Alle Artikel von Carsten

AREA4 Festival abgesagt

Wie heute bekannt geworden ist, ist das diesjährige AREA4 Festival in Gelsenkirchen abgesagt worden, obwohl hochkarätige Bands wie AUDIOSLAVE, JIMMY EAT WORLD und SEEED verpflichtet werden konnten. War es den Veranstaltern leider nicht mehr möglich ein attraktives und qualitatives Programm zusammenzustellen.

Bereits erworbene Karten können an den Vorverkaufstellen zurückgegeben werden. Besitzer von CTS-Tickets bekommen beim Kauf eines Tickets für das HIGHFIELD Fetsival (18.08-20.08) oder für den CHIEMSEE REAGGAE SUMMER (25.08-27.08) 10,- € Rabatt. Dabei einfach die Ticketnummer bei der Kartenbestellung über die Hotline angeben 01805-853 653 (12ct./min).

Im nächsten Jahr soll das AREA4 wieder wie gewohnt stattfinden!

BOYSETSFIRE lösen sich auf

Wie auf der Homepage der Band zu lesen ist haben sich BOYSETSFIRE nach 12 Jahren aufgelöst. Im Februar hatten BOYSETSFIRE erst ihr neues Album “The Misery Index: Notes from the plague years” herausgebracht, die anstehende Tour – darunter auch die Deconstruction Tour Daten -  ist somit auch ihre Abschiedstourtnee.

Konkrete Gründe für die Auflösung wurden allerdings nicht genannt.

FIB Heineken 2006 Line-up komplett & Fire Abend e.V.

Das Line-up für das Diesjährige Festvival Internationl de Benicassim ist komplett! Nach der Absage von Archive stehen die Post-Punker von Colder auf dem Programm. Des weiteren ist Santi Campos y Los Amigos Imaginarios, Lineas Albies und die Französische DJ-Königin Chloe am Start. Alles weitere zum FIB findet ihr unter www.fiberfib.com

Am kommenden Freitag findet im Braunschweiger Walhalla das Fire Abend Resistance II statt. Dort werden Dub Fusion, Boxing Fox feinsten Ska-Punk spielen, außerdem dabei ist Francesco und Hellblazer spielen.

Einlass ist 21.00h der Eintritt 4€

Ten Foot Pole – Sublimeable Messages

Mit ihrem Debüt ?Rev? legten Ten Foot Pole ein fulminantes Werk hin und verschafften sich großen Respekt in der Melodic-Punkszene. ?Sublimeable Messages? ist das mittlerweile fünfte Album des Quartetts und ist der gewohnt erfrischende Melodic-Punk, wie er in den Neunzigern zu Hauf zu hören war.
Zwar erfinden Ten Foot Pole das Rad hier nicht neu und wirklich innovativ ist das ganze auch nicht, aber die Mischung aus frischem Fun-Punk und der Auseinandersetzung mit politischen Themen machen das Ganze hörenswert. Schon der Opener ?Wake Up (And Smell The Fascism)? rechnet sowohl mit dem amerikanischen Volk ab, welches nicht sieht was für ein Scheiß die Regierung verzapft, als auch mit der Regierung, weil sie diesen Scheiß verzapft. ?Last Call for Russell?s Balls? ist ein typischer Mitgröl ?Song, wie ihn Fat Mike nicht hätte besser schreiben können.
Ein Dutzend Songs sind auf ?Sublimeable Messages? enthalten, und ob nun alle Botschaften nur mit großer Feinsinnigkeit verständlich sind, sei mal dahingestellt. Wem die x-te NOFX-Platte noch nicht genug ist, kann hier getrost zugreifen. Wer allerdings genug vom Melodycore hat, sollte dann doch lieber die Finger davon lassen.

Last Days Of April – If You Lose It

Die Schweden von Last Days Of April verstehen es wirklich sich von Album zu Album zu steigern und mit ?If You Lose It? haben sie ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Das die Jungs von Last Days Of April gute Songs schreiben können, haben sie schon oft unter Beweis gestellt. ?If You Lose It? ist im Gegensatz zu den letzteren geradezu ein positiver Ausbruch der nur so vor Optimismus strotzt. Schon gleich zu Beginn wird einem klar, dass sich einiges im Leben von Karl Larsson und Andreas Förnell geändert hat und dieses zieht sich dann wie ein roter Faden durch die ganze Platte.
Alte Fans der Schweden sollten aber auf keinen Fall verschreckt sein, denn das Duo weiß auch noch wie man schöne ruhige und melancholische Songs schreibt, nur haben sie auch gelernt, dass das Leben nicht nur aus Schattenseiten besteht.
?If You Lose It? ist ein schönes melodisches Emo-Album, welches nicht mehr gänzlich aus melancholischen Songs besteht. Insgesamt sind zehn Tracks auf dem Album enthalten die geradezu ein Wechselbad der Gefühle hervorrufen, und dies ist auch der Grund, warum es sich, meiner Meinung nach, bei ?If You Lose It? um das Beste Album von Last Days Of April handelt.

Descendents – Cool To Be You

Mehr als sieben Jahre hat es gedauert, bis die Descendents wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben haben, und das obwohl ?Cool To Be You? eigentlich schon seit zwei Jahren fertig ist. Geduldig mussten Descendents-Fans aber schon immer sein, daher wird es viele auch nicht verwundert haben, dass der Nachfolger zu ?Everything Sucks? so lange auf sich warten ließ.
Trotz der langen Pause spielt das Quartett gewohnt frisch auf und ist in keiner Weise angestaubt oder eingerostet. Die Songs sind zwar nicht mehr ganz so energisch wie auf dem Vorgänger, powervoll sind sie trotzdem noch. Die Themen der Songs sind auf ?Cool To Be You? um einiges erwachsener und ernster geworden, es gibt zwar noch einige Fun-Songs wie z.B. ?Blast Off? oder auch ?Mass Nerder?. ?She Don?t Care? oder ?One More Day? behandeln hingegen ernstere Themen. Auch der per gleichnahmiger EP erschienene Song ??Merican? behandelt die aktuelle innen- und außenpolitische Situation in den USA.
?Cool To Be You? beinhaltet insgesamt 14 Songs, wovon zwei schon auf der vorab erschienenen EP ??Merican? waren. Dennoch wissen die Descendents auch nach 26 Jahren Bandgeschichte vollends zu überzeugen.

Various Artists – Rock Against Bush Vol. I

Tja, nicht jedem Politiker wird ein Sampler gewidmet, George Bush bildet auch hier eine Ausnahme. Nur, wie der Titel es schon sagt, hat das weniger damit zu tun, dass dieser Herr so beliebt ist, sondern vielmehr weil er so ein riesiges Arschloch ist.
So sind im Booklet auch 20 Gründe angegeben, warum man Bush jr. einfach hassen muss und damit noch nicht genug, es werden noch 20 weitere Gründe aufgezählt, die die oben genannte Person noch unsympathischer erscheinen lassen. Auf dem Sampler hat sich alles was in der amerikanischen Punkrockszene Rang und Namen hat versammelt und glänzen mit größtenteils unveröffentlichen Tracks. Mit von der Partie sind u.a. Sum 41, Alkaline Trio, Anti-Flag, Get Up Kids, Rise Against, Descendents, Jello Biafra, Strike Anywhere, The Ataris, Pennywise, NOFX, Social Distortion, u.v.a. Zusätzlich gibt es noch eine DVD, auf der verschiedene US Politiker den Krieg im Irak damit rechtfertigen, dass sie der Welt glauben machen wollen, dass die Iraker Atomwaffen haben. Schließlich deckt der Bericht auf der DVD die wahren Gründe für den Krieg im Irak auf.
Rock Against Bush Vol. I ein klasse Sapmler, dessen Kauf sich nicht nur aufgrund der vielen unveröffentlichen Songs lohnt.

positive Grundstimmung

Anlässlich des heute erschienen fünften Albums ?The Flame? der spanischen Band Dover hat uns Songwriterin und Gitarristin Amparo Llanos vorab am Telefon ein nettes und informatives Interview gegeben. Warum z. B. im Booklet so viele Leckereien abgebildet sind wie das neue Album entstanden ist und was man alles auf der ebenfalls neuen DVD findet, erfahrt ihr im Interview?

<b>Ehrlich gesagt, war ich sowohl überrascht, als auch glücklich, dass ihr schon das neue Album herausbringt, nachdem ihr ja 2002 fast durchgehend auf Tour war, dachte ich eher das ihr 2003 etwas lauer angeht.</b>
Oh ja, das war schon ganz schön anstrengend, aber wir wollen eigentlich auch nicht länger als zwei Jahre zwischen den Alben vergehen lassen. Daher haben wir uns hingesetzt und am neuen Album ziemlich hart gearbeitet, nun es ist es da und ich bin auch wirklich glücklich und zufrieden damit.<b>

Ihr habt ja auch eine DVD herausgebracht, die einen sehr guten Einblick in die Geschichte von 10 Jahren Dover gibt.</b>
Eigentlich wollten wir die DVD schon in den letzten ein, zwei Jahren herausbringen, aber wir hatten nie so richtig das Gefühl, dass sie wirklich fertig war. Wir waren immer der Meinung, das irgendetwas fehlen würde. Wir haben immer geguckt, ob dies oder das passen würde, oder ob wir noch etwas anderes machen könnten. Wir hatten immer Kopf gehabt, sie herauszubringen, haben es aber dann doch nie getan. Wir haben uns schließlich dazu entschieden, das wir damit glücklich sind, und das sich darauf alles befindet, was die Fans und wir auf einer DVD zu finden hoffen. Deshalb haben wir sie erst jetzt und nicht schon vor zwei Jahren veröffentlicht.
<b>
Wie wichtig war es für Euch euer neues Album ?The Flame? in Spanien schon im letzten Jahr zu veröffentlichen?</b>
Ja, das ist ganz witzig. Wir haben eigentlich so vor knapp einem Jahr damit angefangen an ?The Flame? zu arbeiten. Wir wollten es eigentlich so um den September veröffentlichen, da wir die Fans nicht zu lange auf das neue Album warten lassen wollten. Momentan ist es leider hier in Spanien aber eine ziemlich harte Zeit für Rock ?n? Roll Bands, da jeder zur Zeit Latino-Musik hört. Wir haben es daher eigentlich mehr für die Fans herausgebracht. Okay, wir haben es auch wenig für uns getan, wir konnten nicht mehr an uns halten, wir mussten einfach ein neues Album rausbringen und wollen dann auch wieder touren, das ist es was wir mögen.
<b>
Das neue Album ist um vieles fröhlicher und hat eine positivere Grundstimmung, als das Letzte, schon der Opener verbreitet Freude, so dass man am liebsten tanzen würde.</b>
Ich denke auch, dass es um vieles fröhlicher ist. Auch gerade ?The Flame? ist ein ziemlich positiver Song, aber eigentlich ist er nur einer von vielen, es gibt viele die einen positiven Text haben. Wenn Ich die CD mit der letzten ?I was dead…? vergleiche, ist sie um einiges fröhlicher. ?I was dead…? war um einiges dichter und düsterer ich mag das Album und bin auch wirklich stolz darauf, doch ?The Flame? ist neuer, daher mag ich es gerade mehr.
<b>
Ihr habt die Platte ausschließlich in Madrid aufgenommen, wolltet ihr nicht wieder ins Ausland, weil Ihr das letzte Mal eine nicht allzu gute Zeit in Los Angelos hattet?</b>
Ja, kann sein. Eigentlich hat es verschiedene Gründe gehabt. Um ehrlich zu sein, lag es zum einen daran, dass wir zu faul waren uns groß nach einem Studio umzusehen. Wir hatten hier in Madrid eine gute Zeit und haben hart am Album gearbeitet, so dass die ganze Arbeit in Madrid entstanden ist. Schließlich haben wir das kleine Studio gefunden, welches ziemlich in der Nähe unseres Proberaums und Wohnungen ist. Ja, wir waren zu der Zeit schon ein wenig faul, wir dachten uns einfach, lass uns dieses Mal einfach zuhause bleiben. Beim nächsten Mal kann es sein, dass wir wieder in die USA, London oder wo auch immer ins Studio gehen. Auf der anderen Seite haben wir vor drei, vier Monaten daran gedacht zu den Aufnahmen nach New York zu gehen, letztendlich haben wir es doch nicht gemacht, da Rick (Rick Will, der Produzent, anmerk. d. Verf.) dorthin nicht wollte. Er schlug uns Los Angelos, Australien und Madrid vor, von da an war die Sache gegessen und haben gesagt, okay dann Madrid.
<b>
Nach welchen Kriterien habt Ihr euren neuen Produzenten Rick Will ausgesucht, nachdem es mit dem letzten nicht so gut geklappt hat?</b>
Das erste was ich dachte, als wir ihn gefunden hatten, war, dass es großartig für die Band ist ihn bekommen zu haben. Das erste was Rick gesagt hatte, als er zu uns nach Madrid kam war, dass das Album in einem aufgenommen werde soll, da er nicht zu einer Vorproduktion in ein Studio wolle. Wir haben bereits am ersten Tag damit angefangen, das Album live einzuspielen, d. h. dass nicht zuerst das Schlagzeug, dann Bass, dann Gitarre. Er wollte, das wir alle auf einmal im Raum sind und zusammen spielen, aber wir haben so was vorher noch nie gemacht und dachten, dass wir das nicht schaffen würden. Wir dachten wir wären nicht gut genug dies zu tun. Er sagte nur, worüber redet ihr überhaupt, es ist doch nichts anderes als würdet ihr auf der Bühne stehen und live spielen. Das Album ist dadurch sehr direkt und schlicht geworden, zudem was wir vorher gemacht haben. Es hat Spaß gemacht und es ist auch gut für das Album gewesen. Ich erinnere mich noch an den zweiten Aufnahmetag, wir sollten ?The Flame? aufnehmen, als wir anfingen zu spielen war ich richtig nervös. Es war fast so, als würden wir vor einem Publikum spielen, bei einem Konzert ist man auch immer ein wenig aufgeregt. Diesmal war es nur so, dass ich bei den ersten drei, vier Takes gezittert habe, so aufgeregt war ich. Rick hat uns aber sehr gut geholfen und unterstützt, ich halte ihn auch für einen sehr guten Produzenten.
<b>
Ihr habt auch seit langer Zeit wieder einen Video-Clip im TV laufen, wie kam es zu diesem Entschluss?</b>
Eigentlich machen wir oft Videos zu den Dingen auf die wir stolz sind. Die Sache ist nur, das MTV oder Viva in Deutschland die Videos einfach nicht spielen wollen. Wir haben ne Menge Videos zu unseren Songs.
Bei ?The Flame? war es so, dass Cristina ein wenig müde von unseren eher praktischen Videos war, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Wir brachten immer nur noch zum Set fahren, wo der Regisseur schon alles fertig hatte, so dass es z. B. in rot, grün oder blau war. Wir brachten uns nur noch hinstellen und zum Playback spielen, aber dieses mal wollten wir es einfach anders machen, zumal wir zwei Kameras hatten. Bei ?The Flame? ist es jetzt dann auch so, dass uns diese zwei Kameras über mehrere Tage lang verfolgen.
<b>
Ich mag das Booklet zu Eurer CD, mit all diesen Polaroids, aber irgendwie scheint Ihr auch mächtig Hunger gehabt zu haben als Ihr es gemacht habt.</b>
Cristina war für das Booklet hauptverantwortlich und sie hattet dann die Idee all diese Leckereien darin aufzunehmen, na ja und sie ist immer hungrig. Sie liebt halt Eis, Hamburger und all dieses Zeug. Ich mag das auch, aber ich versuche mich immer noch zu kontrollieren.
<b>
In Spanien seid Ihr auf dem Cover des Rolling Stone gewesen, wie wichtig ist es für einen Musiker heutzutage noch auf deren Cover zu sein?</b>
Da habe ich keine Ahnung. Es ist trotzdem schön, wenn man gefragt wird. Wir kennen auch den Fotografen, der die Fotos hier in Spanien für das Rolling Stone macht und er es ist ein guter Freund von uns, wir haben auch schon einige Jahre nichts mehr von ihm gehört, bis er sich jetzt bei uns gemeldet hat. Er ist auch ein wirklich guter Fotograf, seine Fotos sind immer ein wenig künstlerisch angehaucht. Es ist immer ein Vergnügen, ein Photoshooting mit ihm zu machen. Es ist außerdem immens wichtig, ob sich das Album später verkauft oder nicht, na ja eigentlich ich hab davon keine Ahnung, aber ich hoffe mal.
<b>
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit dem neuen Album!</b>

unkalkuliert politisch engagiert

Eigentlich waren wir zum Interview mit Lagwagon um zwei Uhr verabredet, doch da die Beschreibung für den Treffpunkt, sowohl für uns, als auch für die Band doch sehr vage waren, hat uns Joey Cape schließlich doch noch gefunden, nachdem er erst mal über das gesamte Festivalgelände geirrt ist.
Wir haben uns schließlich einen Platz auf einer Wiese hinter der Bühne gesucht und uns an das Interview gemacht. Auch ein kleiner Regenschauer konnte Joey nicht daran hindern seine Erzählungen zu unterbrechen. Na ja, vielleicht lag es aber auch eher daran, dass er gesehen hat, dass ich seine Bandkollegen anfingen auf ihre Show vorzubereiten und am ausladen ihrer Instrumente waren.

<b>Lass uns gleich auf Eure neue CD ?Blaze? zu sprechen kommen. Meines Erachtens ist sie sehr politisch geworden!</b>
Ja das ist richtig, einige Songs sind schon politisch geworden, aber das ist nicht wirklich beabsichtigt. Du kannst Dich nicht hinsetzen und sagen, dass Du jetzt politische Songs schreiben willst, so was muss dann frei aus Dir rauskommen. Es war also nicht von vornherein geplant, dass es so politisch werden soll. Aber eigentlich ist ein Lagwagon-Album sowieso nicht von Beginn geplant oder kalkuliert, wie es dann am Ende schließlich klingen soll. In der Regel treffen wir uns, wenn mir ein paar Songs gefallen und feilen gemeinsam an ihnen.
Ich habe mich aber angestrengt, diesmal bessere Riffs für die Gitarre einfallen zu lassen, so dass die ganze Platte ein wenig mehr Gitarrenlastiger ist, daher mussten die anderen dann auch weniger üben.

<b>Du würdest aber Lagwagon auch jetzt noch nicht als eine politische Band bezeichnen?</b>
Ich denke nicht, dass man Lagwagon als eine reine politische Band bezeichnen kann, denn dafür haben wir viel zu wenig politische Songs geschrieben, von denen wir jetzt gerade reden. Das Ganze ist aber auch eine Sache der Wahl, ob man fähig ist, über solche Themen zu schreiben. Viele haben diese Fähigkeiten, ich allerdings habe hauptsächlich über menschliche Dinge und mein persönliches Leben und solche Sachen geschrieben. Mir macht es auch Spaß einen humorvollen Song zu schreiben, oder mal ein ernsteren, aber auch melancholische, das ist besser als Politik. Auf der neuen CD ist aber einiges was sich geändert hat, man fühlt sich aber auch sehr in die Verantwortung gezogen etwas zu sagen, wenn man eine amerikanische Band ist.

<b>Das Booklet scheint mir auch ein wenig ironisch, es sieht wie das Bilderbuch Amerika der 50er Jahre aus.</b>
Ursprünglich war es die Idee, all die Fotos von den Charakteren aus den 50er zu nehmen, die das amerikanische Leben wiederspiegeln sollen. Das Album heißt ja ?Blaze? und die Idee war es zu zeigen, dass jeder in Gewisser Weise eine eigene Vorstellung von Idealismus hat. In der Vergangenheit haben die Urgroßeltern oder Großeltern in einem bestimmten Weg gelebt, da waren Zeiten, in der Frieden war, eine Zeit in der es angenehmer war zu leben, aber die Wahrheit ist, dass jede Generation ihren Krieg hat, jede Generation hat ihre Politik mitsamt ihren politischen Problemen, wirtschaftlichen Probleme.
Na ja, jedenfalls ist die Sache, dass die vermutete Melancholie, die verlorene Unschuld unpassend scheint, aber dann haben wir die Foto-Session gemacht und uns in die Verkleidungen geworfen, bei der dann schon diese lustige Seite aufkam. Der Kerl, der das Layout gemacht hat, hat dann nichts außer den Humor gesehen, was die ganze Sache nur noch lustiger gemacht hat. Na ja okay, eigentlich ist das ziemlich blöd, aber ursprünglich war das ganzer ernster angelegt.

<b>Ihr habt Euch jetzt ziemlich viel Zeit gelassen, um das neue Album zu veröffentlichen. Ich erinnere mich als die ?Double Plaidinum? herauskam, das im Fatwreck Katalog stand ?These Guys won?t stopping put out records.? Diesmal hat es über fünf Jahre gedauert.</b>
Ja, ich denke ganz einfach, dass es normal ist, wenn man länger in einer Band spielt, das es Zeiten gibt in der die Chemie nicht ganz optimal ist und man erst einmal Abstand voneinander braucht, die Moral der Band auch vielleicht auch ein wenig unten ist.
Wir haben in der Zwischenzeit aber auch aufgenommen und sind ja auch glücklich mit der Musik die wir seit einer langen Zeit zusammen machen. Wir sind aber auch in der glücklichen Position, dass wir nicht von seitens des Labels unter Druck stehen und unbedingt ein Album veröffentlichen müssen. Dennoch waren wir ein jetzt ein wenig nervös, da wir durch das lange abwarten ein paar Fans verloren haben, aber wir ein gutes Album gemacht und ich bin stolz auf das Album.

<b>Du bist ja ein ziemlich vielbeschäftigter Mann, Du hast Lagwagon, Bad Astronaut, die Gimme Gimmes, arbeitest bei Fatwreck und hast auch nnoch dein eigens Label. Ist dies vielleicht auch ein Grund warum es solange gedauert hat?</b>
Vielleicht dauert es schon ein wenig länger bis zum nächsten Album. Aber mein Label, das ?My Records? hieß existiert nicht mehr, die Gimme Gimmes machen auch nicht viel arbeit, da die anderen auch in einer Band spielen, daher bewegt sich dafür der Aufwand auf ein Minimum. Bad Astronaut ist auch nicht so das große Ding, daher denke ich, dass ich sich alles im Rahmen bewegt und das ist okay.
Die Sache ist, wenn Du in einer Band spielst, kannst Du nicht einfach nur davon leben, Du musst noch etwas nebenbei machen und ich habe auch keinen normalen Tagesjob mehr, daher ist es okay noch eine andere Band zu haben, ich fülle ja auch nur meinen Tagesplan.

<b>Zurück zum Album, in ?Falling Apart? macht ihr Euch über Ozzy Osbourne und den Rolling Stones lustig. Ihr wollt nicht so enden wie die, oder?</b>
Oh, sie sind einfach die leichtesten Ziele. Ich meine, für die Medien müssen sie auch einfach so sein wie sie sich geben, ich könnte so was allerdings nicht. Anderseits wissen die Leute auch wofür du stehst. Die Stones, Ozzy aber auch Elvis sind richtig gute Beispiele, für ältere Leute die so leben wie es ihnen gefällt, dieses Rock ?n? Roll Ding halt. Aber der Song ist einfach nur frech, er ist ein Witz, er beinhaltet zwar auch Ironie und manche Aspekte sind auch ernst gemeint, dennoch ist er frech aber wiederum auch nicht ganz ernst zu nehmen.

<b>Wie würdest Du es merken, wenn es Zeit wäre aufzuhören?</b>
Wenn es Dir keinen Spaß mehr macht was Du tust. Ich denke aber auch, dass es wichtig ist die Zeit abzustimmen wenn es Zeit wäre aufzuhören. Ich persönlich sehe mich nicht mit Lagwagon auf irgendeiner Bühne herumspringen wenn ich in den 40ern bin. Ich mag es auch nicht jemand so etwas macht, ich find dies dann eher mitleidserregend und ich möchte auch nicht das so etwas mir passiert. Allerdings musst Du auch mit dem Körper den Du hast arbeiten und Musik zu machen ist eine physische Sache. Ich habe aber auch noch die Gimme Gimmes und Bad Astronaut. Mach was Du willst, solange Du fähig dazu bist.

<b>Wer ist E. und worüber handelt E. Dagger?</b>
Oh, sie leitet im Grunde Fatwreck Chords, es ist Fat Mike?s Frau. Vor ein paar Jahren waren wir mit den Gimme Gimmes auf Tour. Wir haben dort ziemlich viel Party gemacht und hatten eine Akustikgitarre dabei. Wir haben wirklich viel getrunken und sie hat sich dann ein wenig Sorgen um die Gesundheit von Mike gemacht. Ich hab dann die Gitarre geschnappt und einfach losgesungen: Come on E. Als wir dann bei den Aufnahmen zu unserem Album jetzt waren, habe ich mich daran erinnert und hab es dann noch ein wenig ausgearbeitet.

<b>?Never Stops? ist vielleicht der am meisten politische Song, der richtige Seitenhiebe in Richtung US-Regierung verteilt.</b>
Oh ja, das ist unsere Reaktion, auf die Reaktion unser Regierung zum 11.09. Also eine Reaktion auf eine Reaktion. Meine Gefühle waren im wesentlichen, als ich aufgewacht bin und es im Fernsehen gesehen habe, war ich geschockt, aber anderseits war ich auch nicht überrascht. Irgendetwas dieser Art musste halt früher oder später passieren. Ich dachte eigentlich, dass die Sache bei einigen die Augen öffnet, dass die Leute eine etwas weitere Sicht haben, dass sie weltoffener werden. Leider hatte die Sache den genauen gegenteiligen Effekt, die Leute sind introvertierter, paranoider geworden. Die Leute in Amerika noch patriotischer geworden und hissten Fahnen, in jedem Vorort hingen Fahnen, das war schon beängstigend für mich.
Aber sind nicht alle Menschen in Amerika so. Es gibt ziemlich große Anzahl die z.B. gegen den Irak-Krieg sind. Wenn Du die Nachrichten einschaltest siehst Du schon eine Menge Protestzüge, die überall im Land sind.

<b>Wie sind denn so die Reaktionen wenn ihr Songs wie ?Never Stops? in den USA spielt?</b>
Hm, das ist schwer zu sagen. Wenn Bands ?Fuck Bush? – Songs spielen, kann es schon mal vorkommen, dass sie von konservativen Kids ausgebuht werden. Wenn Du einen Song schreibst der so etwas wie ?Fuck The Government? beinhaltet, glaube ich wenn ich ehrlich bin, dass es die meisten Leute nicht wirklich verstehen und das ist dann schon ganz schön verrückt.

<b>Was denkst darüber das Arnold Schwarzenegger Euer Gouverneur werden will? </b>
Oh, momentan ist da ne ganz gute Sache. Vor ein paar Tagen sagte er etwas wirklich blödes und es ist überall durch die Presse gegangen. Er sagte, er hätte kein Problem mit homosexuellen Ehen, solange die Ehe zwischen Mann und Frau ist. Und das ist jetzt in allen Überschriften zu hause.
Dennoch ist das schon ziemlich beängstigend. Aber bevor die Debatten zwischen den Kandidaten begonnen haben, hat sich keiner wirklich für Politik interessiert. Nun kommt einer wie Schwarzenegger, der einen gewissen Charme hat und den Leuten ein wenig Vertrauen gibt. Aber dies wird sich dann auch ändern, wenn er erst mal im Amt sein sollte und er damit nicht mehr weit kommen wird. Momentan laufen ja überall die Polls, denen ich eigentlich gar nicht traue. Aber ich will ich nicht als Gouverneur haben! Ich weiß auch gar nicht warum er unbedingt Gouverneur werden will, er kann nie Präsident werden, er kann nichts weiter als Gouverneur werden!

<b>So nun muss ich zur obligatorischen Festival-Frage kommen, spielst Du lieber auf Festival oder in Clubs?</b>
Das ist ziemlich unterschiedlich, ich mag beides gerne. Manchmal spiele ich lieber Clubshows, auf dieser Tour mag ich das lieber. Auf Festivals sind schwieriger, Du bist dort relativ weit vom Publikum weg, daher musst Du ein wenig mehr Performance machen. In Clubs ist das alles viel persönlicher, die ganze Sache ist interaktiver. Beide Sachen haben Vor- und Nachteile, auf Festivals z. B. kannst Du mit Bands zusammenspielen, mit denen Du sonst nicht spielen kannst, das macht schon Spaß. Du kannst Dir andere Bands anschauen und manchmal ist das Essen auch gut.

<b>Viel Erfolg weiterhin und danke für das Interview!</b>

"Glaube nicht an den Hype, glaube an die Musik!"

Auf dem diesjährigen Terremoto-Festival trafen wir anlässlich des neuen Albums ?From The Ashes?, Gitarrist und Kopf Fletcher von den Punkkrock-Veteranen Pennywise. Obwohl er zunächst ein wenig müde und wortkarg schien, brach in ihm doch noch ein Erzählfluss aus. Was ihn beschäftigt, was er von der derzeitigen US Regierung hält und warum man Good Charlotte am Besten mit McDonald?s vergleicht, könnt ihr im folgenden Interview lesen.

<b>Wie geht es Dir gerade?</b>
Ich bin momentan ziemlich müde und ein wenig abgebrannt. Das touren ist ziemlich anstrengend, ich kann Bus auch nicht so gut schlafen, daher bin ich gerade ein wenig platt.

<b>Wann seid ihr nach Europa gekommen? </b>
Wir sind vor ungefähr zwei Wochen nach Europa gekommen, unsere erste Show war beim Reading Festival in England, ja das müsste jetzt so ziemlich genau zwei Wochen her sein.

<b>So, lass uns mal auf Euren neuen Longplayer ?From The Ashes? zu sprechen kommen. Kannst Du mal den Namen ein wenig genauer erklären? </b>
Vielleicht mag es für manche in Europa oder in Deutschland schwer nachvollziehbar klingen. Wenn z. B. dein Haus abgebrannt ist und Du baust es wieder auf, aus der Asche. Es bezieht sich ziemlich stark auf den 11.09., auf die Asche des World Trade Centers. Dies war richtig tragisch was damals passiert ist. Die Texte für die CD schrieben sich dann fast wie von selbst. Wir hoffen auch, dass jeder in der Welt, diese Sache als eine große Warnung ansieht, als Zeichen was für Probleme Amerika, aber auch andere Länder in der Welt haben. Das man vielleicht dies als eine Art Neubeginn hat, dass sich etwas Gutes aus der Asche, aus der Tragödie herausgebildet hat.

<b>Kann man eventuell den Titel auch als Seitenhieb an die US Regierung sehen, was sie in Afghanistan oder im Irak getan haben?</b>
Ich denke, dass der Titel mehr auf die Geschehnisse vom 11.09. basiert, als auf die aktuellen Vorkommnisse im Irak. Die amerikanische Regierung hat über die Jahre natürlich viele Fehler gemacht und das amerikanische Volk weiß von vielem auch nichts, interessiert sich dafür auch nicht, weil sie denken, dass sie keinen Einfluss darauf haben, was die Regierung macht. Sie denken, dass sie in einer ordentlichen Demokratie leben, aber dabei ist es keine wahre Demokratie mehr.
Die Regierung hat ja früher auch Bin Laden unterstützt, sie hat seine Leute ausgebildet, damit sie gegen Russland kämpfen, wir waren Freunde von Osama Bin Laden, doch dann hat sich die Regierung von ihm distanziert, was ihn sauer gemacht hat. Dann gab die Regierung ihm noch mehr Macht und distanzierte sich wieder von ihm, was ihn wieder sauer gemacht hat. Dann hat er Amerika angegriffen und Amerika hat ihn angegriffen, dadurch sind viele Menschen gestorben. Dies ist dann zu einer Art Teufelskreis geworden, aber die Welt muss verstehen, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt schürt.
<b>Pennywise ist mittlerweile zu einer politischen Band geworden und verteilt auch ziemlich Arschtritte an die Regierung oder andere Institutionen, die euch nicht behagen. </b>
Ja, ich mein Pennywise hat als eine Band angefangen, die sich um die persönlichen Dinge gekümmert hat, wie z. B. sei stark, mach was Du willst, geh deinen eigenen Weg. Nach und nach haben wir dann uns auch gegen die eigene Regierung, aber auch andere Regierungen in der Welt ausgesprochen. Auch gerade ?From The Ashes? ist ein höchst politisches Album geworden. Wir lieben zwar Amerika, gerade die Freiheiten die wir dort haben, aber die Regierung ist ein ziemliches Problem und je mehr sie weiter so agieren, wie bis jetzt, desto mehr Leute in der Welt hassen Amerika. Und unschuldige Leute, wie ich z. B., die nicht Bush gewählt haben, die diese Probleme ändern wollen, werden schließlich zu Zielen von Osama Bin Laden oder Saddam Hussein.
Aber auch die Deutsche Regierung hat viele Probleme, die Russen, oder auch die Franzosen haben viele Probleme. Es gibt also viele Probleme mit Regierungen, wir leben halt in Amerika, daher konzentrieren wir unsere Wut auf unsere.
Schröder?s Haltung zum Irak-Krieg finde ich okay, aber die deutschen haben die Bunker für die Iraker gebaut, die Franzosen machen ihre Geschäfte im Bankwesen mit dem Irak, die Russen bekommen Öl von ihnen, so hat jeder seine verschiedenen Gründe.

<b>Während Lagwagon fünf Jahre brauchte um ein neues Album aufzunehmen, hat es bei Euch nur zwei Jahre gedauert, die Themen bei Pennywise scheinen nicht auszugehen.</b>
Die Jungs von Lagwagon sind einfach faul! (lacht) Ich denke aber auch, dass es bei Pennywise jemals daran scheitern wird, weil es keine Themen mehr geben wird, dafür ist die Welt einfach viel zu verrückt. Zwei Jahre zwischen den Alben sind okay. Wir gehen auf Tour, kommen dann zurück nach Hause, schreiben wieder neue Songs und gehen dann wieder raus und spielen ein paar Shows.

<b>Denkst Du, dass es einen großen Unterschied zwischen dem europäischen und amerikanischen Publikum gibt?</b>
Es ist zwar kein riesiger Unterschied, aber auf jeden Fall ist ein Unterschied vorhanden. Ich denke, dass die Leute hier mehr aus Spaß aus sind und auch nicht so auf ihren Style achten, was populär ist. Die Leute haben ein freieres Denken und auch mehr Energie. In Amerika ist es ein wenig anders, es gibt viele Orte in denen man gar kein Punkrock hört. Dennoch gibt es auch dort ein großartiges Publikum, genauso wie in Australien, oder Europa. Überall ist es ein wenig anders, aber gerade die Energie, die das Publikum rüberbringt ist in Europa besonders gut.

<b>Meiner Meinung vertretet ihr eine Punkrock-Generation wie, z. B. Blink 182, Green Day oder Sum 41, wie siehst Du das Ganze?</b>
Ich denke, dass die neuere Punk-Generation mehr auf der Kommerz-Schiene abfährt, wie z. B. bei Good Charlotte, bei denen es um nichts anderes geht als ein Rockstar zu sein. Die haben keine Botschaft, die Musik mag zwar okay sein, sind aber nicht sie selbst, sie kleiden sich sogar extra punkig für ihre Shows um ihr Image zu wahren.
Sum 41 sind da wieder anders, sie sind trotz ihres Erfolges ziemlich auf dem Boden geblieben und ich würde sagen sie sind eine echte Band, denen es nicht nur ums Geld machen geht. Wenn ich mir dann andere Bands ansehe, die dann die Punkeinflüsse genommen haben, und die es dann zum Mainstream gemacht haben, hat dies dann nichts mehr mit Punkrock zu tun, sondern ist einfach Mainstream-Kommerz-Rock.

<b>Das einzig Gute an solchen Bands ist doch, dass sie die Leute in die richtige Punk-Szene einführt. </b>
Ja, mag sein. Nur wenn die Kids mit Good Charlotte oder Blink 182 groß geworden sind, haben sie einen völlig falschen Eindruck von der Szene bekommen. Deshalb haben sie noch lange nichts von Black Flag, Minor Threat gehört, sie müssen ja noch nicht einmal was von Pennywise gehört haben, aber sie sollten wenigstens wissen worum es im Punkrock überhaupt eigentlich geht.
Ich meine, über die Jahre ändert sich alles. McDonald?s war früher auch mal gut, als sie noch hausgemachte Hamburger und Pommes verkauft haben und wenn man es heute betrachtet ist es einfach nur noch Mist. Die meisten Leute kennen halt nur noch dieses McDonald?s, aber nicht wie es früher einmal gewesen war. Und genauso ist es im Punkrock, die Kids sollten halt wissen wo es ursprünglich herkommt, was sie heute hören, wissen es aber nicht. Denn viele Bands spielen Songs der alten Bands wie Black Flag, Misfits oder Minor Threat.
Also Kommerz-Punk ist absolut keine gute Sache!

<b>Ich habe mal gelesen, dass Du eure Musik als Hardcoremelodicpunk bezeichnest, ein ziemlich ungewöhnlicher Begriff um einen Musikstil zu charakterisieren, wie ich finde. </b>
Hm, ja dies ist im Grunde nur ein Wort, um die Musik unserer Band auf einen anderen zu kategorisieren. Ich meine, Hardcore: Sick Of It All oder Agnostic Front sind hardcore. Melodicpunk: Bad Religion. Bewegen wir uns zwischen SOIA und Bad Religion, ich denke nicht. Allerdings wenn ich sage ich mache Punkrockmusik, denken viele ?ah der macht Musik wie Good Charlotte?, und will ich das? Und dies will ich nicht. Ich spiele seit 20 Jahren in einer Band die schnell, laut, aggressiv spielt und hinter alledem eine Aussage steht.

<b>Was können wir in Zukunft von Euch erwarten?</b>
Wir gehen erst einmal zurück nach Amerika, touren und veröffentlichen dort erst mal unser Album. In ein paar Monaten wollen wir dann auch wieder nach Europa um hier dann einige Clubshows zu spielen. Wir haben hier schon einige Shows in Clubs gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat, da dort keine Barrieren und Security sind. Später geht es dann nach Australien und Japan und dann zurück um die nächste Platte aufzunehmen.

<b>Noch ein Schlusswort?</b>
Glaube nicht an den Hype, glaube an die Musik, glaube an das, was dein Herz sagt. Folge dem, was Du denkst das es richtig ist und folge nicht irgendwelchen Trends. Glaube nicht an das, was MTV oder das Radio, oder irgendwelche Leute sagen: ?Das ist cool?. Dies ist nicht cool. Wenn Du meinst Punkrock ist cool, dann verpass den Punkrock nicht.
Etwas anderes zu tun und dabei selbst zu sein, das ist cool!!!

"Beim nächsten Mal würde ich gerne noch mehr selber machen wollen!"

Vier Jahre nach Gründung der Band She-Male Trouble und drei Jahre nach dem Überraschungserfolg der EP "Burner", ist endlich das langersehnte Debüt "Back From The Nitty Gritty" herausgekommen. Warum es solange auf sich warten lassen hat und was sonst so im Leben der Berliner passiert ist, erzählt uns Bassist Torsten.

<b>Kannst vielleicht ein wenig über Eure Entstehungsgeschichte erzählen?!</b>
Entstanden sind wir aus Female Trouble, das war eine reine Frauenband. Dann bin ich irgendwann dazu gekommen, die Schlagzeugerin ist zurück nach Sizilien gegangen, die Gitarristin wurde dann irgendwann Schwanger. Wir haben dann Ersatz gesucht und uns war es auch egal, ob es Männlein oder Weiblein sein soll und zufälligerweise sind dann für die zwei Mädchen die gingen drei Jungs reingekommen. Und so waren vier plötzlich eine vier Jungs und ein Mädchen Band, mit dem Namen Female Trouble, wir haben dann mit dem Gedanken gespielt uns umzubenennen. So sind wir dann auf She-Male Trouble gekommen, was auch ganz gut zu dem Sex-Chance in der Band passte und darüber hinaus weiß jeder der She-Male Trouble hört, das es von Female Trouble kommt.

<b>Wie ist das eigentlich mit dem Bizarre-Auftritt zustandgekommen? Es ist ja ziemlich ungewöhnlich, dass dort eine Band spielt, die noch gar kein Album in der Tasche hat. </b>
Okay, dann sag ich an dieser Stelle mal herzlichen Dank an Dave Pollack (Chef von Destiny)!! Ihm hab ich immer gesagt: "Hey David, wenn Dir jemals eine Band auf dem Bizarre fehlen sollte, wir würden ja gerne". Einige Monate später treffe ich dann in einer Kneipe und er meinte nur: "Ey ich habe Euch gerade für das Bizarre gebucht". Tja und dann waren wir da.

<b>Wie war es dann dort für Euch? </b>
Das war schon ne große Ehre. Gerade den Abend zuvor haben wir auf einem Open Air in Friesland, auf nem Bauernhof, gespielt. Als wir dann dort auf dem Bizarre ankamen lief Carola über die Bühne und kam zum Bus zurückgelaufen und meinte:"Boah, ganz schön fett hier, aber wo ist denn die kleine Bühne, auf der wir spielen sollen?" Unser Kommentar war dann nur: "Das ist die kleine Bühne!"
Wir dachten ja auch, dass nicht so viele Leute dort sein würden. Wir spielten ja ziemlich früh gleich als zweites, aber das war zum Glück nicht so. Bis zum Mischpult war es dann schon ziemlich gut gefüllt und das sind ja auch schon ein paar Leute. Einige haben uns dann auch schon zugerufen als wir auf die Bühne liefen und ein paar hatten auch selbstgemachte Pappschilder, das war schon echt nett.

<b>Lass uns mal auf Euer Album zu sprechen kommen! Erste Frage: Warum hat das eigentlich so lange gedauert? </b>
Ja, das ist die Frage die ich jetzt am meisten beantwortet habe. Also da gibt es mehrere Gründe für, also im Januar 2000 kam die Single "Burner" heraus mit 4 Songs. Der Plan war halt, dass wir eine vorab Single herausbringen und dann relativ schnell genug Songs zu schreiben, um möglichst bald ein Album nachzulegen. Dann glich wir auch gleich die Tour mit den Peepshows gemacht und sind gleich danach mit Dover durch Spanien getourt. Wir hatten dann im Prinzip im Herbst dann die Songs zusammen, so dass wir loslegen konnten. Nur dann kamen wir dummerweise auch an den Punkt, das wir uns mit zwei aus der Band gar nicht mehr verstanden haben, dies hat dann menschlich und auch musikalisch überhaupt nicht mehr funktioniert. Die sind dann beide auch ausgestiegen, was für uns alle auch ganz gut war, denn bei einem hat auch die Freundschaft darunter gelitten, aber das ist jetzt auch wieder gut. Wir standen am Ende des Jahres quasi wieder bei null, hatten aber das große Glück mit einem Anruf gleich zwei neue Leute zu finden.
Es hat erst mal ein wenig Zeit gedauert, bis wir wieder angefangen haben zu spielen. Dann haben wir eine kleine Tour gespielt und sind dann im Sommer 2001 in Studio gegangen und haben die ersten acht Songs aufgenommen, also erst mal die Grundtracks ohne Gesang. Dann haben wir gedacht, dass wir noch ein paar Songs schreiben, so dass wir im Herbst damit fertig sind. Wir haben aber zu uns selbst gesagt, dass wir nicht nur so ein Album machen, denn auf diesem Planeten gibt es einfach eine Million Alben zuviel. Wir wollten dann eins machen, was zumindest wir persönlich ziemlich geil finden. Dadurch legt man sich selbst die Messlatte so hoch, da haben wir dann Songs umgeschmissen, aufgenommen, neu aufgenommen, gemixt, neu gemixt. Dann waren wir am Ende des Jahres fast fertig, hatten alles aufgenommen und es galt lediglich noch fünf Songs zu singen.
Bei der zweiten Trans-Gender Tour ist dann uns dann leider Carola auf der Bühne umgekippt und lag dann erst mal für ne ganze Weile im Krankenhaus. Na ja, und dann waren halt irgendwann dreieinhalb Jahre um.

<b>Hattet ihr auch ein wenig Angst für "Back From The Nitty Gritty", nachdem "Burner" so ein großer Erfolg war? </b>
Das war ja auch echt so nen Hammer, das hatten wir auch gar nicht erwartet, das war so ein Schnellschuss. Das war genauso in der Phase, wo die Drummerin entschieden hatte, dass sie nach Italien zurückgehen werde und dann kommt der und der rein. Das war dann so eine komische Phase in der wir nicht so richtig genau wussten, wo wir eigentlich stehen. Dann haben wir einfach gesagt, wir nehmen einfach mal vier Songs auf, dies ging dann so zack zack zack und fertig waren sie. Und die sind halt gut geworden, wir fanden sie halt ziemlich gut und die Reaktionen von der Presse waren auch ziemlich klasse.
Dies war dann halt auch so ein Grund warum die Meßlatte für das Album sehr hoch lag, das musste ja da zumindest mithalten wenn nicht sogar toppen.

<b>Also wenn man sich Eure Bandhistory anschaut sind einige Dinge, aber auch gerade die Aufnahme des neuen Albums ziemlich unkonventionell. </b>
Ja, manche Dinge sind absichtlich unkonventionell und andere Dinge ergeben sich halt so aus der Situation.

<b>Ihr habt Euer Album in drei Studios, im Proberaum und einem Schlafzimmer aufgenommen. Warum ein Schlafzimmer? </b>
Wir haben uns irgendwann mal selber Equipment gekauft, und wir wollten dann auch ziemlich viel selber machen. Tja, das Schlafzimmer stand halt zur Verfügung und im Proberaum ist es immer schwierig wenn Du Gesangsaufnahmen machst, weil da sind so 20 andere Proberäume drum herum und ein Gesangsmikrofon ist so empfindlich, dass das dann gar nicht geht, da du dann alles auf der Aufnahme hörst.
Wenn einer im anderen Raum eine Zeitung umblättert, das hörst Du dann. Es gibt dann zwar auch ein paar witzige Sachen, auf "Ugly" z.B. im Zwischenteil gibt es so ein paar klimpernde Flaschen, als Carolas Tochter mit Leergut während der Aufnahme rumhantiert hat.

<b>Wie lange seid ihr jetzt im Studio gewesen? </b>
Hui, echt keine Ahnung. Vor allem, das Tolle wenn Du selbst aufnimmst, du machst dann was, du kannst es erst mal so setzen lassen. Schneidest es, hörst es Dir an, kannst es eventuell noch mal machen. Du stehst nicht so unter dem Druck, jeder Tag kostet so und so viel Geld und am ende des Tages muss es im Kasten sein. Es ist zwar nicht so, dass wir keinen Druck hatten, denn je länger was liegt, kam dann auch der Druck von uns, das was fertig werden müsse.
Ich würde das auch gern so weiterführen , wenn wir wieder dazu kommen ein neues Album aufzunehmen würde ich gerne noch mehr selber machen.

<b>Vielen Dank!!!

The Coral – Magic & Medicine

Ehrlich gesagt, kann ich die ganzen Lobeshymnen und den Hype um The Coral nicht ganz nachvollziehen. Das Sextett aus England, deckt zwar ein großes Spektrum der Musikgeschichte ab, so verarbeiten sie 60s- und 70s-, sowie Psychedelic-, Progrock und auch Blues, aber so wirklich begeistern tun sie dabei nicht. Zu stark lehnen sie sich an ihre großen Vorbilder wie z. B. den Doors, Led Zeppelin oder Creedence Clearwater Revival an.
Das Ganze ist zwar nicht schlecht und manches ist auch wirklich gut, man denkt jedoch alles irgendwann schon einmal gehört zu haben. Und dann Frage ich mich doch, ob ich mir lieber die ?Originale? kaufe, oder die Musik von irgendwelchen Epigonen?!
Der Knaller ist ?Magic & Medicine? bei leibe nicht. Für Leute, die allerdings auf Solche Musik stehen und alle CDs der großen Helden, der damaligen Zeit haben, können hier getrost zugreifen.

Billy Talent – Billy Talent

Die vier Jungen von Billy Talent haben mit ihrem gleichnamigen Debütalbum den absoluten Hit des Jahres gelandet! Kein weiteres Album hat mich dieses Jahr von Anfang an so begeistert wie dieses und auch selbst nach dem x-ten Hördurchlauf fängt es nicht an zu langweiligen.
Billy Talent strotzen nur so vor purer Energie und Kraft. Ihre Musik beinhaltet sowohl Elemente aus Punk Hardcore, aber mindestens ebensoviel Pop wie Hardrock. Außerdem zeichnen sie sich durch ein ziemlich hohes Maß an Eigenständig aus, so dass es schwer fällt andere Bands heranzuziehen, mit denen man sie ehesten vergleichen kann. Vielleicht kann man sie am ehesten mit Refused gegenüberstellen.
Es reiht sich wirklich ein Hit nach dem anderen und es gibt wirklichen keine einzigen Ausfall, sei es der Opener ?This Is How It Goes?, der nach einem kurzen Intro und den ersten drei Akkorden vollends zu begeistern weiß. Aber auch das etwas ruhigere ?Lies? oder das darauffolgende ?The Ex? haben Ohrwurm- und Hitcharakter, genauso wie die erste Single ?Prisioners Of Today?. Aber es wäre wirklich nicht gerecht einzelne Songs hier herauszustellen, den alle sind wirklich der Hammer!!!
Das Debüt von Billy Talent kann sich mehr als sehen lassen, so dass sie sich nicht hinter den ganz großen der Branche verstecken müssen, denn Billy Talent gehören jetzt schon ins obere Drittel der Rockliga!!!

She-Male Trouble – Back From The Nitty Gritty

Gute dreieinhalb Jahre ist es her, als She-Male Trouble mit ihrer EP ?Burner? ein erstes Lebenszeichen von sich gaben und zur Überraschung vieler einen Hit damit landeten. Nun melden sie sich zurück und präsentieren der Welt ihr langersehntes Debüt.

Der Name der EP war dann schließlich auch Programm, und so entschied man sich für eine wirkliche Mammuttour durch ganz Europa. So tourten She-Male Trouble u.a. mit Dover und Peepshows, sogar auf dem Bizarre durften sie spielen, und welche Band ohne ein Album im Gepäck bekommt dazu überhaupt die Möglichkeit?!
Durch das lange Warten stieg natürlich die Spannung auf ?Back From The Nitty Gritty? ins unermessliche, zudem zwang sich einem die Frage geradezu auf, ob es an den Erfolg ?Burner? nahtlos anknüpfen kann. Doch schon nach den ersten Songs beantwortet sich die Frage von selbst, denn ?Back From The Nitty Gritty? kann.
She-Male Trouble präsentieren 14 Punk ?n? Roll Kracher auf ihrem Erstling, bei dem es eigentlich jeder einzelne verdient hätte als Single ausgekoppelt zu werden. Schon der Opener ?2nd Hand Life? rockt ohne ende und zeigt dem Hörer, was er in den kommenden 40 Minuten zu erwarten hat. ?Ugly? ist wohl so etwas wie der Überhit auf dem Album, den sowohl durch die Gitarrenarbeit, wie durch den Gesang weiß vollends zu überzeugen. Allerdings wäre es hier falsch einen einzigen Song herauszustellen, denn rocken und in den Arsch treten tun sie alle! Sei es nun, das geniale ?Killin Keepin Her Alive?, oder die erste Single Don?t Tell Me What To Do?. Aber auch die Abgehnummer ?It? oder das traurigschöne ?Can?t Make Me Stay? hätten es verdient ausführlicher beschrieben zu werden.
Das Debüt von She-Male Trouble ?Back From The Nitty Gritty? überzeugt in jeder Hinsicht und weist keinen einzigen Ausfall auf. Außerdem ist zu erwähnen, dass das Album in drei verschiedenen Studios, sowie im Bandproberaum und in einem Schlafzimmer aufgenommen wurden, was man dem Album in keineswegs anmerkt. Bleibt letztendlich nur zu hoffen, dass es nicht wieder dreieinhalb Jahre dauern wird, bis das nächste Album herauskommt.

Me First & The Gimme Gimmes – Take A Break

Fat Wreck?s All Star Band, die Me First And The Gimme Gimmes, präsentieren mit ?Take A Break? ihren vierten Streich und diesmal haben sie es auf R&B- und Soulklassiker der achtziger und frühen neunziger abgesehen.
Eigentlich starteten die Gimme Gimmes als Spaßprojekt, man nahm ein paar EPs auf und spielte einige Shows. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten und die Fans schrieen nach mehr. Tja, an Ideen scheint es den fünf nun wirklich nicht zu mangeln, nachdem sie sich schon Songs aus den 60er, 70er und Musicalklassikern widmeten, geht es nun R&B und Soul Hits wie z.B. R. Kelly?s ?I Believe I Can Fly? oder dem Jackson Five Klassiker ?I?ll be There?, der ja auch erfolgreich von Mariah Carey gecovert wurde, an den Kragen. Aber auch Seal?s ?Crazy?, oder ?Save The Best For Last? von Vanessa Williams, sogar die Boyz II Men Hitsingle ?End Of The Road?, blieben nicht verschont und wurden gnadenlos verpunkt.

Insgesamt sind 13 verschiedene Titel auf ?Take A Break? vertreten. Obwohl wieder einige unbekanntere Songs auf dem Album vertreten sind, bleiben die Gimme Gimmes die Nummer eins, wenn es ums covern und umwandeln von alten Songs zu partytauglichen Hits geht. Denn keine andere Band geht dort hemmungsloser heran, als die eben besagte.

Unbounded – Reviving

UNBOUNDED bieten auf ihrem aktuellen Album "Reviving" zehn Punk- Posthardcore Kracher zu ihrem Besten, auch wenn dies ihnen nicht immer ganz gelangen mag. Der Opener "A Place To Hide from Real Imprssions" rockt auf jeden Fall erst mal richtig los, und weiß durchweg zu überzeugen. "Don't Break My Heart" avanciert durch die verschiedenen Tempi und den sehr guten Vocals von Sänger Ingo zum kleinen Hit von "Reviving". Das folgende "Massify My Mind?" erinnert dann eher an alte Good Riddance Songs.
Im Grunde sind fast alle der Songs gut, auch wenn die etwas schnelleren Stücke UNBOUNDED besser zu Gesicht stehen, als die ruhigeren. Manchmal lehnen sich UNBOUNDED zwar ein wenig zu stark an ihren großen Vorbilder, verlieren sich aber nicht darin. Daher ist "Reviving" ein ausgesprochenes Album einer vielversprechenden Band.

Benton Falls – Guilt Beats Hate

Zehn Songs präsentieren BENTON FALLS auf ihrem neuen Longplayer ?Guilt Beats Hate?, doch so richtig zwingend und überzeugend ist das ganze nicht.
Nach dem ersten Hördurchlauf, scheint das Trio einen doch ganz passablen Tonträger abgeliefert zu haben, obwohl das Ganze schon von Anfang an nicht flüssig rüberkommt.
Zwar stellt, kann man ?Bitter By Choice? schnell als kleinen Höhepunkt feststellen, dies war es dann aber auch schon.
Mal klingen die Songs ruhig und dann sind sie wieder gerade nach vorne hinaus und rotzig in bester Posthardcore-Tradition. Im einzelnen lässt sich da auch kein Manko finden, vielleicht erkennt man es erst in der Gesamtheit des Werkes. Denn der Gesang wirkt dann doch sehr monoton und lässt die Platte dadurch schnell langweilig werden, daher ist ?Guilt Beats Hate? ein eher durchschnittliches Album.

QR Code Business Card