald wieder!

Swamp Room Single Club am heiligabend mit den Yucca Spiders

19. Feb 2004 | von Robert

Der Swamp Room Single Club ist die ganz kleine Version des Swamp Room Happenings, wird veranstaltet im Chez Heinz zu Hannover von Swamp Room Records, und findet alle 2-3 Monate statt. So auch am 24.12., auch wenn das schon ein wenig länger her ist. Diesmal war das Motto der Buchstabe Y und des wegen spielten die Yucca Spiders aus Quedlinburg und Born Cool aus Magdeburg, die sich für diesen Abend in You Suck umbenannt hatten.
Der Weihnachtsbraten war noch nicht verdaut und der viele Wein am Gabentisch hatte schon einiges getan, als ich um 23.15 Uhr am Chez Heinz aufschlug, wo die Yucca Spiders gerade mit ihrem gut 45 minütigen Set begannen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich aber nur wenige Leute Vorort, doch dass sollte sich im Laufe des Abends noch gehörig ändern. Denn von Minute zu Minute wurde es voller, trudelten mehr und mehr Weihnachtsgestresste Menschen ein. Doch zurück zu den Yucca Spiders. Die zwei Frauen und zwei Typen legten gut los und rockten sich durch den Abend. Es war ein guter Gig, auch wenn die Ansagen des Sängers nicht immer als wirklich gehaltvoll zu bewerten sind. Doch musikalisch überzeugte der Vierer aus Quedlinburg, mit ihrem Rock N Roll zwischen den Rolling Stones, den Ramones und den Cramps. Es lohnte sich also, seine Weihnachtspfunde bei diesem Konzert abzuzappeln. Netter Gig.
Dann folgten Born Cool unter dem Namen You Suck . Ihr rock N Roll Punk Gemisch, ala Motörhead war ganz nett, aber eigentlich auch unspektakulär. Es konnte nicht wirklich jemand überzeugt werden, so dass sich der Bereich vor der Bühne stark leerte und man sich eher einen guten Thekenplatz sicherte. Dumme Ansagen, wie ?…Fickstadt…? etc. taten ihr übriges, dass Born Cool einen schweren Stand hatten. Allgemein stieß das prollige Gehabe auch ein wenig auf, so dass man diesen Gig getrost aus dem Gedächtnis verbannen kann.
Anschließend ließ ich noch den Heiligabend ein wenig ausklingen, bevor ich nach Hause torkelte, bis zum nächsten Jahr!