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Aiden – Nightmare Anatomy

Knaller. Auch wenn die Jungs von AIDEN aussehen als wären sie die unehelichen Kinder des AFI- und des MY CHEMICAL ROMANCE-Sängers ist die aktuelle Scheibe ?Nightmare Anatomy? (Victory Records) absolut mitreißend und macht einfach mal nur Spass. Punkt.
Die elf Songs sind zum Großteil ziemlich flott gespielt, der Sänger hat endlich mal wieder eine etwas kräftigere Stimme und piepst nicht wie ein Vögelchen in der Paarungszeit und die Gitarrenlicks sind zwar nicht neu, aber dafür schön schnell runtergezockt ? das hebt die fünf hässlichen Jungs dann doch mal ein wenig aus dem Wust an Bands die ähnlich klingen hervor. Zwar wird auch hier auf das bewährte Rezept Punkrock trifft Metalgitarren, Emo-Texte und Gothik-Schminke gesetzt, aber das ganze passiert ziemlich mitreißend und ist nicht eine Sekunde langweilig.
So richtige Hits gibt es auf ?Nightmare Anatomy? zwar leider nicht, da fehlt dann wohl letztendlich doch noch die eigene Note, aber für den Moment macht das Album unglaublich Spass, eignet sich hervorragend zum Autofahren und wer beim finalen ?see you in hell…? nicht mitgröhlt, hat wohl schon jeglichen Spass an Punkrock verloren.
Ich find das Album klasse, aber bin mir ziemlich sicher, dass ich es in ein paar Wochen, vielleicht auch Monaten, im CD-Schrank verstauben lassen werde. Wer weiß, vielleicht schafft es die Band ja mit dem nächsten Album ein wenig eigenständiger zu klingen und mich länger zu fesseln ? Ansätze sind definitiv mehr als vorhanden. Vielleicht ist bis dahin dann auch der ausgelutschte Gothik-Trend vorbei, die Augen werden dann nicht mehr geschminkt und die Texte drehen sich nicht mehr alle um Albträume…

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