Na holla, die Waldfee, was ist das denn? Eine absolut seltsame Ansammlung sämtlicher Musikstile, die es gibt, präsentiert uns hier diese Bande aus, ich schätze mal England. Jeder einzelne Song beinhaltet mindestens 1000 verschiedene Stile, selbst wenn man sich letztlich irgendwie an die 60er erinnert fühlt, denn der Gesamtsound ist doch sehr ähem ?retro?. Gleich der erste Song ?Panther Dash? hat eine derart penetrante Gitarrenmelodie, die einem nicht mehr aus den Gehörgängen will. Nur sporadisch kommen auf dieser Platte Vocals zum Zuge, und wenn, dann reduzieren sich diese Einsätze auf ein fröhliches One, Two, Three, Four,…. oder Yeah Yeah Yeah!, ansonsten dominieren hier die Instrumente, ob nun Trompete oder Mundharmonika oder ähnliches. Der zweite Song ?Ladyflash? erinnert mich beim Streicherpart (?) irgendwie an einen alten Western, wo ein einsamer John Wayne durch die trockene Steppe trabt, um kurz darauf in einen Saloon einzufallen, wo eine Mädchengruppe aus den 60er Jahren irgendwas Souliges darbietet. Klingt wirr, ist es auch, aber seltsamerweise passt das alles zusammen (irgendwie…). Mir fällt es verdammt schwer, aus diesen 11 Songs einen besonders prägnanten oder repräsentativen Song herauszupicken, denn jeder ist ein besonderer Ohrwurm und es macht mir sehr viel Spaß, diese Platte zu hören, denn es gibt hier viel zu entdecken. Man weiß halt nie genau, aus welchem Jahrzehnt nun die nächste Bridge kommen wird. Hier steckt so viel Liebe im Detail, dass man die Vorliebe der Band für Retromusik gleichermaßen empfindet. Also, wer bei Hippiemusik, Soul, seltsamen Gescratche (wenig), und Garage nicht sofort Brechdurchfall bekommt, sollte hier durchaus mal ein Ohr riskieren. Ich hör mir die Scheibe jetzt noch mal an und mache sie gleichzeitig zu meinem persönlichen Soundtrack für den nächsten Urlaub aufm Ponyhof!
