Gitarren-Maestro oder Vollwurst? Genie oder Langeweiler? Schwer zu sagen, aber es ist unschwer zu erkennen, dass Axel Rudi Pell es einfach raus hat. Seit 1989 veröffentlicht Pell Soloalben in einer Regelmäßigkeit wie wir sie sonst nur von sehr wenigen anderen Musikern her kennen. Und dazwischen immer wieder Compilations wie Live-Scheiben ("Knights Live", "Made In Germany") oder Best-Of-Sampler ("The Wizard's Chosen Few"), als ob es kein Morgen gäbe. Und sogar Sammlungen seiner besten Balladen kann er sich leisten. Die Nachfrage scheint demnach groß genug zu sein. Mit "The Ballads III" (Steamhammer/SPV) kommt nun der dritte Teil dieser Reihe heraus und bietet neben drei unveröffentlichten Stücken die Kuschelseite des Melodic Rock made by Pell (inkl. Rainbow-Cover "The Temple Of The King"). Dank der guten Produktion, dem Gänsehaut-Gesang von Johnny Gioeli und natürlich der faszinierenden Gitarrenarbeit von Pell braucht sich die Band nicht vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken. Aber was erzähle ich da? Diese Band ist größer als viele es glauben wollen und besser als der große Teil der Melodic-Rock-Szene. Und nennt mir einen deutschen Gitarristen, der so eine treue Fanschar hat wie Axel Rudi Pell. Statt Kritk (siehe Rezension von <a href="https://mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=reviewdetail&id=461"target="_blank">"King & Queens"</a> ) gibt's diesmal Respekt. Ach ja, die elf Balladen sind allesamt klasse gelungen. Hut ab, obwohl ich Balladen nicht ausstehen kann!
<a href="http://www.axel-rudi-pell.de/discography.htm"target="_blank">Discographie von Axel Rudi Pell</a>
