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Yes Cadets – Le Mans

Bei Humming Records wird nicht lange vergangenen Zeiten nachgetrauert, stattdessen brechen mit Yes Cadets neue, vielversprechende Zeiten an!  Und lang gefackelt wird da auch nicht, weswegen nun die Debüt-EP „Le Mans“ in den Plattenladen und eine Deutschlandtour vor der Tür steht.

2009 fanden Alan Haslam (Gesang, Gitarre), Lisa Mageean (Gesang, Drums) und Steven Matthews (Bass) in Belfast, Nordirland zusammen, seitdem nennen sie sich Yes Cadets, und das, was sie machen „Maximist Heartbreak Pop“ . Damit versprechen sie wahrlich nicht zu viel, denn auf ihrer Debüt-EP „Le Mans“ gibt es herzbrecherische Texte, maximal melodische Popmusik und schwindlig-hohe Männergesänge.

Den Anfang macht „Le Mans“, der für die EP namensgebende Track und erste Singleauskopplung der Belfaster. „There is a place where my heart meets yours,“ singt Alan, während im Hintergrund das sinnlich-verführerische Gitarrenspiel nachhallt. Ein gelungener Auftakt.

Besonders  aber tut es einem sein Nachfolger „Seconds In A Minute“ an, weil es mit seinem Upbeattempo eine sorglose Energie mit sich trägt, mit der man durch das Herbstlaub hindurch sogleich dem Sommer hinterher tanzen möchte.  Hier und da erinnert der energiegeladene Sound auch an die frühe Tone Vampire Weekends, die es noch einfacher machen, Feuer zu fangen.

Mit dem Track „River Runs Dry“ glaubt man zunächst, etwas düsterer Stmmung zu verfallen, doch offenbar ist mit schlechter Laune bei Yes Cadets weit gefehlt, denn keine zwanzig Sekunden später schaffen es die Drumbeats des Songs, einen zurück in illustrere Welten zu tragen. Genauso wie „French Kiss“, der erneut herzbrecherisch daherkommt. „Harrier“  dagegen, der Titel, mit dem die EP abschließt, will nicht so recht die Funken sprühen lassen, klingt er doch zusehr nach seinem Vorgänger.

Alles in allem braucht es ein, zwei Anläufe für (fast) jeden der Songs der EP, zumal es anfänglich etwas schwerfällt, diese voneinander zu unterscheiden. Doch spätestens mit dem dritten, beherzten Drücken der Playtaste spielt sich „Le Mans“ in die Herzen, versteht man die eingängigen Gitarrengriffe,  energiegeladenen Schlagzeugrhythmen, simplicistischen Texte und die Stimme Alans, die sich im Wechselspiel mit den säuselnden Hintergrundgesängen von Lisa, ab und an sogar in schwindlige Höhen steigert, als einfaches Rezept der Platte.

Yes Cadets schwappen in britischem Gewässer zu uns herüber, wie vor, mit und nach ihnen unzählige andere Indie-Bands. „Alles das Gleiche“ könnte man denken, tut man zugegebenermaßen zuerst auch, doch ganz gleich wie das Trio von Humming Records schon bei In Golden Tears und Flashguns goldene Ohren bewiesen hat, versprechen auch Yes Cadets einiges mehr.  „Le Mans“ dürfte da erst der Anfang sein.

Wer sich selbst davon  überzeugen will,  kann dies auf der „Le Mans“-Tour 2012, die das nordirische Trio auch nach Deutschlan bringt. Ticket’s gibt überall, wo’s Tickets gibt!

08.11. Hannover, Feinkostlampe
09.11. Berlin, Rosis
10.11. Kassel, A.R.M.
11.11. Regensburg, Heimat
15.11. Jena, Kassablanca
16.11. Hamburg, Molotow
17.11. Rostock, Stadtpalast
19.11. Köln, Zum scheuen Reh
20.11. Gießen, Monkeys
21.11. Nürnberg, Club Stereo
22.11. Bonn, Bla
23.11. Oberhausen, Druckluft
24.11. Halle, Drushba


„Le Mans“ (EP) erschien am 14. September via Humming Records.

 

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