Nachdem das Debut von Disco Ensemble („Viper Ethics“) mit dem Release im Jahre 2003 vielfältige Beachtung fand, erscheint nun das Nachfolgewerk der vier Finnen. Dahinter steckt der Versuch, jugendliche Verzweiflung und gleichzeitig aber den Prozess des Erwachsenwerdens so gefühlvoll, emotional zu verpacken, dass es den geneigten Hörer in seinen Bann zu ziehen vermag. Ein Versuch, …
Klez.E unterstützen den WWF – du auch?
Der Wunsch, diese Welt in eine schönere umzuwandeln, ist einer, der glücklicherweise noch gewissen Menschen, wenngleich die Zahl dieser anscheinend stetig abnimmt, präsent ist. Dass dies in einem ununterbrochen nach Kapital und Wachstum schreienden System nur sehr bedingt möglich ist, muss man heutzutage leider akzeptieren. Nichtsdestotrotz ist es jetzt wichtig, die besonders gefährdeten Teile der …
Olli Schulz & Der Hund Marie – Warten auf den Bumerang
Wie vielen Musikern gelingt es, über ihren eigentlichen Zuständigkeitsbereich auch in anderen Ecken Erfolg zu haben? Und wie vielen misslingt es? Für Letzteres gibt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder Paradebeispiele, Ersteres ist hingegen seltener. Wer Olli Schulz einmal live gesehen hat, weiß jedoch, dass es möglich ist. Neben schön verpackter Live-Musik präsentiert Herr Schulz …
Kurhaus – A Future Pornography
Stellen wir uns die Musikwelt einmal kurz als Schule vor: Die meisten Kinder gehören zur Mainstream-Gruppe. Sie verstehen sich untereinander und finden sich auch so super. Alles wäre super, würden sie nicht von den kleinen Grüppchen auf dem Schulhof beäugt, die ihnen ab und zu mal ein Bein stellen, in der Schule rauchen und trinken …
Lucky Jim – All The King’s Horses
Das erste Mal stieß ich auf den Namen Lucky Jim, als ich auf dem Soundtrack von Die Fetten Jahre sind vorbei ihren Namen neben Hallelujah las – „Blasphemie! – Hallelujah ist von Jeff Buckley, welche Verletzung der Ehre eines toten Mannes!“ war mein erster Gedanke. Ob ich zu dem Zeitpunkt wusste, dass das Original von …
Boy Kill Boy – Civilian
Was macht man, wenn alles, was man je in seinem Leben versucht hat zu erreichen, schief läuft? Wenn man keine Zufriedenheit an einem College findet und genauso wenig in einem Job? Und wenn sich letztendlich auch noch das Bandprojekt als nichtig zu erweisen scheint? Richtig. Man verkriecht sich unter zu vielen Wolldecken und hofft nie …
Samiam – Whatever’s got you down
Samiam, einst wahre Größen des Emo-Punkrocks in seiner spät-90er-Jahre Erscheinungsform, haben in den letzten Jahren ein wahres auf und ab erlebt. Immer wieder machten Trennungsgerüchte die Runde und leichte Fluktuationen im Personalbereich liessen an der Fortbestehung der Band zweifeln. Jetzt, sechs Jahre nach ihrem letzten Album, kommen sie mit „Whatever’s got you down“ noch einmal …
Milburn – Well Well Well
Verehrter Leser, nehmen sie sich ein wenig Zeit, um sich Folgendes vorzustellen: Großbritannien. England. Sheffield. Vier Musiker, zwischen 18 und 20 Jahren. Gitarre, Gitarre, Gesang, Gesang, Bass, Schlagzeug. Laut, wild, progressiv. Nun. Sollten Sie jetzt nicht an die Herren der Arctic Monkeys denken, gebe ich Ihnen bei nächstmöglicher Gelegenheit ein alkoholisches Getränk Ihrer Wahl aus. …
Boy Omega – The Grey Rainbow
Dass der lange Winter und die bildhübschen Frauen in Schweden einem das Leben manchmal sehr schwer machen, ist ja nichts Neues. Auch nicht neu ist, dass, ob wegen dieser Umstände, oder auch nicht, einige der besten Singer/Songwriter/Dramamelancholiker/usw. aus dem skandinavischen Land stammen.
The Killers – Sam’s Town
Die Killers aus Las Vegas hauen mit ihrem Zweitling Sam’s Town (Island Records) jedem „One Hit Wonder“-schreiendem Kritiker eine Platte um die Ohren, die getrost auf die Mr. Brightside-Referenz scheißt und die Latte gitarrenlastiger, amerikanischer Rockmusik weiter gen Himmel hebt. Teilweise hat man schon fast das Gefühl, eben dieser heilige Ort sei erreicht, beispielsweise beim …
