Startseite » A Life Divided – Virtualized

A Life Divided – Virtualized

Teilweise schwermütig, dann wieder hoffnungvoll, pendeln A Life Divided zwischen fettem Bombast-New-Rock und elektronischem
Synthi-Rock hin und her. Mal brachial mit dem Hammer auf den Kopf, mal im Schwebezustand über den Wolken, gerne auch mal in einem Song (höre z.B. "I Am God"). Facettenreich nennt man das wohl.
A Life Divided aus Bayern setzen mit ihrer Demo-CD "Virtualized" ein riesiges Ausrufezeichen. Haben noch keinen Deal, machen aber mit einer schick aufgemachten Scheibe (12-seitiges, sehr schön gestaltetes Booklet) und 13 Tracks einen auf dicke Hose. Zurecht muss ich sagen, denn die sechs
Herren wissen, wie man Musik macht. Die Musik ist schwer zu beschreiben, obwohl sie gar nicht fremd klingt. Stellt euch einfach vor, dass melodischer New Metal/Crossover auf 80er-Pop trifft. Als Vergleich fallen mir spontan höchstens Orgy und Zeromancer ein, doch A Life Divided klingen über weite Strecken
sehr eigenständig, ohne völlug abzudriften. Eine Coverversion gibt es auch noch, "Sounds Like A Melody" von Alphaville, und die ist sogar richtig gut gelungen, wenn auch nicht zwingend, denn das eigene Material ist gut genug, um sich Querverweise zu sparen.
Am eindeutigsten wird die Bandbreite des A Life Divided-Sounds bei den Tracks 12 und 13 klar. Erst mit "Heaven" ein langsamer Düster-Epos, ganz ohne Gitarren, dafür mit spacigen Keyboard-Sounds, bevor bei der Nachfolgenummer "No World Order" die Axt ausgepackt wird. Pumpende Double-Bass, messerscharfe Gitarren und ein zweistimmer Gesang, der die Soundwand zusammen hält.
Wer sich selbst ein Klangbild machen will, checkt: www.a-life-divided.de

Wir freuen uns über deinen Kommentar: