Snöt – Petous
30. Sep 2004 | von Jakob?Petuous? ist das erste Soloalbum von dem Berliner Multiinstrumentalisten SNÖT. Die 14 Tracks hat er komplett allein eingespielt, gesungen, produziert und sogar das Artwork für die CD selbst gestaltet. So viel Eigeninitiative muss man erst mal an den Tag legen, zumal er das Album auf seinem eigenen Label ?Snöt Records? rausbringt. In diesem Fall hat sich das aber definitiv gelohnt, denn auf ?Petuous? befinden sich wünderschöne Popsongs, mit einem tollen 80er Flair. Beim ersten Durchlauf fühlte ich mich spontan an die grandiosen THE CURE oder auch THE SMITHS erinnert. Nach mehrmaligem Hören fällt aber auch die Nähe zu den momentan allerorten abgefeierten COLDPLAY und anderen britischen Pop Bands auf. Keine schlechten Referenzen, wie ich finde. <BR>
Die größtenteils mit cleanen Gitarren, Klavier, Bass und Drums instrumentierten Songs liefern eine ideale Grundlage für den klaren Gesang Snöts. Textlich bewegen sich die 14 Stücke zumeist auf persönlichem Terrain, blicken aber auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus und beweisen, dass politische Inhalte auch in Pop Songs Platz haben. Sehr schön das Ganze. <BR>
Dem Artwork nach zu urteilen hat SNÖT wohl eine Affinität zu Kakteen, denn auf dem Cover, im Booklet und auf dem Backcover befinden sich immer wieder Fotos von den stacheligen Pflanzen. Die Musik steht aber im krassen Gegensatz dazu, ist sie doch eher weich und glatt als spitz und gefährlich. Einige Songs sind nur auf Akustikgitarre und Gesang reduziert, was besonders deutlich die gesanglichen Fähigkeiten von SNÖT herausstellt und vielmehr zu dem roten Stofftier auf dem Cover als zu den grünen Zierpflanzen passt. <BR><BR>
Der einzige Song, der etwas heraussticht und anders als die anderen klingt, ist der letzte, ?Emergency Exit?. Etwas punkiger, ein wenig schneller, und rauer nicht ganz so 80ies inspiriert. Dieser Song deutet in die andere Richtung, welche SNÖT musikalisch sonst einschlägt, so singt er nebenbei auch noch in diversen Berliner Punkbands. <BR><BR>
Auf jeden Fall sollte jeder mit einem Faible für gute, britisch inspirierte Popmusik diesem Album mal ein paar Durchläufe gönnen, denn enttäuscht sein wird wohl kaum jemand bei diesen unverkrampften, und unverbrauchten Liedern voller Freude, Wehmut, Lebensmut, Wut und natürlich Liebe. Alles natürlich schön verpackt in großartigen Liedern mit einer schönen Stimme und genügend Pop Appeal um auch im Mainstream Radio anzukommen. Ich bin gespannt was da noch kommen wird. Wenn die Welt gerecht wäre, dann würde man im Radio nicht immer die gleichen Lieder von COLDPLAY und Konsorten hören, sondern zwischendrin auch mal einen von Snöts Songs. Not a bad place to start from!!
Shadows Fall – The War Within
30. Sep 2004 | von ChristianWer kennt Shadows Fall nicht, zumindest dem Namen nach? Alleine in den USA haben sie das Ozzfest beehrt, auf der Headbangers Ball-Tour als Headliner gespielt, die Take Action-Tour absolviert und als erste Century-Media-Band über 100.000 Exemplare von ?The Art Of Ballance? verkauft. Auch in hiesigen Gefilden konnte man dem beinharten Fünfer nicht entkommen: With Full Force, Pressure Fest, Graspop und spätestens die NWOAHM-Tour mit Killswitch Engage, God Forbid und Chimaira brannte es jedem ins Gedächtnis ? Metalcore ist momentan eine dicke Nummer und Shadows Fall eine Band, die zu Recht ganz vorne mitmischt. Gilt das auch für ?The War Within?, das neue Album?
Gezündet hat es, keine Frage. Bei mir erst ein wenig später, zwar nicht umso doller, aber die Explosion war zu spüren. – Man kann sich wohl kaum einem Batzen Abwechslung verschließen, der New Thrash gekonnt mit Maiden-Licks und einer verdammt dicken Portion Dynamik vermischt. In meinen Augen haben Shadows Fall jedoch an aggressiver Härte eingebüßt, und das liegt zum großen Teil daran, dass sie dem gleichen gefälligen Gesamtsound wie Ihre großen Kollegen fröhnen. In Zeiten, in denen Metalcore-Bands aus dem Boden sprießen und die Konkurrenz verdammt stark klingt, muss man eben seine eigene Nische finden und ausbauen. Ich behaupte keinesfalls, dass diese Band das nicht tut, ganz im Gegenteil: Bei Shadows Fall dominieren klar die Old-School-Faktoren wie doppelläufige Gitarrenparts, teils klarer mehrstimmiger Gesang sowie Heavy-Soli und krasse Blastattacken. Und dennoch klingt mir zusammengenommen alles ein wenig zu sehr nach der happy Metalcorschiene, insbesondere die Refrains sind ungemein charakteristisch für den Stil. Dass diese Band das Genre und somit auch den Sound maßgeblich mitgeprägt hat und das alles verdammt viel Spaß macht, sei unbestritten. Ich mag`s einfach etwas kantiger lieber, was auch die Produktion mit einschließt. Falsch machen kann man mit ?The War Within? jedoch definitiv nichts, da es sich trotz aller Nörgelei um ein qualitativ herausstechendes Album handelt. Wer mit Metalcore generell mehr am Hut hat, sollte eh nicht auf mich hören und dieses Teil einfach kaufen?
Krohm – A World Through Dead Eyes
30. Sep 2004 | von Christian?Recorded at the autopsy room? steht hinten klein auf dem Cover von ?A World Through Dead Eyes? (Vicious Records). Also machen Krohm Grindcore? Nein, denn Krohm besteht lediglich aus einem Typen, der sich der gemäßigten Gangart des Black Metal, irgendwo zwischen Doom und Apokalyptic, verschrieben hat: ?Suicidal Black Metal?.
Was so selbstmörderisch am Album-Debüt von Schwarzkopf Numinas ist, der bereits seit 1995 und mehreren Demo-Veröffentlichungen an seinem Untergrund-Projekt werkelt, erklärt sich bei Einlegen der CD von selbst: Kalt, gespenstisch, ungeheuer dunkel und beklemmend klingen die von traurig-düsteren Gitarrenmelodien dominierten Songs, die jegliche gute Stimmung im Keim ersticken. Man erwartet Schlagzeugblasts und bekommt sie auch ? nur eher selten. Man erwartet dämonisches Schreien und bekommt es auch ? nur meist verhalten und untergründig-krächzend. Die Arrangements sind überschaubar gehalten, geradezu simpel gestrickt und gerade deshalb von beeindruckender Dichte und Ausstrahlung. Wo bei Grenzgängern nach Hören dieses Werkes der Griff zur Rasierklinge schon nahezu obligatorisch sein wird, setzt bei mir eine gewisse Bewunderung ein: Ein derart depressives Stück guter Musik haben selbst die Fürsten der Traurigkeit, My Dying Bride, nicht hinbekommen.
<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=interview&id=165">Zum
Interview mit Numinas / Krohm</a>
Seven Witches – Year Of The Witch
30. Sep 2004 | von EmrahMit "Year Of The Witch" (Sanctuary/Soulfood) legen Seven Witches ein einfach gestricktes, pures Metal-Album vor, das zwar etwas unspektakulär ausgefallen ist, dadurch aber gerade für Leute interessant sein dürfte, die keinen Bock auf Experimente haben. Während Genre-Kollegen steil darauf sind, immer mehr Chöre einzubauen, immer schneller zu werden und den Sound so fett wie möglich haben wollen, geht Seven Witches-Frontmann Jack Frost die Sache ganz einfach an. Direkt muss es sein, einfach muss es klingen und trotzdem Atmosphäre schaffen. Besonders der konzeptionelle Teil des Albums (Track 7 bis 14) ist richtig spannend geraten und dürfte Fans von Priest, Maiden oder auch Mercyful Fate ansprechen. Stark!
Meliah Rage – Barely Human
30. Sep 2004 | von EmrahIrgendwie habe ich das Gefühl, als ob Meliah Rage auf ihrem neusten Album "Barely Human" (Escapi/Soulfood) nicht so recht wussten, was sie eigentlich wollen. Der undefinierte Mix aus stampfendem Melodic Rock und punkigem Thrash klingt nur selten stimmig. Nachvollziehen kann ich diese Orientierungslosigkeit nicht, schließlich gibt die Bostoner Band schon seit 1985. Vielleicht lag es ja an den ganzen Besetzungswechseln, wer weiß? Anspieltipps zu nennen fällt mir scher, da kein herausragender Song auf dem Album vertreten ist. Da hilft es auch nix, dass es als Bonus-CD noch Demo-Songs von den "Unfinished Business"-Aufnahmen zu hören gibt. Durchschnittskost, mehr nicht. Selbst für anspruchslose kann ich "Barely Human" nicht empfehlen.
www.meliahrage.com
2fortheroad-Abend im Rahmen der Popkomm im Berliner Magnet
30. Sep 2004 | von FrankAuf gings von Hannover nach Berlin. Aber was tut man nicht alles, um solch ein feines Package zu erleben. Außer meinen Favoriten Finn, Minus The Bear und Sometree spielten an diesem Abend auch noch Feverdream aus Holland und Archie Bronson Outfit aus England, so dass die Zeit sehr knapp verplant schien. Als wir um 19 Uhr am Magnet ankamen, sah es aber wider Erwarten noch lange nicht nach Beginn, geschweige denn Einlass, aus. Um 20.45h begannen dann Feverdream den Abend, und trotz des undankbaren Openerslots fanden sich schon recht viele Zuschauer im feinen Konzertraum des Magnetclubs ein, um dem Postrock-angehauchten Sound des holländischen Trios zu lauschen. Das machte seine Sache auch sehr gut, nur gingen mir die Songs teilweise zu sehr im bemühten Gefrickel unter, man hätte doch das eine oder andere Mal eine Hookline spendieren können. Auch eine zweite Gitarre stünde dem Sound sehr gut. So verlief das Konzert ziemlich eintönig und ruhig, das Publikum war aber insgesamt zufrieden.
Danach kamen bereits Minus The Bear, auf die ich mich im Vorfeld besonders gefreut hatte. Ihr extrem groovender Mix aus Indierock mit Keyboardakzenten wurde live nicht nur perfekt umgesetzt, sondern gleichzeitig auch noch mehr Druck gemacht. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Spielweise von Gitarrist David, der die Songmelodien mit unglaublich anzuschauendem Tapping wirklich 1:1 umsetzte. Die Songauswahl ließ keine Wünsche offen, so wurde in den gut 45 Minuten ein Großteil des Debütalbums sowie der neuen EP gespielt, was Teile des Publikums auch mit frenetischem Beifall zu feiern wussten. Leider kam keine wirkliche Stimmung, sprich Bewegung, in der Menge auf, was mich bei diesem Sound wirklich etwas wunderte. Die Band wirkte vielleicht aus diesem Grund auch etwas verunsichert und beschränkte sich zwischen den Songs auf ein Minimum an Ansagen und Kontakten, was auch der einzige Schwachpunkt blieb. Ein toller Auftritt, der kurz darauf von Finn, diesmal drüben im Clubraum, hervorragend ergänzt wurde. Zum Duo geschrumpft, entfalteten die Hamburger wieder ihre ganzen Stärken mit atmosphärischen Synthieflächen, sanften Gitarren und einer tollen Lightshow. Auch neue Songs wurden gespielt, die mich nach dem grandiosen Debüt gespannt auf die Fortsetzung warten lassen.
Nach einer halben Stunde wurden die Zuschauer dann wieder in die reale Welt gelassen, wo kurz darauf der eigentliche Headliner Sometree begann. Trotz des etwas verkürzten Sets konnten sie das Publikum vom ersten Moment an überzeugen und ich freue mich wirklich, dass diese so sympathische Band endlich die Aufmerksamtkeit bekommt, die sie verdient. Songs wie Tramor, Monolith, Reckoning Luck, Pulse und Jade gaben einen Querschnitt ihres gesamten Schaffens wieder und ließen auch kaum Wünsche offen. Leider ließ die fortgeschrittene Zeit keine Zugabe zu, so war nach einer knappen Stunde auch schon wieder Schluss, und ich war wie der Großteil des Publikums wieder mal völlig gebannt von ihrer einzigartigen Fähigkeit, den Zuschauer komplett im Wechselbad von leisen Passagen und plötzlichen Ausbrüchen gefangen zu nehmen.
Nach einer Umbauphase legte dann die letzte Band Archie Bronson Outfit los, die mir vor diesem Konzert gar nichts sagte und die ich auch nur noch ganz kurz mitbekommen hatte, bevor wir uns auf den langen Heimweg machten. Soweit mich mein Erinnerungsvermögen nicht trügt, bekamen die Leute etwas dreckigen Punkrock mit Retroelementen geboten, also genau der Sound der Stunde, der ihnen auch zu viel Presse in den einschlägigen Zeitschriften verhalf, wie mir berichtet wurde.
Insgesamt war es also ein sehr schöner Abend im Rahmen der ersten Popkomm in Berlin, der die lange Fahrt allemal rechtfertigte. Auch wenn mir fünf Bands an einem Abend oft zu viel sind, machte es die Mischung zwischen den unterschiedlichen, aber doch ergänzenden Stilen nie langweilig.
<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index?page=interview&id=164">Interview mit Minus The Bear</a>
Die Realität ist schwarz
30. Sep 2004 | von ChristianBlack Metal ist nun wahrlich nicht der Stoff, aus dem des 0815-Musik-Konsumenten Träume gehäkelt sind. Gerade deshalb ist es interessant, auch einmal über den Tellerrand hinwegzuschauen und sich mit jemandem auseinanderzusetzen, der hinter dieser Art von Musik steht. Numinas von KROHM ist so ein Mensch, der sich im E-Mail-Interview zwar standesgemäß mystisch und knapp gibt, die Fragen eines "Uneingeweihten" jedoch auch durchaus mit dem richtigen Augenzwinkern versteht.
<p><b>Ich mag Dein neues Album "A World Through Dead Eyes"; es vermittelt
mir eine ungefähre Vorstellung davon, wie es sein muss, wenn man völlig frustriert,
desillusioniert und verzweifelt ist. Lag es in Deiner Absicht, solche Gefühle
beim Hörer zu erwecken? </b></p>
<p>Absolut. Ich mag am liebsten Musik, die intensive und depressive Stimmungen
ausdrückt und ich versuche, dies mit KROHM ebenfalls zu erreichen. </p>
<p><b>Würdest Du Deine Musik Black Metal nennen, obwohl
sie dafür verdammt langsam ist, nur einige wenige Blastparts und überhaupt keine
typischen Songtexte beinhaltet? </b></p>
<p>Du bist auf der sicheren Seite, wenn Du meine Musik als Black Metal klassifizierst,
obwohl sie offensichtlich aus weiteren Elementen besteht, wie Doom-, Klassik-
und Atmospheric-Metal. </p>
<p><b>Auf Deiner Homepage steht: "Mein einziges Ziel ist es, unter Bewahrung des
alten Geistes des wahren Black Metals, den nur alte, schwarze Seelen zu würdigen
wissen, neue musikalische Gebiete zu erkunden." Bist Du Teil der so genannten
"Black Metal Szene"? Und warum denkst Du, besitzt Du diese "alte, schwarze"
Seele? </b></p>
<p>Meine Einbindung in die so genannte "Black Metal Szene" geht nicht über die
Tatsache hinaus, dass ich Musik aufnehme, Interviews beantworte und mit einigen
Leuten zu tun habe, die in dieser "Szene" drin sind. Wenn man von einer "alten,
schwarzen Seele" spricht, so ist das eine metaphorische und poetische Äußerung
um "Bände" zu sprechen, ohne eine literarische Erklärung zu gebrauchen.
Um es ganz offen zu sagen, im Grunde möchte ich diese Frage ignorieren,
haha! Aber um fair zu bleiben – ich beziehe mich damit auf Leute, die eine Verbindung
zu dem Sound des frühen Black Metal (der Ära `91-`93) haben, und für die er
diesen "primitiven", alten und zeitlosen Charakter besitzt. </p>
<p><b>Bist du ein depressiver Mensch, sodass diese Musik eine Art Einblick in
Deine Persönlichkeit darstellt? Um es ein wenig polemisch zu formulieren, ist
Dein Leben ein solch dunkles Loch und so hoffnungslos, dass Du einfach solchen
Stoff schreiben musst?</b> </p>
<p>Ja, aber meine Musik ist lediglich ein direkter Einblick in einen Teil meiner
Persönlichkeit. Ich glaube nicht, dass die Kunstform den Künstler völlig widerspiegelt.
Jeder fühlt und erfährt das Leben als ein "schwarzes Loch", wie Du es nennst,
zumindest an machen Punkten, öfter oder sogar durchgehend. So weit es mein eigenes
Leben betrifft, so gibt es ebenso viele Zeiten, die angenehm und fröhlich sind,
besonders die Feier eines Erfolges, den man erreicht hat. Ich habe Spaß an der
Erschaffung von Musik als eine Art Katharsis, was mir in depressiven Zeiten
voller Selbstprüfung und Existentialismus-Überlegungen hilft. Das Schreiben
dieser Art von Musik ist die Anerkennung meiner tiefsten, dunkelsten und am
tiefsten versunkenen Gefühlen.</p>
<p> S<b>pielst Du auch live? Und wenn, funktioniert Deine Musik überhaupt
vor und mit einem Publikum?</b> </p>
<p>Es gab niemals Live-Gigs und es wird vermutlich niemals welche geben, da KROHM
grundsätzlich eine Studio-Band ist. </p>
<p><b>Was ist KROHM eigentlich? Der Name, die Idee hinter diesem Projekt, die
Absicht …</b> </p>
<p>KROHM ist das Erschauen und Erleben einer schwarzen Realität. Der Name KROHM,
genauer gesagt die Aussprache, greift zurück in uralte Zeiten. </p>
<p><b>Welche Art von Musik hörst Du selbst? Gibt es Bands, die Dich zu KROHM inspiriert
haben?</b></p>
<p>Kürzlich habe ich eine ganze Menge alter Death Metal-CDs ausgegraben: Abhorrence,
Demigod, Crematory, Unleashed, Grave… etc. Eine Menge alten schwedischen Metals,
denke ich. Damals, als das Gefühl bei Underground-Bands neu und aufregend war,
waren es Bands wie Burzum, Dark Throne, Thorns, Disembowelment und Lycia, die
mich dazu inspiriert haben, selbst Musik zu schreiben und KROHM zu starten.
</p>
<p><b>"A World Through Dead Eyes" ist Dein erstes Full-Length. War es schwierig,
ein passendes Label zu finden? Und hast Du schon Reaktionen auf das Album bekommen?</b>
</p>
<p>Ich habe nie aktiv nach einem Label gesucht. <i>Selbstmord</i> haben mich direkt
kontaktiert mit dem Angebot für einen Album-Deal, nachdem sie meine ersten zwei
Demos gehört haben. Ich habe bislang keine Reaktionen gesehen oder bekommen,
außer vom Label oder nahen Freunden. </p>
<p><b>Nachdem ich Deine Musik gehört habe, bleibt noch eine Frage: Gibt es Hoffnung?</b>
</p>
<p>Es gibt keine Hoffnung, lediglich Kampf und Selbsterhaltung. </p>
<p><b>Ein Wort zum Abschluss …</b> </p>
<p>Danke für Euren Support! </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=1287">Zur
Rezension von "A World Through Dead Eyes"</a></p>
John Frusciante – The DC EP
29. Sep 2004 | von TorbenJOHN FRUSCIANTE ist einer der großen Musiker dieser Generation. Als genialer Gitarrist ist er maßgeblich für den Erfolg und den charakteristischen Sound der RED HOT CHILI PEPPERS verantwortlich und machte "Blood Sugar Sex Magik" zu einem überragendem und richtungsweisenden Album. Vom Erfolg und der plötzlichen Popularität überfordert, verfiel der damals noch sehr junge FRUSCIANTE den Drogen und verließ zwischenzeitig Hals über Kopf die PEPPERS um an seinen eigenen innovativen und überaus kreativen Songwriter Alben zu arbeiten. Im Jahre 1998 kehrte er, mittlerweile clean, zu den RED HOT CHILI PEPPERS zurück. Seither sprudelt der Künstler FRUSCIANTE gerade so vor musikalischem Output, den er durch diverse Nebenprojekte und auf Solopfaden im stetigen Takt auf den Markt wirft.
2004 ist ein klares FRUSCIANTE Jahr, denn der Songwriter wird auf eine stolze Summe von 6 Veröffentlichungen kommen. Neben "Shadows Collide With People", "The Will To Death", dem Nebenprojekt ATAXIA mit FUGAZI Frontmann Joe Lally und der "DC EP" werden im Oktober und November noch zwei weitere Releases Musikliebhaber beglücken. Auf gerade einmal 15 Minuten und mit vier Tracks beweist FRUSCIANTE auf "The DC EP" seinen Schaffensdrang, der stets neue Richtungen einschlägt und niemals dem Stillstand verfällt. Es werden wieder wunderschöne Gitarrenmelodien in einem zerbrechlich und fragil anmutendem Popgewand präsentiert, die diesmal weniger melancholisch herüberkommen und sogar eine gewisse Freude in sich transportieren. JOHN FRUSCIANTE verzichtet auf den stimmenverzerrenden Synthesizer Sound, was eine ganz anderes Stimmungsszenario schafft. Insgesamt ist "The DC EP" eine schöne EP, die Fans des Ausnahmemusikers begeistern wird, für Neuhörer jedoch eher schwer zugänglich ist.
Von Piraten und Bierwerbungen…
29. Sep 2004 | von FrankZwar existiert die Band schon seit drei Jahren, hat bisher eine LP und kürzlich eine EP herausgebracht, und die Bandmitglieder haben in so illustren wie unterschiedlichen Bands gespielt, doch erst jetzt schaffen sie es, auf längere Europatour zu kommen. Die Erwartungen sind hoch, und kurz vor Beginn der Europatermine und mitten in der noch laufenden USA-Tour, konnte ich ein paar Fragen an Cory stellen, seines Zeichens Bassist bei Minus The Bear. Kurz und knackig, manchmal etwas augenzwinkernd beantwortet, findet Ihr hier einen kurzen Abriss der Bandgeschichte und weitere Ansichten der Jungs.
<b>Erzähl doch erstmal, wer was in der Band macht.</b>
David Knudson spielt Gitarre, Matt Bayles spielt Keyboards, Erin Tate spielt Schlagzeug, Jake Snider spielt Gitarre und singt, und ich bin Cory Murchy und spiele Bass.
<b>Seit wann spielt Ihr zusammen und in welchen Bands habt Ihr vorher gespielt?</b>
Wir haben vor etwas über drei Jahren als Minus The Bear angefangen. Dave hat vorher bei Botch gespielt, Jake bei Sharks Keep Moving, Erin und ich waren bei Killsadie.
<b>Welche Einflüsse verarbeitet Ihr in Eurer Musik?</b>
Jeder in der Band hört viel Dance und Hip Hop, unsere Einflüsse sind aber breit gefächert. Ich persönlich höre viel Dub und alten Reggae.
<b>Wer ist denn bei Euch fürs Songwriting zuständig, wie kommen die Songs zu Stande?</b>
Normalerweise kommt Dave mit einem Riff in den Proberaum, dann tragen wir nach und nach alle etwas zum Song bei. Das läuft alles sehr diplomatisch ab. Oft verändern sich die Songs auch komplett von der ersten Idee bis zum fertigen Song.
<b>Was denkst Du über Euren Sound? Ich würde ihn grob als "90er Indierock mit Keyboards" einordnen, wenn sowas möglich ist…</b>
Das ist eigentlich schon eine ganz gute Beschreibung. Man könnte es auch als "tanzbaren Indierock" bezeichnen.
<b>Ist der Sound aus der Band heraus entstanden oder wurde er von vornherein von einem von Euch mit eingebracht? Ihr habt ja vorher in ziemlich verschiedenen Bands gespielt…</b>
Ich denke mal, dass unser Sound eine Mischung aus all unseren verschiedenen Einflüssen ist und hoffentlich einen ganz eigenen Sound ergibt.
<b>Meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen Eurem Debüt "Highly Defined Pirates" und der neuen EP "They Make Beer Commercials Like This" der nunmehr verstärkte Keyboardeinsatz. Was denkst Du darüber?</b>
Ja, das stimmt. Es ist aber auch das Resultat aus drei Jahren Zusammenspiel und konstantem Touren. Wir verstehen uns in der Band alle sehr gut, daher wachsen unsere Songideen und -strukturen auch immer weiter.
<b>Die Songtitel sind doch bestimmt das Ergebnis aus langen Nächten und verschiedenen Mixturen?!</b>
Hmmm…. wir neigen schon dazu, uns etwas gehen zu lassen, wenn wir Spaß haben… Die meisten Titel sind alberne Sachen, die uns einfallen, wenn wir irgendwas genommen haben. Zu dem Zeitpunkt kommt uns das immer lustig vor…
<b>Was steckt hinter den Lyrics? Für mich wirken sie wie Rückblicke auf ganz bestimmte Situationen.</b>
Ich glaube, Jake lässt in seine Texte sowohl Geschichten aus seinem Leben als auch reine Fiktion einfließen. Es ist also ein Mix aus beidem.
<b>Was steht hinter Minus The Bear? Was wollt Ihr uns mitteilen?</b>
Wir wollen die Leute dazu bringen, Spaß zu haben, zu tanzen, zu singen, zu trinken und all das. Zumindest diese Dinge wollen wir erreichen und Du weißt ja… je mehr, desto besser.
<b>Ist es für Euch wichtig, politische Statements in der Musik zu setzen?</b>
Wir haben zwar alle unsere politischen Meinungen, bringen sie aber nicht in die Musik ein. Ich denke, in dieser Band ist es besser, es voneinander zu trennen. Die Band als solche ist eher realitätsfern, und das ist für manche Fans genauso wichtig wie klare politische Aussagen. Es ist wichtig, politisch zu sein, aber es ist genauso wichtig, die schönen Seiten des Lebens zu genießen, so lange man noch kann.
<b>Was denkst Du über die verschiedenen "Szenen" im Hardcore und Punk? Findest Du Dich selber in einer dieser Szenen wieder? Ist sowas überhaupt wichtig?</b>
Ich sehe uns in keiner bestimmten Szene. Glücklicherweise kommen wir alle aus verschiedenen Bereichen. Es ist schön zu sehen, dass so viele unterschiedliche Leute zu unseren Konzerten kommen. Es ist immer gut, Mauern der bestimmten Vorstellungen einzureißen und die Leute zu sehen, wie sie alle miteinander feiern.
<b>Das Downloaden von Musik erfreut sich ja immer größerer Beliebtheit. Was hältst Du davon? Ist es nicht auch eine Chance, gerade für Indiebands wie Euch?</b>
Ich kann es verstehen, wenn man sich die Musik erstmal anhören möchte, bevor man sie sich kauft. Es ist ein tolles Mittel, neue Bands kennenzulernen, aber es ist genau so wichtig, diese Bands auch zu unterstützen, indem man sich deren Musik auch kauft.
<b>Wenn Du das Touren in Europa und in den USA vergleichst, welche Unterschiede siehst Du?</b>
Naja, bisher haben wir nur in Spanien gespielt, daher freue ich mich, in neuen Ländern zu spielen. Europa ist großartig, einfach weil es nicht die USA sind. Ich liebe die verschiedenen Kulturen und freue mich schon drauf, neue Menschen kennenzulernen und neue Eindrücke zu sammeln.
<b>Was sind Eure Zukunftspläne?</b>
Erstmal werden wir natürlich weiter spielen und touren. Solange, wie wir damit glücklich sind und natürlich Leute zu unseren Shows kommen, machen wir weiter.
<b>Zum Abschluss seien Dir noch die berühmten letzten Worte gegönnt:</b>
Kommt zu unseren Shows und habt Spaß. Tanzt, singt und lasst uns ne Menge saufen!
<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=konzertbericht&id=209">Konzertbericht ihres Auftritts in Berlin</a>
Branded Women – Velvet Hours – Stolen Moments
28. Sep 2004 | von DenizPuh, was soll ich sagen, das ist Musik, die in meinem CD-Player noch nicht einmal das Gästebett beziehen darf; die hübschen Ladies auf dem Backcover dürften das schon.
?Wenn sie nicht diese willenlose Musik machen würden, die ihren Sex-Appeal deutlich schmälert?
Das Debüt ?Velvet Hours ? Stolen Moments? (Spinefarm ) klingt für mich nach vier Frauen (es gibt noch einen männlichen Schlagzeuger, aber was der in der Band verloren hat, weiß ich nicht), die allesamt von ihren miesen Männern verlassen wurden und jetzt angesäuert durch die Bars der Welt ziehen, um ihrem Kummer über die schlecht rasierte Spezies mit Akustikgitarre, Bass, Schlagzeug, Orgel und einer sehr weichen Stimme Luft zu machen. Nicht aggressiv sondern ganz sanft mit Country-Gesülze, Easy-Listening und 60ies Pop. Zielloses Songwriting, dezentes Drumming, psychedelische Ausflüge, melancholische Stimmungen, einlullender Gesang – alles irgendwie schön. Schön auch für Butterfahrten durch die schwäbische Alm oder wenn ich morgens um fünf nach einer Jack Daniel?s Saufgelage megadicht nach Hause komme und auf dem Bett sabernd eh nichts mehr mitkriege.
Bloodbath – Nightmares Made Flesh
28. Sep 2004 | von ChristianFreudentränen werdet Ihr weinen, Ihr Jünger des Death Metals. Eure Ohren werden bluten und pfeifen, doch Eure Augen werden lachen trotz schmerzender Nackenwirbel: ?Nightmares Made Flesh? (Century Media) ist zumindest annähernd das Meisterwerk geworden, das man sich nach der Vorgänger-EP und dem 2002 erschienenen ?Resurrection Through Carnage? erhofft hat.
Bloodbath scheint nicht mehr das (wenn auch geliebte) Stiefkind von Gitarrist Anders Nyström, dem Ex-Drummer und jetzigen Gitarristen Dan Swänö sowie Bassist Jonas Renske zu sein. Mit dem neuen Drummer Martin Axenrot (Witchery, Satanic Slaughter) und keinem geringeren als Peter Tägtgren (u.a. Hypocrisy, Pain) als Sänger, der den Platz von Mikael Akerfeldt (Opeth) eingenommen hat, klingen die Skandinavier sogar noch bösartiger und direkter. Projektstatus kann man diesem Gespann wohl nicht mehr nachsagen, zumal Nyström selbst behauptet, nicht mehr nur Tribut an den Death Metal, sondern die Elite des Deaths selbst zu sein. Ganz schön vollmundig? In der Tat, doch ?Nightmares Made Flesh? straft den Gitarristen nicht gerade Lügen, zumal wenn es um Death Metal der alten Schule geht. Kein Song klappert langweilig vor sich hin, vielmehr hat man es mit zwölf aufregenden, intensiven Hammertracks zu tun, die eine für ihr Genre schon nahezu ungewöhnliche Vielfalt und Abwechslung bieten. Dass sich zwei Katatonia-Mitglieder in der Besetzung wieder finden, hat auch diesmal seine (melodischen) Spuren hinterlassen: Insbesondere der Song ?Outnumbering The Day? birgt charakteristische Tonfolgen, wie sie auch bei der Stammband der beiden zu finden sind. ?Draped In Disease? erinnert mich eher an die gepriesenen Tage von Paradise Lost, obwohl Bloodbath insgesamt natürlich Meilen davon entfernt sind, Melancholie zu verbreiten. Und doch sind es stellenweise gerade die verhaltenen Zwischentöne und beängstigend klaren Melodiebögen, die den Suchtfaktor des Albums erheblich in die Höhe treiben. Die Produktion ist der Hammer, das Album ist trotz Metzel und Meuchel zugänglich und für wahren Old-School-Death sogar eine Spur zu offen für untypische Arrangements. Für Die-Hard-Oldschooler sicherlich nicht ganz die erhoffte Glanzleistung, für mich ein bärenstarkes Album.
God Among Insects – World Wide Death
28. Sep 2004 | von ChristianSchacht auf, CD rein, Lautstärke hochdrehen, in der Küche etwas zu essen machen. – Messer fallenlassen, zum Player flitzen, Lautstärke runterdrehen, hinsetzen. What the f*** is dat denn? God Among Insects sind das Hackebeil in Nachbars Ohren, ein bis ins bodenlose tief-rumpelndes Auftrumpfen altgedienten Death-Metals, der in Form des Debüts ?World Wide Death? (Threeman Recordings) knietiefe inwändige Kerben in eines jeden Headbangers Kopf schlägt. Dass diese Kapelle erst Anfang 2004 gegründet wurde und im Spätsommer desselben Jahres schon mit einer derartig vielseitigen Bolzscheibe die Boxen zerlegt, kommt nicht von ungefähr: Sänger Magus Caligula stammt von Dark Funeral, Gitarrist K Philipson von The Project Hate, Bassist Tomas Elofsson von Sanctification (dort als Gitarrist in Lohn und Brot) und das Tier am Schlagzeug wurde bei Vomitory eingefangen. Also vier Jungs, die genau wissen, wie man Moschkellen schwenkt und das Ganze so aufzieht, dass es richtig viel Spaß beim Hören macht. Mit Tommy Tägtgren wurde die ungeschliffene Mische aus stampfenden Blasts und im Mid- bis Lowtempo marternden Zwischenparts im schwedischen Abyss-Studio in Form gebacken: Das Ergebnis lässt sich nicht anders als ?brachial gut? bezeichnen, ein Arsch voll geiler, böser und atmosphärischer Songs.
KJU: im Kölner Underground
28. Sep 2004 | von EmrahAn den zeitgleich im Prime Club spielenden 4Lyn mag es kaum gelegen haben, dass an diesem Konzertabend bei KJU: im Kölner Underground nur etwa 40 Zuschauer anwesend waren (unter ihnen übrigens auch Such A Surge-Drummer Antek). Aber es stimmt schon, dass momentan massig Bands unterwegs sind und es so schon mal vorkommt, dass eine gute Band wie KJU: leider nur ein kleines Publikum von ihrem Können überzeugen darf. Ginge es nach der Qualität der Hannoveraner, müssten sie hierzulande eigentlich täglich vor mindestens 500 zahlenden Gästen spielen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Zuvor durften allerdings Recbow ran, die mit ihrem Nu-Rock-Sound wohl nach am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Nett anzuhören, aber es fehlten die großen Momente. Ausbaufähig!
Da ich in der Zwischenzeit meinen Hunger stillen musste, bekam ich von Fony im Anschluss leider nur die letzten vier Songs mit, die mich aber auf Anhieb überzeugen konnten. Die Briten vereinigten gekonnt Emotionen und Härte und legten sich so richtig ins Zeug. Wer Fony noch nicht kennt, sollte diese Band unbedingt bei der nächsten Gelegenheit abchecken. (www.fonymusic.com)
Kju: hatte ich vor etwa einem halben Jahr schon mal in der Kölner Live Music Hall erleben dürfen, somit wusste ich, dass die vier Jungs live nichts anbrennen lassen. Mit gekonnter Lässigkeit hauten sie einen Hit nach dem anderen raus, der Großteil natürlich von ihrem aktuellen Album "The Pieces Fit", wobei das Songmaterial live noch eine ganze Ecke besser rüberkommt als auf CD. Das liegt in erster Linie an der starken Performance von Sänger Tobias, der seine Aufgabe als Frontmann souverän meistert, ohne dabei den Hampelmann machen zu müssen. Ein insgesamt sehr gelungener Auftritt, der wieder einmal bewiesen hat, dass Kju: zu den ambitionierstesten deutschen Bands gehören. Die Mischung aus modernem Rock, Emocore und Indie-Alternative müsste eigentlich eine viel größere Masse ansprechen. Wer also noch nicht in den Genuss von Kju: gekommen ist, sollte das schleunigst ändern. Und wartet nicht zulange, denn wer weiß wie lange man die Hannoveraner noch zu so günstigen Ticket-Preisen erleben darf (7 Euro im VVK). Also nichts wie hin!
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=fotos&event=57"target="_blank">Live-Fotos von KJU:</a>
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=interview&id=108"target="_blank">Interview mit KJU:</a>
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=636"target="_blank">Rezension zu "The Pieces Fit"</a>
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=tourdetail&band=750"target="_blank">Tourdaten von KJU:</a>
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Blackmore's Night – Beyond The Sunset – The Romantic Collection
27. Sep 2004 | von Emrah1997 legte Gitarren-Legende Ritchie Blackmore (u.a. Rainbow, Deep Purple) sein erstes Soloalbum vor, dass mit Hard Rock nichts mehr gemeinsam hatte. Vielmehr zupft er seitdem lieber auf seiner Akustikklampfe herum, lässt ein paar Streicher im Hintergrund für wohlige Klänge sorgen und überlässt obendrein seiner Verlobten Candrice Night den Gesang. Einflüsse klassischer Musik (Barock), Folklore und andere mittelalterliche Einflüsse runden diesen musikalischen Genuss ab. Wer jetzt glaubt, der Meister verirre sich im musikalischen Niemandsland, der liegt falsch. Immerhin konnte er zumindest in Deutschland stets hohe Chartplatzierungen erreichen. Sein neustes Album "Beyond The Sunset – The Romantic Collection" (Steamhammer/DVD) bietet eine Kollektion seiner größten Hits und einigen unveröffentlichte Versionen und dürfte vor allem für Neueinsteiger sehr interessant sein, auch weil es eine Bonus-DVD dazu gibt. Blackmore's Night sollte sowohl Enya- als auch The Corrs-, Loreena McKennitt- oder Sarah McLachlan-Fans begeistern.
Saga – Network
26. Sep 2004 | von EmrahManche Bands haben wirklich einen langen Atem. Zu dieser Kategorie gehören auch Saga, die seit 1978 mal mehr, mal weniger erfolgreich einen Longplayer nach dem anderen aufnehmen. Die Kanadier haben sich vor allem in Deutschland eine treue Fanbasis erspielt und sind Live nach wie vor ein echter Publikumsmagnet. Das aktuelle Werk "Network" (Steamhammer/SPV) zeigt die auf Platte oft etwas unterkühlt wirkende Band wieder von ihrer lebendigen Seite. Der Sound ist weniger steril und poppig als die Saga-Platten in den 90ern und enthält dafür aber alle Markenzeichen, die man von ihren alten Scheiben kennt. Catchy Gitarren, einfühlsamer Gesang, sphärische Keyboards und den unverkennbaren Progressive.Rock-Groove. Songs wie "Don't Look Now" oder das etwas dramatischere "Outside Lokking In" sollten auch die Die-hard-fans überzeugen, wobei man natürlich nicht verleugnen kann, dass Saga teilweise etwas altbacken klingen. "Gut so" werden ihre Fans sagen und auch bei "Network" zugreifen.
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www.saga-germany.de
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<a href="http://www.mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=858"target="_blank">Rezension zur Saga-DVD "All Areas – Live in Bonn"</a>
Cradle Of Filth – Nymphetamine
26. Sep 2004 | von DenizZuerst war die Enttäuschung, dann das Verständnis und schließlich die Zufriedenheit.
Enttäuschung, weil ?Nymphetamine? (Roadrunner), das nunmehr neunte Album in der Historie von Cradle Of Filth, unspektakulärer und unüberraschender geworden ist, als ich es erwartet hättet. Verständnis, weil ?Midian? (2000) und gerade das geniale orchestral-bombastische Meisterwerk ?Damnation And A Day? (2003) wohl nie mehr von den sechs Briten zu topppen sein werden. Und schließlich war ich nach 666 Rotationen in meinem CD-Player doch mehr als zufrieden, denn ?Nymphetamine? ? ein Begriff für die Sucht nach klassisch schönen Frauen ? bietet alles, was man von Sir Dani Filth und Kollegen erwartet ? ein bitterböses Werk, das sich ungezähmt sämtlicher Stilgrenzen entzieht.
Doch im Unterschied zu den Vorgängern klingt das neue, mal wieder opulente Werk wesentlich frischer, aber vor allem thrashiger als alles andere, was bisher aus Danis höllisch manischen Phantasien feurig emporstieß. Die Gitarrenwände sind richtig fett und rhythmisch straff, das Drumming von Ex-At-The-Gates/The-Haunted-Drummer Adrian Erlandson hinterlässt Spuren seiner Vorbands und sogar das ein oder andere Solo ist aus den Gefühlsausbrüchen zu entnehmen. Gleichzeitig wurden die orchestralen Parts deutlich in den Hintergrund gerückt, Horrorfilm-Effekte wie auf ?Damnation And A Day? sind hier subtiler eingesetzt. Weniger ist eben manchmal mehr dachte sich wohl Kreischzange Filth; dafür steht ganz dick das Wort ?Metal? auf seiner kleinen Brust eingeritzt. So knallen Songs wie ?Glided Cunt?, ?Nemesis?, ?Medusa Hemlock?, ?Coffin Fodder? oder ?Filthy Little Secret? monströs mit einer Mischung aus Thrash-Power, Death-Metal-Parts und der gewohnt hektischen Black-Metal-Garstigkeit. Nicht zu vergessen die Gothic-Ästhetik, die gesanglich wunderhübsch von Liv Kristine unterstützt wurde.
Alles also im schwarzen Bereich? Eigentlich schon, ?Nymphetamine? ist mal wieder exzellent geworden, doch ich persönlich vermisse ein wenig die Break-Versetzte Rasanz und die theatralisch-fiese Effektreiterei, wie ich es mir im Rausch der Sinne von Cradle Of Filth gerne besorgen ließ. Dennoch, ?Nymphetamine? wird den Großteil der Fans zufrieden stellen und vielleicht sogar dank der eingängigeren Kompositionen neue Fans hinzugewinnen.
Unter www.roadrunnerrecords.de findet ihr den Song ?Gildet Cunt? vom aktuellen Album ?Nymphetamine? als free MP3.
Silent Force – Worlds Apart
25. Sep 2004 | von EmrahMit "Worlds Apart" (Noise/Sanctuary) dürften Silent Force endgültig in die erste Liga aufsteigen. Denn viel besser kann man hymnischen Melodic Rock und Power Metal nicht vereinen! Die Band haut einen Klassiker nach dem anderen raus, Hit-Charakter inklusive. Songs wie "No One Lives Forever", "Death Comes In Disguise" oder "Iron Hand" sind nicht nur klasse arrangiert, sondern zudem auch noch mega-bombastisch. Die gesamte Band regiert knapp 58 Minuten lang auf höchstem Level: Der Gesang (DC Cooper, Ex-Royal Hunt), die Gitarre (Alex Beyrodt, Ex-Primal Fear) und der Rest der Wahnsinns-Truppe brilliert bei jedem Ton. Mein Fazit: Stratovarius und Mob Rules können einpacken – hier kommen Silent Force!!! Absolut konkurrenzlos! KAUFEN!





