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Scorefor – Leaving The Birdcage

Das Plattencover von "Leaving The Birdcage" macht den Eindruck, als stamme es noch aus der Projektwoche in der dritten Klasse – und dieses Kind hatte schon damals nicht wirklich viel Ahnung von Gestaltung. Auch die Website von Scorefor hätte ein wenig mehr Kreativität verdient gehabt.
Ähnlich verspielt präsentiert sich dann auch der Inhalt der CD, ganz aus den Kinderschuhen heraus scheinen die Herren aus Bad Tölz noch nicht zu sein, obwohl man sich schon vor etlichen Jahren zusammen fand und auch schon 1996 den Zündfunk-Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks für sich entscheiden konnte. Immerhin beim Bandnamen zeigte man sich irgendwann schon mal erwachsen und änderte ihn von vormals SHIT in SCOREFOR um.

Genug der Schelte. Zeigt man sich tolerant und sieht über einige Kinderkrankheiten hinweg, ist Leaving the Birdcage auf jeden Fall in der Lage, es mit vielen anderen der Branche aufzunehmen. Die anfangs erwähnte Verspieltheit ist musikalisch gar nicht Mal negativ zu bewerten, gehört sie doch zum melodischen Punkrock irgendwo dazu. Eine ganze Menge gute Laune verbreiten die Jungs da nämlich, so! Ab und zu kann man es wie so oft auch nicht lassen, hier und da ein wenig Ska mit einzubauen. Noch mehr gute Laune – akzeptiert.

Besonders herausragend erscheint gleich Track 1, mit dem mehrstimmig und melodisch besungenem Titel "I don't know why". Weiss ich eigentlich auch nicht so genau, wieso ich nun ausgerechnet über eine Band, die nach Erfahrungspunkten wohl schon drei Mal so alt ist, wie ich, so hergezogen habe. War nicht so gemeint, Reifeprüfung bestanden!

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