An diesem sehr kalten Spätwinterabend des 12. März spielten Tomte im Kurbelkasten in Hann. Münden. Die Beschreibung der Location erspar ich mir, weil Jakob das im Olli-Schulz-Review schon treffend gemacht hat. Wie gesagt: Eine toller Ort für Konzerte dieser Art.
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Tomte und Walking Concert in Hann. Münden (12. März 2006)
21. Mär 2006 | von JakobBiderben - Out Of The Lines
16. Mär 2006 | von RobertBiderben kommen aus Italien und haben gerade ihr neustes Werk ?Out Of The Lines? vorgelegt. Das Ganze beginnt mit einem netten Melodycore-Song. Doch wenn man sich gerade auf Melodycore eingestellt hat, kommt die Überraschung. Nu Metal, fieses Gebolze und Geschrei folgt auf einmal. Aha denke ich bei mir, aber dann folgt plötzlich wieder Punkrock, gemischt mit Offbeat. Ska darf also auch nicht fehlen.
Biderben mischen auf diesem Album unglaublich viel durcheinander. Hardcore wird mit Punkrock, Nu Metal, Ska und Reggae gemischt, mit italienischen Texten unterlegt und fertig ist ?Out Of The Lines?.
Wenn jemand all diese Stilrichtungen mag, dann ist das hier sicher eine tolle Band und eine tolle Scheibe. Mir persönlich gefällt ?Out Of The Lines? auch. Ich halte die Mischung für mutig und gewagt. Allerdings fehlt mir manchmal aber auch ein bisschen die Entscheidung, wo man eigentlich hin will mit dieser Musik, sind mir ein wenig zu viele Einflüsse zu erkennen und wirkt mir das Ganze ein wenig zu überfüllt und ungeordnet. Ansonsten ist ?Out Of The Lines? ein gutes Partyalbum, was sicher eine Menge Freunde finden wird.
6 von 10
Kings of Nuthin - Punkrock, Rhytm
16. Mär 2006 | von RobertKings Of Nuthin haben sich seit ihrer "Get Busy Livin`Or Get Busy Dyin`? Debüt-CD einen unglaublichen Ruf erspielt. Ihr erstes Album war rau, heftig und vermischte Swing, Blues, Rockabilly und Punkrock, wie es damals vor ein paar Jahren kaum jemand praktizierte. Und ihren Rock´N Roll mit starkem 60er Jahre Einfluss praktizierten die sieben Amis weiter. Das zweite Album ?Fight Songs?For Fuck Ups? hielt den hohen Standard den sich die Kings Of Nuthin selber auferlegten. Und nun folgte mit ?Punk Rock Rhythm & Blues? (PLY Records) das nächste Superwerk, welches die Messlatte für weitere Alben noch höher legt. Das ganze Album ist eher ein wenig ruhiger geworden, waren doch die Vorgänger immer ein wenig chaotisch und zusätzlich stehen Saxophon und Piano nicht mehr so im Vordergrund, was die Punkrockelemente mehr hervorhebt und dem Album sehr gut tut.
Denn dieses Werk ist ein Hammer geworden geworden. Die Kings Of Nuthin lassen in ihren rauen Swing/ Punk´N Roll ein paar Melodien mehr einfließen und so ist bereits der Opener ?Over The Counter Culture? ein absoluter Oberburner und sicher bald auf der einen oder anderen Tanzfläche zu hören. Von den restlichen Songs hat man sich zwar für einige Coverversionen, wie ?Banned From The Pubs? von Peter and The Test Tube Babies entschieden, dennoch tut das der hohen Qualität dieser Scheibe keinen Abbruch.
Die Liste starker Songs ist lang auf dieser CD und so bleibt festzuhalten, dass trotz einiger Coverversionen den Kings Of Nuthin hier ein ganz starkes Album gelungen ist.
9,5 von 10
Inquisition - Revolution…I Think its Called Inspiration
16. Mär 2006 | von Robert?Revolution ?I think its called Inspiration? von Inquisition kam bereits 1996 auf den Markt und wurde nun wieder veröffentlicht. Allerdings ist dieses Machwerk bei uns nicht herausgekommen und so kann man also von einem neuen Re-Release sprechen. Nach diesem Album lösten sich Inquisition aber wieder auf. Doch die Nachfolgebands der einzelnen Mitglieder River City High, Ann Beretta und Strike Anywhere mit Sänger Thomas, erlangten in der Punk- und Hardcoreszene schon Berühmtheit.
Und so sind Inquisition schon am ehesten mit Strike Anywhere zu vergkleichen. Im Grunde kann man vom Sound fast sagen, dass ?Revolution ?I think its called Inspiration? das erste Strike Anywhere Album überhaupt ist. Inquisition waren eben etwas melodischer und hatten noch nicht die Hitgarantie, die dann Strike Anywhere mit ihren beiden Platten entwickeln konnten. Allerdings ist ?Revolution ?I think its called Inspiration? ein starkes punkiges Hardcoralbum geworden, dass in bester Tradition auch seine Stärken hat auch wenn es an die späteren Alben von Strike Anywhere nicht herankommt. Für Fans von Strike Anywhere ist dieses Album aber auf jeden Fall geeignet und zu empfehlen.
J Page - Goodbye Chapel Hill
16. Mär 2006 | von RobertJ Page kommen aus Gainesville und dahinter verbergen sich Mike Magarelli (Ex-The Scaries) und Chris Beckham (Ex-As Friends Rust). Allerdings, wer jetzt hier bei der Debüt EP ?Goodbye Chapel Hill? (Punk Nation) von J Page Singer/ Songwriter Rock vermutet, der liegt falsch. Denn J Page praktizieren auf ihrem Debüt astreinen melodischen und sehr hymnische Emo-Punkrock a la Hot Water Music oder vielleicht auch Alkaline Trio. Der Gesang kommt sehr rau und mit einer Whiskey getränkten Stimme daher und überzeugt so, wodurch aber die Ähnlichkeit zu HWM noch weiter verstärkt wird. Die fünf Songs sind alle im Midtempo Bereich gehalten und Ausfälle gibt es nicht. Diese EP ist stimmungsvoll, enthält ausschließlich tolle Songs, ein Highlight folgt auf das nächste. Die Debüt CD sollte jetzt bitte so schnell wie möglich folgen, denn die EP ?Goodbye Chapel Hill? macht unglaubliche Lust auf mehr.
8 von 10
Lagwagon - Resolve
16. Mär 2006 | von Robert“Resolve” ist das aktuelle Album von LagWagon. Es ist eine Homage an an den ehemaligen Drummer der Band Derrick Plourde, der sich 2005 das Leben nahm. Joey Cape verarbeitete seine Trauer durch das Schreiben neuer Songs, und die sind ihm doch sehr gut gelungen.
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Adam West - Power To The People
16. Mär 2006 | von RobertDie amerikanischen Rock´n’Roller Adam West haben in den letzten Jahren in absoluter Regelmäßigkeit Platten auf den Markt gebracht. Vor kurzem haben sie nun dieser Serie wieder ein neues Werk hinzugefügt. “Power To The People” heißt die neueste Scheibe (PLY Records).
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Nervous Nellie - Don´t Think…Feel
16. Mär 2006 | von RobertNervous Nelli aus Schweden legten im letzten Jahr bereits mit “Don´t Think Feel” ein Werk vor, dass mit Sicherheit nicht nur Freunde finden wird. Denn Nervous Nellie vermischen Rockeinflüsse mit altem 70er Jahre Rock´N Roll und lassen dabei auch psychedelische Einflüsse mit einfließen - und das ist nicht immer gelungen.
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Tomte: Mit dem Mofa nach Deutschland?
10. Mär 2006 | von benniDieser Text versteht sich als Antwort auf den Artikel “tomste mit nach du bist deutschland?” von WIGLAF DROSTE, erschienen in der taz, nachzulesen hier
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Propagandhi - Potemkin City Lights
7. Mär 2006 | von RobertMehr als vier Jahre mussten wir auf das neue Album von Propagandhi warten. Vier Jahre in denen viel auf dem musikalischen Markt passiert ist, vier Jahre voller musikalischer Exesse, Weiterentwicklungen und Stagnationen. Doch bevor der Vorgänger "Today's Empires, Tomorrow's Ashes" auf den Markt kam, waren es gar fünf Jahre die vergingen. Im Hause Propagandhi lässt man sich also viel Zeit für ihre meist grandiosen Alben. So auch diesmal, denn vor kurzem erschien das neueste Werk ?Potemkin City Lights?, bei dem sich auch wieder die lange Wartezeit gelohnt hat, denn auch die neueste Scheibe ist grandios geworden.
Teilweise klingen Propagandhi heute sehr wütend, teilweise aber auch sehr nachdenklich. Melodien treffen auf brachiale Härte. Wieder einmal schafft man einen interessanten Spagat aus Punkrock und Hardcore, immer auf der eigenen großartigen Propagandhi-Linie.
Der Gesang ist abwechslungsreicher denn je geworden und auch sonst haben sich Propagandhi wieder weiterentwickelt. Von Album zu Album werden Kleinigkeiten verändert, die große Wirkungen zeigen, denn ?Potemkin City Lights? klingt sehr viel abwechslungsreicher und reifer als der Vorgänger, auch wenn der auf seine Art nicht weniger gut war. Und auch bei der Songauswahl wird Abwechslung großgeschrieben. So wechseln sich Hardcore-Brachial-Attacken, wie "Impending Halfhead? mit Punkrockperlen, wie "A Speculative Fiction" oder "Die Jugend Marschiert" oder leichten Balladen, wie "Fixed Frequencies" ab. Wie man es auch nimmt, ?Potemkin City Lights? ist ein sehr starkes Album geworden, das durch seine Vielfalt besticht.
Auch inhaltlich wurde einiges verändert und passt sich der abwechslungsreichen Musik an. Wo der Vorgänger noch eine klare Abrechnung mit den USA waren, so ist ?Potemkin City Lights? in den Themen weitergefächert und beschäftigt sich mit Vertreibung, Umweltzerstörung, Menschenrechte, dem kommerziellen Wahnsinn und einigem mehr, was aufregt, mitreißt und ankotzt.
Wieder einmal hat sich das Warten gelohnt. Auch lange Wartezeiten sind Propagandhi verziehen, wenn Alben so gut werden und diese großartige Band immer wieder zurückkommt.
9,5 von 10
Strongarm And The Bullies - You Had It Coming
7. Mär 2006 | von RobertSTRONGARM AND THE BULLIES brachten unlängst ihre Scheibe ?You Had It Coming? auf den Markt. Dort bietet die Band aus Süd-Kalifornien heftigen Streetpunk ohne Kompromisse. Allerdings mischen STRONGARM AND THE BULLIES auch Blues- und Countryeinflüsse mit in ihre Musik.
Aber sowohl der große Blueseinfluss, als auch die Stimme von Sänger Erick sind es, die mir einfach auch nach dem zigsten Durchlauf nicht so richtig gefallen wollen. Denn diese ist tief, rau und kehlig und klingt als würde sich Erick mit Whiskey die Zähne putzen. Ansonsten stört mich auch die unüberseh- und hörbare Prolligkeit, die in jedem Song wiederkehrt und mir doch das ein oder andere Mal sauer aufstößt.
Mit Sicherheit wird auch diese Platte ihre Fans finden, doch mir sagt ?You Had It Coming? einfach nicht zu und kann mich auch nicht überzeugen. Schade!
4 von 10
Psychotic Youth - Bamboozle/ Alive Under The Midnight Sun - Re-Release/ Doppel-CD
1. Mär 2006 | von RobertPsychotic Youth gelten seit den frühen 90er als Wegbereiter der schwedischen Punkrockszene. Allerdings sind sie ziemlich in Vergessenheit geraten. Doch Wolverine hat das wohl beste Album der Poppunker ?Bamboozle? wieder ausgegraben und neu aufgelegt und bringt Psychotic Youth damit wieder in Erinnerung, auch wenn die Band längst nicht mehr existiert.
Und tatsächlich war es sehr schade das Psychotic Youth nicht mehr in unseren Erinnerungen waren, denn ?Bamboozle? ist ein echtes Juwel. Power-Pop-Punk vom feinsten wird geboten, mit vielen Hits, Mitgröhl-Songs und vielem mehr. Hit an Hit reiht sich hier aneinander und Fans von den Ramones oder den Grouvie Ghoulies können sicher bedenkenlos zugreifen.
Als Zusatz gibt es noch die Live-CD "Alive Under The Midnight Sun" oben drauf, die eine Art Best Of Zusammenstellung bietet und ebenfalls überzeugen kann. Das ganze kostet auch nur zehn Euro, also sollte jeder mal reinhören und zugreifen, es lohnt sich.
8 von 10
The Pushtwangers - we Are The Pushtwangers…And You´Re Not
1. Mär 2006 | von Robert?We Are The Pushtwangers And You?re Not?, ist das Comebackalbum der Schwedenrocker The Pushtwangers. Mitte der 80er Jahre waren die Pushtwangers schon aktiv und wie damals kreuzen sie auch heutzutage scheppernde Gitarren, mit fröhlichen Klängen a la Beach Boys, viel Punkrock und einer Menge 60er Jahre Garagen-Retro-Rock. Und das ist ihnen doch sehr gut gelungen. Auch wenn man alte Songs in neuem Gewand präsentiert und diese mit neuen Songs mischt, geht der Zeitgeist nicht verloren. Rotzige Songs, wie Boyfriend? wechseln sich mit hymnischen Tracks ab, wie ?Bad Bad Girls? und bringen es auf den Punkt. Abwechslung wird großgeschrieben und rotziger Rock trifft immer wieder auf schöne Melodien.
Auch im Jahr 2006 passt die Musik der Pushtwangers noch sehr gut und ist besonders für Fans der Beach Boys, der Hives und aller anderen Retro Garagenbands geeignet. Doch es schadet niemandem bei dieser CD ein Ohr zu riskieren. Gutes Teil!
7,5 von 10
Descend To Rise - Standing At This Safe Place … We Watch The World Fall
1. Mär 2006 | von JakobMit ordentlicher Brachialität springen DESCEND TO RISE da auf ihrer ersten Mini-CD ?Standing At This Safe Place … We Watch The World Fall? (Guideline Records) von der Kette. Der 5-Song Bastard erscheint in der Demo Serie des Karslruher Labels, und dafür klingt das ganze schon fast zu Fett. Demo ist was anderes. Die Aufnahme drückt ganz gut und auch die Arrangements sind stimmig.
DESCEND TO RISE spielen die angesagte und beliebte Mischung aus Metalcore der AS I LAY DYING-Schule in Verbindung mit cleanen Gesangsparts wie man sie von KILLSWITCH ENGAGE kennt und liebt. Ihre Sache machen sie dabei ziemlich gut und vergessen auch den nötigen Hardcore Anteil nicht um den Sound nicht zu weit gen Metal abdriften zu lassen.
Wenn die Band noch ein wenig an der Geschwindigkeitsschraube dreht und die Gesangsparts sich weniger häufig wiederholen kann da beim nächsten Album einiges auf uns zu kommen. Der Schreier klingt auf jeden Fall amtlich, wenn auch auf Dauer etwas eintönig, und auch die Melodie Parts sind schön ausarrangiert.
Mit ein bisschen mehr Feuer im Arsch könnten DESCEND TO RISE dann mit der nächsten Veröffentlichung mit den bekannteren deutschen Metalcore Bands konkurrieren. Das Potential ist auf jeden Fall mehr als vorhanden. Guter Erstling!
6 von 10
The Loved Ones - Keep Your Heart
1. Mär 2006 | von JakobTHE LOVED ONES präsentieren mit ?Keep Your Heart? (Fat Wreck Chords) endlich mal wieder ein ehrliches Punkrock Album, dass voll und ganz überzeugen kann ohne auf irgendwelche Trends zu achten.
In klassischer Dreier-Besetzung spielen die Jungs flotten, eingängigen aber ganz und gar nicht platten Punkrock der als Schnittmenge zwischen JAWBREAKER und KID DYNAMITE durchgehen kann. Teilweise erinnert der Gesang auch an die verblichenen HOT WATER MUSIC, natürlich nicht mit einer derartigen Tiefe und Emotionalität, aber dennoch sehr schön anzuhören und absolut Mit-Gröhl-Kompatibel.
Die Produktion ist nicht übertrieben dick sondern legt den Fokus auf die Stärke der Band, den charakteristischen Gesang von Frontmann Dave Hause. Die Musiker verlieren sich nicht in ausufernden Instrumentalparts sondern hauen ihre Songs in elf von dreizehn Fällen unter drei Minuten raus.
Das Debüt-Album von THE LOVED ONES ist definitiv ein Album für all jene, die schon lang keine wirklich überzeugende Punkrockplatte mehr in den Händen gehalten haben, diese Musik aber nach wie vor lieben. THE LOVED ONES schaffen es mit ?Keep Your Heart? vom ersten bis zum letzten Song zu begeistern. Und Live sorgen die Hits der Band sicherlich für einen Arsch voll Singalongs!! Ich find die Platte super und singe gleich noch mal den dritten Song laut mit.
7 von 10
Olli Schulz und der Hund Marie in Hann. Münden
1. Mär 2006 | von JakobOlli Schulz, alte Keule. Das hätte ich ja jetzt nicht gedacht. Da hab ich mir den Hamburger (oder Berliner? Oder beides?) Musiker in den letzten Jahren schon ein paar mal angeschaut. Mal mit mehr, mal mit weniger Mitmusikern auf der Bühne, aber das hätte ich nun wirklich nicht erwartet.
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