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Magnum – Brand New Morning

Vom pompösen, fantasiereichen Bombast-Rock wie er auf den Klassikern "On A Stroytellers Night" oder "Vigilante" präsentiert wurde, ist beim neuen Magnum Album "Brand New Morning" (Steamhammer/SPV) nicht viel übrig geblieben. Die britschen Rock-Helden konzentrieren sich auf simple 4/4-Takt-Beats, altbackene Standart-Riffs und nur wenig kreative Keyboard-Elemente. Man merkt Magnum an, dass sie alt geworden sind, schließlich besteht die Band bereits seit 26 Jahren. Hier wird auf Nummer sicher drauf los gerockt, statt Atmosphäre oder Gänsehaut zu schaffen. da war selbst "Sleepwalking" ein stärkeres Album. Einzig "Immigrant Son" überzeugt auf Anhieb, beim Rest muss man, auch wen der eine oder Refrain ganz nett ist ("The Last Goodbye"), aufpassen, nicht einzuschlafen.

Leider befindet sich auch ein Totalausfall auf der Scheibe: "I'd Breathe For You". Der Song plätschert die ganze Zeit vor sich hin und nervt darüber hinaus mit dem lust- und einfallslosen Drumming von Harry James, der früher bei Thunder die Kesseln rührte. Null Drive oder Dynamik, einfach nur schwach. Als ob das schon nicht schlimm genug wäre, ist auch der Klang des Schlagzeugs unterirdisch und nicht mehr zeitgemäß. Klingt fast wie eine Demoversion. Dabei waren die Drums bei Magnum sonst noch nie das Problem. Schade, schade. "Brand New Morning" ist soundtechnisch auf Siebziger-Niveau und auch das Songwriting passt eher in die Phase. Vom Glanz und Heldentum der Achtziger ist nicht mehr viel übrig geblieben, "Brand New Morning" ist in kreativer Hinsicht eine echte Bauchlandung. Einzig Bob Catley ist immer noch einer der gefühlvollsten Rock-Sänger dieses Planeten ist, doch das reicht alleine nicht aus.

www.magnumonline.co.uk

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