Wilkommen zu einer weiteren Folge von „Musik, die die Welt nicht braucht“. Dada Ante Portas ist eine Band aus der Schweiz, die ihren amerikanischen Vorbildern in Sachen netter Alternative-Rock nacheifert und eigentlich auch ganz passable Songs schreibt, doch irgendwie hinterlässt ihr Release „Bound For Nowhere“ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Ich kann wirklich nicht behaupten, dass die 14 Stücke schlecht sind, aber man hat alles schon tausendmal gehört. Eine gute Produktion, nette Melodien, die man man gleich mitsingen kann und Typen wie aus dem Neckermann-Katalog (Herrenmode-Seiten) reichen mein Ansicht nach noch lange nicht, um in den Rock-Olymp aufzusteigen.
Punktabzüge gibt es auf jeden Fall für die klischeehaften Texte. Einen Satz wie „everybody needs someone to love” braucht man nicht dreimal zu wiederholen. Und ich könnte noch einige andere Tracks zitieren, aber das würde den Rahmen sprengen. Zwischendurch lassen Dada Ante Portas auch Country-, Blues-, Sixties- und Seventies-Anleihen mit in die Musik miteinfliessen, so dass für Abwechslung schon mal gesorgt wäre. An dieser Stelle muss ich allerdings zugeben, dass mir Track Numer Sieben „Want You So Badly“ sogar ganz gut gefällt.
Wer von Bands wie The Calling, Lifehouse, Bon Jovi, Live oder Counting Crows nicht genug bekommen kann, sollte sich „Bound For Nowhere“ ruhig antun. Der Rest braucht diese CD sicherlich nicht.
