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Those Dancing Days – Daydreams and Nightmares

Trotz des zweijährigen Tour-Marathons haben es die fünf Schwedinnen von Those Dancing Days geschafft, ihr zweites Album einzuspielen. Nach Aussagen der Ladies ist es gerade diese exzessive Tour-Erfahrung, die den Sound von  Daydreams and Nightmares geformt und geprägt hat. Ein Album also, das nach klebrigen Bussitzen und Schlafmangel klingt? Keineswegs!

Wie schon beim Vorgänger, In Our Space Hero Suits, handelt es sich auch bei den 11 Songs der zweiten LP um überwiegend tanzbare Indie-Pop Hit-Anwärter. Klar, würde es eine Band mit DEM Namen nicht meistern, das ein oder andere Bein in mittel- bis hochfrequente Schwingungen zu versetzen, hätte sie ihr Ziel verfehlt. Dessen kann man das stockholmer Quintett jedoch keineswegs bezichtigen!

Schon der Opener ‚Reaching Forward‘ bläst mit donnernden Drums, leichten Synth-Klängen und effizienten Gitarren zum Frontalangriff auf’s Kniegelenk. Deutlich (Lolli-)poppiger wiegt einen dann ‚I’ll Be Yours‘ vorerst in Sicherheit, bis der Chorus dann jede Hoffnung zur Nichte macht, doch noch vom Muskelkater verschont zu bleiben.

Einzig ‚Dream About Me‘ und ‚Help Me Close My Eyes‘ schlagen dann deutlich sanftere Töne an, was dem Album merklich an Tempo nimmt und die zuvor so gut angwärmten Bein-Muskeln abkühlen lässt.

Die Hook von ‚Can’t Find Entrance‘ taugt allerdings zum erneuten Warm-Up. Um Zerrungen zu vermeiden, ist dies auch bitter nötig, denn wenn die erste Single ‚Fuckarias‘  ihr Drum-Bombardement startet, scheinen unkontrollierte Spasmen der unteren Körperhälfte unvermeidbar. Die Stimme von Linnea Jönnson, die stets den Spagat zwischen mädchenhaft-süß und rauchig-sexy meistert, spuckt einem hier klare Ansagen entgegen: „You’re an uninvited clown/A foolish puppy with a too long tongue/You stumble and fall, you’re the worst of them all/You’re in my space, get out of my face!“ Eine Abrechnung mit einer verflossenen Liebschaft? Oder braucht Linna bloß Platz zum Rocken? Beides scheint bei dem Song durchaus plausibel!

Die verbleibenden, allesamt soliden Songs können dann zwar nicht mehr mit dem Maß an Energie, welches ‚Fuckarias‘ vorgelegt hat, aufwarten, was jedoch keineswegs heißt, dass sich deswegen ausgeruht wird! ‚I Know Where You Live pt. 2, die ‚Fortsetzung‘ eines Titels vom vorangegangen Album,  zeigt sich Hymnen-artig im Refrain und ist eine gelungene Uptempo-Nummer. Mit dem Closer, ‚One Day Forever‘, einem bravourösen Duett mit Orlando Weeks von The Maccabees, findet Daydreams And Nightmares seinen gebührenden Abschluss. Weder Tag- noch Alptraum, lässt einen die LP mit einem wohligen Gefühl der Erschöpfung und der Lust nach mehr zurück!

Wer also auch nach dem Hören des Albums in Bewegung bleiben möchte, dem sei die kommende Tour von Those Dancing Days wärmstens ans Herz gelegt — Presented by Mainstage! Die Tourdaten findet ihr unter dem unten stehenden Link!

Jönsson’s


Those Dancing Days – „Daydreams And Nightmares“ erscheint am 25. Februar 2011 über Cooperative Records.

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