Bereits im Sommer 1993 machten 4Backwoods aus Eitorf im Rheinland die ersten Gehversuche, doch erst jetzt, zehn Jahre später, gibt es mit "The Dream I Live In" (Eat The Beat Music/Pirate Records) das Debut-Album. 4Backwoods spielen den typischen Sound der auf Compilations wie "Crossing All Over" oder irgendwelche Snowboard-Event-Veröffentlichungen passt. Soll heißen: kraftvolle Gitarren, ohrwurm-verdächtige Melodien, etwas Hip, noch mehr Hop und das alles möglichst zeitgemäß. Teilweise geht diese Formel auf – mit "Sick Of Everything" oder dem Nickelback-mäßigen Opener "Men Ass Kicking Girl" befindet sich der eine oder andere Hit auf der Scheibe. Die Liste der Mängel ist aber leider etwas länger geworden: Die Texte sind teilweise übertrieben kitschig und mit "California Love" gibt es eine Coverversion (2Pac), die gar nicht passen will, zumindest nie an fünfter Stelle auf dem Album hätte stehen dürfen. Teilweise nerven die an die frühen H-Blockx erinnernden Rap-Parts und auch "Best Days Of My Life" ist ne echte Nullnummer geworden. So einen Pop-Punk-Song braucht heutzutage kein Mensch mehr. Man muss den Jungs ein feines Gespür für große Melodien attestieren, doch habe ich das Gefühl, dass 4Backwoods bei einigen Songs zu sehr auf Chart-tauglichkeit geachtet haben, was manchmal nach hinten los geht. Man muss es auf dem Debut ja nicht gleich übertreiben …
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