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Eels – Souljacker

"I like to rock" lautet die schlichte Aussage des Sängers, Multiinstrumentalisten und erklärtem Antipostars E, Frontmann der Eels.
Was sich so einfach und so schlicht anhört, ist auf SOULJACKER mit einer Intensität und Konsequenz umgesetzt, dass man nach dem ersten Anhören zwar erstmal völlig ungläubig und umgeworfen ist, aber dann der rockenden Welt einfach nur noch ins Gesicht schreien möchte: Hört Euch das an!
E produziert mit Kreativität, unzähligen Instrumenten und seiner unverwechselbaren Stimme Songs mit unterschiedlichsten Stimmungen:
Meist geht es um Verdammte, Verfluchte, Unglückliche, deren Lebensgeschichte trotz der kurzen drei-Minuten-Erzählungen nicht an Faszination verliert: Da ist z.B. der "Dog faced Boy", der täglihc in der Schule wegen seiner Gesichtsbehaarung gehänselt wird, oder der Kerl, der während eines tobenden Sturms geboren wird und eigentlich ein Mädchen werden sollte, dann ein Teenager-Stricher wird, aus Notwehr mordet und daraufhin in den Wald geht, um dort den Rest seines Lebens zu verbringen, er ist also nur noch per "Jungle Telegraph" zu erreichen.
Und dann ist da noch der "Souljacker Part I", der ein trostloses Leben ohne Seele beschreibt. "Souljacker" war ursprünglich der Begriff für einen amerikanischen Serienmörder, der von sich behauptete, Seelen zu stehlen.
"Souljacker Part II" ist dann die lockere Erkenntnis, dass niemand seine Seele stehlen kann, wenn man sich nur erstmal bewusst ist, eine zu besitzen.
Die andere Seite sind die sanften Lovesongs "What Is this Note", "Fresh Feeling" und "World Of Shit", die einfach nur entspannend sind, ohne aber in Schnulz zu versinken. Übrigens enthält "Fresh Feeling" ein äußerst kreatives Streicher-Sample aus dem Song "Selective Memory" aus dem Eels-Album "Daisies Of The Galaxy".
Aber hört es euch selbst an: Souljacker wird euch umwerfen und euch von allem, was sonst heutzutage als "Rock" verkauft wird, befreien, bis ihr schließlich nicht mehr von diesem Album loskommt und euch der "Souljacker" folglich nichts mehr anhaben kann!
"Es gibt englische Bands und es gibt amerikanische Bands. Mit dem funkigen Engländer namens John Parish in unserer Band sind wir zur Weltband geworden. Wir sind die Welt. Und die Welt rockt! (E im Mai 2001).
In diesem Sine: Let's rock!

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