Die gute Nachricht zuerst: der Abgang von Matt Barlow ist weniger schmerzhaft als erwartet, nein im Grunde genommen vielleicht sogar gut für Iced Earth, denn mit Tim Owens (Ex-Judas Priest) ist jetzt ein Sänger am Start, der der Band einen Energieschub liefert und stimmlich vielleicht sogar noch besser als alle bisherigen Iced Earth-Sänger zusammen. Und auch Bandkopf Jon Schaffer scheint dieses Mal wieder ein gutes Händchen beim Songwriting gehabt zu haben, denn sein neuestes Werk ""The Glorous Burden" (Steamhammer/SPV) ist ein verdammt starkes Album geworden! Gott sei Dank, denn ich hatte schon befürchtet, dass Iced Earth ihren Zenith überschritten haben. Wieder endlos geile Riffs, superbe Melodien und eine Wucht, die man bei vielen Bands aus dem selbigen Lager vermisst. Mit "Hollow Man" gibt es zwar auch einen unterdurchschnittlichen Track, aber das lässt sich bei einer Gesamtspielzeit von siebzig Minuten verschmerzen. Das Album befasst sich übrigens mit dem amerikanischen Bürgerkrieg, vor allem mit der dreitätigen Schlacht in Gettysburg im Jahre 1863. Musikalisch ist das ganze grandios umgesetzt (erinnert teilweise an Running Wild, z.B. im Song "The Devil To Pay) und auch die graphische Umsetzung im Booklet gut gelungen. Aber um nochmal auf Tim Owens zurückzukommen. Sein Einstieg ist ein Glücksfall für Iced Earth und nun kann man nur hoffen, dass sich die Rückenprobleme von Schaffer bald beseitigen lassen, um die Band live zu sehen und hoffentlich bleibt Owens noch lange genug im Boot. Denn in dieser Form und Besetzung sind Iced Earth im Power Metal-Bereich die Alleinherrscher.
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