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Tutribes – Porta Carrachia

Den Spaß an der Musik hört man den Jungs von Tutribes auf ihrem zweiten Album mit dem kulinarischen Titel ?Porta Carrachia? (Modual Records) deutlich an. Leider hat man aber auch den Eindruck, dass die fünf Jungs ihrem Stamm durch ihre vielen (Neben-) Jobs nicht die nötige Zeit widmen können, die gute bzw. reife Musik nun mal brauch. So rumpelt mir auch ein Mittneunziger-Hardcore mit Punkelementen, Rapakzenten und selten wahrnehmbaren ?Kratzern? vom DJ-Pult entgegen, der mich angesichts dessen, dass es diese Form von Musik schon hundert Mal besser gegeben hat, nicht gerade vom Hocker reißt. Der Stil erinnert ein wenig an den Such A Surge-HC-Ableger Pain In The Ass, der Gesang geht in Richtung Sick Of It All, der Sound ist ungeschliffen. ?Porta Carrachia? klingt nicht nur deshalb etwas abgestanden, sondern auch weil der Mann an der Axt keinen gefährlichen Riffs hackt, sondern lediglich alte Rifffolgen und ?Ideen wiederverwertet. ?Porta Carrachia? leidet unter seiner Gesichtslosigkeit, auch wenn die Emotionen spürbar sind. Daran ändern die elektronischen Zwischensequenzen, Hörspieleinheiten und psychedelischen Parts leider auch nichts. Somit ist die Mucke von Tutribes eine Baustelle, an dessen Fundament sich aber schon erkennen lässt, dass das Gebäude mal gut stehen wird. Also weiterarbeiten, Jungs!

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