Lange musste man warten, bis es endlich ein neues Lebenszeichen von den Farmer Boys gibt, aber das Warten hat sich gelohnt! Der neue Output nennt sich ?The Other Side? (Nuclear Blast) und beweist wieder einmal, welche Ausnahmestellung die Schwaben in der Musikszene einnehmen. Denn kaum eine andere Band verbindet derart grandios Metal-Riffs mit melodischem, teilweise schon pathetischem Bombast-Pop. Insgesamt klingt der fette Sound dieses Mal weniger brachial, dafür aber transparenter, so dass der Gesang von Matze Sayer besser durchkommt, was den Ohrwurm-Appeal erhört, ohne dass die Härte verloren geht. Der Opener ?For The World To Sing? klingt etwas Queen-mäig, was sicherlich eine gute Referenz ist und im Laufe des Albums klingen noch viele andere Einflüsse durch, wobei man sagen muss, dass die Farmer Boys schon immer sehr eigenständig klingen und so auch diesmal. Schwermütige Melodien treffen auf heavy Gitarrenriffs (wieder einmal cool umgesetzt von Riffgott Alex Scholpp), dazu verstärkter Keyboard-Einsatz. Die Mischung machts also wieder Mal. Zu meinen Lieblingstracks gehören ?What A Feeling Like? und ?Trail Of Tears? und ?Home Is Where The Stars Are?, doch auch der Rest von ?The Other Side? weiß zu gefallen. Dabei macht sich auch die Abwechslung gut, denn von bittersüß bis hart&heftich ist alles enthalten, was das Herz begehrt. Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass der Achtziger-Pop-Appeal dieses Mal etwas stärker ausgeprägt ist, vor allem bei der ersten Single ?Stay Like This Forever?. Die fünf Bauernjungen sind halt mutiger, aber gleichzeitig auch erwachsener geworden. Man wird ja schließlich nicht jünger.
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<a href="https://mainstage.de/mainstage/php/global/v4_index.php?page=interview&id=112"target="_blank">Interview mit Farmer Boys</a>
