Wir schreiben unsere Texte jetzt selber. Unser neues Label heisst Motor Music. Deswegen sind wir eine Rockband. Diese Message möchten die Jungs von Echt wohl gerne rüberbringen.
Ganz zu Anfang sei bemerkt, dass ich mich nicht dem gängigen Vorurteil unterwerfen werde, Echt sei nur was für pubertierende Mädels und für Jungens über 18 generell bei Strafe verboten. Nein, definitiv nicht! Auch das letzte Echt-Werk mit dem Junimond hat mir schon ziemlich gut gefallen, da habe ich eigentlich nie ein Geheimnis draus gemacht.
Bei Recorder begann es ähnlich, die allseits bekannte Singleauskopplung "Wie geht es Dir so" fand durchaus meinen Zuspruch und weckte reges Interesse bezüglich des Albums. Von diesem bin ich aber leider ziemlich enttäuscht. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, doch "Wie geht es Dir so" ist wohl das beste, was "Recorder" zu bieten hat. Beim Rest haben Echt die Fröhlichkeit vergessen und wirklich romantisch werden sie eigentlich auch nicht. Dann schon eher fast melancholisch langsam und Trübsal-blasend.
Naja, wie gesagt, subjektiv eben. Die alte Scheibe gefiel mir wesentlich besser. Doch kommen wir nochmal zur Bezeichnung Rockmusik zurück. Diese ist hier sicher fehl am Platze. Was Echt hier abgeliefert haben, ist wieder einmal Pop, nicht mehr und nicht weniger. Nur sollte man vielleicht mal Tolerant sein und nicht alles, was irgendwo Pop ist, sofort auf der Stelle verteufeln. Blödsinn. Man kann ja auch nicht ernsthaft behaupten, dass man regelmässig bei The Dome auf der Bühne steht und die Musik, die man dort präsentiert, nichts mehr mit Pop zu tun hat. Ein zweischneidiges Schwert, welches man aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachten kann.
Echt haben jetzt Abi, sind längst durch den Stimmbruch durch und sicher auch eine Ecke erwachsener geworden. Das möchte man sicher auch mit dem aktuellen Video zum Ausdruck bringen. Die Platte zeigt das jedenfalls – subjektiv betrachtet.
