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Morgain – Abandoned in the Forest of Weariness

Metal aus slowakischen Wäldern die Zweite. Konnte ich Galadriel noch an einigen Stellen etwas
abgewinnen, schaffen es Morgain problemlos sich selbst in meine unterste CD-Ständer-Etage zu
befördern. Was sich mir auf "Abandoned in the Forest of Weariness" (Metal Age Productions) (der
Vorgänger heisst "Rhymes from the Forest of Weariness" – sehr kreativ!) bietet, ist ein unheimlich
grottiger Doom Metal, der einfach nur abtörnend ist. Nicht nur das die schon mindestens 40
jährigen Musiker und Musikerinnen auf Teufel komm raus eine okkulte Stimmung zu erzeugen
versuchen (Mundharmonika, Casio-Keyboards), nein, sie beherrschen noch nicht einmal ihre
Instrumente. Schlagzeug kann im Osten wohl niemand spielen, weshalb man auf einen schlecht
programmierten Drumcomputer ausweicht. Der Gitarrist zeichnet sich auch nicht gerade durch
Filigranität aus, wenn er durchgehend Achte-Klasse-Schüler-Rhythmus-Riffs spielt (eine einzige
Gitarrenmelodie auf dem ganzen Album!). Hinzu kommen billig klingende Keyboardmelodien, die man
liebsten erwürgen möchte. Den Vogel schiesst aber dann doch das Gesangsduo aus Frau und Mann
ab. Warum grölt der Herr wie ein Besoffener, der sich im Wald verlaufen hat und seinen Wodka nicht
findet, und warum hat die Dame vor den Aufnahmen nicht wenigstens etwas Englisch gelernt? Nee,
Leute, ein ganz böses Album.

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