Startseite » Frittenbude – Katzengold

Frittenbude – Katzengold

Frittenbude und das gefürchtete Album Nummer zwei. Nach Bratze und Egotronic ist jetzt das dritte Zugpferd des Labels Audiolith in diesem Jahr an der Reihe, sich unter Beweis zu stellen. „Katzengold“ ist der Name der neuen Platte. Und es wirkt, als ob Johannes, Jakob und Martin sich nicht sonderlich einschüchtern lassen und einfach immer weiter nach vorne gehen.

Es wird niemanden überraschen, dass Frittenbude nach wie vor punkigen Electropop mit deutschem Rapgesang machen. Nach dem Erfolg des Erstlings „Nachtigall“ wäre es auch wahnsinnig gewesen, sich davon abzuwenden. Allerdings klingt es diesmal so, als ob sie sich bewusster sind bei dem, was sie machen. Als wäre das erste Album ein Versuch gewesen, der dieses Mal weiter ausgebaut wird. Der Sound ist größer, die Songs pointierter, der Gesang engagierter.

Es wird gesungen über die Schande der exzessiven Party, über Zwischenmenschliches, über Politisches und über alles, was die Köpfe der drei Bayern und ihrer Hörerschaft sonst noch in Bewegung hält. Besonders hervorhebenswert ist der Titeltrack „Katzengold“, wo Flicke von Juri Gagarin und Ira Atari die Frittenbude noch mit Vocals unterstützen. Und die erste Single „Und täglich grüßt das Murmeltier“, ein ähnlich bedeutsames Stück wie „Mindestens in 1000 Jahren“. Der einzige Ausrutscher auf dem Album ist der Song „Seifenblase“. Der Gesang holpert unbeholfen herum und die Musik dazu ist monoton und vergleichsweise nichtssagend. Aber so etwas lässt sich angesichts der anderen Hits abwinkend verzeihen.

Alles in allem sind sich Frittenbude mit „Katzengold“ selbst treu geblieben und klingen doch reifer und selbstsicherer als noch beim Debüt. Auch die dem Album beiligende Bonusdisc „Plörre“, die alle bisherigen Remixe der Band unter ein Dach bringt, kann sich sehen lassen. Es hat sich in gerade Mal vier Jahren Bandgeschichte eine Menge getan und sie treffen mit ihrem Sound derzeit genau ins Schwarze der Szene. Diese Songs dienen als felsenfeste Grundlage für eine gepflegte Feierei und singen zeitgleich hunderten von Menschen da draußen aus dem Herzen. Frittenbude sind längst schon über den Zenit hinaus – und alle fliegen mit erhobenen Händen mit…


VÖ: „Katzengold“ erscheint am 28.05.2010 auf Audiolith Records.
Unser Interview mit Frittenbude im November 2009.

One comment

Wir freuen uns über deinen Kommentar:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf "Akzeptieren" unten im Banner klickst.