Yellowcard – Where We Stand
27. Jul 2005 | von TorbenAn dieser Stelle möchte ich zunächst hoch erfreut festhalten, dass Kung Fu Europe Anfang dieses Jahres Takeover Records zu ihrem Imperium hinzugefügt haben. Mehr feine Musik also für uns und mit dem ersten Release geht man gleich mutig einige Jahre zurück in der Zeit und zwar bis ins Jahr 1999. Nun ja bei einer Band wie YELLOWCARD, die in den letzten Jahren einen ausgesprochenen Hype erfuhren und zuletzt mit NEW FOUND GLORY durch die Republik reisten scheint dies auch kein Risiko sondern vielmehr die ökonomische Ausschöpfung einer neu gefundenen Cash Cow.
"Where We Stand" ist eines der beiden Alben, die YELLOWCARD in ihren High School Jahren releast haben. Das damalige Line-Up kam noch ohne die charakteristischen Stimme vom derzeitigen Frontmann Ryan Key aus. Stattdessen wählte das Quintett einen aggressiveren Melodycore Ansatz, der von großen Bands wie NOFX oder LAGWAGON, die wohl die meisten High School Kids in dem Alter beeinflussen, inspiriert wurde. Am Mic, Ben Dobson, der raue und schroffe Melodien durch die Boxen jagt. Abheben tun sich YELLOWCARD jedoch schon damals, denn "Where We Stand" belegt wunderbar die anfängliche Verschmelzung des Punksounds mit der elektronischen Violine von Sean Mackin. Zwar spielen sich dessen Klänge über große Strecken im Hintergrund ab, funkeln jedoch mit zunehmender Häufigkeit aus dem Melodycore Wald hervor. Um das Re-Release den Fans auch schmackhaft zu machen gibt es ein dickes Booklet mit original Fotos aus der damaligen Zeit sowie ein kleines Video, welches YELLOWCARD Anno 1999 zeigt. Von den vielen Re-Releases die man derzeit so auf der Straße findet ist dies zumindest eines, was für Fans sicherlich interessant sein dürfte.
06/10
Sonic Bang Festival auf der Krukenburg
8. Jul 2005 | von benniDas Sonic Bang Festival auf der Krukenburg in Bad Karlshafen bereichert am 05.-06.08.2005 erneut die nordhessische Live-Musikszene. Mit dabei sind dieses Mal unter vielen anderen: “ZSK”, “Superstarfuckers”, “Andthewinneris”, “Malkovich” & “Fire in the Attic”.
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Amber Pacific – The Possibility And The Promise
5. Jul 2005 | von JakobAMBER PACIFIC machen es einem mit ihrem Debüt ?The Possibility And The Promise? (Hopeless Records) nicht gerade einfach, oder vielleicht doch zu einfach…?
Was man hier geboten bekommt ist astreiner, perfekt gespielter Poppunk mit einer mittelgroßen Portion Herzschmerz. Dass das nicht wirklich neu ist dürfte ja mittlerweile bei jedem Skate-Kid angekommen sein, aber so konsequent und makellos umgesetzt wie hier gibt es dass dann doch eher selten. Die Produktion ist absolut perfekt, der Gesang zu einem Großteil zweistimmig und die Songs sind auf den Punkt arrangiert und variieren zwischen den radiotauglichen Längen von 2:48 bis 4:08 Min. Eine Pianoballade ist natürlich auch an Bord und mit ?For What It?s Worth? ist ein echter Knaller drauf, der zwar nicht besser, oder gar anders als die anderen Songs ist, bei mir aber doch sofort hängen geblieben ist.
So gern man AMBER PACIFIC auch blöd finden möchte, so schwer wird es einem mit dieser Platte gemacht. Man weiß zwar, dass es so was schon tausend mal gab, aber die Songs sind verdammt noch mal echt gut und vor allem eingängig. Ich bin mal wieder hin und hergerissen zwischen ?gute Band? rufen und langweilig finden. Mit ?The Possibility And The Promise? ist definitiv beides möglich. Und da das Sell-Out Thema schon seit einiger Zeit keins mehr zu sein scheint, da Punkrock/Emo/Hardcore heutzutage vollends im Mainstream angekommen ist, tendiere ich fast zum gut finden. Eine nette Sommerplatte ist es allemal, wem allerdings Bands wie MXPX, NEW FOUND GLORY, RUFIO, YELLOWCARD oder SOMETHING CORPORATE absolut gar nicht zusagen, der sollte die Finger lieber von dieser Platte lassen und sich von dem Geld stattdessen ein dickes Fell kaufen, das kann man momentan ganz gut gebrauchen, schließlich ist Punk zu Pop geworden und keiner sagt mehr was…
5/10
Common Rider – AGAINST ALL AUTHORITY – Split
5. Jul 2005 | von JakobSplit Releases sind ja an sich eine feine Sache, warum AGAINST ALL AUTHORITY sich die CD allerdings mit den aufgelösten COMMON RIDER teilen ist mir nicht grad ersichtlich. Vielleicht soll die Publicity von COMMON RIDER Sänger Jesse Michaels ein wenig ausgenutzt werden um die Band zu pushen, immerhin sang eben dieser früher bei den legendären OPERATION IVY.
Den Beginn machen AGAINST ALL AUTHORITY und brettern mit ordentlich dreckigem Punk inklusive dicker Rotzrockkante drauflos. Insgesamt kriegt man vier Songs dieser politisch hoch motivierten Band zu hören, drei davon sind typisch schnell und punkig, der letzte klingt eher nach den oben schon erwähnten OPERATION IVY. Die Rocker wissen aber auf jeden Fall mehr zu überzeugen.
Weiter geht?s dann mit COMMON RIDER, die Off-Beat Strophen mit ein wenig 70ies Punk und einem großen Schuss Pop verbinden. Hier werden einfach mal wunderbare Pophits rausgeschmettert, dass es wahre Freude ist. Auch von dieser Band gibt es vier Songs zu hören, die mir aber wesentlich besser gefallen, als die dahingerotzten Songs von AAA. Ist halt absolut unterschiedlich und das ist auch mit ein Grund warum ich diese Konstellation nicht ganz verstehe.
Alles in allem eine nette Split Platte mit einem klaren Gewinner, aber auch nicht wirklich essenziell. Zum Kennen lernen der Bands aber sicherlich nicht ungeeignet und gerade die COMMON RIDER Songs machen wirklich viel Spaß.
5/10





