Mainstage


?A Perfect Way To Say Goodbye? to Germany ? HAND TO HAND in Hannover

31. Mai 2005 | von Jakob

Chéz Heinz, Hannover, 29.05.2005. HAND TO HAND spielen ihre letzte Deutschland Show auf der aktuellen Tour, danach geht es noch weiter auf die Insel und dann vermutlich zurück in die Staaten. In solch einem kleinen Rahmen werden wir die Band aus Florida wohl nicht mehr zu sehen bekommen. Wir, die da waren, wissen warum.

Den Anfang dieses wunderbaren Nachmittag-Konzerts machten die Hamburger KURHAUS, welche mitreißenden Hardcore der motivierten Schule boten und an denen einzig und allein der Name falsch gewählt zu sein scheint. Würden sie einen Trend-kompatiblen Namen (also alles was mehr als zwei Wörter hat und eigentlich keinen Sinn macht, meist auch mit Wochentagen oder Monatsnamen versehen) tragen, so wären sie vermutlich schon wesentlich bekannter. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie gut waren. Die nur leicht verzerrten Gitarren, welche sich mit Akkordarbeit und Melodie abwechselten, das punkige Drumming und der emotional herausgeschriene Gesang kamen absolut integrer rüber und wirkten zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder plakativ. Vor den Songs erklärte der engagierte Sänger dann noch zumeist worum es sich textlich dreht und bot somit einen kleinen Einblick in die lyrischen Tiefen der Texte, die übrigens komplett in Englisch gehalten waren, mit Ausnahme einer Coverversion von irgendeiner norddeutschen Punkband. Alles in allem war das ein wirklich schöner Auftritt dieser sympathischen Band.

Nach einer kurzen Umbaupause in der der Grossteil des Publikums den Raum verließ um ein wenig Sonne und frische Luft zu tanken gingen dann die Headliner von HAND TO HAND auf die nicht vorhandene Bühne. Auf dem Boden der Tatsachen hauten sie direkt nach dem Soundcheck den Kracher ?Bravo? von ihrem aktuellen Album ?a perfect way to say goodbye? raus und nahmen damit das Publikum in Sekunden ein. Trotz der Hitze ging es vor der Bühne ganz gut ab und die textsicheren Jungs im Publikum sangen die Songs größtenteils mit.
Perfekt umgesetzt boten die fünf nicht mehr ganz so jungen Männer eine fantastische Hardcore, Emocore, wasauchimmer Show und standen damit der weitaus bekannteren Konkurrenz, namentlich UNDEROATH, FUNERAL FOR A FRIEND und Konsorten, in nichts nach.
Einen Tick metallischer und mit klareren Hardcorewurzeln (der Schlagzeuger spielte übrigens bei den phänomenalen AS FRIENDS RUST) als genannte Bands kam die Show gar nicht erst in die Versuchung in langweilige, glatte Pop-Spurrillen abzudriften sondern schaffte es immer wieder den Bogen zu mitreißenden Riffs und krassen Schreipassagen zu schlagen.
Neu ist das Gehörte, mit schnellen geschrieenen Strophen und langsamen gesungenen Refrains, natürlich ganz und gar nicht und den MARS VOLTA-Gedächtnis-Preis für das innovativste Album des Jahres haben HAND TO HAND bekanntlich ja auch nicht gewonnen, dennoch war das Gebotene mehr als solide und wusste auf ganzer Strecke zu überzeugen. Mit Ausnahme eines kurzen Metallica-Intros wurden nur Songs vom akutellen auf Lifeforce-Records erschienenen Debüt gespielt.
Was ich besonders bewunderns- und erwähnenswert fand war, dass der Sänger fast alle Schrei- sowie Gesangspassagen übernommen hat. Das ist ja in Zeiten von singenden Schlagzeugern nicht mehr die Regel, umso schöner zu sehen, dass es doch noch jemand kann.
Nach einer knappen Dreiviertelstunde in der die komplette Band musikalisch wie auch stageacting-technisch alles gegeben hat war dann auch Schluss und ein jeder Anwesende war sich sicher, dass das ein durchaus gelungener Nachmittag mit zwei klasse Bands war, von denen wir hoffentlich noch einiges hören werden. HAND TO HAND werden beim nächsten Europa Besuch bestimmt weitaus größere Locations als das kleine, aber äußerst stilvolle Chéz Heinz spielen. Zu wünschen wäre es ihnen auf jeden Fall. Und endlich war es auch mal wieder eine Emo-, Screamo-, Popcore Show die eher nach Hardcore denn nach Sell-Out roch, so lob ich mir das. Es kann also doch noch Spaß machen auf Konzerte von solchen Bands zu gehen.

Peter Pan Speedrock - Spread Eagle

26. Mai 2005 | von Robert

In letzter Zeit waren die Jungs von Peter Pan Speedrock aus Eindhoven sehr umtriebig. Nach ?Lucky Bastards? aus dem Jahr 2003, der Compilation ?Loud Means Fast&Dirty? 2004, folgte die Split EP mit niemand geringerem als Zeke und nun kommt auch noch das neue Studioalbum ?Spread Eagle?. Und um es vorwegzunehmen, es ist bis dato das Beste. Denn das vierte Album der Holländer ist eine Weiterentwicklung, wie man sie von vielen Bands wünscht, die aber auch schnell mal nach hinten losgehen kann, wenn sich eine Band zu sehr verändert.
Doch die Weiterentwicklung wird bei Peter Pan in langsamen Schritten vorgenommen. Denn ?Spread Eagle? ist zwar immer noch loud, fast and furious, aber auf einmal arbeiten die drei Herren mit Melodie und bringen einen Ohrwurm- und Mitgröhlcharakter in einige Songs mit ein, die man bisher noch nicht kannte und was besonders der grandiose Song ?Pay The Fuckin Bill? beweist.
Aber diese neuen Einflüsse stehen Peter Pan Speedrock ausgesprochen gut, vor allem weil man sie mit dem alten Stil mischt und auch auf diese Art Abwechslung erzeugt. Bis jetzt ist diese Rock `N Roll Granate, die sich erstmalig ein wenig von Bands wie Motörhead oder Zeke durch die Änderungen entfernt, das absolute Albumhighlight des bisherigen Jahres. Denn alle 13 Songs haben es in sich und können vollauf überzeugen.
Weitere großartige Hits, neben dem bereits erwähnten ?Pay The Fckin Bill?, sind der Opener ?Cock Teaser?, ?Time To Get Down? und ?Good Stuff?. Aber im Grunde darf man hier keine Songs hervorheben, hier sind alle Songs toll und im Rock `N Roll Bereich muss dieses Album zurzeit seinesgleichen suchen. Der Wahnsinn, Kaufen!

10 von 10

Blood or Whiskey - Cashed Out On Culture

26. Mai 2005 | von Robert

Irish oder Celtic Folk gemischt mit Punkmusik ist seit dem Vorstoß von Bands wie Dropkick Murphys, den Real Mc Kenzies oder auch Flogging Molly klar auf dem Vormarsch und wird von anderen Bands fortgeführt. So zum Beispiel auch von Blood Or Whiskey, die nun ihr zweites Album ?Cashed Out On Culture? vorlegen. Aber im Gegenteil zu den genannten Bands, bei denen, nimmt man mal Flogging Molly ein wenig heraus, der Punkrock im Vordergrund steht und Irish Folk ergänzt wurde, ist dieses bei Blood Or Whiskey aus London anders.
Irish Folk dient als Grundbasis, Punk wurde hinzugemischt. Immer wieder erinnern Blood Or Whiskey mit ihrem zweiten Album an Bands wie die Pogues und setzen deren Tradition fort. Denn ?Cashed Out On Culture? besitzt sehr viel Lebensfreude, spiegelt Irland musikalisch wieder, wie man es zu kennen glaubt und geizt auch nicht mit Härte, Punkrockeinflüssen und vor allem Melodie.
Wie beim Vorgänger ?No Time To Explain?, so haben die Engländer auch diesmal wieder ein starkes Album herausgebracht, dass genau da weitermacht, wo ?No Time To Explain? aufhört. Ich denke man wird noch von Blood Or Whiskey hören, denn sie machen ihre Sache ausgesprochen gut und erweitern die Riege der guten Irish Folk Punkbands somit. Gutes Teil!

8 von 10

ZSK: Politpunk erster Güte in Hannover

26. Mai 2005 | von Robert

Am 6.5., einem Freitag war mal wieder Punkkonzert im Chez Heinz in Hannover. Noch mit leicht dickem Kopf vom Vatertag ging es dennoch hin, schließlich spielte mit ZSK eine der besten deutschen politischen Punkbands im Heinz.
Als ich gegen 22 Uhr im Heinz aufschlug war es klar, dass es voll werden würde an diesem Abend. Denn noch vor der Vorband hatte sich das Chez Heinz sehr gute gefüllt und so weilten im Endeffekt gute 350 Leute bei diesem Konzert, dass die Bielefelder Melody Coreler The Getaway Drivers eröffneten. Doch ihr melodischer Hardcore mit Punkeinschlag konnte mir gar nicht zu sagen, war irgendwie auch schlecht abgemischt und schon tausend mal gehört. Zudem hatte ich doch sehr den Eindruck, dass die Bielefelder eher gegeneinander als miteinander spielten. So setzte ich mich auf ein Bier in den Nachbarraum, um dem Treiben auf der Bühne zu entkommen.
Doch es dauerte auch nicht mehr lange, dann kamen ZSK auf die Bühne und legten gleich großartig los. Es wurde eine sehr gute Mischung an alten Songs vom ?Riot Radio? Album und neuen Songs vom ?From Protest To Resistance? Album geboten, auch die Mischung an deutschen und englischen Songs stimmte und so ging von Anfang die Post ab im Bei Chez Heinz. Die Band zeigte sich auch begeistert und spielte sich in einen Rausch, so dass die Wahl-Berliner ein großartiges Konzert hinlegten. An Songs gab es eine Bob Marley Coverversion, ?Keine Angst?, ?Fight For More?, ?Was Wir Wollen? usw. Lediglich der Song ?We Are The Kids? fehlte leider, den ich noch gern gehört hätte. Ansonsten war die Show, die immerhin fast 75 Minuten dauerte, eine sehr gute und so ging ich sehr zufrieden nach Hause.

Days Away - Mapping An Invisible World

24. Mai 2005 | von Torben

Die jüngste Errungenschaft von Fueled By Ramen trägt den Namen DAYS AWAY und sollte eventuell schon einigen Emo/Pop Punk Fans über den iPod gelaufen sein. Das Quintett aus Philadelphia lieferte bisher ordentliche Musik in guter alter SAVES THE DAY Tradition (natürlich zu deren besten Zeiten) ab, und verschwanden damit eher in der Masse der Bands, die in eine ähnliche Richtung strebten.

Mit ihrem Debüt Longplayer, "Mapping An Invisible World", auf Fueled By Ramen zeigen sich die Jungs jedoch deutlich harmonischer und mit einer eigenen Note. Powerchords findet man eigentlich gar nicht mehr wieder, stattdessen haben poppige Melodien mit atmosphärischen Arrangements ihren Einzug in den Sound von DAYS AWAY gefunden. Leichte SUNNY DAY REAL ESTATE Anleihen vermag der Musikfreund hier durchaus durchzuhören, auch wenn sich diese noch eine Liga über den Emporkömmlingen von DAYS AWAY befinden. Eingängigkeit und wunderschöner Gesang zeichnet besonders die ersten Songs, des 11 Tracks umfassenden Albums aus. Gerade ein Opener wie "God and Mars" überzeugt mit viel Atmosphäre und unterschiedlichen Dynamiken zwischen Pop und Emorock während das bedeutend langsamere "Stay The Same" mit sehr vielen, verträumten Elementen spielt und eher an frühere ARMOR FOR SLEEP Songs erinnert.

Ein schönes Album haben DAYS AWAY mit "Mapping An Invisible World" geschmiedet. Über die volle Distanz fehlen mit teilweise die signifikanten und interessanten Momente in den Songs ? die ein oder andere Perle wird man jedoch definitiv beim durchhören für sich entdecken.

1. God and Mars
2. Stay The Same
3. Gravity
4. Ideas
5. Keep YOur Voices Down
6. Mirrors
7. It's Not Over
8. The Fight
9. You Were Alright
10. It Happens
11. T Klines Decline

07/10

The Letters Organize - Dead Rhythm Machine

24. Mai 2005 | von Robert

Das Label Nitro Records von Offspring Sänger Dexter Holland hat einige nette Bands gesignt, wie früher Ensign oder ???. Aber irgendwie funktionierte die Marketingstrategie in Europa nicht, was auch an einem fehlenden Vertrieb und fehlender Promotion lag. Doch nun kommt eine Band Namens The Letter Organize daher, die nun ihr Debütalbum ?Dead Rhytm Machine? auch in Europa veröffentlichte.
Und ehrlich gesagt wurde es verdammt noch mal Zeit, dass man etwas über The Letters Organize in Europa vernimmt. Denn ?Dead Rhytm Machine? ist ein verdammt starkes Stück Musik geworden. Auf insgesamt 13 Songs rockt, schreit und groovt sich die Combo durch dieses Album und weiß dabei ausnahmslos zu gefallen. Musikalisch einzuordnen sind The Letters Organize in die Post-Hardcore Schublade, wer damit wenig anfangen kann, die Jungs klingen nach einer mehr als gelungenen Mischung aus Fugazi und Refused und klopfen sicher mit ihrer Musik auch an die Tür von JR Ewing an. Aber gerade die Mischung aus rockigen Passagen mit ein wenig Melodie macht dieses Album aus und lässt es sehr eigenständig dastehen. Fernab von jeglicher Kopie ist ?Dead Rhytm Machine? ein richtig gutes Album geworden und macht Lust auf mehr, besonders in der Form von Liveauftritten. Außerdem beweist dieses Album, dass in Zukunft wieder mehr Bands und Platten vom Nitro Label nach Europa gehören. Fertig, Aus, Basta!

8 von 10

ZSK - From Protest To Resistance

24. Mai 2005 | von Robert

Es ist schon einige Tage her, als endlich ?From Protest To Resistance erschien, der zweite Longplayer von ZSK, den Wahl-Berlinern, die so herrlichen politischen Skatepunk fabrizieren, wie sie im vergangenen Jahr auch auf dem Mainstage Geburtstag bewiesen.
Nach dem Besuch im Studio im Dezember 2003 hat es dann doch noch mal fast ein Jahr gedauert, bis dieses Werk via Bitzcore endlich das Licht der Welt erblickte. Und das wurde wirklich auch Zeit, es sei mir dieser Ausdruck gestattet.
Nach ?Riot Radio? aus dem Jahre 2002, ist ?From Protest To Resistance? also nun der Nachfolger. Schon nach wenigen Minuten Laufzeit zeigt sich, dass die vielen unermüdlichen Touren ,mit Bands wie Anti Flag, Terrorgruppe etc. die ZSK in den letzten Jahren in den Knochen hatten, gelohnt haben. Denn um es auf den Punkt zu bringen, ZSK sind erwachsen geworden, ziehen alle Register auf ?Fron Protest To?? und liefern eine unglaublich starke Vorstellung ab.
Eröffnet wird dieses großartige Werk mit ?Keine Angst?, einem energischem politischen Song, dem weitere folgen. Dabei wird immer im Wechsel auf Englisch und auf Deutsch gesungen, mal mit persönlichen, aber meist mit politischen Texten. Gerade die Entwicklung der Band kommt in den Songs deutlich zum Ausdruck, denn dieser Wechsel zwischen den Sprachen und die unglaubliche Energie der Songs zeugt deutlich davon. ZSK haben unglaublich Power, Spielwitz, Energie und Wut in dieses Album gesteckt, verzichten aber auch nicht auf Melodie und erzeugen somit ein Album auf dem sich ein großartiger Songs an den Anderen reiht, wie ?Dabei Sein Ist Alles?, ?Hello 1984?, ?Kein Mensch Ist Illegal? oder ?Fight For More?. Schwächen gibt?s absolut keine und so bleibt dieses Album, dass an Bands wie Propaghandi, AntiFlag, Black Flag oder auch frühere Green Day erinnert unerreicht und ist um Längen besser als der Vorgänger. Von mir gibt?s die Höchstnote, denn ?From Protest To Resistance? hat es verdient und gehört schon jetzt zu meinen Punkrocklieblingsalben!

10 von 10

Red Lights Flash - Free…

24. Mai 2005 | von Robert

RED LIGHTS FLASH aus Graz in Österreich ist die erste europäische Band, die von AF Records, dem Label von ANTI-FLAG, unter Vertrag genommen wurde. ?Free…? heißt das erste Album, das RLF für AF aufgenommen haben und dieses Album hat es wirklich in sich.
Denn ?Free?? ist gut geworden, sehr gut sogar. Die Jungs haben wirklich unglaubliche Energie in sich, die auf ?Free?? herauslassen.
Die Richtung in die man Redlightsflash grob einordnen müsste ist Hardcore-Punkrock, irgendwo zwischen Rise Against, Anti Flag, Pennywise, Black Flag und H2O. Die Stärken von RLF liegen aber in der Vielseitigkeit und Abwechslung, die die Songs auf ?Free?? auszeichnen. Außerdem schaffen es RLF wie kaum eine andere Band sich Eigenständigkeit und Dynamik zu bewahren und überzeugen so auf voller Linie. Ich freue mich wirklich darauf die Band auch mal live zu sehen, denn das wird dringend Zeit. Denn ?Free?? macht unglaublich Lust auf mehr. Spätestens seit diesem Album weiß ich die guten Kritiken anderer Schreiber einzuordnen. Gerade durch den vermehrten Einsatz von Melodien und Hymnen schaffen es RLF auf dieser CD zu überraschen und vergessen auch nicht ein paar Mal ein wenig Ruhe hineinzubringen und sanftere Töne anzuschlagen. Textlich mischen die Grazer politische Themen, wie bei ?Boost The Economy? oder ?Politics Of Hate?, mit persönlichen, zum Beispiel ?Darkest Moments?. Damit wären auch schon einige erstklassige Anspieltipps genannt, die dieses Album aber unzählige aufweist. Daher unbedingte Kaufempfehlung denn RLF sind eine der besten Hardcore-Punkrock Bands aus Europa, unbedingt anchecken!

9,5 von 10

Neck - sod`em

24. Mai 2005 | von Robert

NECK kommen aus London und sind der Folk-Punk-Ecke zuzuordnen. Auf ?Sod?Em & Begorah!? gibt es 12 Songs, 10 davon sind neue NECK Songs, 2 sind Irische Traditionals, welche die Band für das Album neu aufnahm. Das Folk-Punk Genre, in dem Bands wie die Dropkick Murphys, die Real Mc Kenzies oder auch Flogging Molly zu Hause sind, genießt zur Zeit großen Zuspruch. Ob Neck einmal ähnlich abräumen werden, wie die genannten Bands, darf bezweifelt werden, aber dass heißt nicht, dass die Londoner auf ?Sod´Em&Begorah!? ihre Sache nicht gut machen, denn das tun Sie. Eher bin ich der Meinung, dass es allgemein schwierig sein wird den genannten Bands in naher Zukunft das Wasser zu reichen.
Neck auf jeden Fall gefallen in der Underground Rolle sehr gut. Sehr flott kommt ihre Musik daher, deren Mischung ganz klar vom Irish Folk dominiert wird, gemischt mit Punkanleihen und Dudelsackklängen. Als Vergleich sind Bands wie Blood Or Whiskey und natürlich die Pogues anzuführen. ?I turn my face to the four winds?, ?May the road rise with you? oder ?The star of the county down? gehören zu den Highlights auf diesem doch sehr guten Album, was uns Neck hier servieren. Denn obwohl Folk Punk zur Zeit ziemlich in ist, schaffen es die Engländer ihren eigenen Stil zu kreieren und diesen auch durch zu ziehen, ohne als Plagiat einer der Genregrößen aufzufallen. Mandoline und Geige werden hier gekonnt eingesetzt, so dass ?Sod`Em&Begorah!? unbedingt angehört werden muss. Gutes Album, gute Band, mehr davon!

8,5 von 10

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Most Precious Blood - Our Lady Of Annihilation

24. Mai 2005 | von Robert

MOST PRECIOUS BLOOD sind eine der Bands, die das Thema Hardcore kreativ, aber dennoch brachial hart gestalten. So werden immer wieder auf ihrem neuen Werk ?Our Lady Of Annihilition? verschiedene Details hinzugeführt, so dass das Album viel an Spritzigkeit und Frische erfährt. Hardcore, wie ihn Most Precious Blood praktizieren, macht einfach Spaß und rockt derbe, das beweisen die 11 Songs auf diesem Album.
Als Basis benutzen MPB derben Oldschool Hardcore und lassen Punkrock und Metaleinflüsse in verschiedenen Formen und Ausmaßen mit einfließen. Am ehesten vergleichbar sind MPB mit ihren Genrekollegen von The Hope Conspiracy, also irgendwo zwischen Hatebreed, Sick Of It All und Agnostic Front, verzichten aber auf zu viel Prolligkeit und Coolness, sondern konzentrieren sich ganz auf die Musik. Dadurch entstand ein wirklich gelungenes Album, dass in Songs wie ?Collusionist? und ?The Great Red Shift? seine Highlights hat.
?Our Lady Of Annihilition? ist somit ein derbes, straightes und verdammt gutes Stück Hardcore geworden, ein absolutes Muss für jeden Hardcorefan!

8 von 10

Rawside - Outlaw

24. Mai 2005 | von Robert

Rawside meldeten sich vor kurzem mit ?Outlaw? eindruckvoll zurück. Die Band aus Coburg landete einst mit ?Staatsgewalt? einen Deutsch-Hardcore-Punk-Klassiker und kann auch mit dem neuen Album auf ganzer Linie punkten. Ohne ihren Stil großartige zu ändern geht es auch auf ?Outlaw? ohne Kompromisse zu Werke. Hardcore-Streetpunk a la The Exploited oder Discharge mit viel Aggression, Wut und Energie wird auch auf diesem Album in 14 Songs auf die Allgemeinheit losgeknüppelt.
Die große politische Attitüde aber macht die Musik von Rawside erst wirklich groß, wie ich finde, denn in den Texten wird schonungslos mit den Missständen in diesem Land abgerechnet, so wie es einfach sein muss. Textlich finde ich, sind Rawside klar mit ZSK zu vergleichen, da auch die Wahlberliner wie Rawside gerne englische und deutsche Texte miteinander verbinden ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder sich hinter platten Phrasen zu verstecken. ?No gods, no war?, ?Fuck you all?, ?See you die?,Rufmord? und ?Es herrscht Krieg? sind einige der sehr guten Songs auf ?Outlaw?, welches wirklich ein gutes Album geworden ist. Rawside bieten Punk, der es in sich hat und stehen somit in diesem Genre in Deutschland ganz vorne.
Einziger Schwachpunkt eines starken Albums ist die ein wenig lasche Produktion, mit der man leider ein wenig die Dynamik nimmt und dafür sorgt, dass einige Songs nicht ganz so gut zünden, wie sie es mit besserer produktionstechnischer Umsetzung hätten tun können. Daher auch nur 8 Punkte von mir, der Rest ist aber ein wirklich gut!

8 von 10

Church of Confidence - On The Hook!

24. Mai 2005 | von Robert

Das vierte Album ?On The Hook? der Berliner CHURCH OF CONFIDENCE ist das erste Album, welches die Band auf Wild At Heart Berlin Records, dem Label, das zum Berliner Wild At Heart-Club gehört, herausbringt. Der Club wird übrigens geleitet von der Frau von Sänger Uli.
?On The Hook? ist also das Nachfolgealbum des 2002er Werkes ?Teaching The Children The Blues? und wartet wie der Vorgänger mit einer guten Mischung aus Rock`N Roll, Punkrock und Rockabilly auf. Allerdings fällt das neue Album gegenüber ?Teaching The Children?? ab, da einfach die Hits, die Hammersongs mit Mitgröhl- und Ohrwurmcharakter, wie ?Whatever Happen To? fehlen.
Auf der anderen Seite existieren schon ein paar starke Songs auf diesem Album, wie ?Make A Move? oder die Coverversion des Titelssongs zu dem Film mit George Clooney ?O Brother Where Are Thou?, ?I am A Man Of Constant Sorrow?. Die Stärke dieses Albums ist wieder einmal die Melodie, die auch die genannten Songs so dominiert.
Als klare Schwäche muss der geringe Wiedererkennungswert genannt werden, denn irgendwie bleiben die Songs zu selten hängen. Schade, denn die Vorgängeralben, besonders das letzte Werk waren richtig gut. Aber ?On The Hook? kann diesen starken Eindruck leider nicht wiedergeben.

5,5 von 10

Nekromantix - Dead Girls Dont Cry

24. Mai 2005 | von Robert

Nekromantix gehören im Psychobilly Bereich zur absoluten Genre-Spitze. Das hat auch ihr letztes Album, mit dem schönen Titel ?Dead Girls Don´t Cry? bewiesen, welches aber schon vor ein paar Tagen erschien. War Sänger Nekroman doch sehr beschäftigt, u.a. mit seinem Sideproject Horrorpops, bei dem seine Frau Patricia singt, ist es ihm und seinen beiden Mitstreitern dennoch gelungen, ein zumindest ebenbürtiges Album im Vergleich zum Vorgänger ?Return Of The Loving Dead?, zu schaffen.
Die Exil-Dänen, aus Kopenhagen nach Los Angeles übergesiedelt, vereinen auch auf diesem Album in ihrem Psychobilly auch Einflüsse aus den Bereichen Punk, Rock´N Roll und Country und bestechen so durch ihre enorme Vielseitigkeit, aber auch durch Spielwitz, und ungeheure Energie, was sich nicht nur auf ?Dead Girls Don´t Cry?, sondern auch vor allem live immer wieder zeigt. Nekromantix sind auf ihrem neuesten Werk besser als je zuvor, so einfach lässt sich das zusammenfassen. Das zeigt insbesondere in den Songs ?Black Wedding?, ?Backstagepass To Hell? oder ?Dead Moon Walkin? aber auch im gesamten Rest.
Witzige Texte, die mit einem Augenzwinkern daher kommen, treffen auf sehr gute Musik, hymnische Melodien und jede Menge Songs mit Sing-A-Long Charakter. Genau das macht Nekromantix aus, das war schon immer so und ist mit ?Dead Girls Don´t Cry? nicht anders, im Gegenteil!

9 von 10

7 Seconds: Eine Legende kehrt zurück

24. Mai 2005 | von Robert

Eine Punk- und Hardcorelegende kam nach Hannover, am 3.5.05. Möglich gemacht hatte das ganze Lichtgestalt-Booking, eine neue Konzertveranstaltungsgruppe in Hannover. Austragungsort war aber nicht das Chez Heinz, sondern das Musikzentrum. Die Rede ist von 7 Seconds, die sich mit Ausnahme der Resistance Tour im letzten Jahr gut sechs Jahre nicht in Europa haben sehen lassen.
Aber jetzt, mit neuem Album im Gepäck ?Take It Back, Take It On, Take It Over? kam man wieder nach Deutschland und dann gleich nach Hannover.
Schon vor der Vorband, I Defy waren für die kurzfristig ausgefallenen Constraint eingesprungen, wurde aber klar, richtig voll würde es wiedererwartend nicht werden. Ins gesamt doch sehr enttäuschende knapp 120 Leute verliefen sich im MZ Nord. Keine Ahnung woran es lag. Nur soviel, die die nicht da waren verpassten einiges.
Den Auftakt machten, wie gesagt, I Defy aus Hannover. Die Jungs konnten mich wieder überzeugen. Stand ich gerade am Anfang ihres Schaffens doch sehr auf dem Kriegsfuss mit I Defy, gefallen sie mir nun von Mal zu Mal besser, was auch daran liegt, dass Sänger Raul nicht mehr nur die hohen Töne singt, sondern diese mehr und mehr weglässt. Musikalisch gab es Hardcore zwischen Agnostic Front, Comeback Kid und Youth Of Today auf die Ohren. Eine ganze Reihe an neuen Songs wurden zum Besten gegeben, die bald in Form eines neuen Albums erscheinen werden. Aber auch Songs des Albums ?The Fiering Line? wurden gespielt. Als Schlusspunkt gab es dann noch eine Coverversion des Slime Klassikers ?Disco?. Ein guter Auftritt von I Defy, ich freu mich aufs neue Album.
Und dann war es endlich soweit, die 7 Seconds standen auf der Bühne. Letztes Jahr in Osnabrück bei der Resistance Tour noch ein wenig hölzern, waren sie nun topfit und konnten mich total begeistern. Ohne große Pausen wurden von nun an Hit an Hit zum Besten gegeben. Besonders ältere Songs wurden gespielt, aber auch die letzten beiden Alben ?Take it back, Take it on, Take it over? und ?Good To Go? wurden ausreichend bedacht. Als Opener gab es ?Still On It?, dann folgten "We're Gonna Fight", "The Crew", Walk Together, Rock Together", "Clenched Fists, Black Eyes"" oder neuere Songs wie "Sooner Or Later", "Slow Down A Second" oder "Our Core", und das großartige ?Young Till I Die? sowie viele viele mehr.
Zusätzlich wurde eine Coverversion des Sham 69 Klassikers ?Kids Are United? gespielt und zum guten Abschluss gab es ?99 Red Balloons?. Doch die alten Herren, die dieses Thema in Form von einigen Witzen des Herrn Kevin Seconds immer wieder ansprachen, kamen noch zweimal wieder und entließen so nach sechs Zugaben und knapp einer Stunde Spielzeit die Anwesenden mehr als zufrieden in die Nacht. Wie schon erwähnt, wer nicht da war?
Um das in Zukunft vielleicht ein wenig zu verhindern, wer tolle Punk, Hardcore oder Skamucke mag, aus dem Raum Hannover kommt oder gerne mal da hinfahren möchte, der schau doch in Zukunft mal bei www.lichtgestalt-booking.de vorbei. Dort findet ihr alles zu den aktuellen großartigen Veranstaltungen.

Circle Jerks - Live At The House Of Blues DVD - The Show Must Go Off Episode 16

19. Mai 2005 | von Torben

In der 16ten Episode ihrer "The Show Must Go Off" Live DVD Serie präsentieren Kung Fu Records uns niemand geringeres als die LA Hardcore Punk Legende CIRCLE JERKS. In der gewohnten Qualität wird uns die komplette Show im House Of Blues in ausgesprochen hoher Qualität serviert.

Ein angenehmes Gleichgewicht aus Aufnahmen der Band und besonders des dreadgelockten Frontmannes Keith Morris sowie der tobenden Crowd aus den verschiedensten Perspektiven zeichnet dieses Release aus. Während der insgesamt 25 ausgewählten Songs aus altem und neuen Material zeigen die CIRCLE JERKS einmal mehr, dass ihnen kaum eine der aktuellen Punk Bands das Wasser reichen kann.

Zwischenzeitig reagiert Morris wegen des regelmäßigen Bespuckens aus dem Publikum recht angepisst und fordert die Crowd auf, die Band doch wie menschliche Individuen zu behandeln. Das ganze verdirbt jedoch nicht die Grundstimmung der Band und so gedenken die CERCLE JERKS auch ihrer eigenen Roots und liefern ein knackige Coverversion von "Solitary Confinement" der Weirdos ab. Beendet wird die Show mit BLACK FLAG?s "Nervous Breakdown". Dickes Bonusmaterial mit Kommentaren von Morris und Bassist Zander Schloss, Untertiteln sowie einer Photo Galerie runden das Package für jeden CIRCLE JERKS Fan sauber ab.

07/10

Gute Musik für wenig Leute

19. Mai 2005 | von Jakob

Am 8. Mai diesen Jahres stand im K-19 mal wieder ein illustrer Konzertabend mit zwei guten Bands an. EVEREST hatte ich vor einiger Zeit schon einmal gesehen und sie wussten mir zu gefallen. Von JUPITER JONES hatte ich bislang noch nichts gehört, dafür wurden sie mir aber von allen Seiten angepriesen, zum Teil als beste deutsche Band. Ich war auf jeden Fall gespannt und machte mich mal wieder viel zu früh auf den Weg ins Kasseler K-19.

Die erste Position bekleideten an diesem Abend die Berliner von EVEREST. Ersatzgeschwächt und vor leider enttäuschender Kulisse mussten sie antreten und wirkten dementsprechend nicht ganz so motiviert, wie man das gerne gesehen hätte. Verstehen kann man es aber allemal.
Der zweite Gitarrist fiel krankheitsbedingt aus und der Rest der Band versuchte das nun aufgetretene melodische Defizit aufzufangen. Grö�tenteils gelang das auch echt überzeugend, aber an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir doch die zweite Gitarre und deren Melodie dazugewünscht.
Musikalisch war das ganze wieder einmal sehr eingängig, poppig und mit schönen Melodien, diesmal, so schien es mir jedenfalls, gab es aber auch noch eine etwas kräftigere Rockkante dazu, das könnte aber auch an der reduzierten Formation liegen.
Das Publikum verhielt sich eher passiv, Applaus nach den Songs ging klar, aber ansonsten war da nix zu holen.
Alles in allem zählt das Konzert für die Band sicherlich nicht zu den Karrierehöhepunkten. Verständlicherweise spielten EVEREST auch nur ein äu�erst kurzes Set. An diesem Abend war wohl nicht mehr zu holen. Dennoch eine gute Band, von der wir mit Sicherheit noch einiges hören werden.

Die zweite Band des Abends, JUPITER JONES genannt, ging kurze Zeit später auf die Bühne und wusste mit mitrei�endem Punkrock der BUT ALIVE-Schule absolut zu überzeugen.
Den vier Musikern sah man den SpaÃ? am spielen deutlich ein und so wurde die Stimmung auch im Publikum etwas freundlicher.
Der raue Gesang erinnerte mich nicht nur einmal an die Helden dieses Genres, HOT WATER MUSIC. Gerne hätte ich auch noch mehr von den Texten verstanden, aber mit dem Sound ist es im K-19 ja immer so eine Sache. Was ich mitbekommen habe klang aber sehr gut und wirkte so, als hätten die Jungs sich wirklich Gedanken gemacht über das was sie da singen. Stellenweise kamen mir die wunderbaren KETTCAR in den Sinn, natürlich viel rauer und kantiger, aber textlich wohl doch nicht so weit entfernt.
JUPITER JONES wussten absolut zu überzeugen und zeigten, dass sie wohl zu den sympathischsten Bands dieses Genres gehören. Das Publikum quittierte die Anstrengungen der Musiker mit dezentem Mit-Singen während und viel Applaus nach den Songs.
Die vier Saarländer spielten ein relativ langes Set, welches mit einigen Zugaben, dem Wunsch des Publikums entsprechend, noch verlängert wurde.
Absolut erwähnenswert ist hierbei der vom Sänger Solo gespielte Song. Was soll ich dazu noch sagen? Gänsehaut pur. Gro�artig, wie alles an dieser Band. Ich bin begeistert!

Am Ende des Abends war wohl jeder Zuschauer zufrieden und konnte mit dem guten Gewissen nach Hause gehen zwei der besten deutschen Bands gesehen zu haben. Schön wars. Und beim nächsten Mal kommen bestimmt auch mehr Leute, da bin ich mir sicher!!

System Of A Down - Mezmerize

17. Mai 2005 | von Markus

Cleverer marketingtechnischer Zug, dass SOAD erst ?Mezmerize? und in gut sechs Monaten ?Hypnotize? veröffentlichen. Denn mit einer Spielzeit von gerade 36 Minuten ist ?Mezmerize? nicht sonderlich lang. Nachdem man mit ihrem letzten Album ?Steal This Album? die Überreste der Aufnahmesession von Toxicity veröffentlichte, kann man getrost vom offiziell dritten kreativ entwickelten Album sprechen. Dabei fällt leider auf, dass zwischen all den Jahren nicht sonderlich viel an neuem Kreativen raus gekommen ist. Das Konzept ist geblieben. Chaotische Klänge am Anfang der Songs, welche die Kurve in melodiöse Melancholie finden, um explosionsartig wieder in Chaos abzudriften. Da SOAD dies aber in einer einzigartigen Weise präsentieren, schafft es ?Mezmerize?, den Hörer an sich zu binden und wirkt keineswegs abgedroschen und langweilig. Gerade das Chaotische scheint unendliche Weiten zu bieten. ?Radio/Video? bietet das Wechselspiel der Harmonien mit einem typischen Touch Folkore und setzt diesem Song damit einen besonderen Stempel auf. Sehr abgedreht kommt ?Violent Pornography? rüber. Je abgedrehter desto besser. Ansonsten klingt es typisch für System of A Down. Musikalische Tunnelblick-Fans wird?s freuen. Hier wird nix dem Zufall überlassen und getreu dem Motto: ?Schuster bleib bei deinem Leisten?, musizieren die Herren gewohnt weiter. Vielleicht ist auch gerade das der Garant für den Erfolg, den System of A Down sicherlich mit ?Mezmerize? sicherlich haben werden.