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Neue Musik Edition April 2019

Neue Musik im April

Mit dem nächtlichen Tanz in den Mai, verabschiedete sich der April. Beste Gelegenheit, um auf die Releases des letzten Monats zurückzublicken – denn da gab es einiges. Welche fünf Neuerscheinungen im April ihr nicht verpasst haben solltet, lest ihr bei uns.

LP-Cover Mine KlebstoffMine – Klebstoff. Es folgt kein Pamphlet auf deutsche Musik. Dass die was kann, sollte inzwischen hinreichend bekannt sein. Die 33-jährige Mine setzt dem aber den Hut auf, insbesondere mit ihrem dritten Album Klebstoff (VÖ: 12.04.2019 via Caroline (Universal Music). Songs wie „Spiegelbild“ oder „Klebstoff“ laufen im Radio hoch und runter, sollten aber nicht als allzu zugänglicher Mainstream abgestempelt werden: Die Texte sind oft höchstpersönlich, überaus intelligent und nicht selten „Schwer bekömmlich“. Man sollte also nicht nur ein zweites Mal, sondern zwei Mal hinhören.

Das Paradies | Foto: Marco SenscheDas Paradies -„Eis auf einer Scholle“. Hätte, würde, könnte – Florian Sievers aka Das Paradies setzt mit seiner neuesten Veröffentlichung „Eis auf einer Scholle“ (VÖ: 26.04.2019 via Groenland Records) fort, was er in seinem großartigen Debüt Die Goldene Zukunft angefangen hat. Hinter freundlichen Fassaden und unschuldigen, aber geistreichen Lyrics lauern tiefere Abgründe. Ein Gedicht, dieser Song! Sehenswert ist auch das Video zur Single: Sievers‘ gleichgültiger Gesichtsausdruck, während er mit Eistüten in der Hand im historischen Stadtbad Leipzigs posiert, lässt erahnen, dass es in seinem Song nicht um eine sommerliche Erfrischung geht.

Cover Giant Rooks Wild StareGiant Rooks -Wild Stare. Als ich Giant Rooks‘ „Bright Lies“ das erste Mal hörte, wollte ich erstmal nicht glauben, dass sich die Band erst 2014 in Hamm gründete und auch die fünf Bandmitglieder noch nicht allzu lang volljährig sind. Die EP „Wild Stare“ ist nun – so wie Giant Rooks schon längst – aus den Kinderschuhen gewachsen. Vorbilder wie Alt J („King Thinking“), Arcade Fire oder Foals hört man der Platte an, dennoch machen Giant Rooks ihr ganz eigenes Ding, das sich vor allem mit der Stimme Frederik Rabes trägt. Kann man sich den Stimmen, die „Newcomer des Jahres“ schreien, schon mal anschließen.

Album Cover Nick MurphyNick Murphy – Run Fast Sleep Naked. Die neue LP Run Fast Sleep Naked (VÖ: 26.04.2019 via Downtown) markiert das Ende einer Selbstfindung für Nick Murphy, der nicht mehr länger Chet Faker heißt. Auch musikalisch macht das einen Unterschied: In den letzten vier Jahren reiste Murphy mit einem Mikrofon in seinem Koffer um die Welt, nahm Gesangsspuren in Räumen auf, die ihn inspirierten. Gefunden hat er nicht nur sich, sondern auch eine vielfältige Platte, die verschiedene Sounds, Melodien und Klangwelten zu harmonischen Stücken zusammenfügt. Mit gelegentlichen Ausreißern wie „Sanity“ – Anspieltipp bei schlechter Laune. Die hat sich dann erledigt!

Cover For The Thone LPHBO – For The Throne. Spoiler Alert: Man muss kein Game of Thrones-Fan sein und die HBO-Serie bingewatchen, um diesem zur aktuellen Staffel erschienenen Album Aufmerksamkeit zu schenken. Denn das Besondere: Die Platte ist nicht einfach ein Soundtrack. Künstler wie The Lumineers, The Nationals, James Arthur, The Weeknd oder Mumford and Sons haben sich von der Serie inspirieren lassen und Songs geschrieben, die in ihren etwas düsteren, auch morbiden Tönen und Texten dem Appeal der Serie widerspiegeln. Unbedingt erwähnenswert: Florence and the Machine’s „Jenny of Oldstones“ aus den Closing Credits der zweiten Folge der achten Staffel. 


Diese – und weitere – Highlights aus dem April hört ihr in unserer Spotify-Playlist „Neue Musik:

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