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By Night – Burn the Flags

Die Preisung von "By Night" durch ihr Label ist effizient und überraschungsfrei: Meshuggah und Entombed machten hier ein Kind, erzogen es nicht bis schlecht und verhinderten keine Einflüsse klassischen Hardcores auf das arme Balg. Von sich aus muss man das nicht langweilig finden. Opeth haben genauso ihren Platz im Kosmos der Stakkato-Riffs gefunden wie die furchterregend stumpfen Metal-Popper von Fear Factory – beide trugen zur Weiterbildung des Schützlings bei. Man muss "By Night" zu Gute halten, dass hier nicht renitent auf die Schallmauer der Charts geschielt wird, die es mit zahmem Bangen zu durchbrechen gilt.

Unkommerziell sind sie definitiv (obwohl sie die gute alte Vierviertel-Struktur nicht zerstören wie Muddi Meshuggah) und es stellt sich die Frage, ob sie das mit Absicht sind. Der Sound ist flach und eintönig und in schlechten Autoradios ergibt sich fix ein grauer Brei aus Beigeräuschen. Die durchaus abwechslungsreichen Songstrukturen werden durch stets gleiche Instrumentierung langweilig. Die Vocals mögen ein bisschen Hardcore sein, doch es wäre in den Songs genug Platz vorhanden, um nicht dauernd nur angestrengt zu rufen. Sänger Adrian Westin hört sich oft an, als würde er am Samstagmorgen den Junior durch heiseres Brüllen vom Sprung in die Tiefkühl-Landschaft abhalten wollen. Und damit schliesst sich der Kreis mit der Nachwuchsthematik. Laue fünf Punkte von zehn.

5/10

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