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Malkovich – Kings N‘ Bosses

Malkovich - Kings 'N BossesNicht jeder hat Freunde, von denen man behaupten kann, dass bei ihren Partys die Musik das Highlight des Abends ist. Daraus resultierend gibt es drei Szenarien, zu denen man Malkovich’s Kings N‘ Bosses hören kann: Alleine zu Hause, auf einer Party, um die Leute zu erschrecken. Oder halt auf einer Party mit toleranten Freunden. Party, the hardcore way.

Denn Kings N‘ Bosses ist ein Konzeptalbum zum Thema Party. Und Malkovich sind eine Band, die sich sowieso nicht ernst genug nehmen, dass das gar nicht funktionieren würde. Schon beim Blick auf die Rückseite wird klar, dass dieser Band schon eine Weile lang mehrere Tassen im Schrank fehlen: Seit ihrem ersten Longplayer benennen die fünf Niederländer ihre Songs nach aufsteigenden Nummern und das nun vierte beginnt mit 042 und hört mit 047 auf – selbstverständlich nicht aufsteigend nummeriert.
MalkovichKlingen tut das alles nach aktuellem Hardcore, souverän vorgetragen. Manchmal mehr Metalcore, manchmal mehr Rock, manchmal aber auch einen halben Song lang Techno (044). Die textliche Essenz beschränkt sich stark auf die Schlagwörter „Party“, „fuck“ und „dance“, ist aber durchaus unterhaltsamer, als dieser Satz eventuell andeuten mag. Dem Nicht-Hardcore-Hörer stellen Malkovich beim Hören sogar noch die Falle, dass sie sich gar nicht von den bierernsten und ach-so-bösen Bands des Genres unterscheiden. Fachkundige erkennen jedoch die Experimentierfreudigkeit, mit der sie sich bei den Blood Brothers und den Nintendocore-Heroen HORSE The Band einreihen.

Wie anfangs schon gesagt: Einsatzgebiete für dieses Album sind rar. Hardcore ist Wut, tanzbare Musik ist Pop. Kings N‘ Bosses braucht also die Unterstüzung cleverer DJs und toleranter Hörer. Diese werden Spaß an diesen 12 Songs von Malkovich haben. Von daher ist diese Platte ähnlich Deichkinds letztjähriger ein außer Konkurrenz stehender Geheimtipp.

Bis auf weiteres kann man sich das komplette Album auf der Labelseite anhören.

There ain’t no party like a Malkoholic party! (042)

 

VÖ: 27.04.2007

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