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Adolar – Die Kälte der Neuen Biederkeit

Es ist gut zwei Jahre her, dass die Band ADOLAR mit ihrem Album „Zu den Takten des Programms“ mit positiven Kritiken ihr Album veröffentlicht hat. In dieser Zwischenzeit hat die Band nicht pausiert, sondern ist getourt, hat geschrieben und ein neues Album aufgenommen. Das Ergebnis liegt jetzt ganz neu in unseren Händen „Die Kälte der neuen Biederkeit“. Das Album der vier Leibziger erschien am 6. September auf ZEITSTRAFE Records.

„Das Leben ist ein Mieser“

Auch ihr drittes Album in drei Jahren, ist einmal mehr Eins geworden, mit dem die vier Musiker zeigen, dass sie nicht irgendwelchen Trends folgen sondern ein kleines Statement setzen wollen, wie es z.B. im Titel schon erkennbar ist. Biederkeit – gegen die Einfältigkeit der Musik und gegen das Spießertum in der eigenen Szene. Adolar will wachrütteln und verändern, vielleicht sogar verärgern. Auf ihre eigene Weise begannen Adolar 2010 mit ihrem ersten Album “Schwörende Seen, ihr Schicksalsjahre!” ihre Karriere. Dabei ließen Sie ihre pöbelnden Punk-Visionen auf die verschiedenen Arten des Rocks treffen. Im zweiten Album wurden dann schon Indie-Rock in ihre Musikklänge mit eingearbeitet. Mit „Die Kälte der neuen Biederkeit“ bleiben sie wie in den Vorgängeralben abwechslungsreich und experimentierfreudig. Von ruhigen Tönen und Melancholie, geht es schnell auch wieder zu lauten Hardcore-Ausbrüchen über. Wenn die Stimmung der Songs in Tristesse und Verzweiflung übergehen, wird häufig der Song mit dunklen Synthesizer-Sounds untermalt. Hierbei ist nicht nur die Stimmlage und Betonung der Sänger Tom Mischok und Michael Cyris abwechslungsreich, sondern auch die musikalische und instrumentale Unterstreichung der verschiedenen Songs dem Konzept angepasst. Hierbei ist Abwechslung das Stilmittel gegen eine neue Biederkeit. Um der Biederkeit auch Instrumental entgegenzutreten, werden die Songs untermalt von Streichern, Bläsersäte und Chören.

Bei dem diesjährigen Bundesvision Song Contest im September gehen Adolar für Sachsen-Anhalt ins Rennen. Damit werden sie vielleicht ein paar ihrer Fans verärgern, trotzdem wird es für sie eine Chance sein, ihre Musik auch mal Szene-Untypischen Zuhöreren zu zeigen.


VÖ: „Die Kälte der Neuen Biederkeit“ erschien am 06.09.2013 auf ZEITSTRAFE Records.

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