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Snow Patrol – A Hundred Million Suns

Große Popsongs, große Gefühle und große Gesten: dafür waren Snow Patrol seit jeher bekannt. Im Jahr 2006 merkte das auch plötzlich die breite Öffentlichkeit, „Eyes Open“ verkaufte sich daraufhin gut 2,5 Millionen mal und aus Snow Patrol wurden die neuen Radio-Lieblinge. Ein Status, der der Band mehr als unrecht war, denn Sänger Gary Lightbody gilt selbst als großer Indie-Anhänger. Mit „A Hundred Million Suns“ erscheint nun das fünfte Werk der Iren, welches zeigen wird, wo sie in Zukunft zu Hause sein werden.

Schick sieht es aus, das neue Album, da hat sich jemand viel Mühe für das Artwork gegeben und hunderte Origami-Sterne gebastelt. Doch schon beim öffnen der CD wird es einem flau im Magen: Zuerst fällt einem ein Flyer mit der Aufschrift „Holen Sie sich die Songs von ‚A Hundred Million Suns‘ auf ihr Handy‘“ in die Hände. Da fragt man sich für welche Zielgruppe diese CD wohl gemacht ist und legt skeptisch den Rohling in die Anlage.

Auf der Snow Patrol Homepage schreibt Gary Lightbody über „A Hundred Million Suns“ das es sehr komplex sei und das es absichtlich keinen richtigen Hit gäbe. Das Album solle vielmehr für sich stehen. Vertraut klingen die ersten Töne von „If there’s a rocket tie me to it„, sehr typisch Snow Patrol. Wenn man sich näher auf das Album einlässt, merkt man allerdings doch schnell, das da was anders ist als sonst. Es wirkt düsterer, nicht ganz so unbeschwert wie früher. Ungewöhnlich ist zum Beispiel der gegenläufige Rythmus bei „The Golden Floor„. Oder natürlich das 16-minütige „The Lightning Strike„, welches sind dauernd verändert, nie konstant bleibt. Zum einen ist da das tolle Piano-Thema zu Beginn, im Gegensatz findet man dazu am Ende kleine Elektro-Spielereien. Das es allerdings keinen richtigen Hit geben soll, kann ich nicht unterschreiben, da wäre zum Beispiel „The Planets bend between us„, die Super-Ballade schlechthin, die mit der richtigen Promo sicher ganz gut laufen würde. „Lifeboats“ plätschert vor sich hin und wird erst in der letzten Minute richtig stark, schade irgendwie.

Je öfter man das Album hört, umso besser wird es. Allerdings kann es im Großen nicht an die Qualität von „Final Straw“ oder „Eyes Open“ heran reichen. Es fehlen die besonderen Momente die einen gefangen nehmen und „The Lightning Strike“ reicht da leider nicht zu aus.

Snow Patrol – A Hundred Million Suns erscheint am 24. Oktober bei Universal.

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