Und was haben sie gejubelt, als Gameface vor ein paar Jahren ihr Meisterwerk "Every Last Time" veröffentlichten. Musikjournalisten wie Fans waren gleichermassen begeistert von diesem Meilenstein des Emorocks mit Poppunkeinschlag. Der Nachfolger "Always On" ging auch noch durchaus in Ordnung – und jetzt das.
Dabei fängt "Four to Go" sehr verheissungsvoll mit "This Old House" an, welches fast schon Schwedenrockparallelitäten aufweist und neugierig macht auf das, was noch folgt. Doch leider war das dann auch schon fast alles, was Jeff Caudill mit seiner Band hier weltbewegendes aufgenommen hat. Ein, zwei Songs, wie zum Beispiel das schöne "The Word", zeugen noch von guten alten Gameface – Zeit, zu welcher noch einzigartige Melodien einer abwechslugnsreichen Songstruktur gegenüber standen. Die runden 50 Minuten "Four to Go" hingegen werden weitestgehend dominiert von Monotonie und nur noch halb so runden Melodien. Da hilft auch eine astreine Produktion nicht viel – und bei Gameface tut das im Herzen weh.
