Mit Florida verbinden viele am ehesten Miami Beach, Disney World und viel Sonne. Klingt alles recht freudig, nebenbei hat sich in den frühen Neunzigern aber auch eine recht populäre Death Metal-Szene entwickelt, die Bands wie Morbid Angel, Death, Deicide und Orbituary hervorgebracht hat. Von einer lebendigen Szene kann man zwar nicht mehr sprechen, doch gibt es immer noch Acts, die die Fahne des Florida-Death-Metal voller Stolz hochhalten. Dazu gehören zum Beispiel Divine Empire, die es auf ihrem Neuling "Nostradamus" (Century Media) schaffen, den Geist früherer Tage zum Leben zu erwecken, ohne dabei antiquitiert zu klingen. Dabei klingen Divine Empire eigentlich auch weniger nach ihren lokalen Kollegen, sondern mehr nach schwedischem Death- und Black Metal, mit rasanten, aber auch melodischen Hass-Attacken (Anspieltipp: "Aggravated Battery"). Die Band (besteht übrigens aus Ex-Mitgliedern von Malovent Creation) kann handwerklich voll überzeugen und schafft es, das gesamte Spektrum aggressiver Musik abzudecken, so dass eine relativ große Anzahl an Death-Metal-Fans angesprochen wird. Auch der moderne Sound gibt der Platte eine positive Note und so beweisen Divine Empire, dass auch extremer Metal noch seine Berechtigung hat. Besonders positiv ist zu vermerken, dass der "Gesang" für Todesmetal-Verhältnisse recht abwechslungsreich klingt. Florida hat also durchaus mehr zu bieten als Sonne, Strand und Frauen in Bikinis.
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