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Mikroboy – Bis Zum Ende (EP)

Manchmal stolpert man über Musik, die genau dem Schema entspricht, das die eigenen Ohren derzeit bevorzugen – Und wundert sich dann, warum man da noch nicht viel früher drauf gestoßen ist. So ging es mir auch jetzt, als ich 4 Monate nach Release der ersten EP „Bis Zum Ende“ die Band Mikroboy entdeckte. Indie, Electro und Pop geben sich die Hand. Okay, das ist an sich zwar nichts Neues, aber dieses Quartett hat das mit der guten Umsetzung eben wirklich begriffen.

„Was zählt, ist nicht das Ziel, solange die Richtung stimmt!“

Ursprünglich war dies nur ein Ein-Mann-Hobby: Michael Ludes und das private Musikprojekt daheim. Doch nach einem Studium der Musikwissenschaften bemerkt der 26jährige, dass es Zeit ist, die Musik auf eine höhere Ebene zu bringen. Michael gewinnt drei Freunde für das gemeinsame Musikschaffen: Andi Weizel , Anneli Bentler und Dominik Müller stoßen dazu und die Band Mikroboy aus Mannheim ist geboren. An die 70 Auftritte haben sie in dieser Formation nun schon gespielt, doch sollte ein Plattenvertrag bisher leider ausbleiben, selbst wenn das Echo von Communities wie Myspace herausragend ist.

Doch nun zu der EP: Eine wirklich schöne erste Veröffentlichung, kann man nicht anders sagen. Indie-Pop-Musik, gepaart mit elektronischen Aspekten und dem gesunden Faktor Lo-Fi. Manch andere Magazine riefen Mikroboy bereits als die deutschen Death Cab For Cutie aus – Das halte ich für ein wenig übertrieben, denn denen ist ja bekanntermaßen wirklich schwer das Wasser zu reichen. Aber musikalisch findet sich durchaus eine Nähe zu Death Cab wieder und auch diverse Hamburger Bands wie Kettcar oder Clickclickdecker sind als Referenz bestimmt nicht fehl am Platz. Entspannte Musik, zusammengesetzt aus den Händen von Sänger & Gitarrist, Pianistin, Drummer und Bassist.

Doch bei all der Harmonie, die sich musikalisch so darstellt, auch die gewisse Portion Aggression, Wut und Trauer geht nicht verloren, ohne dabei leidend oder jammernd zu werden. Das liegt einerseits ans aufpeitschenden Stellen in den Songs und andererseits speziell an den Texten von Michael Ludes. Damit kann man sich schonmal mit der guten alten und neuen Hamburger Schule messen. Texte, mitten aus dem Leben gegriffen, an Herz und Hirn ansetzend.

„Eine Mischung aus Erinnerung und Traum.
Doch wenn ich ehrlich bin, erinnere ich mich kaum,
was zu dem Schluss führt, dass die Fantasie gewinnt.
Eine Überdosis Glück im Augenblick.
… Und wenn es nötig ist,
bleibt nichts davon zurück.“

Auch andere Bands wurden bereist aus das Talent des jungen Quartetts aufmerksam. So kam es z.B. bereits dazu, dass Mikroboy mit Polarkreis 18 tourten und einen Remix für Get Well Soon aufnahmen. Die Anerkennung sowohl von Hörer-, als auch von Presse- und Musikszene-Seiten her ist unermesslich.

Schlussendlich lässt sich also festellen: Mikroboy haben das Talent und mit Sicherheit auch die Chancen, in der Liga des aktuellen Deutschpop ganz oben mitzuspielen. Man müsste dieser Band nur einen Plattenvertrag ermöglichen, verdammt! Wird aber bei den gehäuften positiven Reaktionen der Öffentlichkeit sicherlich nur noch eine Frage der Zeit sein!


VÖ: „Bis Zum Ende“ ist seit dem 14.03.2008 erhältlich.

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