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Sisters – Gender Riots

„Gender Riots“ nennt die Band Sisters ihr Debütalbum. Eine Formation aus afroamerikanischen Frauen, die jetzt für Gerechtigkeit und das ganze Pipapo kämpfen. Dass sie vorher Sister Keepers hießen, weil man ja bereits mit den Brothers Keepers musizierte, sei jetzt nur mal nebenbei erwähnt. Ohje Ohje. Ist die Musik genau so altbacken wie diese Attitüde?

„Nothing has changed – We are living in a man’s world.“

Bei aller Liebe zu tanzbarer Musik… Das hier geht gar nicht. Allein der Bandname in Kombination mit dem Albumtitel dürfte den meisten schon übel aufstoßen. Nun gut, dachte man sich, mal in den Pressetext reinlesen, vielleicht ist ja alles gar nicht so schlimm. Fazit: Oh doch, ist es. Die Damen haben einen Verein gegründet, der auf den Namen „Sisters e.V.“ hört und sich politisch in den Bereichen Rassismus und Umwelt engagiert. Außerdem werden HipHop – und Gesangworkshops organisiert und die Ladies besuchten schon viele Schulen unter dem Motto „Afrodeutsch“. An sich eigentlich eine gute Sache, aber doch nicht SO, bitte. in Blick auf die Tracklist…. „Sista, Sista“„Alle Diese Frauen“„Unite“ – …

Okay okay, mal in die CD reinhören, ein letzter Hoffnungsschimmer war ja schließlich noch da. Und immerhin, die Musik ist ganz okay. Eine Mischung aus Pop, Reggae, Soul und Hip Hop, ganz gechillte und runde Sache. Aber alles in allem leider auch viel zu überholt und gesanglich nicht immer eine Meisterleistung. Auch die Mischung aus deutschen und englischen Texten ist nicht unbedingt die feine Art. Hier, verkraftet das:

„Es sind riots non stop,
in unseren Reihen sind riots.
Gender riots, sag deinen Namen,
denn es geht um Befreiung.“

Wie auch immer. Das Engagement darf man ihnen hoch anrechnen, aber diese Attitüde stößt die Platte leider komplett von mir ab. Vielleicht ist das etwas für unterdrückte Hausfrauen, die sich beim Hören von „Gender Riots“ auf die Schulter geklopft fühlen – Aber alle anderen sollten wohl besser gründlich reinhören, ob das was für sie ist.


VÖ: „Gender Riots“ ist seit dem 22.08.2008 auf Echo Beach.

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