The Real McKenzies – 10.000 Shots
26. Sep 2005 | von RobertDie Real McKenzies sind eine der Bands, die eigentlich pausenlos auf Tour sind. Wenn sie dann einmal eine Pause einlegen, wird gleich das nächste Album produziert und man geht wieder auf Tour. In einer dieser Pausen entstand das neue Album ?10.000 Shots? (FatWreck) was vom Namen her passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, spielt der Name doch klar auf die Trinkfestigkeit der Kanadier an.
13 Songs hat man wieder verewigt, die in McKenzies Manier erneut in die Folk-Punk Ecke einzuordnen sind. Was gleich auffällt, ist dass die Songs schneller geworden sind. Die McKenzies setzen noch mehr auf die Punkrockkarte, vergessen ihre Folkwurzeln und die Melodien aber keineswegs und zelebrieren ihre Musik auf ?10.000 Shots? wie eh und je. Die perfekte Musik für ein Saufgelage haben die McKenzies hier geschaffen. Wenn irgendetwas an dieser Platte auszusetzen ist, dann mit Sicherheit nur, dass die Produktion für ein Punkrockalbum ein wenig zu glatt geraten ist. Ansonsten aber gibt?s nix zu meckern, im Gegenteil. Das Vorgängeralbum ?Oot and Aboot? kann locker getoppt werden. Besonders "Pour Decisions", "I hate my Band" und "Smokin´ Bowl" sind absolute Highlights. Und da die Mc Kenzies eh als stärkere Liveband eingeschätzt werden, kann man sich ja vorstellen, was bei einem Konzert so abgeht. Übrigens gab es auch zwei LineUp Veränderungen. Mit Sean Sellers (Good Riddance) an den Drums und Little Joe (RKL) wurden zwei neue Musiker ins Boot geholt, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Gutes Album!
8,5 von 10
Orange – Welcome To The World Of Orange
26. Sep 2005 | von RobertWer es in der Altersstufe von 16-18 schafft einen Plattendeal mit Hellcat-Records, dem Label von Rancid Frontmann Tim Armstrong, zu ergattern, der kann eigentlich so schlecht nicht sein. Und das sind Orange mit ihrem Debüt ?Welcome To The World Of Orange? auch nicht. Was irgendwie fast wie ein Mediengag wirkte, entpuppt sich als schöner, schneller, aber auch verdammt melodiöser Punkrock. Dabei schaffen es die jungen Hüpfer poppige Parts, mit Streetpunk zu verknüpfen und klingen so wie eine Mischung aus Rancid, Sex Pistols, The Clash, Foo Fighters und Weezer und wechseln schnelle mit ruhigeren melodischen Songs ab. Kurzweiligkeit und Eingängigkeit sind das Ergebnis. Für ein Debüt ist ?Welcome To The World Of Orange? auch recht gut gelungen. Ein paar Details sollte man in Zukunft noch verfeinern . Einige der Songs klingen ein wenig ungehobelt und rau und können sicher durch ein wenig Feinschliff in Zukunft noch verbessert werden. Aber das ist Zukunftsmusik. Das hier und jetzt ist gut gelungen und macht durchaus Spaß. Reinhören!
7, 5 von 10
No Use For A Name – Keep Them Confused
26. Sep 2005 | von RobertDas letzte Album ?Hard Rock Bottom? von No Use For A Name fand ich persönlich ziemlich bescheiden und nach den letzten Liveeindrücken war ich auch nicht sehr begierig auf das neue Album ?Keep Them Confused?. Doch nun liegt es mir vor. Die Songs sind im Vergleich zum Vorgänger wieder ein wenig schneller geworden. Ruhige, melancholische und melodische Parts stehen aber nach wie vor im Vordergrund. Wirklich umhauen tut mich ?Keep Them Confused? aber nicht. Tony Sly und seine Mannen können mich wie schon zuletzt nicht wirklich beeindrucken mit diesem Werk. Besser als der Vorgänger ist ?Keep Them Confused? allemal, da wieder richtig Punkrock fabriziert wird. Aber Alben wie ?Leche Con Carne? bleiben auch 2005 unerreicht. ?Keep Them Confused? ist kein gutes aber auch kein schlechtes Album geworden, lässt aber Highlights vermissen und rangiert daher nur im Mittelfeld. Schade eigentlich!
6 von 10
Pennywise – The Fuse
26. Sep 2005 | von RobertSo Veröffentlichungs- freundlich wie Pennywise ist wohl kaum eine andere Band. Im ein bis Zweijahres Takt kommen die neuen Alben auf den Markt. Gut zwei Jahre nach dem großartigen ?From The Ashes? Album folgte vor kurzem via Epitaph ?The Fuse?.
Nach ?From The Ashes? tat ich mich am Anfang lange mit ?The Fuse? sehr schwer. Doch irgendwann machte es klick und ?The Fuse? zündete, und wie. Das neue Werk ist rauer, wütender und energischer als der Vorgänger und erinnert manchmal vor allem an die Anfangstage von Pennywise. An den straighten und geradlinigen Punkrocksongs ändert sich freilich nichts, was besonders ?Fox TV? beweist. Melodie, Ohrwurmsongs und tolle Refrains fehlen natürlich auch nicht und so entwickelt sich ?The Fuse? nach einigen Anlaufschwierigkeiten zu einem mehr als würdigen Nachfolger von ?From The Ashes?, wenn mir auch der Vorgänger immer noch ein wenig besser gefällt.
Pennywise verstehen ihr Handwerk wie kaum eine andere band und haben wieder einmal ein starkes Album herausgebracht. Bleibt nur noch die Frage wann Album Nummer neun herauskommt.
8 von 10
Death By Stereo – Death For Life
26. Sep 2005 | von RobertDeath By Stereo gehören schon seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsbands im Hardcoregenre. Die beiden letzten Alben ?Day Of The Death? und ?Into The Valley Of Death? waren richtig gute Hardcorescheiben. Und ?Death For Life?, welches vor kurzem via Epitaph auf den Markt kam, setzt den Weg der beiden Vorgänger konsequent fort. Denn bei den Alben von Death By Stereo ist eine Entwicklung zu sehen. Von Album zu Album entwickelt man sich Stück für Stück weiter. So auch auf dem neuen Werk. Immer mehr metallische Riffs und somit eine Spur Metalcore fließt mit ein in die Musik von Death By Stereo. Aber die Melodienstärke, die Eingängigkeit und die sanften und melodischen Gesangspassagen, die sich immer wieder mit bösem Geschrei abwechseln, bleiben bestehen und machen so diesen Hardcore aus, der die besten Elemente des NewSchool, OldSchool Hardcores und des Metalcores verbindet und so eine tolle Musik kreiert, die auch auf ?Death For Life? wieder mehr als überzeugt. ?Death For Life? toppt die Vorgänger auch noch und lässt Death By Stereo so zu einer der Bands des Jahres 2005 avancieren.
Besonders der unglaublich Vielschichtige Gesang von Sänger Efrem Schultz macht Death By Stereo so unwiderstehlich gut. Außerdem wechseln sich Metalpassagen und Balladen ab und so wird ?Death For Life? zum vielschichtigsten und abwechslungsreichsten Album von Death By Stereo. Somit haben Death By Stereo sicher das Hardcorealbum des Jahres 2005 geschaffen, denn die Band die das toppen will, muss glaube ich noch gegründet werden. Großartig!
10 von 10
Left Alone – Lonely Starts
26. Sep 2005 | von RobertNicht nur Orange sind neu auf Hellcat, sondern auch Left Alone. Ihr Hellcat-Debüt ?Lonely Starts& Broken Hearts? kam kürzlich auf den Markt. Nach dem man sich in den USA schon mit einigen Tourneen einen Namen gemacht hat, ist nun mit diesem Album auch der Weg nach Europa geebnet.
Left Alone bieten auf ?Lonely Starts& Broken Hearts? eine Mischung aus mal schnellem, mal langsamerem Streetpunk, mit viel Melodie und hin und wieder auch mal ein paar Skaeinflüssen. Somit kann man die Musik von Left Alone am besten irgendwo zwischen The Clash, den Swingin Utters, Operation Ivy und natürlich Rancid einordnen. Besonders der Gesang lässt einen immer wider an die Band um Tim Armstrong denken. Neu ist das ganze natürlich nicht, aber was ist das heute schon. Left Alone machen ihre Sache gut und nur das zählt. Absolut überragend sind Left Alone aber freilich nicht, schließlich fehlt ihnen ein wenig die Energie und den Songs ein wenig die Ohrwurmkraft. Somit ist ?Lonely Starts& Broken Hearts? ein nettes Album geworden, was aber noch Steigerungspotential für die Zukunft besitzt.
7 von 10
Planlos – Klartext
26. Sep 2005 | von RobertPunkrock oder welche Musik auch immer mit deutschen Texten ist eigentlich überhaupt nicht mein Ding. Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich. Und dann kam Planlos mit ihrem letzten Album ?Klartext?, erschienen auf Goldene Zeiten, daher. Und irgendwie weiß dieses Album mit seinen sehr politischen Texten zu gefallen. Erinnert natürlich sehr an Bands wie Die Toten Hosen oder auch Terrorgruppe, die eine dieser Ausnahmen darstellen.
Textlich beschäftigt man sich mit sozialkritischen Texten über Castingsshows, Demokratie, ihre Heimatstadt und zerbrochene Beziehungen auseinander.
Natürlich erfinden Planlos keine neue Musikrichtung und besonders Fans der Toten Hosen, werden Planlos sicher gefallen und damit natürlich vor allem jüngere Leute. Doch irgendwie hat Planlos etwas, dass überzeugt und ?Klartext? so zu einem durchaus hörbaren Punkalbum macht.
7 von 10
Backyard Babies – Remix For The Outcast
26. Sep 2005 | von RobertErst durch die Supportshows von Social Distortion haben sich die Backyard Babies wieder in mein Gedächtnis gespielt und auch ihre letzte CD ?Stockholm Syndrome? mag ich seitdem und betrachte sie in einem ganz anderen Licht. Kurz vor den Shows mit Social Distortion kam diese 10? heraus, die insgesamt drei Songs enthält, zwei auf der A- Seite ?A Song For The Outcast? und ?Devil May Care? und einen auf der B-Seite, einen Remix zu ?Minus Celcius?. Die beiden Songs von der A-Seite können wie ihr letztes Studioalbum ?Stockholm Syndrome? überzeugen, entpuppen sie sich doch als melodische Punk´N Roll Kracher mit viel Zug und Ohrwurmcharakter.
Der Remixsong dagegen kann mich nicht begeistern, was aber auch daran liegt, dass ich allgemein mit Remixsongs gar nicht anfangen kann, und dieser total überflüssig in meinen Augen auf einer Punk´N Roll 10? ist. Ansonsten aber eine gute Scheibe, besonders Dank der echt guten Songs ?A Song For The Outcast? und ?Devil May Care?.
Various Artists – Vans Warped Tour Compilation 2005
26. Sep 2005 | von RobertEnde der 90er Jahre gab es die Vans Warped Tour auch hier bei uns, doch dann wurde sie in Deutschland eingestellt und rollt nur noch durch Amerika. Bei dem jährlichen LineUp kann man fast ein wenig neidisch werden, schließlich spielt da immer da whoiswho des Punkrock/ Hardcore. Die Compilation zu der Tour 2005 enthält nun fast jede Band auf zwei CDs, die in diesem Jahr bei dieser riesigen Festivaltour mitwirkte. Nur die Bands mit Major Vertrag hat Sideonedummy außen vorgelassen. Dennoch sind mit The Offspring, Millencolin, Dropkick Murphys, Strike Anywhere usw. viele namenhafte Bands vertreten, die diesen Sampler definitiv aufwerten.
Natürlich ist auf einem solchen Sampler nicht immer alles gut. Die Geschmäcker sind verschieden und Sideondummy als auch die Vans Warped Tour decken viele Geschmäcker ab. Dadurch enthält diese Compilation viele Songs, mit denen ich nicht soviel anfangen kann, aber auch viele, die richtig nett sind, wie The Unseen, Big D And The Kids Table, Strung Out, Tsunami Bomb, Go Betty Go, Death By Stereo oder die unveröffentlichte Liveaufnahme zu ?Selfish Man? von Flogging Molly.
Alles in allem lohnt sich der Kauf dieses Samplers allemal, auch wenn die Geschmäcker verschieden sind.
The Briggs – Leaving the Ways
26. Sep 2005 | von RobertSideOneDummy Records hat sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen erworben, nicht zuletzt dank Bands, wie Flogging Molly, den Casualties oder Go Betty Go. Auch die Briggs kann man getrost dazuzählen. Denn ihre EP ?Leaving The Ways? hat alles was man zu einem gemütlichen Punkabend braucht. Geboten wird druckvoller Streetpunk in den sieben Songs, die auf dieser EP enthalten sind. Das ganze erinnert irgendwo an eine Mischung aus Swingin Untters und alten Dropkick Murphys.
Was die Musik der Briggs aber ausmacht, ist die Mischung zwischen Brachialität, mit der die Briggs arbeiten und der Melodie. Auch die Stimme passt richtig gut in die ganze Angelegenheit, da sie ein wenig Whiskey getränkt daherkommt und so vollauf überzeugen kann. Okay neu erfinden die Briggs die Musik nicht, aber sie sorgen für gute, kurzweilige Unterhaltung und das gibt einfach einen fetten Pluspunkt! Man darf nun auf die Full Lenght der Briggs gespannt sein, denn ?Leaving The Ways? war nur der gute Anfang, jetzt wird?s Zeit für den Hauptteil!
Panteon Rococo: Viva La Mexico
21. Sep 2005 | von RobertLatino Ska ist eine Art Modeerscheinung geworden. Besonders die unglaublichen Liveshows, aber auch die guten Platten von Bands wie La Vela Puerca, Karamelo Santo und vor allem Panteon Rococo haben dazu beigetragen. Am Mittwoch den 14. September war es mal wieder soweit, mit Panteon Rococo tourt erneut eine dieser Latin-Ska-Kracher Bands durch Deutschland und an diesem Tag machten sie in Hannover in der Faust Station.
Um Punkt 22 Uhr betraten die12 Mexikaner die Bühne und legten furios los. Die 60er Jahre Halle auf dem Faustgelände war prächtig gefüllt, gut 700 Leute werden da gewesen sein und es waren noch keine Takte gespielt, da war schon klar, es würde sehr, sehr heiß werden. Und genau so kam es.
Panteon Rococo hatten mit ?Tres Veces Tres? ihr aktuelles Album im Gepäck, welches nun auch in Europa erhältlich ist. Bei ihrer letzten Tour vor eineinhalb Jahren spielten sie auch schon Songs vom neuen Album, allerdings war dieses da nur in Mexiko oder über den Merchandise in Deutschland zu erwerben. An diesem Abend lag der Schwerpunkt natürlich auf dem neuen Werk, aber auch die alten Alben ?Companeros Musicales? und ?A la Izquierda de la Tierra? kamen nicht zu kurz. Die Songauswahl war super, die Show auch und die Stimmung erst recht, wäre da nicht dieser total miese Sound gewesen, der während der gesamten Show gleich bleibend schlecht war. Der Gesang war zu laut, die Bläser im Grunde auch, die Rhytmussektion war kaum zu hören, alles, besonders die Gitarren, verschwammen in einem riesigen Klangbrei. Ich verstehe immer nicht, dass es Tontechniker gibt, die so auf ihren Ohren sitzen.
Leider schmälerte der schlechte Sound den Gesamteindruck dieses Konzertes, ansonsten war wieder eines dieser unglaublichen Liveereignisse, in denen das Publikum mit einbezogen wird wo es nur geht und in denen auch die Stimmung auf der Bühne einfach nur prächtig ist, zu bestaunen. Man merkte den Mexikaner wieder einmal an, wie sehr es ihnen Spaß macht, auf der Bühne zu stehen, was sie auch mit vielen kleinen Scherzen belegten. Zwei Stunden und 15 Minuten dauerte dieses Ereignis und hinterließ wieder einmal fröhliche, aber total verschwitzte Gesichter, wäre da nicht dieser Sound?
Days In Grief: auf dem Weg nach ganz oben
20. Sep 2005 | von JakobSchon mit ihrem letzten Album “Portraits of Beauty” spielte die junge Kölner Band ganz ganz großes Tennis im Punktspiel Emo gegen Metal gegen Punkrock gegen Hardcore. Das neue Werk “Behind the Curtain of a modern Tomorrow” setzt noch einen drauf, wirkt reifer und ausgefeilter. Wir sprachen mit den Jungs über das neue Album, den Wechsel zu Eat The Beat Music, Musik und nicht zuletzt auch über Politik.
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Brain Failure – American Dreamer
16. Sep 2005 | von RobertPunkrock aus China? Ja, gibt es, ganz sicher. Spätestens seid es Girlpunkgruppen wie The 5,6,7,8s geschafft haben, sich einen Namen zu machen, ist diese Frage beantwortet. Und belächelt werden sie auch nicht mehr. Genauso wird es auch Brain Failure gehen, da bin ich mal Prophet. Denn ?American Dreamer? das neue Album der vier Chinesen, erschienen auf People Like You Records hat es wirklich in sich. Es braucht so seine Durchgänge, aber irgendwo entfaltet sich ?American Dreamer? und hinterlässt nur noch frohe Gesichter. Produziert wurde das ganze übrigens von den Dropkick Murphys.
Brain Failure bieten Streetpunk mit leichten Skaeinlagen, der musikalisch schon sehr an Rancid und Lars Fredriksen and The Bastards erinnert, doch die Kopie ist so gut und so leidenschaftlich, dass es diesmal an dieser Stelle keine Abzüge gibt. Denn gerade der Rancid ähnliche Gesang und die schönen Musik machen dieses Album aus und so stark, wie es dann letztlich auch ist. Besonders ?Playing?, ?Coming To The USA?, ?Summer Afternoon? und ?8899? sind Hits, die sicherlich bald auch in diversen Discos zu hören sind. Brain Failure sollte man sich unbedingt merken und wer Streetpunk mag, sollte sich Brain Failure unbedingt anhören und wird sie sicher lieben. Großartig!
9,5 von 10 Punkten
Angel City Outcasts – Let It Ride
16. Sep 2005 | von Robert?Let It Ride?, so heißt das neue Album von den Angel City Outcasts, eine der neuen Erwerbungen auf People Like You Records. Und die Jungs aus LA schlagen mit ihrem Album in die Lieblingskerbe dieses Labels, in die Streetpunk Kerbe. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ?Let It Ride? irgendwo zwischen den Vandals, den Street Dogs und den Dropkick Murphys (streng auf die Streetpunkpassagen beschränkt) pendelt.
Allerdings müssen wir hier dann doch ein paar Abstriche machen. Zwar sind die Vergleiche mit den genannten Bands möglich, aber Angel City Outcasts erreichen nie die Melodienstärke, nie den Druck und auch nie Innovativität der Vergleichsbands. Das soll heißen, dass Angel City Outcasts die Musik nicht neu erfinden und irgendwo zwischen Belanglosigkeit und Mittelfeld umherpendeln, zwar schon den einen oder anderen starken Song, wie ?Youth Rebellion? und ?LA Rock City? haben, aber im Endeffekt einfach nicht an Bands wie die Street Dogs herankommen. Potential ist der Band nicht abzusprechen, aber mehr Eigenständigkeit und mehr Melodie wird den Angel City Outcasts in Zukunft sicher gut tun.
6,5 von 10 Punkten
Heartbreak Engines – Love Murder Blues
16. Sep 2005 | von RobertSänger Lou von den Heartbreak Engines sang früher bei The Spook und das passte sehr gut. Dann stieg er aus und machte mit seiner Zweitband Heartbreak Engines weiter. Das erste Album ?Good Drinks, Good Butts, Good Fellows? war dann eigentlich auch ein Knüller mit eine ganzen Reihe cooler Songs und Mitgröhl-Parts.
Jetzt kam mit ?Love Murder Blues?, wieder auf PLY Records, der Nachfolger heraus und ehrlich gesagt tu ich mich sehr schwer mit diesem Album. Denn auch nach unglaublich vielen Hördurchgängen will ?Love Murder Blues? bei mir nicht richtig zünden. Irgendwie wirkt mir das Ganze ein wenig belanglos, es fehlen die Ohrwürmer, die Krachersongs, die auf dem Vorgängeralbum noch da waren. Stilistisch hat sich nix verändert, da gibt es erneut eine Mischung aus Rock´N Roll Psychobilly und Gruft-Punk der Marke Misfits auf die Ohren. Eigentlich eine gute Mischung, wenn da nicht der Punkt wäre, dass ?Love Murder Blues? ein wenig langweilig daherkommt, da es dieses Album leider nicht schafft durchgehend zu begeistern, lediglich ?She doesn´t Like It? und ?Nightfall? gefallen auf Anhieb. Und so bleibt ?Love Murder Blues? leider ein wenig auf der Strecke. Schade, ich hatte mich sehr auf das Album gefreut!
6 von 10
Schleprock – Learning To Fall
16. Sep 2005 | von RobertSchleprock, ein Name der mir bis vor kurzem noch nicht bekannt war, brachten gerade ihre aktuelle Scheibe ?Learning To Fall? via PLY Records heraus. Dieses Album ist aber kein Studioalbum, sondern eine Zusammenstellung alter Songs, EPs, B-Sides, aber auch ein paar Unveröffentlichte Songs sind enthalten.
In den 90er Jahren brachten Schleprock einige Platten heraus, bevor man sich nach einem gescheiterten Major Deal mit Warner 1997 auflöste. Sänger Doug gründete darauf die Generators, die auch heute noch gute Platten liefern, im Stile von Social Distortion. Und genau in diese Richtung geht auch ?Learning To Fall?, also dienen Generators und Social Distortion, als Vergleichsbands. Aber auch Oi- und poppige California-Punkrockelemente sind bei Schleprock zu finden.
Doch nun sind Schleprock wieder da, mit ?Learning To Fall?. Allerdings sind nicht alle Punkrocksongs dieser Zusammenstellung auch gleich gut hörbar, denn nach gut 10-11 Songs fällt die Qualität produktionstechnisch und auch qualitativ leider ab. Von daher besitzt ?Learning To Fall? viel Licht aber auch ein wenig Schatten. Die guten Songs überwiegen aber, besonders der Hit ?Suburbia? ist Klasse.
Fazit: Diese Zusammenstellung ist gut, hat zwar leider ein paar Schwachstellen, besonders ?TV-Dinner? als Dub Mix braucht niemand. Schlecht ist ?Learning To Fall? sicher dennoch nicht und so kann man nur hoffen bald mehr von Schleprock zu hören und dann bitte schöne neue Songs!
7 von 10
Dropkick Murphys – The Warriors Code
16. Sep 2005 | von RobertMuss man über die Dropkick Murphys noch irgendetwas sagen, zu der vielleicht bekanntesten Folk-Streetpunkband aus Boston? Ich glaube kaum, nur dass sie vor kurzem mit ?The Warriors Code? ihr fünftes Studioalbum vorgelegt haben. Stieß ihr ?Singles Collection Vol. 2? Album bei mir noch auf wenig Resonanz und war auch der Vorgänger ?Blackout!? zwar gut aber nicht überragend, war die Erwartung zwar groß, aber auch skeptisch. Doch was dann kam übertraf alle Erwartungen, denn kurz gesagt ?The Warriors Code? ist das beste Dropkick Murphys Album, was sie je gemacht haben, nicht mehr und nicht weniger.
Denn ?The Warriors Code? ist so abwechslungsreich, wie kein Murphys Album zuvor, und es ist das politischste Murphys Album, womit hoffentlich endlich alle Stimmen verstummen, die immer noch behaupten die Murphys wären ein nationalistische Pro-Amerikanische Band. Mit dem schnellen ?Citizen CIA? und langsamen und nur auf Bagpipes und Orgel getrimmten ?The Green Field Of France? wird dem Krieg und der Heimatschutzbehörde in den USA schonungslos abgerechnet. Zusätzlich ist ?The Green Field Of France? eins der absoluten Highlights auf diesem Album, da es so unglaublich schwermütig und schön zu gleich ist. Ansonsten findet man auf The Warriors Code? schnelle Lieder aus dem Bereich Streetpunk, wie ?The Burden? und ?The Walking Dead?, irische Songs, wie ?Captain Kelly´s Kitchen? oder ?Sunshine Highway? usw. die sich abwechseln und so eine Vielfalt erzeugen, die bisher bei den Murphys unbekannt war. Eingängig und mit tollen Melodien wartet dieses Album zusätzlich auch noch auf, so dass dieses Album das Highlight dieses Jahres sein dürfte. Toll, Großartig, der Wahnsinn, von mir gibt es volle Punktzahl!
10 von 10





