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Masonne – 10 Fake IDs

Wild, ekstatisch, progressiv, verträumt, leidenschaftlich, verführerisch – ich könnte hier noch stundenlang Attribute aufzählen, um den Stil der aus Berlin stammenden Band Masonne zu beschreiben. Fakt ist: Masonne klingen auf "10 Fake IDs" (Sinnbus Records) verdammt vielseitig und eigenständig. Das Album ist nichts zum Nebenbeihören, verlangt Aufmerksamkeit, erzeugt Spannung, macht neugierig auf mehr, verwirrt, nimmt einen gefangen und lässt dich am Ende doch fallen. Eine Gefühlswelt, die packend und abstoßend zugleich ist, weil sie dich fordert. Noisige und doch harmonische Gitarren und die zurückhaltende Stimme von Sängerin Tonia Reh, dazu ein wummernder, stets präsenter Bass und ein Schlagzeug, dass den Eindruck vermittelt, es würde die ganze Zeit in die falsche Richtung fahren. Vertrackte Rhythmen, ungerade Takte, monströse Steigerungen, ausgelassene Klangorgien, hier wird mit allen Mitteln versucht, den Hörer durchzuschütteln. Ich bin gerührt.

www.masonne.de

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